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Neuer Piratenchef Schlömer: "Wir brauchen keine Meinung zu Israel"

DPAEr soll die Piraten in den Bundestag führen: Der neue Parteichef Bernd Schlömer gilt als Integrationsfigur. Im Interview erklärt er, warum er gegen Frauenquoten ist - und warum die junge Partei nicht zu allem eine Haltung haben muss.

Parteitag der Piraten: Bernd Schlömer im Interview - SPIEGEL ONLINE
  1. #200

    Zitat von genesys Beitrag anzeigen
    Darin legt ja der Trick der Basisdemokratie: Wenn eine Entscheidung benötigt wird, greift ein Prozess zur Entscheidungsfindung. Die Basis, also die Mitglieder, diskutieren das Problem bzw. die Aufgabe bis eine Entscheidung gefunden ist.
    Genau das ist aber das Problem. Gesetzt den Fall, die Piraten gewinnen bei der Bundestagswahl 10% der Wählerstimmen, dann haben sie 6,2 Millionen Menschen hinter ihre Ideen gebracht. Anschließend bestimmt aber die Basis von ca. 2.500 Menschen den Kurs der Partei. Demokratie sieht anders aus. Will man eine größere Mehrheit am Entscheidungsprozess beteiligen, kann man diesen Prozess auch nicht demokratisch legitimieren, da der Parteivorstand die Anonymität der User fordert.

    Irgendwann ruft jemand nach Kontrolle, wenn die ersten digitalen Scheiterhaufen brennen. Das Mobbing von Emden hat gezeigt, wie schnell so etwas gehen kann, wenn Menschen die Kontrolle verlieren?
    Es ist das Dilemma der Freiheit, der nach Rosa Luxemburg nur die Einsicht in die Notwendigkeit (also die Selbst-Beschränkung) folgen kann.
  2. #201

    Also

    Zitat von genesys Beitrag anzeigen
    Darin legt ja der Trick der Basisdemokratie: Wenn eine Entscheidung benötigt wird, greift ein
    2. Eine Partei wählen, die sich dazu bekennt die Weisheit nicht gepachtet zu haben und die sich mit Aufgaben und Problemen dann beschäftigt, wenn sie aufgetreten sind.
    Politik nach Wetterlage - beliebig, unwissend, kurzfristig aber basis"demokratisch". Die Mehrheit hatte ja in Deutschland schon immer Recht - oder vielleicht doch nicht? Aber mit der Vergangenheit setzt sich die Klientelpartei der Piraten nicht auseinander.
  3. #202

    Zitat von kleinzack Beitrag anzeigen
    Sie meinen wegen der Inhalte; das ist aber weit gefehlt. Erstens haben sie keine und zweitens, wenn doch, so kennt die niemand und wählt deswegen die Piraten.
    (...)
    Will heißen: Von nun an geht´s bergab! Die Piraten haben nicht kapiert, warum sie eigetnlich gewählt wurden. Nicht weil sie als kompetenter erachtet werden oder alles besser machen zu können, sondern, weil sie überhaupt nichts versprechen und damit bei niemanden anecken.
    Bravo! Genau meine Meinung und auch die Stimmung unter den Piratenwählern, die ich aus Berlin kenne. Auf die Frage, warum sie die Piraten wählen: "Die sind besser, nicht so wie die anderen Parteien!" Die Piraten sind das Sammelbecken der Politikverdrossenen, die aber noch nicht zur - wenn es so weiter geht - bald mächtigsten Partei Deutschlands gewandert sind: Nichtwähler.
  4. #203

    Sie werden gedrängt..

    zu tun, was andere Politiker tun: überall ihren Senf dazugeben, und sie plappern dann irgendwas dahin. Das können die Leute nicht mehr hören.
    Am Wenigsten brauchen die Piraten eine Einteilung links-rechts.
    Ich wünsche ihnen viel Erfolg, und vor allem standhaft zu bleiben.
  5. #204

    Zitat von Goimgar Beitrag anzeigen
    Durch meine Vorväter bin ich nur mit einem Verbunden: Meiner Familie
    Und sonst mit NICHTS.
    Israel interessiert mich in etwa so sehr wie Brasilien oder Tukmenistan.
    Genau und außerdem:
    Das Problem ist zu komplex um in einem Satz etwas zu sagen, das erkennen die Piraten und es ist wahr.
    Darüber, was die von sich geben, kann ich nur sagen, blöd ist keiner von denen, was man von der anderen Parteien leider nicht sagen kann.
  6. #205

    Zitat von dieschnalle Beitrag anzeigen

    Bezeichnenderweise haben die Piraten noch nirgends das Existenzrecht Israels anerkannt.
    Na und, sie haben soweit ich weiß auch nicht das Existenzrechts Frankreichs oder Polens annerkannt. Sie haben es aber auch nicht in Frage gestellt. Also was solls. Oder ist das Existenzrechts Israels in Ihren Augen irgendwie anders als das anderer Länder? Israel ist offizielles Mitglied der UNO, das Existenzrechts steht also in keinster Weise in Frage, insofern Bedarf es da auch keiner Klarstellung.
  7. #206

    Thema!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er soll die Piraten in den Bundestag führen: Der neue Parteichef Bernd Schlömer gilt als Integrationsfigur. Im Interview erklärt er, warum er gegen Frauenquoten ist - und warum die junge Partei nicht zu allem eine Haltung haben muss.

    Neuer Piratenchef Schlömer: "Wir brauchen keine Meinung zu Israel" - SPIEGEL ONLINE
    Nur, falls es jemandem nicht klar sein sollte: Es geht hier nicht um Israel, sondern um das politische Selbstverständnis einer Partei, ihre Positionierung und ihr Agieren im kommunikativen Bereich.
  8. #207

    Och Gott,

    Zitat von brotfresser Beitrag anzeigen
    Macht Herr Schlömer eigentlich den Parteichef während seiner Freizeit oder wird er vom Steuerzahler als Beamter subventioniert? Ich dachte immer, dass sein Job in Berlin ein Fulltime-Job ist.
    Wahrscheinlich wird seine antwort sein, dass er dazu keine Meinung hat.
    Aussage aus Hilflosigkeit a`la CDU/FDP oder so gar SPD/Grüne?
    Ja, - den Friseur, täglichen Barbier-Besuch zahlt natürlich das Verteidigungsministerium, wir!
  9. #208

    Zitat von kamau Beitrag anzeigen
    wer keine haltung hat, braucht auch nicht seine meinung äußern.
    mir graust es vor solchen amateuren. und 15-20% der wähler wollen diese spät-pubertiereden frucht-zwerge wählen? super-peinlich für deutschland
    Super-peinlich für Deutschland sind eher die, die blind, taub und retadiert immer wieder die wählen, die keine Haltung haben, keine Kompetenz, keine Werte, keinen Anstand, keine Moral, kein Rechtsbewußtsein und schon mal gar kein Bewußtsein für das eigene Land und Volk.

    Dafür aber haben die dann auch zu allem eine Meinung, haben überall etwas zu zu sagen. Und auch wenn das nur sinnbefreites Gebrabbel ist, Mutti hat ja gesagt, das sei alternativlos, dann wird's das wohl werden, nicht wahr?
  10. #209

    Wenn es auch nur teilweise zutrifft, dass in Deutschland eine Politikerverdossenheit und keine Politikverdrossenheit herrscht, dann sollten die Piraten Ihren Politikstil auf keinen Fall dem der etablierten Parteien anpassen und keine Lobbyisten zulassen.


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