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Neuer Präsident Gauck: Merkels größte Schmach

dapdAngela Merkel verkauft das Tauziehen um den künftigen Bundespräsidenten als kluges Einlenken, doch in Wahrheit hat ihr die Personalie Gauck die bitterste Niederlage ihrer Amtszeit eingebracht. FDP, SPD und Grüne haben das Machtspiel gewonnen - die Kanzlerin ist massiv geschwächt.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...816392,00.html
  1. #200

    Schmach oder ein weiterer Schachzug

    Gut dass Spiegel wieder mal überall mit dabei war um uns aufzuklären. Ich kann mir gut vorstellen, dass Merkel persönlich inhaltlich wenig Probleme damit hatte, Herrn Gauck als Präsidenten zu akzeptieren, da sie weiss dass er gegenwärtig des Volkes Präsident ist und das er ein guter Kandiat ist. Genauso wie ich überzeugt bin, dass Merkel den Atomausstieg inhaltlich für richtig hält und auch den (von Tarifpartnern festzulegenden) Mindestlohn. Für mich sind es die "radikalen" Strömungen innerhalb der Union und die konservativen Hardliner sowie auch die CDU-Wähler, die Merkel dazu zwingen, konservative und unangenehme Parteiinteressen nach außen zu vertreten. Macht ja auch Sinn, wenn sie sich nicht selbst gefährden will.
  2. #201

    Sie können wohl nicht anders, als andere, insbesondere Politiker von der CDU, durch den Dreck zu ziehen. Das nennt sich freie, neutrale Presse.
    Ihr Vokabular gleicht der der Bildzeitung.
  3. #202

    Zitat von Fresh2208 Beitrag anzeigen
    Es ist geschafft. Spiegel Online hat sich u.A. mit diesem Artikel selbst überführt.

    Man muss sich nur mal vorstellen, welche desaströse Wirkung eine Plattform mit über 2 Mio. Klicks (täglich) auf die Entwicklung in Deutschland haben kann. Meinungsmache ist hierbei eine maßlose Untertreibung. Was ist der Sinn? Wo soll es enden? Wer ist der nächste, der von "den Medien" zerpflückt wird? Wo leben wir, dass Journalisten ihre Macht so ungebremst ausleben dürfen?!

    Ich werde nun diese amateurhafte Plattform fortan meiden und das auch in meinem Wirkungskreis so empfehlen.
    Zu Ihrem Schritt kann man Sie nur beglückwünschen. Seit dem Internet fällt die Volksverdummung etwas schwerer, und das ist gut so. Herr Wulff hat sich sehr konsequent selbst zerpflückt. Den Medien bin ich außerordentlich dankbar für ihren investigativen Journalismus. Bitte weiter so und vielleicht mal bei Murksels Vorgeschichte etwas genauer hinsehen.
  4. #203

    die selbstbewußte FDP

    Herr Rösler hat sich am Tag des Rücktritts des BP vor alle möglichen Kameras gestellt. "Wir werden gemeinsam mit dem Koalitionspartner einen geeigneten Kanditaten finden und dann auf die Opposition zugehen". Dies hat er nicht gemacht sondern ist der Kanzlerin mit Meldungen aus dem FDP-Präsidium "pro Gauck" in den Rücken gefallen. Die Haltung der FDP spiegelt Ihren katastophalen Zustand wieder. Ich hoffe, dass dieser Partei schnellstmöglich die Regierungsverantwortung entzogen wird. So geht man doch nicht mit Partnern um oder?
  5. #204

    Frage

    Zitat von favela lynch Beitrag anzeigen
    Ich prophezeie Ihnen eines: die Kanzlerin wird schon alsbald als jene im Mittelpunkt stehen, die mit Wulff die Katastrophe Gauck zu verhindern wusste. Damals. Jetzt wurde sie ja praktisch dazu gezwungen. Wir werden es alle hören, wenn sich der Ton biederer Sachlichkeit in selbstgefälliges Kanzelpathos verwandelt hat. Mir graust schon jetzt vor der Inauguration.
    ..woraus schließen Sie, dass Gauck eine Katastrophe ist?
    Wissen Sie mehr als der übliche Bürger, oder schwätzen Sie nur so dahin?
    Ich bin gespannt auf Ihre Antwort
  6. #205

    Zitat von ausgetretenes_mitglied Beitrag anzeigen
    "Leistungen und Errungenschaften" von Frau Merkel - Die da wären?
    Auf manche Fragen gibt es einfach keine Antworten.
  7. #206

    Merkels Schmach?

    Eher die Schmach der SPD. 2010 war es klug Gauck zu nominieren, da er das bürgerliche Lager gehörig durcheinandergewirbelt hat, trotzdem konnten Gabriel und Genossen darauf bauen, dass Gauck es nicht schaffen würde.
    Jetzt ist Wulff zurückgetreten und die SPD kommt vom Gauck nicht los.
    Merkel hat jetzt die Genugtuung, einen erzkonservativen Präsidenten von der Oppositon geliefert zu bekommen.
    Die SPD wird sich noch verfluchen, wenn Bundespräsident Gauck sich für Kapitalismus und gegen Occupy stark machen wird.
    Mal schauen wie sich die SPD bei Gaucks Wiederwahl verhalten wird.
    Merkel mag für den Augenblick angeschlagen sein, aber ihr Atem ist deutlich länger als der Spiegel hier annimmt. Sie ist nicht so dämlich wie Schröder seinerzeit.
  8. #207

    Gegen die Zensur

    Zitat von loki21 Beitrag anzeigen
    In welch armseligen Land dient die Vergabe des Amtes für den höchsten Repräsentanten eines Volkes in einer scheinbaren Demokratie dem Machtkampf einer kleinen politischen Elite!
    Langsam werde ich Demokratiemüde. Ich habe langsam mehr Angst vor unseren Parteien als vor den Rechtsextremen.
  9. #208

    Presse vs. Leser

    In diesem Fall sind die Leser offensichtlich gänzlich anderer Ansicht als ein großer Teil der Presse.
    Wie kommt es, dass die Ansichten derart auseinandergehen?
    Eine erste Erklärung wäre, dass ein Journalist sich tiefer mit der Materie befasst (sollte er zumindest).
    Eine zweite Erklärung wäre, dass es der Presse so langsam ähnlich wie den anderen Parteien geht. Sie kommen nicht damit zurecht, dass an Merkel alles abperlt oder sie sogar gestärkt aus Krisen hervorgeht. Und so sucht man verzweifelt und zunehmend aggressiv nach einem Angriffspunkt. Doch Merkels Unangreifbarkeit ist schon längst ein Selbstläufer. Wenn keiner einen Schaden erwartet, gibt es auch keinen.

    Meine Analyse:
    In diesem Fall ist es für Merkel tatsächlich sehr gut gelaufen. Ihr Erfolgsrezept ist gerade ihr Verhalten in solchen schwierigen Situationen.
    Wenn es einen Sieger gibt, dann Merkel. Zumindest was die Außenwirkung angeht. Das wird sich bei der nächsten Umfrage zeigen.
    Schaden genommen hat die Koalition, die ihre Schwäche mal wieder offenbart hat. Doch genau davon zehrt die Union. Die kritische Lage wird der FDP angelastet. Das lässt die Union noch stärker und größer aussehen. Läuft es mit Gauck gut, gewinnt sie. Läuft es dort schlecht, verliert sie nichts. Besser geht es kaum.

    Die FDP hat sich mit ihrer Erpressung durchgesetzt und einen neoliberalen Kandidaten bekommen. Das ist ein Punkt für sie. Mal sehen, was das bewirkt. Der Streit kann ihr schaden, das Ergebnis kann ihr nutzen.

    Die großen Verlierer heißen SPD und Grüne. Sie werden einen Bundespräsidenten wählen, der für sie eigentlich untragbar ist. Darunter könnten sie über die gesamte Amtszeit leiden. Je nachdem, wie stark und evtl. katastrophal die verbalen Stinkbomben aus Bellevue ausfallen werden. Jede Einzelne wird sie hart treffen. Auch kurzfristig können sie mit dem besserwisserischen "wir waren aber die ersten" nicht punkten.
    Ein klassisches Eigentor.

    Die Linke hat die Chance sich als einzige Alternative darzustellen. Wenn sie sich klug verhält, kann sie viel gewinnen.

    Die Piraten haben auf ganzer Linie versagt und rein garnichts aus ihrer ersten Beteiligung in der Bundesversammlung herausgeholt.
  10. #209

    Liberal-konservative Wiedervereinigung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Angela Merkel verkauft das Tauziehen um den künftigen Bundespräsidenten als kluges Einlenken, doch in Wahrheit hat ihr die Personalie Gauck die bitterste Niederlage ihrer Amtszeit eingebracht. FDP, SPD und Grüne haben das Machtspiel gewonnen - die Kanzlerin ist massiv geschwächt.

    Neuer Präsident Gauck: Merkels größte Schmach - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Wer jetzt in der Ecke sitzt und bitterlich weint, dürfte nicht Frau Merkel sein, sondern die SPD und die Grünen:

    Mit dem liberal-knservativen Gauck und der schwarz-gelben Koalition ist zusammengekommen, was zusammen gehört.


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