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Neuer Machthaber in Venezuela: "Maduro wird ein schwacher Präsident"

AFPVenezuela steht nach dem Tod von Hugo Chávez vor dem Umbruch. Doch die großen Veränderungen kommen erst in einigen Jahren, prognostiziert Heinz Dieterich, Ex-Berater des Präsidenten. Im Interview spricht er über Chávez' Erbe, den Mitleidsbonus für seinen Nachfolger und den Umgang mit den USA.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-887889.html
  1. #1

    Ah, "Machthaber" ...

    Wieso ist ein frei gewählter Präsident ein "Machthaber"? Trifft dies dann nicht auch auf Herrn Obama oder Herrn Hollande zu?
  2. #2

    1933 gabe es in Deutschland...

    Zitat von Thomas-Melber-Stuttgart Beitrag anzeigen
    Wieso ist ein frei gewählter Präsident ein "Machthaber"? Trifft dies dann nicht auch auf Herrn Obama oder Herrn Hollande zu?
    ...auch eine Wahl, in der ein Machthaber (gänzlich ohne Gänsefüßchen) frei gewählt wurde. Senor Commandante Hugo stellte die Weichen, die mittelfristig zu einer Cuba-Ähnlichen Autokratischen Regierungsform geführt hätten.
  3. #3

    Zitat von Thomas-Melber-Stuttgart Beitrag anzeigen
    Wieso ist ein frei gewählter Präsident ein "Machthaber"? Trifft dies dann nicht auch auf Herrn Obama oder Herrn Hollande zu?
    Haben Obama und Hollande auch ihre Anhänger vor der Wahl mit Waffen aus den Militärdepots ausgerüstet und mit Bürgerkrieg gedroht falls sie die Wahl verlieren?
  4. #4

    Nikolas Maduro der neue starke Mann

    Maduro ist mit seinen fünfzig Jahren, weit besser gerüstet denn Chavez zu seiner Zeit. Er hat von den vielen Fehlern der letzten Vergangenheit gelernt,und wird sie nicht wiederholen. Seine Rhetorik ist mit der von Hugo Chavez nicht zu vergleichen, doch sein Wille und seine Energie sind stärker als die seines Vorgängers, und ganz bestimmt Kompromissloser.
    Die USA sollte daran interessiert sein, es sich mit Maduro nicht zu ver-scherzen, denn das würde nur die Fronten erhärten, und deren VagenEinfluss in Südamerika mehr gefährden.
    Maduro ist ein rechtschaffener Mann, er hat das Wohl seines Volkes im Auge, wird also keine Entscheidungen treffen, welche seine Strategie,den Sozialismus voranzutreiben in Frage stellt.
    Vielleicht gelingt es ihm auch, einen Teil der Rechten ans Land zu ziehen,denn dann dürfte Venezuela bald zu zu den glücklichsten Nationen der südlichen Hemisphäre zählen.Von wegen Kuba, Die US täte gut daran, das Embargo gegen Kuba
    zu beenden, das würde ihnen einen besseren Einfluss in Südamerika
    garantieren, und bestehende Abneigungen beseitigen.
  5. #5

    Verdrehte Sicht auf die Welt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er hat eine Verfassung durchgesetzt, die viel freiheitlicher ist als in den meisten anderen lateinamerikanischen Ländern und ist ihr immer treu geblieben.
    Schöne Definition von freiheitlich, wenn man fast alle unabhängigen Medien verstaatlicht oder verbietet und in den Staatsmedien nur Propaganda für Chavez gemacht wurde.
    Sowas ist ein Frontalangriff auf dei Meinungsfreiheit!
    Chávez' vertrat ein sozialdemokratisches Wirtschaftsmodell, und das wird auch nach seinem Tod weiterbestehen, zumindest die nächsten vier oder fünf Jahre.
    Verstaatlichung aller Gewinne abwerfenden größeren Unternehmen ist ein sozialdemokratisches Wirtschaftsmodell? Der richtige Ausdruck dafür ist Kommunismus!
    Chávez wird in die Geschichte eingehen als Präsident, der dem Land den Frieden zurückgegeben hat. Ende der neunziger Jahre, als er an die Macht kam, stand Venezuela kurz vor einem Bürgerkrieg. Heute unterstützen alle wichtigen gesellschaftlichen Gruppen die Demokratie.
    Ha, ha! Chavez hat private Milizien aufgebaut und unter ihn ist die Gewaltkriminalität geradezu expoldiert. Und das mit ihm an der Macht. Nicht auszudenekn, was passieren kann, wenn die Opposition mal eine wichtige Wahl gewinnt und das wird bald der Fall sein, denn den venezuelanischen Sozialisten wird schon sehr bald das Geld ausgehen.
  6. #6

    Zitat von hxk Beitrag anzeigen
    Verstaatlichung aller Gewinne abwerfenden größeren Unternehmen ist ein sozialdemokratisches Wirtschaftsmodell? Der richtige Ausdruck dafür ist Kommunismus!
    Eher Sozialismus. Was ist daran denn so schlimm? Finden Sie es geil wie hierzulande Großkonzerne Gewinne privatisieren und bei Fehlschlag der Staat einspringt, während sich die Manager weiter ihre exorbitanten Gehälter zahlen?

    Klar, nur weil irgendwo Sozialismus oder Kommunismus drauf steht ist es gleich der Inbegriff des Bösen. Dass der Kapitalismus nicht das gelbe vom Ei ist, sollte mittlerweile der letzte begriffen haben...
  7. #7

    Rohstoffreich und schlecht regiert

    Venezuela ist ein traumhaftes Land. In meinen Reisen über einen Zeitraum von 14 Jahren habe ich die das Land , seine Bewohner und Ihre Probleme kennen gelernt. Das Problem des Landes ist die tägliche brutale Gewalt. Seitdem Charvez regiert hat, sich daran nichts geändert. Allerdings ist die vorher vorhandende Schicht der "Mittelständigen" Unternehmer fast vollständig verschwunden. Die Chavez-Getreuen haben sich Stück für Stück das Land und die Resourcen angeeignet. Selbst den Enklaven in denen sich Gewerbetreibene noch halten konnten wurden pö-a-pö der Sauerstoff entzogen. Was bleibt ist ein trübsinniges Land voller Kioske in denen sich die Anhänger kostenlos die Grundnahrungsmittel abholen können. Vor Wahlen gibt es noch eine Extraration Alkohol.
    Diese sozialistische Tristess sozialdemokratisch und Marktwirtschaftlich zu nennen ist peinlich.
  8. #8

    Zitat von hxk Beitrag anzeigen
    Schöne Definition von freiheitlich, wenn man fast alle unabhängigen Medien verstaatlicht oder verbietet und in den Staatsmedien nur Propaganda für Chavez gemacht wurde.
    Sowas ist ein Frontalangriff auf dei Meinungsfreiheit!
    Was für ein Stuss.
    Staatsfernsehen ist halt Staatsfernsehen, das ist nirgendwo ausgewogen.

    Die meisten Medien in Venezuela sind privat. Lizenzentzug gab es nur für einen Sender. Ich halte das auch für den falschen Weg.
    Allerdings im Nachbarland Kolumbien werden dafür andauernd Journalisten ermordet und die Polizei hat in 50 Jahren noch nicht einen dieser Fälle gelöst, was für ein Zufall! Das ist ein noch schlechterer Weg.
    Bei RCTV wurde aber vor dem Lizeneentzug im Stundentakt von Marta Colomina, Nelson Bocaranda ... zum Putsch aufgerufen bzw. festgestellt das man den Mieter von Miraflores (Präsidentenpalast) los werden müsse toto oder lebendig. All dies keinewegs im Rahmen eines satirischen Programmes.

    Ich weiss nicht wie es einem TV-Kanal ergehen würde der ständig die Bundeswehr auffordern würde einen bewaffneten Staatsstreich durchzuführen oder offen festellen würde das die Absetzung Merkels so wichtig sei dass dies auch durch Tötung geschehen darf.
    Ich finde Meinungsfreiheit extrem wichtig verstehe aber auch eines nicht.

    - ist ein Drittweltland stark "links" (Venezuela) wird es am liebsten mit der Schweiz verglichen. Ist es nicht annähernd so perfekt wie die CH wird es zu einem failed state erklärt.

    - ist ein Drittweltland stark "rechts" (Kolumbien) wird es immer mit Nordkorea verglichen. Ist es auch nur einen Hauch besser als Nordkorea wird es zu einem Musterbeispiel für einen freiheitliche Staat erklärt.
  9. #9

    Kann es sein,

    ... dass das Presseorgan hier auf Krampf etwas herbeireden will?!
    Weclhe Richtung haben Liz, Friede und Angela denn für den Umgang mit Maduro vorgegeben?
    Ganz nebenbei: Vielen Dank für die Zitatesammlung Chavez'. Aber was ist daran "markig"?
    Unsere politischen Führer gehen von Gipfel zu Gipfel, aber unsere Völker gehen von Abgrund zu Abgrund.
    Markig? Oder wahr?
    Christoph Columbus war die Speerspitze der größten Invasion und Völkermorde, die die Geschichte der Menschheit je gesehen hat.
    Recht hat er!
    Gib mir deine Krone, Jesus. Gib mir dein Kreuz, deine Dornen, auf dass ich blute. Aber gib mir Leben, weil ich für dieses Land und dieses Volk noch mehr zu tun habe.
    Er wußte, was ihm bevorstand und er wußte, dass seine politischen Gegener darauf warteten. Maduro wird nicht Chavez sein können, auch wird er ihn nicht ersetzen können, aber er wird versuchen, seine Politik wider den inneren und äußeren politisch destruktiven Kräften fortzusetzen.








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