Wenn der der Virus in Assembler geschrieben ist, bedeutet das doch, das es nur auf den Rechnern funktioniert, zu dessen Prozessor der Assembler-"Dialekt" passt, oder ?
KasperskyVirenforscher haben ein neues Spionageprogramm entdeckt - auf Computern von Regierungen überall in Europa. Die Software tarnt sich gut, ist winzig und in einer ungewöhnlichen Programmiersprache geschrieben. Es ist ein Präzisionswerkzeug mit Twitter-Anbindung.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-885888.html
Wenn der der Virus in Assembler geschrieben ist, bedeutet das doch, das es nur auf den Rechnern funktioniert, zu dessen Prozessor der Assembler-"Dialekt" passt, oder ?
Die Idee ueber google und twitter neue "Befehle" zu erhalten ist super. Bin kein Spezialist, weiss nicht ob das neu ist. Aber die Idee ist einfach genial muss ich sagen.
Das ist ganz und gar nicht ungewöhnlich, wenn man schnelle und vor allem kleine Programme erstellen will. Assembler ist zwar Tat wenig verbreitet, allerdings nur im Vergleich zu anderen Programmiersprachen. Dass man dafür einen Spezialisten aus den 90ern bräuchte, ist einfach mal Quatsch.
In den (frühen) 90er Jahren und davor wurde so ziemlich die meiste Software aus Speicherplatz- und Performancegründen in Assembler geschrieben - falls diese nicht gerade kriechlangsam sein sollte (professionelle Computerspiele sowieso). In vielerlei Hinsicht wünschte ich, dass wäre heute noch so - die Hardwareanforderungen wären bei identischer Leistung der Software deutlich geringer (oder die Software bei aktueller Hardware deutlich performanter) und die heutige Software nicht so fett & träge (heute braucht ja jede Taschenrechner-App gefühlte 50 MB...).
Also wirklich ... Assembler als "alte Programmiersprache" zu bezeichnen ist geradezu ein Doppelfehler. Zum einen ist es keine wirkliche Programmiersprache, da die Assemblerbefehle direkt dem Machinencode des Prozessors entsprechen. Es gibt nur so paar kleine Hilfsmittel wie Namen für Variablen (Speicherzellen) und Sprungmarken und das ist es dann schon. Zum anderen ist Assembler nicht alt, denn in vielen Fällen wird aus einer echten Programmiersprache wie C noch nach Assember kompiliert um dann von dort weiter zu machen, mal ganz abgesehen von der embedded Programmierung, oder auch Performance-Optimierungen, wo man auch heute noch locker mal was in Assembler schreiben kann/muß. Und gerade was Viren angeht - müßte ich einen schreiben, wäre Assembler die erste Wahl, eben weil da besonders kleine Programme relativ leicht zu erreichen sind.
In dem Artikel wird gesagt, die Malware MiniDuke wäre in einer alten Programmiersprache geschrieben, nämlich Assembler. Ich glaube hier liegt ein Missverständnis vor. Assembler bezeichnet bei Computern die nahezu direkte Abbildung der reinen, binären Maschinensprache in Kürzel, Mnemonics genannt, die auch von Menschen gelesen werden können. Diese Abbildung der Prozessorbefehle in lesbare Befehle erleichtert die maschinennahe Programmierung. Jeder Mikroprozessor besitzt seinen eigenen Befehlssatz und somit seine eigene Assemblersprache. Somit bezeichnet Assembler keine einzelne Sprache, sondern eher eine Familie von sehr maschinennahen Sprachen.
Früher wurden Programme gerne in Assemblercode geschrieben, weil diese dann sehr klein und sehr schnell wurden. Allerdings ist diese Programmierung sehr fehleranfällig. Da es bei heutigen Systemen mehr Platz für Programme und Daten gibt, die Übersetzer von Hochsprachen (Compiler) recht schnellen Code erzeugen ist es nur noch ganz selten nötig, etwas in maschinennah in Assembler zu programmieren. Programme, die in Assembler geschrieben wurden sind in der Regel auch nur auf einem System lauffähig.
Das war das letzte mal das ich IT News auf spon gelesen habe. Tut euch einen gefallen und lasst es. Allein schon die Angewohnheit die erstbeste .exe Datei im Hex Editor zu öffnen um einen kryptischen Screenshot für den Artikel zu bekommen ist eher Schülerzeitungsniveau.
Nach der Theorie das es sich bei einem Assembler Programmierer um ein 68'er Überbleibsel handeln muss konnte ich nicht weiterlesen. Ganz schlimm. Herzlichen Glückwunsch dafür das nicht-IT-affine Menschen weiter verwirrt werden