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Neues Hochschulgesetz: Sachsen führt Langzeitstudiengebühren ein

dapdWer seine Regelstudienzeit um mehr als vier Semester überzieht, muss in Sachsen künftig 500 Euro pro Semester zahlen. So steht es im umstrittenen Hochschulgesetz, das der Landtag beschlossen hat. Außerdem können Studenten nun aus der verfassten Studentenschaft austreten.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-858188.html
  1. #1

    Studentenarbeit hat Konsequenzen

    So mancher Student muss sich seinen Lebensunterhalt mit Arbeit neben dem Studium verdingen, was dazu führen kann, dass er die Regelstudienzeit überschreitet. Diese Tatsache stellt oft eine erhebliche Doppelbelastung dar.
    Allzu oft drängt sich mir der Eindruck auf, dass Menschen in unserer Gesellschaft als Feind und nicht als Bürger behandelt werden; wer nicht spurt oder spuren kann, wird negativ sanktioniert und ggf. als Parasit stigmatisiert.
  2. #2

    Super, die Aushölung der Demokratie geht weiter.
    Da ich mit der Politikerkaste im allgemeinen unzufrieden bin, darf ich dann auch auf mein Wahlrecht verzichten und muss dafür keinerlei Steuern mehr bezahlen?....
  3. #3

    optional

    Könnte Herr MacAlister das Gesetz bitte schell (bevor ich fertig werde) auch in Niedersachsen einführen? ... Den Asta würde ich gerne den Philosophen und Politologen überlassen :)
  4. #4

    Wie weit haben die Superdemokraten der Sachsensümpfler eigentlich gedacht? Bisher haben ASten kein allgemeinpolitisches Mandat; das wird ihnen von Gerichten immer wieder abgesprochen mit dem Argument, alle Studierenden seien dort Zwangsmitglied.
    (Wobei ich noch nichts davon gehört hätte, dass dieselben Gerichte den räsidenten der Industrie- und Handelskammern politische Äußerungen untersagt hätten, obwohl dort auch Zwangsmitgliedschaft besteht.)
    Wenn aber jetzt die Zwangsmitgliedschaft wegfällt - dann darf ja wohl der AStA politisch werden. Viel Spaß dabei!
  5. #5

    Vollkommen richtig!

    Ganz ernsthaft, wozu muss die Universität basisdemokratisch sein? Wir (ja ich bin Student) sind dort um etwas zu lernen, nicht um Politik zu machen.
    Und wenn ich dann wieder höre, dass sich unser netter AStA in Braunschweig lieber um die Organisation irgendwelcher Anti-Atom-Demos, anstatt um die Belange der Studenten zu kümmern, dann haben die ganz klar ihre Aufgabe nicht verstanden. Dann braucht man sich auch nicht über eine Wahlbeteiligung von 10% wundern.
  6. #6

    Zitat von xfor Beitrag anzeigen
    Könnte Herr MacAlister das Gesetz bitte schell (bevor ich fertig werde) auch in Niedersachsen einführen? ... Den Asta würde ich gerne den Philosophen und Politologen überlassen :)
    Sie können ja nach Weißrussland, nach China oder ein ähnlich antidemokratisches Land ziehen, wenn ihnen die Vorstellung demokratische Kontrolle über das eigene Leben auszuüben so zuwider ist.

    Die Hochschuldemokratie abzubauen ist letztlich ein Angriff auf die Selbstbestimmtheit der Bürger an den Universitäten. Anstatt über einzelne dysfunktionale ASten zu lamentieren, sollte man vielleicht lieber Programme starten, die helfen mehr Studierende für Demokratie und Mitbestimmung zu begeistern!

    Eine Gesellschaft wie die unsere kann nur dann wirklich funktionieren, wenn junge Menschen in Schule, Ausbildung und Studium in eigenverantwortlichem Handeln, Solidarität und Demokratie trainiert werden.
  7. #7

    ...

    Zitat von sanctum.praeputium Beitrag anzeigen
    So mancher Student muss sich seinen Lebensunterhalt mit Arbeit neben dem Studium verdingen, was dazu führen kann, dass er die Regelstudienzeit überschreitet. Diese Tatsache stellt oft eine erhebliche Doppelbelastung dar.
    Allzu oft drängt sich mir der Eindruck auf, dass Menschen in unserer Gesellschaft als Feind und nicht als Bürger behandelt werden; wer nicht spurt oder spuren kann, wird negativ sanktioniert und ggf. als Parasit stigmatisiert.
    Ich bin selbst noch Student und muss sagen Sie haben unrecht. Man muss nicht unbedingt arbeiten um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es gibt Studienkredite auf die jeder Student zurück greifen kann. Ein Studium ist für mich auch kein Hobby oder Selbstzweck, sondern so etwas wie eine theoretische Berufsausbildung. Entsprechend sollten Studenten auch studieren um es möglichst in kurzer Zeit zu schaffen. Ich studiere in Niedersachsen und es werden grundsätzlich Studiengebühren verlangt. Diese Gelder ermöglichen Dienstleistungen, die sonst nicht möglich wären und ich habe diese lieb gewonnen, da ich so ebenfalls Kosten spare. Ich muss mir beispielsweise keine teuren naturwissenschaftlichen Bücher kaufen, da wir Springer Ebooks beziehen können. Entsprechend finde ich die neue Regelung gar nicht schlecht.
  8. #8

    Das sehe ich anders!

    Man muss nicht unbedingt arbeiten um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es gibt Studienkredite auf die jeder Student zurück greifen kann. [/QUOTE]

    Ich bin seit drei Jahren fertig mit dem Studium und verdiene (trotz Job in meinem studierten Beruf!-allerdings in Nordostdeutschland) gerade genug um mich irgendwie über Wasser halten zu können. Viele meiner Freunde hangeln sich wie ich von Jahresvertrag zu Jahresvertrag, von Projekt zu Projekt oder konnten bislang trotz Hochschulabschluss keine Arbeit die ihrer Qualifikation entspricht finden. Ich musste zum Glück durch Elternunterstützung und damals noch möglicher Arbeit neben dem Studium (Studienbeginn vor dem Verschulungs-Wahnsinn - Glück gehabt!) nie Kredite in Anspruch nehmen. Ich kenne aber genug Menschen, die jetzt hochverschuldet in ein prekäres Berufsleben starten - keine gute Basis für eine Familiengründung o.ä.
    Zum Glück hatte ich auch keinen Zwang "so schnell wie möglich fertig zu werden" - "Fachidioten" ohne Lebenserfahrung sind für Arbeitgeber und als künftige Führungskräfte nicht zu gebrauchen!
  9. #9

    Zitat von epiphaeny Beitrag anzeigen
    Ganz ernsthaft, wozu muss die Universität basisdemokratisch sein? Wir (ja ich bin Student) sind dort um etwas zu lernen, nicht um Politik zu machen.
    Und wenn ich dann wieder höre, dass sich unser netter AStA in Braunschweig lieber um die Organisation irgendwelcher Anti-Atom-Demos, anstatt um die Belange der Studenten zu kümmern, dann haben die ganz klar ihre Aufgabe nicht verstanden. Dann braucht man sich auch nicht über eine Wahlbeteiligung von 10% wundern.
    Vielleicht sollten Sie sich mal mit der Geschichte unserer Universitäten und dem humboldtschen Bildungsideal beschäftigen? Allein das Wort Universi.... sagt doch schon alles. Für alles andere gibt es die berufliche Ausbildung und vielleicht noch die Fachhochschulen. Wer das nicht versteht ist an einer Universität vielleicht einfach falsch aufgehoben?








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