Neues aus der Geoforschung: Ölproduktion übersteigt Höhepunkt, Nasa-Sensation widerle

REUTERSDer Wendepunkt ist erreicht: Die Erdöl-Förderung beginnt nach Ansicht von Experten zu sinken. Außerdem im Überblick zur Geoforschung: Die größte Explosion des 20. Jahrhunderts, eine sensationelle Nasa-Meldung scheint widerlegt, und Zypern fordert Mondgestein zurück.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...837620,00.html
  1. #130

    Zitat von Revisor Beitrag anzeigen
    Wollen Sie ernsthaft die Politik dieses süßsauren Unsympathen, des Ideologen Hollande zum Maßstab nehmen? Rente für viele wieder ab 60, Schluß überhaupt mit dem Vorrang des Sparens, dafür Eurobonds, damit Deutschland die Schulden der Südländer bezahlt? Unterstellen Sie einem solchen Utopisten Sachverstand?
    Utopisten sind die, die entgegen aller Erkenntnisse der Makroökonomie der letzten 100 Jahre behaupten, man könne eine Volkswirtschaft gesundsparen. Hat noch nie funktioniert, nirgends. Und soll jetzt funktionieren? Wieso?

    Aber das ist ein anderes Thema.

    Tatsache ist, daß Japan seine AKW trotz des Fukushimadesasters (dessen Umweltfolgen übrighens nur ein Bruchteil dessen ausmachen, was hier geunkt wurde und zum Ausstieg führte), wieder hochfährt. 2011 waren 37 AKW weltweit im Bau, 83 in Planung, China will seine friedliche Kernkraftkapazität (13 Reaktoren) bis 2020 verachtfachen, obwohl es riesige Kohlevorräte hat. Die USA bauen zum erstenmal seit 30 Jahren wieder neue Kernkraftwerke; dort spricht man von einer "atomaren Renaissance".
    Tatsache ist, dass die Zeit der AKWs vorbei ist. Aktuelle Bauprojekte leiden an massiven Kostenproblemen, siehe Olkiluoto 3, wo man bei zunächst geschätzten Kosten i.H.v. 3-3,7 Mrd. € inzwischen bei 6,6 Mrd. € angelangt ist.

    Oder nennen Sie doch einmal eine praktische (d.h. zu tragbaren Kosten durch die Industrie- und Schwellenländer zu realisierende) Alternative zur Atomkraft!
    Wind.

    Okiluoto 3 hat 1600 MW, macht 4125 € / kW. Aktuelle Windkraftwerke liegen bei 800 - 1.000 € / kW.

    Das Kernkraftwerk läuft dann ca. 87% der Zeit, produziert also ca. 7600 kWh pro Jahr pro kw. Das Windkraftwerk ca. 1500-2000 kWh pro Jahr bei guter Lage. Somit ist das Windkraftwerk genauso günstig wie das Atomkraftwerk.

    Nicht einmal wir als das wirtschaftsstärkste Land der EU bekommen doch die Energiewende hin, und die Probleme fangen erst an.
    Klar bekommen wir das hin. Wenn alle mitzahlen würden und nicht gerade die, die am meisten Energie verbrauchen, nichts zahlen müssen, wärs sogar recht günstig pro kWh.
  2. #131

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    Na also, Sie nennen doch den Grund, warum die Fördermengen stagnieren!
    Die Höchstpreise an den Ölmärkten.
    Da beisst sich wohl die Katze in den Schwanz. Die Preise sind auf Höchstniveau, weil nicht mehr gefördert wird, nicht andersrum.
  3. #132

    Es ist nur ein Teil der Lösung

    Zitat von Revisor Beitrag anzeigen
    ... Tatsache ist, daß Japan seine AKW trotz des Fukushimadesasters (dessen Umweltfolgen übrighens nur ein Bruchteil dessen ausmachen, was hier geunkt wurde und zum Ausstieg führte), wieder hochfährt. 2011 waren 37 AKW weltweit im Bau, 83 in Planung, China will seine friedliche Kernkraftkapazität (13 Reaktoren) bis 2020 verachtfachen, obwohl es riesige Kohlevorräte hat. Die USA bauen zum erstenmal seit 30 Jahren wieder neue Kernkraftwerke; dort spricht man von einer "atomaren Renaissance"....
    Japan fährt mitnichten alle Kernkraftwerke wieder hoch, sondern beginnt mit den ersten. Warten wir ab, was die Gesellschaft toleriert und wie sich das Land langfristig entscheidet.

    Wir reden über benötigte 4000-5000 Kernkraftwerke, gebaut und geplant werden nach Ihren Angaben keine 200 Hundert, während von den vorhandenen 450 AKW bis 2020 in ähnlicher Dimension Anlagen stillgelegt werden. Eine Problemlösung seh ich in den Kerntechnik, genau wie vor vierzig Jahren Herr Ditfurth, nicht. Medizinisch bin ich den AKWs wegen einiger Isotope dankbar, aber die wären mittelfristig ersetzbar und sind nicht Grund genug für die weiterhin unterschätzte Gesamtstrahlenbelastung.

    Die Alternativ ist der Fusionsreaktor am Himmel. Direkte und indirekte Nutzen werden uns ausreichen müssen.
  4. #133

    falscher Ansatz

    Zitat von günter1934 Beitrag anzeigen
    ...Wenn heute noch Standard bei der Wohnungstemperatur 21° ist, werden sich in Zukunft das nur noch reiche Leute leisten können. Bei den Anderen sind es dann 16° in einem Zimmer mit entsprechender Öleinsparung und höherem Pulloverumsatz....
    Und was machen Rentner, die heute schon kaum 16"C finanzieren können? Die heutigen Rentner sind durchschnittlich reicher als der Rest der Bevölkerung. Das wird sich in den nächsten fünfzig Jahren ebenso verändern. Dann kommen Altersarmut und hohe Energiepreise zusammen.
  5. #134

    Zitat von Flinsenberger Beitrag anzeigen
    Da beisst sich wohl die Katze in den Schwanz. Die Preise sind auf Höchstniveau, weil nicht mehr gefördert wird, nicht andersrum.
    Im Jahr 2008 erbat die OPEC von ihren Mitgliedsländern eine Ausweitung der Fördermengen, der damals die Länder nicht nachkommen konnten.

    Es vervielfachten sich die Fördertürme der Saudis, bei gleichbleibender Fördermengen
    (http://farm3.static.flickr.com/2262/...2e990eacbb.jpg ). Es wird immer schwerer die Fördermenge aufrecht zu erhalten, weil man immer mehr Wasser in die Felder einpressen muss, um das letzte Öl auszuwaschen. Der Wasseranteil des Öls steigt dramatisch, damit braucht man mehr Fördertürme um die gleiche Menge Öl zu fördern, und der Energieaufwand für das Abscheiden des Wassers kommt auch hinzu.

    Ich finds krass wie das Problem der Energieversorgung immer mit Klimawandelproblematik verwechselt oder vermischt wird. Das Potsdamer instititu für Klimafolgenforschung hat mit dem Energiemangel gar nichts am Hut. Man kanns aber mal nennen, klar. Der Energiemangel ist das wesentlich größere Problem.

    Hier mal einen Vortrag des Sprechers der grünen Wirtschaft Österreich, der wenigstens ehrlich zugibt, dass EE uns nicht retten werden.
    Peakoil.wmv - YouTube
  6. #135

    Zitat von talackova Beitrag anzeigen
    Und was machen Rentner, die heute schon kaum 16"C finanzieren können? Die heutigen Rentner sind durchschnittlich reicher als der Rest der Bevölkerung. Das wird sich in den nächsten fünfzig Jahren ebenso verändern. Dann kommen Altersarmut und hohe Energiepreise zusammen.
    Die Kosten der deutschen Energiewende. Siemens schätzt die Kosten laut Reuters auf 1,7 Billionen Euro.

    Meinen Sie, nach einer solchen Ausgabe von 1,7 Billionen Euro sieht es für die Rentner besser aus?
    Was heisst hier Rentner, - für uns Alle!
  7. #136

    Auch in Deutsch

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Hier mal einen Vortrag des Sprechers der grünen Wirtschaft Österreich, der wenigstens ehrlich zugibt, dass EE uns nicht retten werden.
    Peakoil.wmv - YouTube
    Gibt es das auch in Deutsch oder mit Untertitel?
  8. #137

    Exponentielles WAchstum

    Zitat von multi_io Beitrag anzeigen
    Lol. Und was genau steht da nun interessantes? Die exponentielle Zunahme des Energieverbrauchs ist in Erstweltländern schon seit Jahrzehnten zuende, in Deutschland stagniert der Wert schon seit längerem fast vollständig. Das hat nicht dazu geführt, dass der technische Fortschritt aufgehört hat und wir heute wieder so leben wie im Jahr 1900 oder auch nur wie im Jahr 1990.

    Sie dreschen auf einen gigantischen Strohmann ein.
    Wissen Sie was eine Exponentialfunktion ist?
    Gemäss der Amerikanischen Energieagentur (American Energy Information Administration EIA) und der internationalen Energieagentur (International Energy Agency IEA), wird der weltweite Energieverbrauch kontinuierlich um 2% pro Jahr wachsen. Dies führt zur bereits open erwähnten Verdopplung des Energieverbrauchs alle 35 Jahre. (Sie haben insofern REcht, als das Wachstum in OECD nur 1% beträgt, in Schwellenländern höher liegt, aber auch 1%iges Wachstum ist exponentielles Wachstum!)
    Quelle:
    Energieverbrauch pro Gebiet, Land und Kopf | Wendezeit - Informationen zum Leben
  9. #138

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Von 17Mio Hektar Agrarfläche in Deutschland werden 2Mio für Energiepflanzen genutzt. Und selbst das reicht nichtmal annähernd für 10% Anteil im Sprit. Aber klar, die EE wird uns alle retten :D.
    50% der produzierten Nahrungsmittel werden nicht gegessen, sondern landen aus diversen Gründen ungenutzt im Müll.

    Alle heutigen Formen der erneuerbaren Energie waren auch schon im 19.ten Jahrhundert bekannt.

    Seitdem werden nur noch Wirkungsgrade verbessert, aber kein großer Sprung in der Entwicklung gemacht.
    Zum einen stimmt dies nicht so und zum anderen, trifft dies auch auf die konventionellen Energien zu und zum dritten, was soll daran ein Argument gegen EE und für fossile Energien sein?

    Wir hätten den Umstieg auf EE schon in den 60-70ern beginnen müssen, nach den Warnungen des Club of Rome, kombiniert mit einem Energie-Effiziens-Programm.
    Ja, da hätte man schon intensiver mit beginnen müssen.

    Jetzt ist es zu spät, die Investitionen die man jetzt machen muss um EE-Kraftwerke herzustellen, fehlen schon den Verbrauchern.
    Es ist nie zu spät und vor Jahrzehnten wäre es auch nicht billiger für die Verbraucher gekommen, eher im Gegenteil, weil damals die Preisdifferenz zwischen der konventionellen und EE-Energieproduktion noch größer gewesen wäre.

    Ein Forist hat das gut erklärt hier im Thread mit der Energiefalle.
    Man kann in einem allgemeinen Mangel, wo Menschen erfrieren und verhungern, nicht noch Energie vom Markt abzweigen, um EE-Kraftwerke zu errichten, die diese Energie ja erst nach Jahren wieder erwirtschaftet haben.
    Aber für den Bau und den Betrieb von konventionellen Kraftwerken, die nur auf eine Effizienz von 30 bis 40% kommen, dafür soll genug Potential da sein oder wie?
  10. #139

    Was schon der Apostel wußte

    Zitat von Flinsenberger Beitrag anzeigen
    Utopisten sind die, die entgegen aller Erkenntnisse der Makroökonomie der letzten 100 Jahre behaupten, man könne eine Volkswirtschaft gesundsparen. Hat noch nie funktioniert, nirgends. Und soll jetzt funktionieren? Wieso?
    Aber das ist ein anderes Thema.
    Tatsache ist, dass die Zeit der AKWs vorbei ist. Aktuelle Bauprojekte leiden an massiven Kostenproblemen, siehe Olkiluoto 3, wo man bei zunächst geschätzten Kosten i.H.v. 3-3,7 Mrd. € inzwischen bei 6,6 Mrd. € angelangt ist. Wind.
    Okiluoto 3 hat 1600 MW, macht 4125 € / kW. Aktuelle Windkraftwerke liegen bei 800 - 1.000 € / kW.
    Das Kernkraftwerk läuft dann ca. 87% der Zeit, produziert also ca. 7600 kWh pro Jahr pro kw. Das Windkraftwerk ca. 1500-2000 kWh pro Jahr bei guter Lage. Somit ist das Windkraftwerk genauso günstig wie das Atomkraftwerk.
    Klar bekommen wir das hin. Wenn alle mitzahlen würden und nicht gerade die, die am meisten Energie verbrauchen, nichts zahlen müssen, wärs sogar recht günstig pro kWh.
    Ihr Standpunkt verrät exakt den Utopismus, der uns auch in die Eurokrise gebracht hat. Natürlich kann man eine Volkswirtschaft gesundsparen. Das haben die Letten gemacht, weil sie zu gewaltigen Anstrengungen, ja Leiden bereit waren. Lesen Sie bitte in Sarrazins neuem Buch die Seiten 328-330. In diesem hochkompetenten Werk weist der Autor weiter nach, daß die Idee vom Wachstum durch permanentes Schuldenmachen nicht nur zutiefst unlogisch ist, sondern auch in den letzten Jahrzehnten völlig versagt hat. Einem riesigen Anstieg der Staatsverschuldungen stand durchweg ein disproportional bescheidenes Wirtschaftswachstum gegenüber. (Für Lesemuffel gibt es einen entsprechenden Videovortrag von Frank Schäffler unter Video vom Vortrag... | Facebook).
    Lediglich in der Finanzkrise 2007-2008 war der massive Einsatz von Staatshilfen sinnvoll, aber eben nur weil es ein Ausnahmefall war.

    Keynes‘ Rezept des "Deficit spending" wird von der Linken (vor allem) als Carte blanche zum unbegrenzten Schuldenmachen aufgefaßt. Tatsächlich aber schließt es die Erwartung ein, daß in konjunkturell guten Zeiten die Schulden abgetragen werden - das aber geschieht nie.

    Und was soll man zu Ihren Baukostenrechnungen sagen? Teurer als der auf über eine Billion geschätzte Umstieg auf die "erneuerbaren Energien" - der gar nicht funktionieren wird - können gut geplante und inhärent sichere AKW gar nicht werden. Meinen Sie, die Chinesen seien zu dumm zum Rechnen? (Bekanntlich liegt der IQ der Ostasiaten im Durchschnitt ja über dem der Europäer.)

    Daß Strom außerdem permanent in gleicher Qualität und in einer vom Verbrauch, nicht vom Wetter abhängigen Quantität geliefert werden muß, soll das nun zum tausendsten Mal gesagt werden? Schon der Evangelist Johannes wußte das, als er schrieb: "Der Wind weht, wo er will." (Joh. 3,8)