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Neuer Piratenchef Schlömer: "Wir brauchen keine Meinung zu Israel"

DPAEr soll die Piraten in den Bundestag führen: Der neue Parteichef Bernd Schlömer gilt als Integrationsfigur. Im Interview erklärt er, warum er gegen Frauenquoten ist - und warum die junge Partei nicht zu allem eine Haltung haben muss.

Parteitag der Piraten: Bernd Schlömer im Interview - SPIEGEL ONLINE
  1. #280

    Zitat von beckerc1972 Beitrag anzeigen
    Soweit ich unsere repräsentative Demokratie verstanden habe, soll ich jemanden wählen, der am ehesten MEINE Positionen vertritt. Wie soll ich denn nun eine Partei mit meiner Vertretung beauftragen, wenn ich deren Positionen zu wichtigen Fragen nicht kenne, da sie keine hat?

    Da mag ja noch jeder "direkte Demokratie ftw" rufen, aber so lange wir in einer repräsentativen Demokratie leben, werde ich mich einfach weiter weigern, irgendwelchen potentiellen Mandatsträgern einen Blankoscheck auszustellen. "Not in my name".
    Angesichts der 100%tigen Übereinstimmung von dem was die klassischen Parteien in ihrem Programm haben, bzw. vor der Wahl sagen mit dem was sie dann nach der Wahl machen, so sie denn an die Macht gekommen sind, sind Sie natürlich mit Ihrer Herangehensweise immer auf der sicheren Seite. lol
  2. #281

    Zitat von tatortreiniger Beitrag anzeigen
    Aha! Jetzt kommen wir der Sache näher. Das was Sie hier zum besten geben, hat mit einer Marktwirtschaft nicht mehr allzu viel zu tun, sondern riecht streng nach Planwirtschaft. Erfindungen und Entwicklungen werden nach eingehender Prüfung vom Politbüro der Piratenpartei angenommen oder abgelehnt. Das ist also Ihr Verständnis von Politik. Herzlichen Dank für die aufklärenden Worte,
    Aha! Sie wollen also sagen, dass die aktuelle "keiner-blickt-mehr-so-richtig-durch-Politik", die mit "dann-wurschteln-wir-uns-mal-so-durch-Aktionen", richtig geplant ist? Da steckt wirklich ein Plan dahinter? Der wird aber täglich geändert, oder?!
  3. #282

    Demokratie lebt davon, dass man weiß worum's geht!

    Zitat von Django79 Beitrag anzeigen
    Bin ich Pirat? Nein, aber womöglich demnächst.

    Habe ich eine Meinung zu Israel? Zufällig ja. Ein schönes Land mit überwiegend sehr (gast-) freundlichen Menschen, leider derzeit mit einer Regierungskoalition bestraft, für die das Wasser zu schade ist, mit dem man sie eigentlich das Klo runterspülen müsste. Also ein wenig wie in Deutschland. Und das verbindet heutzutage mehr, als die Shoah trennt..
    Lass die Alten (Grass) doch reden; wenn's unangenehm wird, stellen "wir" die Ohren lieber auf Durchzug.
    Lass uns doch Iran weiter boykottieren, "warum" wissen hoffentlich die Amis.
    Lass mal deutsche Soldaten in Afghanistan und Kosovo kämpfen, die werden schon wissen worum es geht und müssen's schließlich selbst ausbaden!
    Lass mal deutsche Autofahrer frei und ohne Tempolimit weiter Rasen; Klimawandel? - viel zu undemokratisch und unpopulistisch!
  4. #283

    Zitat von knarfe Beitrag anzeigen
    Angesichts der 100%tigen Übereinstimmung von dem was die klassischen Parteien in ihrem Programm haben, bzw. vor der Wahl sagen mit dem was sie dann nach der Wahl machen, so sie denn an die Macht gekommen sind, sind Sie natürlich mit Ihrer Herangehensweise immer auf der sicheren Seite. lol
    Die Antwort war ja zu erwarten. Natürlich kann ich einer Partei im Nachgang keinen "Betrug am Wähler" vorwerfen, wenn sie erst gar keine Positionen hat. Das mag ungemein schlau erscheinen, mir erscheint es eher ungemein hohl. Wenn eine Partei sich nicht an ihre Zusagen hält, kann ich mich beim nächsten Mal immer noch einer vermeintlichen Alternative zuwenden. Aber die "Larifari-wir-stehen-für-alles-und-nichts"-Einstellung bekommt sicherlich keinen Auftrag, mich zu vertreten.
  5. #284

    Zitat von mixolydisch Beitrag anzeigen
    Aha! Sie wollen also sagen, dass die aktuelle "keiner-blickt-mehr-so-richtig-durch-Politik", die mit "dann-wurschteln-wir-uns-mal-so-durch-Aktionen", richtig geplant ist?...
    So sieht das halt aus, wenn Dilettanten oder komplett Ahnungslose was auf die Beine stellen wollen...
    Aber die werden lernen. Oder aufgeben.
  6. #285

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    ...

    Der Forist hatte mit Recht darauf aufmerksam gemacht, dass es sich um eine Art Etikettenschwindel handelt, wenn man die "Basisdemokratie" behauptet, aber nur die Avantgarde entscheiden lässt. Eine wirklich der Basis verpflichtete Partei müsste obligatorisch unter ihren Wählern die Zustimmung einer absoluten Mehrheit zu politischen Entscheidungen einholen. Wie das gehen soll - tja, das herauszufinden ist nun mal wirklich eine Aufgabe.
    Dagegen, das man zu wichtigen Entscheidungen auch Volksabstimmungen macht, ist nichts einzuwenden. Parteientscheidungen treffen aber halt die Parteimitglieder, wäre wohl etwas sehr kompliziert, rauszufinden wer denn die Wähler einer Partei sind, die da zu fragen wären? Auch sehe ich keinen Grund eine fundierte und begründete Meinung zu ignorieren, weil die von jemanden vertreten wird, der einen das letzte mal (noch) nicht gewählt hat. Der Erweiterungen der Basisdemokratie setzt zur Zeit auch das Parteiengesetz noch Grenzen, das z.B. für bestimmte Abstimmungen Parteitage fordert, mit der Begrenzung des Stimmrechts auf die dort Anwesenden.
  7. #286

    Piratenpartei und Argumente

    Zitat von ginthos Beitrag anzeigen
    Gegenfrage:
    Was hat "unsere" Marktwirtschaft denn noch mit Marktwirtschaft zu tun?
    Auch so eine Unart: Gegenfragen stellen, nur um sich nicht zum Thema äußern zu müssen. Genau die gleiche Verfahrensweise wie bei den viel gescholtenen Politiker der Altparteien. Ich denke, die Piratenpartei will alles besser machen? Von wegen. Alter Wein in neuen Schläuchen - so hat man das einmal genannt. Die Piratenpartei könnte man eigentlich getrost "Die Grünen 2.0" nennen. Nichts anderes - strickende Frauen inklusive. Ihr langweilt mich dermaßen...
  8. #287

    Zitat von beckerc1972 Beitrag anzeigen
    Die Antwort war ja zu erwarten. Natürlich kann ich einer Partei im Nachgang keinen "Betrug am Wähler" vorwerfen, wenn sie erst gar keine Positionen hat. Das mag ungemein schlau erscheinen, mir erscheint es eher ungemein hohl. Wenn eine Partei sich nicht an ihre Zusagen hält, kann ich mich beim nächsten Mal immer noch einer vermeintlichen Alternative zuwenden. Aber die "Larifari-wir-stehen-für-alles-und-nichts"-Einstellung bekommt sicherlich keinen Auftrag, mich zu vertreten.
    Verlangt doch niemand von Ihnen, jemanden zu wählen, der zu einem Ihnen wichtigen Thema keine Meinung hat. Man muß aber nicht zu allem eine Postion im Parteiprogramm haben. Und abwählen basierend auf den konkretem Handeln innerhalb einer Legistraturperiode, kann ich nur begrüßen. Das ist schonmal gut, die Parteien am Handeln undnicht am Programm zu beurteilen. Die Politik dann auch noch zwischen den Wahlen beeinflussen zu können (ohne schwarze Koffer) sehe ich dann noch als zusätzliches Plus der Piraten.
  9. #288

    Die Piratenpartei

    Zitat von ginthos Beitrag anzeigen
    Gegenfrage:
    Was hat "unsere" Marktwirtschaft denn noch mit Marktwirtschaft zu tun?

    Auch so eine Unart: Gegenfragen stellen, nur um sich nicht zum Thema äußern zu müssen. Genau die gleiche Verfahrensweise wie bei den viel gescholtenen Politiker der Altparteien. Ich denke, die Piratenpartei will alles besser machen? Von wegen. Alter Wein in neuen Schläuchen - so hat man das einmal genannt. Die Piratenpartei könnte man eigentlich getrost "Die Grünen 2.0" nennen. Nichts anderes - strickende Frauen inklusive. Ihr langweilt mich dermaßen...
  10. #289

    diese Piraten lassen mich ein wenig ratlos zurück. Einerseits finde ich diese frische herangehensweise (oder eben bei manchen Themen auch nicht) ganz sympathisch und kann mir gut vorstellen, dass ein bisschen "Erweckung" in den Land- und Bundestagsdebatten ganz gut täte - auf der anderen Seite disqualifizieren sie sich absolut dadurch, dass sie sich auch vor Mitglieder stellen, die offensichtlich rechtes Gedankengut hegen. Das geht gar nicht!


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