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Neuer Ernst-August-Prozess: Prügeljahre eines Prinzen

Ohrfeige ja, Schlagring nein - vor Gericht in Celle versucht Prinz Ernst August das Prügel-"Geständnis" zu korrigieren, das sein Ex-Anwalt vor Jahren ohne Absprache präsentierte. Der Fall wird klären: Wie weit darf ein Verteidiger sich aus reiner*Prozesstaktik von den Wünschen seines Mandanten entfernen?

http://www.spiegel.de/panorama/justi...784938,00.html
  1. #30

    ...

    Erste gescheite Antwort hier ...

    Zitat von czarpeter Beitrag anzeigen
    Der Fall an sich ist doch eigentlich uninteressant, aber wenn man sich Gedanken ueber die Entscheidungsfindung und Verpflichtungen von Staatsanwalt und Verteidiger macht, dann fragt man sich schon ist DE eigentlich wirklich ein Rechtsstaat?
    Genau das ist das Problem. Wenn Verteidiger machen können, was sie wollen, ohne es mit den Mandanten abzusprechen, dann noch Deals mit der Staatsanwaltschaft, wird einem ja angst und bange. Was ist das für eine Rechtsauffassung?
  2. #31

    Dieser

    gute Mann (ob nun von und zu oder was auch immer) steht aber nunmal im Focus der Öffentlichkeit, was ihn ja nicht weiter von anderen "Promis" unterscheidet. Auch diese (Sportler, Schauspieler, Politiker usw.) würden in der gleichen Situation wahrscheinlich auch beim Pi... fotografiert und in der BI.. abgebildet werden.(gab es da nicht mal ein Bild von einem Mitglied des engl. Königshausese?)
    Das ist der Preis der Berühmtheit! Aber wenn ich das weiß - na, dann benehme ich mich halt in der Öffentlichkeit dementsprechend!
    Otto Normalverbraucher wird i.d.R. dabei nicht fotografiert, kann sich aber u.U. eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses einfangen.
  3. #32

    Lesekundig

    Zitat von rokokokokotte Beitrag anzeigen
    ...lesen Sie meinen Beitrag noch einmal. Konzentriert!

    Sie werden feststellen, dass Ihre Replik am Sinn meiner Worte vorbeiläuft.
    Wenn E.-A., wie Sie fragend .....

    Wurde er denn explizit wegen seines Adelstitels verurteilt?
    Das glaube ich nicht.
    Er wurde durchaus wie "Fritzchen Müller" vor Gericht behandelt.
    Und "Fritzchen Müller" hat eben nicht das Recht, überall sein Revier zu markieren. Oder irgendwelchen Leuten Ohrfeigen zu geben. Und dafür wird man hier in Deutschland auch bestraft, denn es ist nicht nur ein Fall mangelnder Moral. Soetwas können Sie auch durchaus in einigen Tageszeitungen nachlesen.
    Diese Damen und Herren haben nur das Glück, nicht Gegenstand des "öffentlichen Interesses" zu sein.
    Und das habe ich gemeint.
    Wenn die "Journaille" in jeden noch so miesen Blatt darüber berichtet, ist das nur eine Seite.
  4. #33

    Wo kein Kläger, da kein Richter.

    [QUOTE=calido46;8680737
    Otto Normalverbraucher wird i.d.R. dabei nicht fotografiert, kann sich aber u.U. eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses einfangen.[/QUOTE]
    Dann gucken Sie mal auf youtube und anderen Oline-Plattformen, bei was sich Leute alles ungetraft ablichten lassen. Von denen ist nur kein Geld zu erwarten und man kommt nicht ins Fernsehen, wenn man gegen sie klagt.
  5. #34

    Aufklärung

    Zitat von calido46 Beitrag anzeigen
    gute Mann (ob nun von und zu oder was auch immer) steht aber nunmal im Focus der Öffentlichkeit, was ihn ja nicht weiter von anderen "Promis" unterscheidet. Auch diese (Sportler, Schauspieler, Politiker .....
    Das Verhalten des Herren und seine Bereitschaft, darüber ausgiebig vor Gericht zu streiten, haben hoffentlich eine aufklärende Wirkung auf jene Zeitgenossen, die in Ernst August oder seinen "Standesgenossen" immer noch Vorbilder sehen wollen. Ein öffentliches Interesse besteht höchstens insofern, als er mit der Thronfolgerin (solange Albert keinen Nachwuchs produziert) eines Marionettenstaats verheiratet ist.
  6. #35

    ohne Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ohrfeige ja, Schlagring nein - vor Gericht in Celle versucht Prinz Ernst August das Prügel-"Geständnis" zu korrigieren, das sein Ex-Anwalt vor Jahren ohne Absprache präsentierte. Der Fall wird klären: Wie weit darf ein Verteidiger sich aus reiner*Prozesstaktik von den Wünschen seines Mandanten entfernen?

    http://www.spiegel.de/panorama/justi...784938,00.html
    Ihr Beitrag, lieber SPON, ist in sich nicht richtig.
    Beim Prozeß in Celle geht es nicht um Ohrfeige oder Schlagring, sondern um die Prozeßtaktik des RA Heidemeier.
    Alles andere wurde schon im Wiederaufnahmeverfahren und im späteren Hauptverfahren beim LG in Hildesheim geklärt.
    Nämlich: ein Schlagring war nicht im Spiel.

    EA will eine Schadenersatzforderung von RA Heidemeier.
    Und das ist auch richtig so.
    Ein RA kann doch nicht von sich aus behaupten, dass EA betrunken war.
    Gerade das von RA Heidemeier, den ich persönlich kenne, und der gerne auch Alkoholika zu sich nimmt.
    Heidemeier ist sehr gut mit dem Fürst aus Bückeburg bekannt.
  7. #36

    #1

    Zitat von calido46 Beitrag anzeigen
    gute Mann (ob nun von und zu oder was auch immer) steht aber nunmal im Focus der Öffentlichkeit, was ihn ja nicht weiter von anderen "Promis" unterscheidet. Auch diese (Sportler, Schauspieler, Politiker usw.) .....
    Nö. Absolut nicht. Weder Ernst-August noch Otto Normalbürger.

    "Erregung öffentlichen Ärgernisses" (§183a StGB) setzt immer eine sexuelle Handlung voraus:
    § 183a StGB Erregung öffentlichen Ärgernisses

    Wer öffentlich sexuelle Handlungen vornimmt und dadurch absichtlich oder wissentlich ein Ärgernis erregt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 183 mit Strafe bedroht ist.
  8. #37

    Nicht konsequent

    Zitat von praise Beitrag anzeigen
    Falsch. Er heißt:

    Ernst August Albert Paul Otto Rupprecht Oskar Berthold Friedrich-Ferdinand Christian-Ludwig Prinz von Hannover, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_A...ver_%281954%29
    HAbt Ihre keine anderen Probleme ?
    Die Östererreicher waren konsequenter: keine Titel mehr.
    So hiess der Herr Habsburg schlicht und einfach OTTO HABSBURG. Allerdings hat der sich schleunigst in D einbürgern lassen und konnte wieder Otto VON Habsburg heissen.
  9. #38

    Austria

    Die Östereicher haben es uns vorgemacht, wie man die blaublütigen zur Raisson bringt. Der deutsche Michel
    zieht immer noch den Hut, dank der gelben Blätter.


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