An dieser Situation kann man durch eine technische Maßnahme viel verbessern: Alle gemischten/geteilten Geh- und Radwege auflösen und für Fahrradfahrer auf der Straße Radstreifen markieren. Das ist nachgewiesenermaßen die unfallärmste und zudem auch noch eine billige Variante. Dass Fahrradfahrer einen "Parcours" meistern müssen, anstatt gerade auf einer Straße fahren zu können ist ja gerade das Problem.
In Berlin gibt es die abenteuerlichsten Radwege. Gucken Sie sich z.B. mal diese Radwege im reichen Steglitz-Zehlendorf an, das war lange mein Weg zur Arbeit:
Altensteinstraße, 14195, Steglitz-Zehlendorf, Berlin - Google Maps
Beim "Radweg" rechts muss man sich um eine Bushaltestelle schlängeln, der Weg ist da stellenweise gerade mal 50 Zentimeter breit. Auf der linken Seite ist der "Radweg" durch gepflasterte Ausfahrten unterbrochen und auf beiden Seiten hat man zudem noch die Freude, dass der Weg durch die Wurzeln der Baum-Alleen auf und ab geht wie eine Achterbahn. Ein echter "parcours".
Ich benutze hier natürlich als Radfahrer die Straße als Verkehrsweg. Wobei die, wie man weiter hinten rechts im Bild sieht, stellenweise als Parkplatz genutzt wird. Für Fahrräder hat man nur einen 50cm breiten Schlängelparcour Platz, für parkende (= nicht genutzte) Autos hingegen 1,50 Meter Parkfläche. Das Fahrrad, anderen Verkehrsmitteln "gleichgestellt"? Also ich erlebe die Realität in Berlin anders.