dapdAngela Merkel verkauft das Tauziehen um den künftigen Bundespräsidenten als kluges Einlenken, doch in Wahrheit hat ihr die Personalie Gauck die bitterste Niederlage ihrer Amtszeit eingebracht. FDP, SPD und Grüne haben das Machtspiel gewonnen - die Kanzlerin ist massiv geschwächt.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...816392,00.html
Ihre Verräter-Theorie in Ehren. Damit hielt sich die FDP über Jahrzehnte an den Fleischtöpfen.
Aber bei dieser Entscheidung von Merkels Sieg oder SChachzug zu sprechen, erscheint mir reichlich absurd. Sie war der Existenznot geschuldet, weil die Koalition in Frage stand. Sonst garnix, wieder nur Machterhalt!
Also wenn das Merkels größte Niederlage ist, können wir uns alle als Sieger fühlen.
Der Autor des Artikells sollte versuchen seine rote Gesinnung beiseite zustellen oder formal eine Kolumne schreiben. Ein bisschen mehr Neutralität ist mehr als wünschenswert.
Und ob Gauck der Glücksgriff für Rot-Grün ist, werden wir sehen.
der SPIEGEL das Bild Zeitungs-Format auf....wie bedauerlich!
Der Bundespräsident ist nur ein weiterer Nebenkriegsschauplatz der Parteien...no more no less....denn niemand braucht ihn.
...und die Meinungsmache der Medien braucht man auch in diesem Fall nicht, wie so oft....denn der deutsche Bürger ist hoffentlich in seinem gesamten Durchschnitt helle genug, um diese Spielereien an richtiger Stelle einzusortieren....ganz ohne Hilfe der reisserischen Medien!
Eine Schmach für Merkel ist eher Ihr unbeirrbares Festhalten an Wulff gewesen.
Eine Niederlage ist es schon. Merkel hat selbst die Suche nach einem "parteiübergreifenden" Kandidaten propagiert und ist an den Mehrheitsverhältnissen bei der Kandidatenauswahl gescheitert. Ein wirklicher Demokrat akzeptiert jedoch diese Mehrheiten und trägt dann diese Entscheidungen mit, auch wenn es schwerfällt.
So gesehen gilt für sie wohl der Satz:
Eine Entscheidung ist so lange gut, bis eine Bessere gefunden wird.
Ich finde es schon spannend, wie weit die Analyse von SPON offenbar an der Meinung der überwältigenden Mehrheit seiner Leser (und auch Sympathisanten) vorbeigeht.
Schwächung der Bundeskanzlerin? Das sieht nur eine Minderheit so, wie ich hier lese.
Ich bin ja mal gespannt, was sich hieraus ergibt. Möglicherweise hat Angela Merkel das Ding wieder vom Ende her gedacht und sich damit gestärkt und nicht geschwächt. Der Kandidat ist sicher ein honoriger, überzeugender Mensch (aber eben auch ein Mensch, kein Bundesheiliger), und es wird abzuwarten bleiben, ob diese Nominierung und die Art, wie die Kanzlerin das gehandhabt hat, ihr nicht deutlich zum Vorteile gereicht. Bei allem Respekt für die Redakteure - ich kann keine Schwächung der Bundeskanzlerin erkennen... geradezu im Gegenteil.
Dann lesen Sie doch bitte seriöse Blätter oder konzentrieren Sie sich auf das Verkündblättchen Ihrer Parrei. Ich konnte mir bislang stets eine eigene Meinung bilden, wohlgemerkt ohne den Slogan BILD dir deine Meinung. Wenn ich sehe, wer dafür wirbt, werden meine Nackenhaare zu Stacheln.