Forum


 

Neuer Internet-Standard: Weltweiter IPv6-Testlauf startet am Mittwoch

Generalprobe für das neue Internet-Protokoll: Am Mittwoch wird für einen Tag der IPv6-Standard aktiviert - ein Testlauf, um letzte Probleme aus dem Weg zu räumen. Die alte Version muss abgelöst werden, weil die freien IP-Adressen knapp werden.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...767111,00.html
  1. #10

    Untergang des Abendlandes!

    Nicht IPv6, sondern manche Kommentare hier im Forum.

    Hexadezimal sei gepackt, 128 Bit sind keine 128 Stellen, ... .

    IPv6 kann mehr als nur ein paar zusätzliche Adressen anzubieten. Wenn man sich informieren möchte, stehen einem bereits seit mehr als 10 Jahre entsprechende Fachbücher zur Verfügung, auch auf Deutsch.

    Ein Parallelbetrieb von IPv4 und IPv6 ist überhaupt kein Problem. Wofür gibt es denn das Version-Feld im IP-Header?

    Wer natürlich Spezialanwendungen in seinem Netz auf IP-Basis betrieben hat, der mag Umstellungen vornehmen müssen und sich gleichzeitig über die Erweiterungs-Header von IPv6 freuen. Das "Problem" der Umstellung von IPv4 auf IPv6 sollte praktisch keinen Normalanwender betreffen.
  2. #11

    Gläserner Bürger dank IPv6 ist Quatsch!

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Nicht IPv6, sondern manche Kommentare hier im Forum.
    ...
    endlich mal eine qualifizierte Aussage (auch der Rest des Postings).

    Dass Redakteure nicht das Hintergrundwissen haben um fachlich korrekt zu einem Thema zu schreiben, könnte durch Recherche teilweise ausgeglichen werden.

    Aber dass die Hysterie um das Thema Datenschutz wegen der angeblich lebenslang eindeutig zugewiesenen IPv6 Adressen eines Gerätes wieder und wieder irgendwo abgeschrieben wird, macht die Sache nicht wahrer. Erstens muss das keineswegs so sein, zweitens kann das jeder selbst entscheiden und drittens hat die EU damit überhaupt gar nicht zu tun.

    Also holt doch erstmal Luft, bevor über "gläserne Bürger" dank IPv6 schwadroniert wird und lest mal einen einzigen Fachartikel oder ein Buch oder sonstwas zu diesem Thema.
  3. #12

    Mal eine rein technische Verständnisfrage:

    Was wird aus den privaten IP-Adressen, zB. 192.168.0.1 usw? Kann ich die weiterhin für mein Heimnetz verwenden? Funktionieren die dann überhaupt noch?
  4. #13

    ...

    Zitat von d-fens Beitrag anzeigen
    Was wird aus den privaten IP-Adressen, zB. 192.168.0.1 usw? Kann ich die weiterhin für mein Heimnetz verwenden? Funktionieren die dann überhaupt noch?
    Das IPv4-Internet wird mit Sicherheit noch für viele Jahre parallel zum IPv6-Internet weiterbestehen. Und im Heimnetz können Sie natürlich einsetzen, was Sie wollen.

    Wenn Sie Ihr Heimnetz erst einmal auf IPv6 umgestellt haben, gibt es so etwas ähnliches wie die jetzigen privaten IP-Adressen; die nennen sich Unique Local Addresses. Allerdings ist es eigentlich normalerweise nicht nötig, diese zu benutzen, da jeder von seinem Provider ausreichend großen global adressierbaren Adressraum zugeteilt werden wird. Um genau zu sein: man bekommt mindestens ein /64-Subnetz - das sind 18.466.744.073.709.551.616 IP-Adressen. Die meisten Provider werden voraussichtlich sogar 256 oder 65.536 solcher /64-Subnetze bereitstellen.
  5. #14

    Auch in D möglich!

    Zitat von csar Beitrag anzeigen
    Ist aber eine Krücke, meine IP-Adresse hat sich das letzte Mal 2007 geändert (Umzug), davor 3 Jahre fix. Wieso ist das in F also möglich und in D nicht?
    ...
    Geht doch. Man muß eben nur den richtigen Provider haben?!
    Und evtl. ein klein wenig mehr bezahlen.
  6. #15

    nachgefragt

    Zitat von MartinHa Beitrag anzeigen
    Das IPv4-Internet wird mit Sicherheit noch für viele Jahre parallel zum IPv6-Internet weiterbestehen. Und im Heimnetz können Sie natürlich einsetzen, was Sie wollen.

    Wenn Sie Ihr Heimnetz erst einmal auf IPv6 umgestellt haben, gibt es so etwas ähnliches wie die jetzigen privaten IP-Adressen; die nennen sich Unique Local Addresses. Allerdings ist es eigentlich normalerweise nicht nötig, diese zu benutzen, da jeder von seinem Provider ausreichend großen global adressierbaren Adressraum zugeteilt werden wird. Um genau zu sein: man bekommt mindestens ein /64-Subnetz - das sind 18.466.744.073.709.551.616 IP-Adressen. Die meisten Provider werden voraussichtlich sogar 256 oder 65.536 solcher /64-Subnetze bereitstellen.
    Verstehe ich das richtig: Ich kann im Heimnetz ewig bei den gewohnten Adressen des privaten Adressraumes bleiben? Wenn es hier auch ohne IPv6 geht - um so besser. Wenn ich dann meinen Router konfigurieren will, brauche ich bei der Anwahl keine ellenlange IPv6-Adresse einzugeben. Richtig verstanden?
    Aber wie ist dann ein bestimmter Rechner im Heimnetz vom Internet aus ansprechbar? Ich frage, weil IPv6 ohne NAT auskommen soll.
  7. #16

    Der IPv6-Tag klappt bisher

    Natürlich ist meine Aussage nicht allgemeingültig, denn ich 'surfe' nur auf ganz bestimmten Seiten, für Sauereien hab ich inzwischen sowieso nichts mehr übrig und für meine Beiträge (http://freies-in-wort-und-schrift.in...seschau-nr-41/) brauche ich die 'verbotenen Zonen' sowieso nicht, meine Ziele sind einfach nur die täglichen Informationen. Im genannten Beitrag ist auch etwas zu IPv6 zu lesen.

    Bisher klappt alles prima, auch was meine gerade gedrosselte Geschwindigkeit meines Providers (1&1, da mein 'Kontingent' von 1GB verbraucht ist, was eigentlich nicht witzig ist) angeht, so habe ich das Gefühl, es geht doch auch etwas schneller, ist aber nur ein Gefühl. Ich persönlich bin froh, wenn die Umstellung auf IPv6 komplett abgeschlossen ist, denn dann haben wir ALLE unsere eigene IP-Adresse ein Leben lang.
  8. #17

    ...

    Zitat von d-fens Beitrag anzeigen
    Verstehe ich das richtig: Ich kann im Heimnetz ewig bei den gewohnten Adressen des privaten Adressraumes bleiben? Wenn es hier auch ohne IPv6 geht - um so besser.
    Kommt darauf an, was Sie mit dem Heimnetz machen wollen. Wenn Sie aus dem Heimnetz nur normale Webseiten aufrufen wollen, würde ich mir erstmal keine Sorge machen, da diese noch lange auch auf IPv4 erreichbar sein werden. Und von Ihrem ISP werden Sie als Bestandskunde sicher auch noch recht lange IPv4 bekommen (irgendwann wird es vielleicht extra kosten).

    Wenn Sie sich aber mit anderen Endgeräten, die nur IPv6 können (z.B. VoIP mit einem Mobiltelefon in ein paar Jahren), verbinden wollen, müssen Ihre Geräte entweder auch IPv6 sprechen, oder Sie müssen NAT64 verwenden.

    Wenn irgendwann (in vielen Jahren) immer mehr Webseiten IPv4 abschalten, dann empfiehlt es sich dringend, auch auf IPv6 aufzurüsten. Ist einfacher als NAT64.

    Zitat von d-fens Beitrag anzeigen
    Wenn ich dann meinen Router konfigurieren will, brauche ich bei der Anwahl keine ellenlange IPv6-Adresse einzugeben. Richtig verstanden?
    Meinen Sie jetzt, wenn Sie dann doch IPv6 wollen? Wenn ja: Das schöne an IPv6 ist ja, das sich alles von selbst konfiguriert. Kein DHCP nötig (das kann in Einzelfällen zwar auch sinnvoll sein, aber für den Normalverbraucher nicht nötig). Für Server sind natürlich statische IP-Adressen besser, die muss man dann auch eingeben. So lang sind sie jetzt aber auch nicht, z.B. 2001:DB8:A3C5:23DC::1. (Die ersten vier Teile der Adresse sind zugewiesen, alles danach "gehört einem selbst". Und da kann man dann eben einfach eine 1 nehmen für den Server. Oder C001. Was auch immer.

    Zitat von d-fens Beitrag anzeigen
    Aber wie ist dann ein bestimmter Rechner im Heimnetz vom Internet aus ansprechbar? Ich frage, weil IPv6 ohne NAT auskommen soll.
    Einfach unter seiner IPv6-Adresse. Firewall muss natürlich dementsprechend geöffnet sein.
  9. #18

    Solange IP-adressen knapp sind

    Zitat von csar Beitrag anzeigen
    Ist aber eine Krücke, meine IP-Adresse hat sich das letzte Mal 2007 geändert (Umzug), davor 3 Jahre fix. Wieso ist das in F also möglich und in D nicht?
    kann es durchaus sinnvoll sein, unbenutzte IP-Adressen frei zu machen! Da sind also rein praktische Gründe ganz ohne Hinterlist.
  10. #19

    Ceterum censeo

    Zitat von csar Beitrag anzeigen
    titulum delendam est
    linguam latinam recte uti.

    Wenn schon Latein, dann richtig: titulus delendus est


TOP



TOP