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Neuer Verkehrsplan: Ramsauer will mehr Fahrräder in Deutschland

DPAVorfahrt für Bikes: Verkehrsminister Peter Ramsauer will den Fahrradverkehr ausweiten. In Städten sei das Rad schon ein "Statusobjekt", künftig soll es anderen Verkehrsmitteln gleichgestellt werden.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...836680,00.html
  1. #120

    Au weia!

    Zitat von vincent1958 Beitrag anzeigen
    ...man kann mit seinem PKW diesen Pedalorittern ganz gut die Verkehrsregeln beibringen.Kommen mir beim rechts abbiegen Pedaloritter von links entgegen(weil sie auf der falschen Seite fahren)..dann einfach weiterfahren...die Herrschaften müssen kräftig in die Bremsen und denken vielleicht mal über STVO Regeln nach!
    Dann passen Sie bitte darauf auf, ob der Radweg nicht vielleicht für zwei Richtungen freigegeben ist.
    Wenn der Fahrradfahrer nicht bremst, haben Sie ein bedeutendes Problem; und das ganz unabhängig davon, aus welcher Richtung der Radfahrer, den Sie dann auf der Motorhaube liegen haben, gekommen ist...

    Ach ja, so nebenbei: vielleicht sollten Sie auch noch einmal über die Verkehrsregeln nachdenken. Denn was für den Ihnen entgegen kommenden Radfahrer gilt, gilt auch für Sie (StVO §1(2) Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.)

    In diesem Sinne noch einen schönen Restsonntag...
  2. #121

    Zitat von Nat Bampoo Beitrag anzeigen
    Das Problem ist, dass Radfahrer keinen eigenen Verkersraum zur Verfügung haben.

    Entweder wird vom Fußweg ein schmaler Streifen (i.d.R. ca.1m) abgetrennt, oder sie müssen auf die Fahrbahn ausweichen, wo Konflikte mit Autofahrer vorprogrammiert sind.
    konflikte mit fußgängern fallen gleich unter den tisch. fußgänger scheinen keine gleichberechtigte gruppe in dem spiel zu sein. denn die fußgänger müssen es ungefragt hinnehmen, daß ihnen der platz auf dem bürgersteig abgeknapst wird, und zudem, daß radler sich die freiheit nehmen, gleich den ganzen bürgersteig als radweg für sich zu vereinnahmen.
  3. #122

    Hoppla

    Zitat von bikesnob Beitrag anzeigen
    mehr verkehrsteilnehmer auf's fahrrad zu bekommen, sollte im interesse aller sein - auch dem der autofahrer. mehr radfahrer bedeuten nicht nur weniger schadstoffe, weniger lärm etc., sondern auch eine entlastung des straßennetzes und damit weniger staus für autofahrer. was wir brauchen ist keine debatte zu rechten und pflichten (ja, autofahrer haben mehr pflichten. ganz einfach deshalb, weil sie mehr verantwortung haben). was wir brauchen ist eine intelligente verkehrsplanung, die radfahren sicherer und attraktiver macht. beispiele gibt es genug. fahrradstraßen sind nur eines davon.
    Das ist so mit das intelligenteste - am kürzesten zusammengafaßt - was ich hier dazu gelesen habe.
    Besonders die Stelle mit den Vorteilen auch für die "verbleibenden" Autoverkehr gefiel mir sehr gut.

    Aber auch den Unterschied herauszustellen zwischen dem Maschinenführer (Autofahrer) gegenüber dem Vehikelbenutzer (Radfahrer).

    Sie werden es hier schwer haben...
  4. #123

    Überlegenheit des Fahrrad

    In Metropolen ist das Fahrrad dem Auto als Verkehrsträger überlegen: es ist schneller und gesünder.
    Allerdings: Fahrradfahrer sind Verkehrsteilnehmer dritter Klasse. Fahrradwege - sofern überhaupt vorhanden - werden von parkenden Autos verstellt; Ampelschaltungen sind nicht für Fahrradfahrer ausgelegt sondern für Autos; Gehwege sind Gehwege und keine Fahrrad-Spuren. Aus vielendieser Gründen wissen Fahrrad-Fahrer oftmals nicht, an welche Regeln sie sich halten sollen. Bis heute ist das Fahrrad in den Wegenetz-Planungen der Städte nicht verankert. Zum Leidwesen von Autofahrern, Fußgängern und eben auch den Fahrradfahrern. Da sich das Autozeitalter dem Ende zuneigt, ist diese Ramsauer-Initiative grundsätzlich zu begrüßen.
  5. #124

    Zitat von intensivist Beitrag anzeigen
    viele Leute kommen von außerhalb und verzichten auf ihr Auto. Das kommt im übrigen auch Ihnen zu gute, weil dadurch eine Menge Emissionen gespart werden. Bei einer Wegstrecke von dann vielleicht 30km pro Strecke ist es doch klar, dass die Wege teilweise mit dem Rad und teilweise mit ÖNV zurückgelegt werden. Das sollte ausgebaut und zum Konzept der Zukunft werden. Die S-Bahn könnte ja vielleicht extra Fahrradwaggons anschaffen.
    oh doch, ich kapiere sehr wohl. nämlich daß man als fußgänger in der stadt das allerletzte ist.

    niemand radelt 30km mit dem rad aus brandenburg bis zur friedrichstraße und steigt da in die s-bahn. die steigen nämlich schon in brieselang, falkensee oder erkner mit dem rad in die s-bahn.

    die, die mit dem auto aus brandenburg kommen stören mich weniger als die radler, die einen jeden morgen im zick-zack und im schnellstempo auf dem bürgersteig den letzten nerv rauben.

    radler 'runter von den bürgersteigen, geh- und spazierwegen. ich bin da mittlerweile knallhart und zu keinem kompromiß mehr bereit.

    von autos werde ich nicht im geringsten derart belästigt und gefährdet, wie durch kampfradler auf berlins straßen. autofahrer halten sich an die verkehrsregeln und fahren auch nicht einfach so aus einfahrten oder parkbuchten im affenzahn über den bürgersteig, so wie radler das permanent machen.
  6. #125

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Der Fahrradverekehr wuerde bei Einfuehrung einer Helmpflicht sofort auf ein Drittel einbrechen. Da bin ich mir ziemlich sicher.
    Bei einer Nummernschildpflicht waere es gaenzlich vorbei.
    das sehe ich genau so. da wäre ja die ganze "freiheit" hin. die freiheit andere in ihrer freiheit nicht nur einzuschränken, sondern insbesondere fußgänger zu gefährden. weil radler die besseren menschen sind.
  7. #126

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Ja. Natuerlich. Fahrrad- und Motorradfahren ist ganz einfach gefaehrlich. Genau so wie Gardinenaufhaengen und Treppensteigen ohne Helm.
    Wenn ich auf mein Fahrrad steige bin ich mir dessen bewusst.
    Selbstverschuldete Risiken, ok. Aber bereits aus dieser Forumsdiskussion kann man leicht erkennen, dass manche Autofahrer glauben, ein Grundrecht auf ungebremste Mobilität zu haben, das nur mit Verkehrsmitteln geteilt wird, die gleich viele Räder haben. Auch als Motorradfahrer erlebt man die schönsten Dinge. Und ich habe Kennzeichen, Helm, fettes Licht, Blinker. Hilft ooch nüscht.

    (Ja, ich weiß, viele Motorradfahrer sind auch als Organspender unterwegs, ich aber nicht.)
  8. #127

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Ja. Dann bremse ich als Radfahrer eben und mache Platz fuer das Auto. Oder ich weiche irgendwie aus. Ich sehe da kein Problem. Ich fahre in der Stadt ungefaehr 90% mit Fahrrad oder Schwalbe. Ich muss mich seltenst aufregen.
    Tolle Sache! Sollte man noch vor §1 in die STVO einbauen:
    Sobald ein Radfahrer einem Autofahrer auch nur ansatzweise in die Quere kommen könnte (Kriterium: 100m Abstand) hat der Radfahrer sofort eine Vollbremsung auszuführen und sich am alleräussersten rechten Rand des nächstgelegenen Fusswegs aufzustellen. Anschliessend hat der Radfahrer sich vor dem Autofahrer in den Staub zu werfen und fünfmal laut "Mutabor" zu rufen. Hat der Autofahrer die 100m Sicherheitszone dann wieder verlassen, kann der Radfahrer in Schrittgeschwidigkeit weiterfahren.


    Im Ernst: "... Oder ich weiche irgendwie aus ..." - auf den Fussweg vielleicht?
  9. #128

    Als

    (seltener) Autofahrer, aber Dauerradfahrer kann ich nur feststellen: Autos nerven in der Stadt. Es wird Zeit, dass es einen weitläufigen Innercircle in Städten geben sollte, der für den privaten Autoverkehr tabu ist und/oder seine Rechte hinsichtlich Vorfahrt und Geschwindigkeit zu Gunsten der schwächeren Verkehrsteilnehmer deutlich beschnitten wird.
    Es wird Zeit, dass der Michel mal ein bisschen entautoisiert wird, vor allem sollten die SUVs mal aus den Innenstädten verschwinden, da sie nicht selten den Ladeverkehr und den ÖPNV behindern. Wie oft habe ich einen Straßenbahnstau erlebt, weil irgendeine Zahnarztgattin sich über die Ausmaße ihres Privatpanzers wieder einmal keine Gedanken gemacht hat.
    Aber wenn Herr Ramsauer sich für die Belange der Radfahrer einsetzt ist allerhöchste Vorsicht geboten, der Mann schielt auf das Portemonnaie (Helm, Registrierung, FS,.etc.),
    die Herdprämie muss schließlich gegenfinanziert werden.
  10. #129

    Fahrräder - ein Weg zurück

    Zitat von akinaki Beitrag anzeigen
    Fahrräder sind umweltfreundlich, es ist billig damit zu fahren, und gesünder als im Auto oder Bus rumsitzen auch. Wenn man die Verkehrsstruktur für Fahrräder besser ausbaut ist das auch für Autofahrer und Fußgänger von Vorteil, denn dann kommt man sich nicht so ins Gehege. Und für die Umwelt ist es auch besser. Das heißt ja nicht, dass man nicht mehr mit dem Auto zum Einkaufen fahren darf oder zur Arbeit, wenn man nicht anders hinkommt - das ist doch albern, sowas zu behaupten. Und Nichtbeachtung von Verkehrsregeln und Rowdietum gibt's doch auch in allen Gruppen von Verkehrsteilnehmer. Aber naja, in Deutschland ist das Auto halt noch die heilige Kuh, wie man ja in diesem Forum schön sieht. Bloß nichts ändern oder womöglich sein Verhalten umstellen. Puh...
    Das Fahrrad ist doch längst dabei auszusterben. Ja, ich weiss nicht in D., aber in vielen Ländern der Welt landen die alten Fahrräder auf dem Schrott. Wer Geld hat fährt Auto, wer weniger hat fährt Moped/Motorrad. Komme grad aus Asien, kein Mensch fährt da noch Fahrrad, ausser ganz arme Schlucker.
    Das E-Moped sollte endlich zu annehmbaren Preisen angeboten werden, in Asien unter 500 Euro zu bekommen. Und hier in D. ? Fehlanzeige, nen E-Luxusroller von Smart ... toll.
    In der Zukunft braucht man wie heute ein Auto, selbst in Städten wie Berlin. Ohne Auto bekommt man als Familie hier nicht mal den wöchentlichen Einkauf nach hause, geschweige denn man kommt ohne Auto in der Nacht schnell und sicher nach hause (ausser mit Taxi).
    Fuer U30er, Studenten und Singles mags ja schick sein mit dem Rad zu fahren, aber ich fahre dann doch lieber mit Frau und Kind im Auto, gerade von Oktober bis in den Mai ist doch das Fahrrad fahren reiner Masochismus bei unserem Wetter.








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