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Neues Organspendegesetz: Sieben Gründe für einen Spendeausweis
dapdHeute tritt die neue Regelung für die Organspende in Kraft: Jeder Versicherte wird von seiner Krankenkasse aufgefordert, einen Spendeausweis auszufüllen. Sieben subjektive Argumente, warum man es tun sollte.
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-864546.html
- #1 01.11.2012 08:31 von
Ja das ist mir wichtig. Wenn Nr. 20 vor Nr.1 drankommt, dann ist er mit großer Wahrscheinlichkeit ein korrupter Geldsack und sein Arzt verdient sich an meinem Organ eine goldene Nase.
Das ist so, als ob ich für hungernde Kinder spende und die Spendenorganisation sich davon die Gehälter bezahlt. - #2 01.11.2012 08:31 von
- #3 01.11.2012 08:37 von
Endlich
Jedesmal wenn von dem Organspendeskandal berichtet wird, fehlt der Hinweis, dass der Skandal durch fehlende Spendebereitschaft erst entstehen konnte und das trotzdem ein Mensch gerettet wurde, wenn auch nicht der, der vorne in der Liste gestanden hätte...Super, dass Ihr dieses klarstellt! Der Skandal sollte die Mitbürger erst recht zur Zustimmung zur Organspende bewegen!
- #4 01.11.2012 08:42 von
organgeschäft
Solange Ärzte, die nämlich auch nur Menschen sind, durch ihr Gutachten auf eine Organzuteilung Einfluß nehmen können, solange wird es zu Unregelmäßigkeiten kommen. Ein sehr reicher Patient würde auch mehrere Millionen bieten, um sein Leben zu retten. Welche Strafe bekommen denn die Ärzte, die bisher Organe verschoben haben? Bestimmt deutlich unter dem Betrag, den sie dafür erhalten haben. Ich habe meine Zustimmung zur Organspende widerrufen, denn die Vorstellung, dass jemand damit einen fetten Deal macht, finde ich unerträglich...
- #5 01.11.2012 08:43 von
optional
Diese Diskussion würde es überhaupt nicht geben, wenn man seine Organe verkaufen dürfte. Aber dies ja illegal.
- #6 01.11.2012 08:43 von
Gerade deshalb sollte man spenden. Hört sich zwar zunächst widersinnig an, aber gerade durch die Knappheit an verfügbaren Organen wird wird den kriminellen Machenschaften Vorschub geleistet. Wenn es genug Spenderorgane gibt, dann könnten *sowohl* Nr. 1 als auch Nr. 20 drankommen...
- #7 01.11.2012 08:43 von
leider ist im beitrag ein fehler. natürlich spendet man keine organe "nach dem tod", diese organe wären nämlich, ausser der netzhaut, gar nicht mehr zu gebrauchen. die organe werden entnommen bevor der klinische tod eintritt, besser gesagt tritt der tod durch die entnahme der organe ein.
ich denke solange sich die wissenschaft nicht einig ist über den sogenannten hinrtod und solange immer wieder fehler passieren ("hirntote" erwachen und können wieder normal leben usw) ist eine diskussion nötig. - #8 01.11.2012 08:46 von
Genau darum geht es
Es ist absolut entscheidend, ob die Nummer 1 das Spenderorgan bekommt, oder die Nummer 20. Dafür gibt es ja die Warteliste, damit die Verteilung der Organe gerecht erfolgt. Wenn es egal wäre, bräuchte man die Liste nicht und könnte Organe grundsätzlich meistbietend versteigern. Und exakt das ist in den letzten Jahren großflächig passiert, weil es offenbar etliche Ärzte gibt, die trotz üppiger Honorare den Hals nicht voll kriegen können. Gerade im Organspende-Bereich ist Vertrauen alles und das ist nachhaltig zerstört. Man kann also alle verstehen, die ihre Nieren, Leber Herz usw. lieber mit ins Grab nehmen, anstatt sie einem fetten Bankster zu spenden, der sich mit seinen Boni einen unfairen Vorteil erkauft indem er dem transplantierenden Arzt die Yacht vor Monte Carlo finanziert.
- #9 01.11.2012 08:46 von
Ich bin es leid...
...mir diese verlogenen Appelle der Politik anzuhören. Wenn man Organe spenden soll, dann muss die Politik auch bereit sein etwas dafür zu geben. Beispielsweise die Bestattungskosten könnten vom Staat übernommen werden, wenn jemand bereit ist seine Organe zu spenden. Warum sollen Ärzte, Kliniken und die Pharmaindustrie an meinem Wohlwollen profitieren dürfen, ohne nur einen Heller dafür zu geben. Als jahrelanger Blutspender finde ich es gut anderen Menschen zu helfen, aber diese verlogene Organspendediskussion ist einfach unerträglich. Gebt den Menschen etwas für ihre Bereitschaft zur Organspende, dann gibts auch viel mehr Spender.
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