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Neuer Report: So lohnt sich der Naturschutz

Die Zerstörung der Natur und das Sterben von Arten sind nicht nur ein ökologisches Drama, sondern auch ein ökonomisches. Wissenschaftler und Wirtschaftsexperten haben nun einen Report erarbeitet, in dem sie die drängendsten Probleme nennen - und zeigen, wie sich Umweltschutz auch wirtschaftlich lohnt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...661068,00.html
  1. #1

    Neu?

    Die Berechnungsmethode mag neu sein. Die Erkenntnis, daß Umweltverschmutzung/Artensterben ökonomische Auswirkungen auf alle hat ist es jedoch nicht.
    Es ist wie so oft:
    - Einige wenige profitieren
    - Die Rechnung bezahlen alle
  2. #2

    .

    Ja, viel dürfte das nicht bringen.

    Wenn ein Amerikanisches Unternehmen 1 Mrd Gewinn in einem durch Umweltverschmutzung macht und dadurch die Brasilianische Bevölkerung ein Schaden von 10 Mrd entsteht hat die Firma dennoch 1 Mrd Gewinn gemacht.
    Da den Firmen der Eigene Gewinn wichtig ist, ist es ihnen egal was andere zahlen.
    Was für Mehrkosten hat ein Möbelkonzern für Mehrkosten wenn durch deren Abholzung der Preis von CO2 Zertifikaten steigt?
    Keine, oder zumindest vernachlässigbar geringe.

    Von daher ist der Ansatz zwar nett gemeint dürfte aber nicht wirken.
  3. #3

    Nicht zu fassen....

    Also das is mal wirklich einer der schwächsten Ansätze die ich je gesehen habe um irgendwelchen geldgierigen Nach-mir-die-Sintflut Bossen einzureden Natur erhalten hätte für sie wirtschaftlichen Mehrwert und sie so dazu zu bringen die Natur zu erhalten.

    Das sind alle jene die ohen mit der Wimper zu zucken sehenden Auges die Weltwirtschaft an den Abgrund fahren. All jene die für ein paar Dollar mehr gleichgültig alles abholzen und -schlachten was möglich ist. All jene die in Kauf nehmen dass Menschen verhungern und sich abschlachten udn jedes Fitzelchen an natürlicher Ressource ausbeutet bis zum allerletzten, hauptsache in der Bilanz steht ein Dollar mehr auf der Plusseite.

    Wenn man sich ansieht was alleien in den letzten 50 Jahren geschene ist: Bevölkerungswachstum, Abholzung der Wälder, Ausrottung der Tierarten, Aufheizung der Erde, Abschmelzung der Polkappen, Verbrauch jeglicher Ressource die es gibt... all dies steigt in immer größerem Maße...

    Es glaubt doch nicht wirklich jemand dass man hier etwas retten kann wenn eine Bank für 9 Millionen Dollar(9 millionen, ich lach mich schlapp) Urwald kauft.

    Aber wahrscheinlich ist das was kommen wird nur der selbsreinigende Prozess der Erde wie er ja schon öfter in Ihrer Geschichte vorgekommen ist und kosmisch gesehen niemels eine totale Katastrophe als solches war (Tod 90% allen Lebens ist nicht schlimm, wenn 2 Millionen Jahre später alles grüner und bunter ist) ....

    Gnade nur denen die diesen Exodus mitmachen müssen... unser Kinder? unsere Kindeskinder? lange kanns wohl nicht mehr dauern...
  4. #4

    ...

    Zitat von Fabsterman Beitrag anzeigen
    Also das is mal wirklich einer der schwächsten Ansätze die ich je gesehen habe um irgendwelchen geldgierigen Nach-mir-die-Sintflut Bossen einzureden Natur erhalten hätte für sie wirtschaftlichen Mehrwert und sie so dazu zu bringen die Natur zu erhalten.
    Jaja, "die da oben", pfui pfui. Leider muss ich Ihnen da aber mitteilen: Dieses System ist kein Produkt von paar wenigen Raffzähnen, sondern der Gesellschaft an sich und zieht sich entsprechend auch quer durch diese. Weshalb sich auch zuerst mal jeder an der eigenen Nase nehmen muss. Ich weiss, die individuelle Verantwortung ist eine mittlerweile ausgelatschte Phrase und der Anschein von Machtlosigkeit ist im Alltag oftmals überwältigend, trotzdem: Man hats zu einem guten Teil selber in der Hand. Zumindest ist es ja eine bezeichnende Charakteristik des selbstgefälligen Kritikers, über die bösen Ausbeuter zu fluchen während er ohne hinzusehen nach den dubiosen Fischfilets mit dem lächerlichsten Preis greift..

    Und wenn wir schon beim Thema Fisch sind: Gerade die Fischerei zeigt eigentlich, dass der Ansatz keineswegs schwach ist. Das Aushebeln von Tragedy-of-the-commons-Effekten durch wirtschaftlich sinnvolle Lösungen kann durchaus zu einer konstruktiven Verknüpfung von Profit und Nachhaltigkeit führen. Voraussetzung ist da einfach ein durchdachtes und v.a. durchsetzbares Konstrukt privatwirtschaftlicher Anreize, dann läuft das schnell wie von selbst. Was auch zeigt: Das Problem ist da nicht zwangsweise der Kapitalismus, sondern vielfach eher die Abwesenheit von für ein kapitalistisches System eigentlich elementaren Faktoren wie Eigentum und Rechtssicherheit. Gerade die Weltmeere sind ausserhalb der exklusiven Wirtschaftszonen (und in ärmeren Ländern auch innerhalb von diesen) ja weitgehend anarchische Räume ohne Kontrolle. Dass das nicht gut kommt ist dann entsprechend simpelste Theorie.

    Aber wahrscheinlich ist das was kommen wird nur der selbsreinigende Prozess der Erde wie er ja schon öfter in Ihrer Geschichte vorgekommen ist und kosmisch gesehen niemels eine totale Katastrophe als solches war (Tod 90% allen Lebens ist nicht schlimm, wenn 2 Millionen Jahre später alles grüner und bunter ist) ....
    Natürlich ist das "kosmisch" gesehen keine Katastrophe, aus dem nicht-anthropogenen Blickwinkel ist das alles sogar völlig egal. Riesige Biodiversität, kleine Biodiversität, gar keine Biodiversität, ausser den Menschen muss das niemanden kümmern. Weshalb sich da auch nichts von irgendwas "reinigen" muss. Das funktioniert einfach völlig wertneutral vor sich hin. Die einzigen, die ein Interesse an einer Stabilität zu unserem Vorteil haben sollten sind entsprechend auch einfach wir selber..
  5. #5

    Reichtum evolutiver Vielfalt und monetärer "Reichtum"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Zerstörung der Natur und das Sterben von Arten sind nicht nur ein ökologisches Drama, sondern auch ein ökonomisches. Wissenschaftler und Wirtschaftsexperten haben nun einen Report erarbeitet, in dem sie die drängendsten Probleme nennen - und zeigen, wie sich Umweltschutz auch wirtschaftlich lohnt.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...661068,00.html
    Der Versuch die Natur nach ökonomischem Muster einer monetären Bewertung zu unterziehen ist ein hoffnungsloses Unterfangen. Der Tragödie der Naturzerstörung geht die Tragödie der zivilisatorischen Naturentfremdung voraus. Die gesellschaftlichen Repräsentanten dieser Entfremdung sind heute Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft. Wer Natur nicht mehr unmittelbar erfahren kann und sich stattdessen mit einem Surrogat zufrieden stellt, wird den Reichtum evolutiver Vielfalt mit monetärem "Reichtum" verwechseln und wird eine nach Kostenfaktoren bewertete Natur bei jeder ersten guten ökonomischen Gelegenheit "verkaufen".
  6. #6

    tststs

    ... Herr CelegorM

    "Zumindest ist es ja eine bezeichnende Charakteristik des selbstgefälligen Kritikers, über die bösen Ausbeuter zu fluchen während er ohne hinzusehen nach den dubiosen Fischfilets mit dem lächerlichsten Preis greift.."

    Nur mal keine Sorge. Insofern es in meinen möglichkeiten steht Tue ich meinen Teil. Denn Medizin zu predigen und diese selbst nicht zu nehmen ist nicht so mein Stil.
    Ich habe kein Auto (niemals besessen), Konsumiere Bio insofern es möglich ist, esse wenig Fleisch und Fisch und wenn, dann wie eben genannt Bio. So Glücklich und Naturverträglich es eben geht.
    Das Problem ist, dass diejenigen, die die Steuermänner sind die eben die grössten Hebel in der Hand haben auch nur an dieser Position sind weil sie die sätrksten Ellenbögen, das kleinste Gewissen, die grösste Gier besitzen, die grösstmögliche Rücksichtslosigkeit an den Tag legen und die besten Lügner sind. So ist das System weltweit und solange dies besteht (und das wird es bis zum Schluss) ist da keine Lösung in sicht...

    Guten Tag.
  7. #7

    ...

    Zitat von Fabsterman Beitrag anzeigen
    Nur mal keine Sorge. Insofern es in meinen möglichkeiten steht Tue ich meinen Teil. Denn Medizin zu predigen und diese selbst nicht zu nehmen ist nicht so mein Stil.
    Nun, das ist sicherlich erfreulich, aber an sich sollte mein Kommentar weniger ein persönlicher Angriff als ein Hinweis auf die komplex-individuellen Mechanismen sein, die beim Ganzen am Werk sind. Oder einfach gesagt: Der durchschnittliche Einkäufer beim Aldi kümmert sich vermutlich nicht um derartiges und erst recht tut es nicht der "Konsument" in einem Drittweltland, der primär mal sein Überleben sichern muss. Von da her sind Sie da leider eine Ausnahme, würde jedoch jeder so agieren wären die Implikationen naheliegend.

    Und ob "die da oben" jetzt wirklich schlimmer im Sinne von rücksichtsloser sind als andere sei dahingestellt. Bloss: Gerade wenn das ausschliesslich macht- und profitorientierte Opportunisten sind liessen sie sich ja wiederum von der Bevölkerung problemlos lenken. Sprich letztlich ist es wie in der Ökologie, was wie ein top-down-System wirkt würde in Wahrheit durchaus nach dem bottom-up-Prinzip funktionieren. Man müsste halt nur die Möglichkeiten nutzen..
  8. #8

    Cradle 2 Cradle

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Zerstörung der Natur und das Sterben von Arten sind nicht nur ein ökologisches Drama, sondern auch ein ökonomisches. Wissenschaftler und Wirtschaftsexperten haben nun einen Report erarbeitet, in dem sie die drängendsten Probleme nennen - und zeigen, wie sich Umweltschutz auch wirtschaftlich lohnt.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...661068,00.html
    Es wundert mich immer wieder, weshalb das Cradle 2 Cradle Prinzip in diesem Kontext nicht miteinbezogen wird? Der Spiegel hat scheinbar bisher - laut Archiv - noch nicht darueber berichtet, obwohl es doch nun schon mehrere Jahre lat ist.
    Hier in den Niederlanden wird es viel diskutiert und auch umgestetz:

    http://www.youtube.com/watch?v=IoRjz8iTVoo


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