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Neuer Zoff ums Betreuungsgeld: Arbeitgeber-Chef nennt Unionspläne "absurd"

DPADer Streit um das umstrittene Betreuungsgeld nimmt kein Ende: Kanzlerin Merkel will Kritiker mit höheren Rentenansprüchen für Eltern beschwichtigen - mit wenig Erfolg. Arbeitgeberpräsident Hundt nennt den Plan "absurd" und "nicht finanzierbar".

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829344,00.html
  1. #10

    Unabhängig davon, mit welchen Zusatzbonbons das Betreuungsgeld für breitere Kreise akzeptabler gemacht werden soll - unter dem Strich hat es denselben Effekt wie eine Erhöhung des Kindergartenbeitrags um 100 EUR (später 150 EUR). Die ökonomische Bilanz der Entscheidung für oder gegen Kindergarten verschiebt sich - Eltern, die ihren Kindern den Kindergarten vorenthalten, profitieren stärken (nicht nur den eingesparten Beitrag, sondern noch 100 EUR obendrauf). Tragischerweise würden wohl gerade die Kinder, deren Eltern sich in dieser Frage von ökonomischen Erwägungen leiten lassen (oder leiten lassen müssen?) besonders von den Angeboten eines guten Kindergartens profitieren.
  2. #11

    Nichts als Wahlversprechen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Streit um das umstrittene Betreuungsgeld nimmt kein Ende: Kanzlerin Merkel will Kritiker mit höheren Rentenansprüchen für Eltern beschwichtigen - mit wenig Erfolg. Arbeitgeberpräsident Hundt nennt den Plan "absurd" und "nicht finanzierbar".

    Neuer Zoff ums Betreuungsgeld: Arbeitgeber-Chef nennt Unionspläne absurd - SPIEGEL ONLINE

    Man merkt, bald ist Bundestagswahl. Da wird Rentnern höhere Bezüge und Leuten mit älteren Kindern mehr Rente versprochen. Somit glaubt Merkel, ein möglichst hohes Wählerpotential ansprechen zu können. Das Fatale ist: Sie wird wieder damit durchkommen, denn auf schöne Versprechungen fällt der Deutsche Michel immer wieder rein. Man erinnere sich nur an die großen Töne der FDP bezüglich Steuersenkungen vor der letzten Bundestagswahl. Was ist dabei herumgekommen? Nichts! – Naja, nicht ganz. Wenigstens wurden die Deutschen Hoteliers bedacht.

    Nun mal mein Szenario: Die oben genannten Versprechungen bleiben. Mutti wird wiedergewählt und dann heißt es: „Sorry, aber das wird nix mit den höheren Renten und den anderen Wohltaten, denn wir müssen gerade mal wieder ein paar Banken retten – konnte ja keiner ahnen, dass nun auch Portugal pleite ist.“
  3. #12

    Es ist schon

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Streit um das umstrittene Betreuungsgeld nimmt kein Ende: Kanzlerin Merkel will Kritiker mit höheren Rentenansprüchen für Eltern beschwichtigen - mit wenig Erfolg. Arbeitgeberpräsident Hundt nennt den Plan "absurd" und "nicht finanzierbar".

    Neuer Zoff ums Betreuungsgeld: Arbeitgeber-Chef nennt Unionspläne absurd - SPIEGEL ONLINE
    absurd, das ich mit Arbeitgeberpräsident Hundt mal einer Meinung
    sei würde.
    Den Dilletantismus den sich unsere Regierung leistet ist nicht mehr zu beschreiben.
    Kann uns nicht mal jemand davon erlösen.
    Selbst meine Tochter konnte mit 6 Jahren besser mit Geld umgehen.
  4. #13

    Familienpolitik

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Streit um das umstrittene Betreuungsgeld nimmt kein Ende: Kanzlerin Merkel will Kritiker mit höheren Rentenansprüchen für Eltern beschwichtigen - mit wenig Erfolg. Arbeitgeberpräsident Hundt nennt den Plan "absurd" und "nicht finanzierbar".

    Neuer Zoff ums Betreuungsgeld: Arbeitgeber-Chef nennt Unionspläne absurd - SPIEGEL ONLINE

    Familienpolitik, Genderpolitik und Frauenpolitik ist eigentlich immer das Gleiche, es handelt sich um Arbeitsmarktpolitik. Es sollen Normen geschaffen werden, die Frauen dazu zwingen, die Familie fremd versorgen zu lassen und arbeiten zu gehen.
    Besser noch (und Ziel) wäre die Entzweiung der Geschlechter, die für noch mehr Konkurrenz und Lohndruck, sowie steigende Nachfrage sorgt.
    Steigt die Versingleung, steigt auch die Nachfrage nach Produkten die Wettbewerbsvorteile im Geschlechtermarkt vorgaukeln. Große Autos und Häuser, Kosmetika, Schuhe und Bekleidung und auch die Bildungsindustrie, die einen höheren sozialen Status verspricht, profitiert.
    Ebenso involviert, Zuwanderung aus archaischen Kulturen, also vorwiegend Männern, deren Frauen zurück bleiben oder in der Öffentlichkeit unsichtbar sind. Hieraus ergibt sich weiterer Druck im Geschlechterwettbewerb der authochtonen Bevölkerung, insbesondere der Männlichen, die zu weiterer Leistungssteigerung gezwungen wird, um ihren Teil am Partnermarkt zu sichern.
    Politik und Religion spielen die Geschlechterkarte gemeinsam. Es muss doch jedem klar sein, dass eine Partei die sich für Frauenrechte einsetzt nicht gleichermassen für Islamisierung der Gesellschaft stehen kann. Ist aber so, wie man es bei den Grünen am deutlichsten sieht.
  5. #14

    wer soll das alles kontrollieren?

    eine Frage hierzu; wie gedenkt eigentlich die CSU die AUszahlung des Betreuungsgeldes zu überwachen? Was geschieht wenn jemand sein Kind in die Kita gibt und trotzdem Betreuungsgeld beantragt? Muss die Kita dann jedesmal das Arbeitsamt anfragen, ob diese Person bereits ein Betreuungsgeld bekommt? M.E. eine aberwitzige Bürokratie und allein deshalb schon abzulehnen (ist nicht Kollege Stoiber extra nach Brüssel gegangen um dort die Bürokratie "abzubauen"? Ein Treppenwitz...)
  6. #15

    Wettlauf der Elternsubentionen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen

    Der Streit um das umstrittene Betreuungsgeld nimmt kein Ende: Kanzlerin Merkel will Kritiker mit höheren Rentenansprüchen für Eltern beschwichtigen - mit wenig Erfolg. Arbeitgeberpräsident Hundt nennt den Plan "absurd" und "nicht finanzierbar".

    Neuer Zoff ums Betreuungsgeld: Arbeitgeber-Chef nennt Unionspläne absurd - SPIEGEL ONLINE
    Grundsätzlich halte ich vom Betreuungsgeld gar nichts.

    Und schon mal gar nichts bei einer Auszahlung an Personen, die sowieso zuhause sind!

    Vieleicht wäre es sinnvoll über eine zeitliche Begrenzung des Betreuungsgeldes insgesamt nachzudenken. Und dieses Programm vieleicht auf 5-6 Jahre zu begrenzen, bis eine angemessene Infrastruktur an Kita und KG aufgebaut ist.

    Noch besser würde ich es finden, dass Betreuungsgeld in die Hände der Länder zu geben. Denn diese müssen ja hauptsächlich den Aufbau der Kita- und KG-Versorgung leisten.
    Dann könnte jedes Bundesland, je nach pädagogischer Ideologie, diese Wohltat selber finanzieren und spendieren.

    Wer sich die Kita-Gebühren z.B. von Hamburg ansieht, wird feststellen, dass die (gutverdienenden) Berufstätigen über die Kitagebühren sehr stark subventioniert werden. Da die Gebühren in Länderhand liegen, wäre eine Verknüpfung mit einer weiteren Elternsubvention m.M.n. systematischer.
  7. #16

    Schulgeld

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Streit um das umstrittene Betreuungsgeld nimmt kein Ende: ...".

    Neuer Zoff ums Betreuungsgeld: Arbeitgeber-Chef nennt Unionspläne absurd - SPIEGEL ONLINE
    Man könnte doch auch Eltern, die ihre schulpflichtigen Kinder nicht zur Schule schicken und selbst zu Hause unterrichten, Schulgeld zahlen. Das spart dem Staat eine Menge Geld für verbeamtete Lehrer, Schulgebäude Lehrmittel, ...
  8. #17

    das ist heuchlerisch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Streit um das umstrittene Betreuungsgeld nimmt kein Ende: Kanzlerin Merkel will Kritiker mit höheren Rentenansprüchen für Eltern beschwichtigen - mit wenig Erfolg. Arbeitgeberpräsident Hundt nennt den Plan "absurd" und "nicht finanzierbar".
    Neuer Zoff ums Betreuungsgeld: Arbeitgeber-Chef nennt Unionspläne absurd - SPIEGEL ONLINE
    Schon 2004 schrieb das Handelblatt: „Die in Schmidts Auftrag erstellte Prognos-Studie, nach der familienfreundliche Maßnahmen 25 Prozent mehr Gewinn bringen .... , ist inzwischen die am meisten nachgefragte Broschüre beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK).“ Aus Gründen genannter 25% unterstützten die AG die Familienpolitik der Schmidt Nachfolgerin Leyen. Höhere Renten und Betreuungsgeld verheißen aber keinen Gewinn sondern Kosten, insbesondere über Beteiligung an Rentenbeiträgen, aber auch durch die Tatsache, dass am Arbeitsmarkt eine Verknappung der Lohnsklaven stattfindet, Dumping- und Niedriglöhne werden schwere durchsetzbar! Unabhängig meines Standpunktes, die gläserne Decke für Karriere in Unternehmen gibt es tatsächlich, aber ist diese weniger durch das Geschlecht begründet, sondern im Jugendwahn und der Familienfeindlichkeit von Unternehmen. Wenn der spaltende Feminismus endlich davon abrücken würde, Solidargemeinschaften zwischen Mann und Frau zu zerstören, sondern aller Mütter und Väter an einem Strang ziehen, und die Ursachen dort verorten, wo sie zu suchen sind, in der Monetarisierung statt Bewertung der Familienarbeit, käme man weiter. Familienpolitik und Sozialpolitik sind nicht zu trennen. Die heuteigen Transferleistungen des Staates von 43 % sind eine Folge verfehlter Familienpolitik. Anstatt wie die Männer zu werden, sollten sich die Frauen im antiken Feminismus umschauen. In Lysistrata verweigerten die Frauen den Männern den Sex, um den Krieg zu stoppen. Heute ist es an der Zeit, die Gier zu stoppen, von der Frauen leider genau so befallen sind, wie wir Männer. Familie und Kinder bleiben dabei auf der Strecke. Es lohnt sich, die Kinder mitzunehmen und den Mann im System bis zum Umfallen malochen zu lassen. Fehler Nr.1 der Familiepolitik dies befördert zu haben. Es lohnt sich, zusammenzustehen und soviel zu fordern, dass 1ne Person die Familie ernähren kann! Fehler Nr. 2 der Familienpolitik. Fehler Nr. 3 Frauen wollen werden wie die Männer, ohne zu bedenken, das System gehört geändert, die Teilerei in geschlechtliche Interessen ist nur ein weiteres divide et impera!!!
  9. #18

    Frage

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ..., dass die Eltern von 60 Prozent aller Kinder unter drei Jahren keine staatlich geförderte Betreuung in Anspruch nehmen wollten.
    In ihre Entscheidung haben diese Eltern aber auch die aktuelle Sachlage einbezogen und nicht das Betreuungsgeld. Wenn sich so viele dafür entscheiden, warum dann etwas ändern?
  10. #19

    xxx

    Zitat von dummerjunge Beitrag anzeigen
    Natürlich ist Herr Hundt gegen das Betreuungsgeld, schließlich möchte er so viele Arbeitskräfte wie möglich auf dem Arbeitsmarkt haben, damit er die Löhne weiter drücken kann.
    Das Betreuungsgeld ist an sich einfach Schwachsinn, es setzt völlig falsche Anreize. Es werden vor allem jene Familien das Betreuungsgeld in Anspruch nehmen, deren Kinder dringend der Förderung in Kitas etc bedürften. Und diese Eltern werden das Geld mehrheitlich garantiert nicht in die Föredrung ihrer Kinder investieren. Das heißt, man besticht diese Eltern mit ein paar Euro pro Monat, die Bildungsinteressen ihrer Kinder zu verraten, und drückt sich damit um tragähige, langfristige politische Lösungen, wie zum Beispiel den Ausbau von Kitas etc.

    In der weit überwiegenden Mehrheit der Fälle wird außerdem die Frau zuhause bleiben, weil

    1. Frauen eher bereit sind, auf berufliche Tätigkeit zu verzichten zugunsten der Kindererziehung
    2. Frauen in der Regel eh weniger verdienen, häufiger Teilzeit arbeiten etc,, d.h. finanziell trifft es den HAushalt weniger, als wenn der Mann zuhause bleibt
    3. Die Entscheidung, Telzeit zu arbeiten, sich wirtschaftlich einfach durch das Betreuungsgeld weniger lohnt, weil das Betreuungsgeld dem Verdienstausfall gegengerechnet werden muss

    Das heißt, das Betreuunggeld zementiert die Bildungsferne bestimmter Schichten und es zementiert traditionelle Geschlechterrollen. Das ist typisch unbelehrbare, sture, konservative Steinzeitpolitik, die darauf ausgerichtet ist, den Status Quo zu erhalten und politische Lösungen zu verhindern.

    Zu Ihrer Kritik, daß staatlich finanzierte Kinderbetreuung und Frühförderung dazu diene, Frauen dem Arbeitsmarkt zuzuspielen: Was ist denn die Alternative? Die finanzielle Abhängigkeit der Frau zementieren? Wissen Sie, wieviele Alleinerzieherhaushalte es gibt? Schauen Sie sich doch mal in anderen europäischen Ländern um, da ist gut ausgebaute staatliche Kinderbetreuung schon lange Standard und das klappt hervorragend. Und mir wäre nicht bekannt, daß Frauen in den Niederlanden, den skandinavischen Ländern, in Frankreich etc auf dem Arbeitsmarkt stärker ausgebeutet würden als in Deutschland, und auch die Lohnentwicklung ist nirgends so schlecht wie In Deutschland, im europäischen Vergleich.


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