Ich bin kein Spezialist, aber ein interessierter Laie. Lesen Sie mal Robert Jungk "Die Zukunft hat schon begonnen". Ein Klassiker der 60-er Jahre.
Die Atombombe in "Tres Alamos" wurde trotz Hochtechnologien immer noch praktikabel durch das alte Prinzip "trial und error" gemacht. Die hypokritischen Massen wurden dadurch bestimmt, dass man auf Schienen dieselben mit einem _Schraubenzieher_ aufeinander zuführte. Dabei kam im Augenblick der Bestimmung (im Sinne experimenteller Erkenntnis/Bestätigung) der Ingenieur ums Leben, welcher dem Atomblitz ausgesetzt wurde.
Will sagen: Jede Wissenschaft - auch die der Meteorologie - ist auf error und trial angesetzt und braucht lange, reproduzierbare Messreihen.
Das "Manhattan-Projekt" war wohl wissenschaftlich geplant, aber keiner der Beteiligten (Oppenheimer eingeschlossen) wusste damals, wie es ausgeht.
Es ist einfach falsch, zu fordern, die "Wissenschaft" hätte die Mittel bereit zu halten, alle möglichen Phänomene aufzuklären. Die Wissenschaft selbst ist immer auf der Suche und entdeckt sich in ihren Methoden immer wieder selbst. Sie ist ein offener Prozess.
Es ist deshalb kindisch, ihr ein Korsett anlegen zu wollen, von dem man erwartet, dass es gefälligst erwartbare Ergebnisse produziert.
Was ich erwarten darf: Eine nachvollziehbare Methode und eine überprüfbare Theorie.
Mehr nicht.
Und das ist oft schon sehr viel.
L.

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