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Neuer Präsident: Frankreichs Wahl, Merkels Qual

REUTERSFrançois Hollande? Oder doch wieder Nicolas Sarkozy? Die französische Präsidentschaftswahl am Sonntag birgt für Angela Merkel ein doppeltes Risiko: Gewinnt der Sozialist Hollande, droht der Kanzlerin in Europa die Isolation. Aber auch ein Sieg Sarkozys könnte unangenehme Folgen haben.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828225,00.html
  1. #40

    Zitat von washington.mayfair Beitrag anzeigen
    Die Unterschicht bezahlt kaum oder keine Steuer.
    Donnerwetter! Wo kann sich meine arme Nachbarin vom größten Posten des Steuerkuchens, der Umsatzsteuer, befreien lassen? Die weiß das noch gar nicht, wieviel Steuern sie sich eigentlich sparen könnte. Die steckt nämlich ihr ganzes verfügbare Geld - notgedrungen - in den Konsum. Keine Umsatzsteuer, keine Energiesteuern, keine Versicherungssteuern. Irgendwas macht die Frau falsch.
    Zitat von washington.mayfair Beitrag anzeigen
    Und auch eine Steuer von 75 % auf Einkommensmillionäre wird das nicht ermöglichen können. Dazu gibt es mengenmäßig zu wenige.
    Ja, von wegen. Die Zahl der Armen und Reichen nimmt seit Jahren zu.
    Und wenn Sie die Vermögensverteilung betrachten, kommt bei 75 Prozent eine ganze Menge rum, denn es kommt dabei weniger auf die Zahl der Millionäre, sondern eben auf deren Vermögen an. Da zählt ein Milliardär schon mal so viel wie 1000 Millionäre.
    Zitat von washington.mayfair Beitrag anzeigen
    Durch diese Steuer würden sich nur viele besser fühlen.
    Nun beim heutigen Stand der Ungleichverteilung wäre sogar das allein nicht das Schlechteste.
  2. #41

    Merkel hat sich bald ausgequält, wenn Frankreich Francois Hollande wählt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    François Hollande? Oder doch wieder Nicolas Sarkozy? Die französische Präsidentschaftswahl am Sonntag birgt für Angela Merkel ein doppeltes Risiko: Gewinnt der Sozialist Hollande, droht der Kanzlerin in Europa die Isolation. Aber auch ein Sieg Sarkozys könnte unangenehme Folgen haben.

    Neuer Präsident: Frankreichs Wahl, Merkels Qual - SPIEGEL ONLINE
    Zwischen Frankreich und der Bundesrepublik lief es immer gut mit einem Sozialisten als Präsident und einem CDU-Kanzler, oder einem Republikaner links vom Rhein konnte es die SPD-Kanzlerschaft. So waren Helmut Schmidt und Valéry Giscard d'Estaing ein Herz und eine Seele. Kohl machte es ihm mit Francois Mitterand nach. Obwohl Kohl mit seiner Wiedervereinigung in die €-Falle tappte.
    Merkel hat die A-Karte gezogen und tanzt aus der Reihe - aber auf ganzer Linie. Jetzt wird ihr betörter Liebling Sarkozy aus dem Elysée gekippt (hoffentlich], und Templin hat keine Partylaune mehr. Es ist verblüffend, bisher so eine Art ungeschriebenes Gesetz zwischen beiden Ländern.
    Was wird Deutschland wählen? Doch nicht etwa wieder die Markel?
  3. #42

    Frankreich ist in einer großen Krise

    Frankreich ist in einer großen Krise; diese ist zwar beileibe gering gegenüber der Krise in Deutschland, doch ist sie gefährlich.

    Die Armut nimmt in Frankreich und Deutschland überhand. Während in Deutschland die Armutskrise grundlegend und somit unüberwindbar zu sein scheinti, gibt es bei der Armutskrise Frankreichs noch etwas Hoffnung.

    Beide Länder sind Länder mit - im EU-Vergleich - niederem Lohnniveau. Das Stücklohnniveau ist sogar so niedrig, daß beide Länder selbst mit Billigstländern wie China und Indien mithalten können.

    In Deutschland ist das Lohnniveau in komplett krassen Misverhältnis zum Preisniveau. Damit ist die Armutskrise in Deutschland auch nicht mehr überwindbar. Ohne Exportüberschüsse wäre Deutschland in der Deflationsspirale und dann in einer Dauerdepression. Der deutsche Binnenmarkt ist praktisch nicht mehr vorhanden. Bei den Exportüberschüssen kann es vorkommen, daß die Ware quasi verschenkt wird, da Deutschland die eigene Exportrechnung übernimmt (Hermes oder Target-2).

    In Frankreich ist das Lohniveau - wie schon gesagt - sehr niedrig. Es besteht aber nur in der Miete ein krasses Misverhältnis von Lohn- und Preisniveau. Die Armutskrise ist in Frankreich somit - durch staatswirtschaftliche Eingriffe (Mindestlohn, Reichensteuer, Mietspiegel) noch überwindbar.

    Hollande muß seine sozialen Versprechen einlösen, da er sonst bei Wählerbetrug Ärger mit Melenchand und dessen Anhängern bekäme. Hollande kann die Stichwahl nur mit Zugeständnissen an die Melenchand-Anhänger gewinnen.

    Merkel ist nun ganz alleine: Hollande ist an Melenchand gebunden und vertritt damit kaum Merkels Ansichten. Sarkozy kann nur mit der Unterstützung Le Pen's gewinnen. Sarkozy kann dann auch nicht mehr Merkels Ansichten vertreten.

    Nach der Stichwahl wird es also weder Merkozy noch Merkollande geben. Es treten in der Stichwahl nämlich Hollenchand gegen Sarkopen an.

    In Brüssel heißt es dann für Merkel: "Game over. Insert new trillion"
  4. #43

    Zitat von zudummzumzum Beitrag anzeigen
    In Frankreich ist Hollande dabei das System Sarkozy zu demaskieren. In Deutschland traut sich die SPD das nicht, weil man schon auf den Platz am Katzentisch der nächsten Koalition schaut.

    Zukunft schafft das allenfalls den Parteifunktionären, dem Land schadet es! Und wenn Deutschland einen Schnupfen hat, bekommt Europa die Grippe, die sich in der Südschiene zur Lungenentzündung ausweitet. Dieses Ausmaß nicht wahrgenommener Verantwortung macht mir Angst!
    Irgendwie richtig, nur das Pferd vom falschen Ende an aufgezäumt.
    Ein Konvoi der geschlossen ankommen will kann nur so schnell fahren wie das langsamste Fahrzeug vorankommt.
    Eine Währung die nicht auf den Preisen des ärmsten Eurolandes angepasst ist und ohne gemeinsame, gleiche Finanz und Steuerstandards muss zwangsläufig den Verbund sprengen.
    Solange wie Euroländer gegeneinander wirtschaftlich agieren um für sich das Bestmögliche abzusahnen (und das noch mit unterschiedlichen Sozial und Steuersystemen) kann es nur scheitern.
    Bzw., ist es ja bereits. Was derzeit läuft sind nur noch Verzögerungstaktiken wegen der Wahlen.
    Kleines Praxisbeispiel:
    Schlecker- in Deutschland pleite , zum Großeil wegen der miserablen Behandlung der eigenen Mitatbeiter, in Österreich trotz Mindestlohn
    ein Gewinnunternehmen.
    Die Regierungen lassen sich von Konzernverbänden und Banken bereicher... beraten meine ich.
    Die klein und Mitelständlerschen Unternehmen dagegen werden immer mehr von Großauftraggebern in Knebelverträge gepresst.
    Auch hier ein Beispiel:
    Benzinpreise.
    Wer bestimmt hier eigentlich was in der so tollen repräsentativen Demokratie?
    Multinationale autokrate Großkonzerne die Politik oder demokratische Strukturen und Vertreter der Bürger?
    Ob jetzt Hollande oder Sarkozy in Frankreich gewinnt ist so egal als ob hier SPD oder CDU den Kanzlerdarsteller schauspielern lässt.
  5. #44

    Zitat von ronomi47 Beitrag anzeigen
    Weshalb sind die Politiker innerhalb der Eurozone nicht in der Lage, sich auf eine gemeinsame Arbeitsmarktpolitik zusammenzuraufen? Gleiche Arbeitszeiten, gleiche Ferienansprüche, gleiches Pensionsalter. Ebensowichtig wäre ein Kündigungsrecht, vor allem im Hinblick auf die schrecklich hohe Jugendarbeitslosigkeit in den Südländern und in den Unterschichten Frankreichs.

    Das wäre eine wirkliche glaubwürdige Aktion für die Märkte!
    Denken sie mal nach was Sie da fordern - ist nämlich Kommunismus - und genau das was keiner will!
    Dinge wie gleiche Arbeitszeiten sind sowiso illusiorisch - und wollen sie wirklich dem Manager die kümmerlichen 3 Wochen im Jahr nur gönnen?
    Und das mit dem gleichen Pensionsalter ist doch sowiso eine Chimäre auf Kosten der Körperlich arbeitenden - die sich zum körperlichen Wrack machen, während die in den Sesseln das durchaus gemütlich erleben können!

    Und an der Arbeitslosigkeit ändert das genau nichts! Arbeit hängt nicht von irgendwelchen Wünschen ab, sondern ob es genügend "Käufer" für ein Produkt gibt - und wenn es da keine Gewinne zu machen gibt, dann wird eben genau dieses Produkt auch nicht hergestellt!
    Diese Vorstellungen wie alles "gleich zuschalten" sei entstammen entweder immer aus der Klamottenkiste von Dikatatoren - oder wirklich der von abstrusen Vorstellungen wie Stalin, Mao und ähnlichen - das man die Welt durch verordnete Gleichmacherei in ein festes Korsett zwingen könne.

    Menschen sind keine Maschinen - und Landwirtschaft ist kein Industriebetrieb, Software ist keine Hardware - aber bei ihnen und Merkel ist das einfach alles irgendwo "gleich" und deshalb soll alles auch gleich behandelt werden. Ich würde sagen - eher ein geistiges Versagen vor der Komplexität der Welt ist da vorherrschend , sonst nichts!
  6. #45

    richtig

    Zitat von unixv Beitrag anzeigen
    Steinbrückmeier? Gabriel? Nahles? Seeheimer-Arbeiterverräter an die Macht? Nein danke!
    auf keinen Fall dieser üble Seeheimer-Arbeiter/Angestellte/Rentner-Verräter-Verein der sich SPD schimpft!

    Aber welche alternative haben wir zu Merkel?

    Dann doch lieber PROTEST und Links/Rechts/Piraten wählen, als weiterhin Bankenrettung und Amigo-Politik ohne ende mit der SPDCDUFDPGRÜNE- Einheitsbrei-Partei!
    nach dem Motto mit Merkel weiss man was man hat man
    weiss was die anderen mit dem Volk so vorhaben.
    Eigentlich sollte man mit dem Argument auch die Wahlen
    abschaffen und Merkel zur Staatsvorsitzenden wählen.
    Das kämme unserer Marktkonformen Demokratie sehr zu
    gute
  7. #46

    Zitat von unixv Beitrag anzeigen
    Steinbrückmeier? Gabriel? Nahles? Seeheimer-Arbeiterverräter an die Macht? Nein danke!
    auf keinen Fall dieser üble Seeheimer-Arbeiter/Angestellte/Rentner-Verräter-Verein der sich SPD schimpft!
    Da winke ich auch dankend ab.
    Zitat von unixv Beitrag anzeigen
    Aber welche alternative haben wir zu Merkel?
    Viele meinen, sie wäre alternativlos. Das Merkel hat ja fleißig an dieser Legende gestrickt und sie in den Köpfen verankert.
    Allerdings haben Sie insoweit recht, dass die von Ihnen Genannten in der Tat keine alternative Politik vertreten. Und wessen (Wahl-)Horizont nicht darüber hinausreicht, der ist dann wohl in dieser "Alternativlosigkeit" gefangen.
    Zitat von unixv Beitrag anzeigen
    Dann doch lieber PROTEST und Links/Rechts/Piraten wählen, als weiterhin Bankenrettung und Amigo-Politik ohne ende mit der SPDCDUFDPGRÜNE- Einheitsbrei-Partei!
    Nun ja, das "Rechts" kann man sich wohl sparen. Mir ist die aktuelle Politik schon viel zu rechts. Mir reicht es, wenn auf die Schwachen eingeprügelt wird. Ausländer und Migranten noch dazuzunehmen, muss nun wirklich nicht sein. Die haben am wenigsten Schuld, dass die Umverteilung seit Jahren von unten nach oben verläuft.
  8. #47

    Zitat von Pinin Beitrag anzeigen
    Das Problem ist nur, dass nach dem crash Brüssel und unsere CDU/CSU/FDP/SPD/Grünen-Volksverräter sofort die totale Transferunion unter EU-Diktatur auf die Schiene setzen werden.

    Ist bei denen doch schon lange so geplant.
    Möglich das es so kommt. Aber auch möglich das die alten Parteien hinweg gefegt werden und neue entstehen.
  9. #48

    Zitat von ronomi47 Beitrag anzeigen
    Die Schuldenstaaten innerhalb der Eurozone scheinen nicht in der Lage, notwendige und schmerzhafte Strukturreformen (nicht Steuererhöhungen!) durchzuführen. Jetzt wird bekannt, dass auch die Niederlande ein Budgetdefizit von rund 4% aufweisen werden.

    Der sozialistische Präsidentschaftkandidat Hollande ist ......
    Überall in der Westlichen Welt haben wir ein Geldsystem (FIAT) was Geld immer nur zusammen mit Schulden erschafft - Es wird genauso viel Geld erzeugt wie Schulden, und damit wird mit "Wachstum" der Schuldenberg auch immer höher und kann einfach nicht sinken!

    Und da es "Staaten" als Person nicht gibt, sondern diese nur durch ihre Bürger repräsentiert werden - ist die Summe des "Privaten + Staatlichen" Wachstum genauso wie die Schulden eben immer nur nach oben steigend! Das wird sich in diesem System nicht ermeiden lassen - weil es an der Basis der Giralgeldschöpfung schon entsteht!

    Dies sog. Staatschulden sind doch auch nichts anderes als direkte oder indirekte Vermögensanlagen - für Sparbücher wie für "Kapitallebensversicherungen" letztlich - Raten Sie mal was passiert wenn es keine Staatschulden mehr gibt - dann geht ihre "Kapital-Vermögensanlage" schlicht den Bach runter , und für "Geld" gibts dann auch keine Zinsen mehr!

    Das die PKV inzwischen die Grätsche macht sollte ihnen aufgefallen sein - Kapital = Zinsen = Staatsanleihen gestützt, und so geht das mit den grossen "Investoren weiter" - auch diese können längst nicht mehr "sichere Geldanlagen für Zinsen" finden , also werden sie bald für ihre "Vermögensanlage" eben auch weniger Zinsen bekommen!

    Es ist eher so das Sie hier der Naivling sind - sie glauben das "Geld" und Vermögen einfach ohne irgendwelche Nachteile von Aliens eingezahlt werden - das man "Gewinne" ohne Schulden machen könnten.
    Ist nur nicht so in diesem FIAT /Banken -Geld System ...
  10. #49

    Hoch lebe die Isolation

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    François Hollande? Gewinnt der Sozialist Hollande, droht der Kanzlerin in Europa die Isolation.

    Neuer Präsident: Frankreichs Wahl, Merkels Qual - SPIEGEL ONLINE
    Ich denke auch, dass Hollande eine große Chance für Deutschland ist. Gegen die Isolation ist dann nichts einzuwenden.

    Merkel muss dann nicht immer mit dem Scheckbuch nach Brüssel fahren. Dann wird sie bestimmt auch nicht mehr in Griechenland beschimpft. Wir erlassen Griechenland großzügig die Schulden und danach heisst es einfach Schotten dicht.
    Wir müssen ja nicht gleich neutral werden, aber ansonsten sollte wir ruhig etwas mehr von der Schweiz abschauen.
    Frau Kanzlerin könnte dann endlich mal wieder das Wohl des deutschen Volkes mehren, ohne dem Volk nach dem Wahnwitz von Kohl mit immer neuen Milliarden die Zukunft verbauen.


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