Neues Gesetz: Frankreichs Regierung will Unternehmen zum Verkauf zwingen

REUTERSDie französische Regierung will Unternehmen dazu zwingen rentable Fabriken zu verkaufen, statt sie zu schließen. Grund für die Gesetzesinitiative ist der Streit über ein von der Schließung bedrohtes Werk des Stahlherstellers ArcelorMittal in Ostfrankreich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-858590.html
  1. #1

    In Frankreich wird der Staat souverän!

    Wichtige Entscheidungen zu Gunsten des Volkes werden eben niemals vom Geldadel getroffen.
    Deshalb ist es wichtig, dass der Staat die Weichen stellt,und der Wirtschaft
    Einhalt gebietet, und ihr zeigt wo es Lang geht.
    Ein Staat der sich nicht mit allen seinen Bürgern identifiziert, geht am Ende
    zu Bruch, genau so wie wir es ständig beobachten können.
  2. #2

    Etatistischer Grössenwahn ...

    es muss jeden Staat und insbesondere seine Justiz überfordern, einen angemessenen Preis für gesamte Industrieanlagen, z.B. Stahlwerke, festzulegen. Woher soll die spezifische Kompetenz bezüglich Produktionsanlagen, Betrieb, Marktentwicklung, Arbeitskosten etc. kommen ? Mit solchen Ansätzen schafft man keine langfristige soziale Gerechtigkeit für Arbeitnehmer. Insbesondere wenn Faktoren wie Staasquote, Sozialabgaben, Produktivität und internationale Wettbewerbsfähigkeit die wahren Probleme Frankreichs darstellen. Hollande wird dieselbe Erfahrung machen wie sein Vorgänger Mitterand 1983. Parteiprogramme, insbesondere die der PS in Frankreich, sind schöne Theorie und Wunschdenken. DIe wirtschaftlichen Realitäten sind andere, zumal da die Globalisierung seit 1983 massiv vorangeschritten ist. Oder möchte Hollands zusammen mit Montebourg eine hohe Mauer um Frankreich ziehen. "Mauer" liest sich als Schutzzölle, Importbeschränkungen etc. Dann ist der Untergang der französischen Export- & Serviceindustrie in seiner jetzigen Form allerdings sichergestellt. Stichworte: PSA, Renault, AXA, BNP, EADS (mit europ. Partnern).
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die französische Regierung will Unternehmen dazu zwingen rentable Fabriken zu verkaufen, statt sie zu schließen. Grund für die Gesetzesinitiative ist der Streit über ein von der Schließung bedrohtes Werk des Stahlherstellers ArcelorMittal in Ostfrankreich.

    Frankreich: Hollande will Unternehmen zum Verkauf von Werken zwingen - SPIEGEL ONLINE
    Wieder mal ein Beispiel wie sich ein Staat selbst ins Knie schiesst.
    Frankreich sagt es sei keine Enteignung, aber legt den Kaufpreis fest. Soll mir doch einer erklären was es denn sonst ist.
    Die Industrie wird sich halt einen neuen Standort suchen und die Mitarbeiter sind die Dummen. Politik und Wirtschaft kann nur funktionieren, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
    Marktregulungen durch die Politik haben noch nie was für ein Land gebracht.
  4. #4

    Hört sich sehr vernünftig an

    So eon Gesetz hätte uns auch gut getan - vor 20 Jahren
  5. #5

    Auf den "1. Blick" hört sich dies gut an:
    endlich werden keine rentablen Fabriken mehr geschlossen.

    Jedoch: gerade Konzerne verfügen über unendliche Möglichkeiten, eine zu schließende Niederlassung "arm" zu rechnen.
    Zwar gut gemeint, jedoch wohl - leider - nutzlos.
  6. #6

    Zitat von petsy157 Beitrag anzeigen
    Wieder mal ein Beispiel wie sich ein Staat selbst ins Knie schiesst.
    Frankreich sagt es sei keine Enteignung, aber legt den Kaufpreis fest. Soll mir doch einer erklären was es denn sonst ist.
    Die Industrie wird sich halt einen neuen Standort suchen und die Mitarbeiter sind die Dummen. Politik und Wirtschaft kann nur funktionieren, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
    Marktregulungen durch die Politik haben noch nie was für ein Land gebracht.
    Populismus pur. Der Arbeitnehmer rentabler Fabriken ist der Dumme, weil Manager den Hals nicht voll bekommen. Hier soll verhindert werden, das rentable Standorte gegeneinander ausgespielt werden. Und das ist für eine Gesellschaft langfristig gesehen gut so. Aber bei solchen Menschen wie Ihnen steht halt der Egoismus und die Gier im Fordergrund!!
  7. #7

    Zitat von petsy157 Beitrag anzeigen
    Wieder mal ein Beispiel wie sich ein Staat selbst ins Knie schiesst.
    Frankreich sagt es sei keine Enteignung, aber legt den Kaufpreis fest. Soll mir doch einer erklären was es denn sonst ist.
    Die Industrie wird sich halt einen neuen Standort suchen und die Mitarbeiter sind die Dummen. Politik und Wirtschaft kann nur funktionieren, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
    Marktregulungen durch die Politik haben noch nie was für ein Land gebracht.
    Populismus pur. Der Arbeitnehmer rentabler Fabriken ist der Dumme, weil Manager den Hals nicht voll bekommen. Hier soll verhindert werden, das rentable Standorte gegeneinander ausgespielt werden. Und das ist für eine Gesellschaft langfristig gesehen gut so. Aber bei solchen Menschen wie Ihnen steht halt der Egoismus und die Gier im Fordergrund!!
  8. #8

    Harmonisierung

    Super-Vorlage für die Harmonisierung der Wirtschaftspolitik im EU-Raum ! Denen gehen die dirigistischen Ideen NIE aus !
  9. #9

    Zitat von james-100 Beitrag anzeigen
    Populismus pur. Der Arbeitnehmer rentabler Fabriken ist der Dumme, weil Manager den Hals nicht voll bekommen. Hier soll verhindert werden, das rentable Standorte gegeneinander ausgespielt werden. Und das ist für eine Gesellschaft langfristig gesehen gut so. Aber bei solchen Menschen wie Ihnen steht halt der Egoismus und die Gier im Fordergrund!!
    Tatsächlich geht es hier den Eigentümern/Aktionären an den Kragen.
    Wenn bei Überproduktion kein Werk geschlossen wird bedeutet dies dass alle Werke weiter produzieren und die Käufer unter starkem Konkurrenzdruck günstig mit Produkten versorgen.

    Kurzfristig gut für die Arbeitnehmer und Kunden. Schlecht für die Aktionäre deren Gewinnmargen schrumpfen werden.
    Und wenn Anleger französische Aktien aufgrund unattraktiver Rahmenbedingungen erst mal meiden und ihr Kapital anderen Unternehmen zur Verfügung stellen hat Frankreich langfristig ein Problem.

    Aber was interessiert sich der europäische Politiker für Langfristfolgen wenn er 1 Jahr nach der Wahl Versprechen einlösen und 1 Jahr vor der Wahl neue Versprechen geben muss?