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Neues aus der Geoforschung: Ölproduktion übersteigt Höhepunkt, Nasa-Sensation widerle

REUTERSDer Wendepunkt ist erreicht: Die Erdöl-Förderung beginnt nach Ansicht von Experten zu sinken. Außerdem im Überblick zur Geoforschung: Die größte Explosion des 20. Jahrhunderts, eine sensationelle Nasa-Meldung scheint widerlegt, und Zypern fordert Mondgestein zurück.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...837620,00.html
  1. #120

    falsch

    Zitat von multi_io Beitrag anzeigen
    L... in Deutschland stagniert der Wert schon seit längerem fast vollständig...
    Weil der Anteil von energiehaltigen Waren stetig steigt. Wir verlagern unseren Primärenergieverbrauch nur, darum ist es scheinheilig, von Stagnation zu reden.
  2. #121

    Zitat von M. Michaelis Beitrag anzeigen
    Was nicht an den Vorräten liegt.
    Das ist eine These. Sie versuchen, sich die Welt um Ihre Ideologie herumzubiegen. Wenn Fakten nicht mit Ihrer Ideologie übereinstimmen, dann müssen die Fakten falsch sein. Künstliche Verknappung ist allerdings nicht offizielle Politik der erdölfördernden Länder. Im Gegenteil, Saudi-Arabien hat bisher immer zugesichert, etwaige Förderengpässe auszugleichen. Nur dass sie es offensichtlich nicht mehr können, wie man an den Förderzahlen zu Beginn des letzten Jahres während des Beginns der Libyen-Krise ablesen kann.

    Leider stimmen aber auch die Vorratszahlen nicht.

    Unsinn. je mehr gefördert wird, desto niedriger der Preis. Künstliche Verknappung heisst das Zauberwort.
    Soll das etwa heißen, dass hier der Markt nicht funktioniert? Sowas aber auch. Ein Grund mehr, sich unabhängiger vom Öl zu machen.
  3. #122

    @111 Michaelis

    Das Phänomen der Energiefalle hat nicht das geringste mit einem plötzlichen wegbleiben der gesamten fossilen Energieversorgung zu tun. Schon das rechnerische Beispiel eines Rückganges um lediglich 2% zeigt dieses. Steht ja da ! 2% nicht 100%... ganz gleich wie hoch der Prozentsatz des Rückganges ist, die Energiefalle greift immer . Sie Argumenteiern im Übrigen rein Finanziell. Ich hingegen spreche von dem Mangel an Energie. Daher sprechen wir vielleicht aneinander vorbei. Wenn wir nach Peak Oil erst alternativen aufbauen die einen typischen EROEI wie Solarzellen im Beispiel haben, dann fehlt Ihenen schlicht Energie. Wie sie es wenden oder drehen. Sie müssen in diesem Beispiel, (und ich habe das Phänomen mal realistischer mit realistischeren Zahlen und den zusätzlichen Umwandlungsverlusten von Strom zu Windgas durchgerechnet, mit weit verheerenderen Ergebnissen), auf jeden Fall der übrigen Gesellschaft zusätzliche 8% Energie entziehen.! Und selbstverständlich führt dieses in eine Wirtschaftlich katastrophale Situation. Denken Sie an die Folgen der Ölkrise von 1974. Da hatten wir lediglich einen Rückgang von 4% der am Weltmarkt zur Bedarfssättigung notwendigen Ölmenge. Wem würden Sie denn gerne die Energie entziehen ? den Harz 4 Menschen ? oder der dann ohnehin gekniffenen Landwirtschaft ? vielleich besser der Pharmaindustrie und der Chemie ? Wie sie es auch wenden. Sie haben dann ein Problem dass durch zu spätes Handeln weit größer ist als hätten sie rechtzeitig für Ersatz gesorgt. Und der Grund dafür , dass der Markt hier nicht zur Problemlösung in ausreichender Geschwindigkeit beiträgt ist, dass der Markt einen Umbau der Gesellschaft in solchen Dimensionen nur dann gewährleisten kann, wenn die Information über das Problem rechtzeitig ankommt. Für den Umbau der Weltenergieversorgung so eine Studie des amerikanischen Energieministereiums aber ("Hirsch-Report"), bräuchte die Weltwirtschaft ca. 20 Jahre Vorlauf. Daher ist das Erneuerbare Energien gesetz bei allen zweifelhaften Details das einzig Richtige. Da hat die Politik ein Problem erkannt dass die Wirtschaft nicht rechtzeitig erkennt.
  4. #123

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Die meisten Ölförderer können besser rechnen als die Ignoranten hierzulande. Die Araber wissen sehr genau, dass ihre Ölvorräte nicht unbegrenzt sind und daher sind sie selber mehr auf Nachhaltigkeit bedacht als auf den schnellen Reibach.
    Ich gehe davon aus, dass viele Araber das in der Tat "wissen". Nur kann ich nicht "wissen" was die Araber "wissen". Ich kann mich nur daran orientieren, was sie "sagen". Und sie sagen, dass ihnen das Öl
    - nie ausgehen wird
    - ihre Reserven seit 30 Jahren konstant sind
    - sie etwaige Produktionsausfälle kompensieren werden und als "producer of last resort" und "swing producer" einspringen werden.

    Nachhaltige Ölproduktion ist nicht erkennbar. Im April hat Saudi Arabien die höchste Ölmenge seit 30 Jahren gefördert, nämlich 10,1 mio Barrel pro Tag.

    Insofern weiss ich nicht, woraus Sie ihre Thesen ableiten.

    Sie könnten technisch wohl etwas mehr fördern, aber sichere und stabile Einnahmen über längere Zeit sind für den Staatshaushalt wichtiger. Nicht umsonst planen sie schon jetzt für die Zeit nach dem Ölrausch, im Gegensatz zu manchem Ölverbraucher.
    Auf der anderen Seite haben sie aber auch den Druck, eine rebellische und extrem junge Bevölkerung mit Geldgeschenken bei Laune zu halten und den ausufernden Lebensstil ihrer mehreren tausend Prinzen mit ihren zahlreichen Frauen und zig Kindern zu finanzieren.
  5. #124

    Zitat von Tom Schülke Beitrag anzeigen
    Für den Umbau der Weltenergieversorgung so eine Studie des amerikanischen Energieministereiums aber ("Hirsch-Report"), bräuchte die Weltwirtschaft ca. 20 Jahre Vorlauf. Daher ist das Erneuerbare Energien gesetz bei allen zweifelhaften Details das einzig Richtige. Da hat die Politik ein Problem erkannt dass die Wirtschaft nicht rechtzeitig erkennt.
    Was ja an sich schon an ein Wunder grenzt. Was allerdings auch nur deshalb möglich ist, weil bei uns Öl- und Kohleproduktion keinerlei Rolle spielen. In den USA gibt es nichts in dieser Richtung, und wird es wohl auch nie geben. Die Quittung wird dann später kommen, so in 10-30 Jahren.
  6. #125

    Hollande als Vorbild

    Zitat von talackova Beitrag anzeigen
    Sie meinen sicherlich solche Wirtschaftmächte wie den Iran? Baut Frankreich die Kernenergie aus, oder wird in Zukunft nicht einmal der heute schon geringe Anteil an Atomstrom tendentiell abnehmen?
    Wo ist denn der Neubau für Fessenheim und wie wird Frenkreich mit dieser Ankündigung umgehen?

    Atomausstieg
    "... Der 2012 neu gewählte Präsident François Hollande plant, den Anteil des französischen Atomstroms von heute etwa 75 Prozent auf 50 Prozent zu verringern. ..."


    Sie sollten schon wissen, welche Phrasen Sie dreschen:
    Sie kennen noch Querschnitt von Hoimar von Dittfurth?
    Hoimar von Ditfurth : Der Ast auf dem wir sitzen 1/2 - YouTube
    Wollen Sie ernsthaft die Politik dieses süßsauren Unsympathen, des Ideologen Hollande zum Maßstab nehmen? Rente für viele wieder ab 60, Schluß überhaupt mit dem Vorrang des Sparens, dafür Eurobonds, damit Deutschland die Schulden der Südländer bezahlt? Unterstellen Sie einem solchen Utopisten Sachverstand?

    Tatsache ist, daß Japan seine AKW trotz des Fukushimadesasters (dessen Umweltfolgen übrighens nur ein Bruchteil dessen ausmachen, was hier geunkt wurde und zum Ausstieg führte), wieder hochfährt. 2011 waren 37 AKW weltweit im Bau, 83 in Planung, China will seine friedliche Kernkraftkapazität (13 Reaktoren) bis 2020 verachtfachen, obwohl es riesige Kohlevorräte hat. Die USA bauen zum erstenmal seit 30 Jahren wieder neue Kernkraftwerke; dort spricht man von einer "atomaren Renaissance".

    Wer die Fakten beim Namen nennt,der drischt keine Phrasen; das tun die gedankenlosen Schönfärber. Oder nennen Sie doch einmal eine praktische (d.h. zu tragbaren Kosten durch die Industrie- und Schwellenländer zu realisierende) Alternative zur Atomkraft!

    Nicht einmal wir als das wirtschaftsstärkste Land der EU bekommen doch die Energiewende hin, und die Probleme fangen erst an.
  7. #126

    Zitat von Flinsenberger Beitrag anzeigen
    Jeder, der sich etwas länger als 10 Minuten mit der Möglichkeit von Peak Oil auseinandersetzt, kommt zu einem einfachen Schluß:
    Peak Oil ist genau jetzt.
    Ein wichtiger Punkt sei noch ergänzt: ab 2015 dürfen nur noch doppelwandige Öltanker die Weltmeere befahren. Die Transportkapazität dürfte damit einen Engpass bekommen. Wie stark er sich auswirken wird, sei mal dahingestellt. Das müsste näher recherchiert werden, aber es liegt wohl auf der Hand, dass mehr Tanker ausgemustert werden müssen als neue gebaut werden können.
  8. #127

    @112 Multi-io

    Die Beiträge Professor Tom Murphys, auf die ich verlinkt habe bzw. die Übersetzung , nähern sich den Fragen unserer Energieversorgung auf einem anderen Weg als typische Studien. Es sind von oben nach unten Ansätze, die nachvollziehbar sind (zb. wie viel Erneuerbare Energie ist überhaupt durch Solareinstrahlung möglich). Sie helfen einem erstmal die Dimensionen des Themas zu begreifen. Das unterscheidet Sie von den vielen Studien, deren Herkunft und Intention mit allen möglichen interessenhintergründen keinem ganz klar sind, und die dadurch angreifbarer sind. Der besagte Artikel nun wiederlegt die so oft wiederholte Behauptung, man könne den Energieverbrauch ewig weitersteigern, wenn nur wie erwartet wunderbare Techniken wie Kernfusion aus dem Hut gezaubert werden. Schluß ist da bereits in 300 Jahren. Wenn aber der Energieverbrauch nicht ewig gesteigert werden kann, dann muß in einer Ewig wachsenden Wirtschaft, das Wirtschaftswachstum einzig aus jenen Bereichen stammen, die Entweder durch Effizienzsteigerungen mehr bei gleichem Input liefern oder aus Bereichen, die gar keine Energie brauchen (psychotherapie ?), bis 99,9999 Prozent der Wirtschaft daraus stammen. Dieses und die Grenzen physikalisch möglicher Effizienzsteigerungen sind Inhalt des mit dem oben verlinkten Arikel zusammengehörigen Artikels, " Kann die Wirtschaft ewig weiterwachsen"
    Das Argument geht nicht auf die details der aktuellen Energieverbrauchskurve ein, sondern zeigt zunächst mal... Der Energieverbrauch kann und wird nicht ewig wachsen, und das in bereits überraschend kurzer Zeit.

    Ihr Argument im Übrigen, dass in den Entwickelten Ländern der Energieverbrauch zurückgeht, liegt in allererster linie darann, dass Energieintensive Prozesse inzwischen großflächig in andere Länder verschoben wird. Ähnlich hat letztens die Schweiz argumentiert. Eine dazugehörige Studie zeigte aber dass verlagerungseffekte in Wahrheit dazu geführt haben , dass durch den Schweizer Lebensstil, der Energieverbrauch des Landes, global um 60% gestiegen ist.
  9. #128

    Zitat von Flinsenberger Beitrag anzeigen
    Da kann man schön sehen, wie bis 2004 die Fördermengen rapide gestiegen sind und seitdem unter geringen Schwankungen stagnieren (bzw. um 2% seit 2004 gestiegen sind). Und das bei Höchstpreisen an den Ölmärkten.
    Na also, Sie nennen doch den Grund, warum die Fördermengen stagnieren!
    Die Höchstpreise an den Ölmärkten.

    Wenn heute noch Standard bei der Wohnungstemperatur 21° ist, werden sich in Zukunft das nur noch reiche Leute leisten können. Bei den Anderen sind es dann 16° in einem Zimmer mit entsprechender Öleinsparung und höherem Pulloverumsatz.

    Vielleicht werden dann Mietwohnungen mit Holzöfen in den Zimmern wie ganz früher teurer sein als mit Öl- oder Gaszentralheizung.
    Der Trend geht ja schon dahin.
  10. #129

    Zitat von Tom Schülke Beitrag anzeigen
    Wem würden Sie denn gerne die Energie entziehen ? den Harz 4 Menschen ? oder der dann ohnehin gekniffenen Landwirtschaft ? vielleich besser der Pharmaindustrie und der Chemie ?
    Solange man für 499 Euro 8 Tage Kreuzfahrschiffen kann und der Fernreisetourismus immer neue Rekorde schafft, Autos mit 150 PS "untermotorisiert" sind und zu einem Klimagipfel 15.000 Delegierte mit dem Flieger anreisen, sehe ich keinen Peak of Oil.


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