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Neues aus der Geoforschung: Ölproduktion übersteigt Höhepunkt, Nasa-Sensation widerle
REUTERSDer Wendepunkt ist erreicht: Die Erdöl-Förderung beginnt nach Ansicht von Experten zu sinken. Außerdem im Überblick zur Geoforschung: Die größte Explosion des 20. Jahrhunderts, eine sensationelle Nasa-Meldung scheint widerlegt, und Zypern fordert Mondgestein zurück.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...837620,00.html
- #130 11.06.2012 15:05 von
Utopisten sind die, die entgegen aller Erkenntnisse der Makroökonomie der letzten 100 Jahre behaupten, man könne eine Volkswirtschaft gesundsparen. Hat noch nie funktioniert, nirgends. Und soll jetzt funktionieren? Wieso?
Aber das ist ein anderes Thema.
Tatsache ist, dass die Zeit der AKWs vorbei ist. Aktuelle Bauprojekte leiden an massiven Kostenproblemen, siehe Olkiluoto 3, wo man bei zunächst geschätzten Kosten i.H.v. 3-3,7 Mrd. € inzwischen bei 6,6 Mrd. € angelangt ist.Tatsache ist, daß Japan seine AKW trotz des Fukushimadesasters (dessen Umweltfolgen übrighens nur ein Bruchteil dessen ausmachen, was hier geunkt wurde und zum Ausstieg führte), wieder hochfährt. 2011 waren 37 AKW weltweit im Bau, 83 in Planung, China will seine friedliche Kernkraftkapazität (13 Reaktoren) bis 2020 verachtfachen, obwohl es riesige Kohlevorräte hat. Die USA bauen zum erstenmal seit 30 Jahren wieder neue Kernkraftwerke; dort spricht man von einer "atomaren Renaissance".
Wind.Oder nennen Sie doch einmal eine praktische (d.h. zu tragbaren Kosten durch die Industrie- und Schwellenländer zu realisierende) Alternative zur Atomkraft!
Okiluoto 3 hat 1600 MW, macht 4125 € / kW. Aktuelle Windkraftwerke liegen bei 800 - 1.000 € / kW.
Das Kernkraftwerk läuft dann ca. 87% der Zeit, produziert also ca. 7600 kWh pro Jahr pro kw. Das Windkraftwerk ca. 1500-2000 kWh pro Jahr bei guter Lage. Somit ist das Windkraftwerk genauso günstig wie das Atomkraftwerk.
Klar bekommen wir das hin. Wenn alle mitzahlen würden und nicht gerade die, die am meisten Energie verbrauchen, nichts zahlen müssen, wärs sogar recht günstig pro kWh.Nicht einmal wir als das wirtschaftsstärkste Land der EU bekommen doch die Energiewende hin, und die Probleme fangen erst an. - #131 11.06.2012 15:07 von
- #132 11.06.2012 15:13 von
Es ist nur ein Teil der Lösung
Japan fährt mitnichten alle Kernkraftwerke wieder hoch, sondern beginnt mit den ersten. Warten wir ab, was die Gesellschaft toleriert und wie sich das Land langfristig entscheidet.
Wir reden über benötigte 4000-5000 Kernkraftwerke, gebaut und geplant werden nach Ihren Angaben keine 200 Hundert, während von den vorhandenen 450 AKW bis 2020 in ähnlicher Dimension Anlagen stillgelegt werden. Eine Problemlösung seh ich in den Kerntechnik, genau wie vor vierzig Jahren Herr Ditfurth, nicht. Medizinisch bin ich den AKWs wegen einiger Isotope dankbar, aber die wären mittelfristig ersetzbar und sind nicht Grund genug für die weiterhin unterschätzte Gesamtstrahlenbelastung.
Die Alternativ ist der Fusionsreaktor am Himmel. Direkte und indirekte Nutzen werden uns ausreichen müssen. - #133 11.06.2012 15:16 von
falscher Ansatz
- #134 11.06.2012 15:25 von
Im Jahr 2008 erbat die OPEC von ihren Mitgliedsländern eine Ausweitung der Fördermengen, der damals die Länder nicht nachkommen konnten.
Es vervielfachten sich die Fördertürme der Saudis, bei gleichbleibender Fördermengen
(http://farm3.static.flickr.com/2262/...2e990eacbb.jpg ). Es wird immer schwerer die Fördermenge aufrecht zu erhalten, weil man immer mehr Wasser in die Felder einpressen muss, um das letzte Öl auszuwaschen. Der Wasseranteil des Öls steigt dramatisch, damit braucht man mehr Fördertürme um die gleiche Menge Öl zu fördern, und der Energieaufwand für das Abscheiden des Wassers kommt auch hinzu.
Ich finds krass wie das Problem der Energieversorgung immer mit Klimawandelproblematik verwechselt oder vermischt wird. Das Potsdamer instititu für Klimafolgenforschung hat mit dem Energiemangel gar nichts am Hut. Man kanns aber mal nennen, klar. Der Energiemangel ist das wesentlich größere Problem.
Hier mal einen Vortrag des Sprechers der grünen Wirtschaft Österreich, der wenigstens ehrlich zugibt, dass EE uns nicht retten werden.
Peakoil.wmv - YouTube - #135 11.06.2012 15:30 von
- #136 11.06.2012 15:30 von
- #137 12.06.2012 07:55 von
Exponentielles WAchstum
Wissen Sie was eine Exponentialfunktion ist?
Gemäss der Amerikanischen Energieagentur (American Energy Information Administration EIA) und der internationalen Energieagentur (International Energy Agency IEA), wird der weltweite Energieverbrauch kontinuierlich um 2% pro Jahr wachsen. Dies führt zur bereits open erwähnten Verdopplung des Energieverbrauchs alle 35 Jahre. (Sie haben insofern REcht, als das Wachstum in OECD nur 1% beträgt, in Schwellenländern höher liegt, aber auch 1%iges Wachstum ist exponentielles Wachstum!)
Quelle:
Energieverbrauch pro Gebiet, Land und Kopf | Wendezeit - Informationen zum Leben - #138 12.06.2012 08:09 von
50% der produzierten Nahrungsmittel werden nicht gegessen, sondern landen aus diversen Gründen ungenutzt im Müll.
Zum einen stimmt dies nicht so und zum anderen, trifft dies auch auf die konventionellen Energien zu und zum dritten, was soll daran ein Argument gegen EE und für fossile Energien sein?Alle heutigen Formen der erneuerbaren Energie waren auch schon im 19.ten Jahrhundert bekannt.
Seitdem werden nur noch Wirkungsgrade verbessert, aber kein großer Sprung in der Entwicklung gemacht.
Ja, da hätte man schon intensiver mit beginnen müssen.Wir hätten den Umstieg auf EE schon in den 60-70ern beginnen müssen, nach den Warnungen des Club of Rome, kombiniert mit einem Energie-Effiziens-Programm.
Es ist nie zu spät und vor Jahrzehnten wäre es auch nicht billiger für die Verbraucher gekommen, eher im Gegenteil, weil damals die Preisdifferenz zwischen der konventionellen und EE-Energieproduktion noch größer gewesen wäre.Jetzt ist es zu spät, die Investitionen die man jetzt machen muss um EE-Kraftwerke herzustellen, fehlen schon den Verbrauchern.
Aber für den Bau und den Betrieb von konventionellen Kraftwerken, die nur auf eine Effizienz von 30 bis 40% kommen, dafür soll genug Potential da sein oder wie?Ein Forist hat das gut erklärt hier im Thread mit der Energiefalle.
Man kann in einem allgemeinen Mangel, wo Menschen erfrieren und verhungern, nicht noch Energie vom Markt abzweigen, um EE-Kraftwerke zu errichten, die diese Energie ja erst nach Jahren wieder erwirtschaftet haben. - #139 12.06.2012 09:30 von
Was schon der Apostel wußte
Ihr Standpunkt verrät exakt den Utopismus, der uns auch in die Eurokrise gebracht hat. Natürlich kann man eine Volkswirtschaft gesundsparen. Das haben die Letten gemacht, weil sie zu gewaltigen Anstrengungen, ja Leiden bereit waren. Lesen Sie bitte in Sarrazins neuem Buch die Seiten 328-330. In diesem hochkompetenten Werk weist der Autor weiter nach, daß die Idee vom Wachstum durch permanentes Schuldenmachen nicht nur zutiefst unlogisch ist, sondern auch in den letzten Jahrzehnten völlig versagt hat. Einem riesigen Anstieg der Staatsverschuldungen stand durchweg ein disproportional bescheidenes Wirtschaftswachstum gegenüber. (Für Lesemuffel gibt es einen entsprechenden Videovortrag von Frank Schäffler unter Video vom Vortrag... | Facebook).
Lediglich in der Finanzkrise 2007-2008 war der massive Einsatz von Staatshilfen sinnvoll, aber eben nur weil es ein Ausnahmefall war.
Keynes‘ Rezept des "Deficit spending" wird von der Linken (vor allem) als Carte blanche zum unbegrenzten Schuldenmachen aufgefaßt. Tatsächlich aber schließt es die Erwartung ein, daß in konjunkturell guten Zeiten die Schulden abgetragen werden - das aber geschieht nie.
Und was soll man zu Ihren Baukostenrechnungen sagen? Teurer als der auf über eine Billion geschätzte Umstieg auf die "erneuerbaren Energien" - der gar nicht funktionieren wird - können gut geplante und inhärent sichere AKW gar nicht werden. Meinen Sie, die Chinesen seien zu dumm zum Rechnen? (Bekanntlich liegt der IQ der Ostasiaten im Durchschnitt ja über dem der Europäer.)
Daß Strom außerdem permanent in gleicher Qualität und in einer vom Verbrauch, nicht vom Wetter abhängigen Quantität geliefert werden muß, soll das nun zum tausendsten Mal gesagt werden? Schon der Evangelist Johannes wußte das, als er schrieb: "Der Wind weht, wo er will." (Joh. 3,8)
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