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Neuer britischer Premier Cameron: Mr. Mitgefühl muss Härte zeigen

David Cameron hat gewaltige Aufgaben vor sich. Der neue britische Premier gab sich lange als mitfühlender Konservativer. Doch jetzt muss er mit harten Entscheidungen schnell den Staatshaushalt sanieren, um die Finanzmärkte zu beruhigen - und zugleich außenpolitisch Vertrauen in seine Regierung schaffen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...694417,00.html
  1. #10

    Der Beitrag

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    David Cameron hat gewaltige Aufgaben vor sich. Der neue britische Premier gab sich lange als mitfühlender Konservativer. Doch jetzt muss er mit harten Entscheidungen schnell den Staatshaushalt sanieren, um die Finanzmärkte zu beruhigen - und zugleich außenpolitisch Vertrauen in seine Regierung schaffen.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...694417,00.html
    Tja, woran erinnert das uns Deutsche?
    Ah ja richtig: an die Situation als Angela Merkel von Rot-Grün übernahm. Wir sehen, wie lange Frau Merkel braucht, um den Unsinn zu korrigieren, den Rot-Grün innerhalb des Staatsaufbaus, der Außen- und Sicherheitspolitik und der politischen Weichenstellung in anderen Bereichen vorgenommen hatten.

    Also scheint den Briten ein langer Weg vor ihnen zu liegen. Schließlich übernimmt der neue Premier von New Labour, deren Ex Chef Blair den Weg in die Sackgasse -von der Deuteschen Presse oft scherzhaft Neoliberalismus genannt- quasi erfunden.

    Die Deutsche SPD hatte ihn, Blairscher Kapitalismus, mangels eigener Ideen nur adaptiert umgesetzt und anfangs dank Kohlscher Reformen ja auch ganz gut "gelebt", genug Substanz für "Grüne" Ideen war seinerzeit auch noch da...

    Zum Glück ist das vorbei. Aber eines können sich Rot-Grün wirklich als Erfolgauf die Fahnen schreiben: Sie verbesserten die Gleichbehandlung von Homo- und Heterosexuellen. Damit war es dann auch. Sie hinterließen ein Land im Krieg, ein Land vor dem Kollaps, ein Land in dem die Menschen keine Perspektive haben, das im Bildungschaos versinkt...Frau Merkel, das ist noch nicht rum. Es gibt noch viel zu tun. Mal sehen, ob Sie schneller sind, als Ihr neuer britischer Amtskollege.
  2. #11

    Unsinn

    Zitat von Bre-Men Beitrag anzeigen
    Ein ausgewiesener EU Gegner als Außenminister wird einem Herrn Wellenpick und Mutti zum Knabbern geben.
    Das Thema EU wird nicht gross vorkommen. Es gibt derzeit nichts grosses zu entscheiden, bei dem die Briten Obstruktion machen könnten. Wirtschaftsfragen dominieren und da ist man als nächster Pleitekandidat (und das ohne Euro) in keiner starken Position.
    Volkery hat natürlich recht, dass die Europahasser bei den Tories die Konfrontation suchen werden, aber das wird bestenfalls ein Nebenkriegsschauplatz.
  3. #12

    die EU

    Zitat von Monsieur Rainer Beitrag anzeigen
    [...] Wenn Sarkozy den gallischen Gockel etwas weniger aufdringlich krähen lässt, Merkel endlich eine Politik formuliert und Cameron die City domestiziert, dann gibt es wieder Hoffnung für Europa.
    Das haben Sie treffend formuliert.
    Das Problem liegt nur darin, dass Sarkozy es nicht will, Merkel es nicht kann und Cameron ganz andere Sorgen hat.

    Űberhaupt Europa. Wenn Sie am nächsten Sonntag ein Referendum in Grossbritannien abhielten, in dem das Land über die Mitgliedschaft in der EU zu entscheiden hätte, dann gäbe es am Montag nur noch 26 statt der 27 Staaten in der Gemeinschaft.

    Ich glaube sogar, dass, wenn die Franzosen und die Deutschen auch abstimmen könnten, die EU vermutlich noch kleiner werden würde. Und das nicht nur wegen der kostspieligen griechischen Haushaltskatastrophe.
  4. #13

    Quark hören und Quark schreiben

    Zitat von forist Beitrag anzeigen
    Wenn ick dat schon lese! Prio 1 des neuen Premiers: die Finanzmärkte beruhigen. Jetzt hören wir Tag für Tag diesen Quark von "die Finanzmärkte ruhig stellen", "das Vertrauen der Finanzmärkte zurückgewinnen", etc. pp. Und DAS deutsche Leitmedium kaut munter weiter mit drauf rum. Gibt es nichts wichtigeres als "die Finanzmärkte" zu beruhigen? Eventuell Realpolitik mit Weitsicht und ökonomischem Sachverstand zum Wohle der Bürger? Gähn, wie altbacken...
    Nein, wenn Sie weiterhin essen wollen, gibt es nichts Wichtigeres als die Finanzmärkte zu beruhigen.
  5. #14

    Wer wundert sich denn überhaupt noch?

    Zitat von marquise Beitrag anzeigen
    Falls sich jemand fragt was er und seine Studienkumpels so in Oxford-Tagen gemacht haben:

    http://www.boingboing.net/2010/05/11...ter-camer.html
    Da kann ja nur ein mitfühlender Mensch bei rauskommen.
    Richtig, so isse halt, unsere Elite der Leistungsträger!
    Aber mal im Ernst, Großbritannien ist nicht nur am Ende, sondern völlig am Ende, von der Finanzmafia ausgesaugt, ausgeplündert und ausgeworfen, wenn die USA ihre schützenden Hände über ihren treuen Schwanz nehmen, ist Great Britain endgültig im Abfalleimer der Geschichte.
    Wir hier in Deutschland sollten nie vergessen, daß Tony Blair New Labour Programm das Vorbild für den Gaz-Gerd und seine bezahlten Hilfstruppen von der SPD waren, was Blair in Großbritannien gemacht hat, haben Schröder und seine Genossen sofort übernommen, nämlich den Verrat und den Verkauf des kleinen Mannes und der Menschen, die sie an die Regierung gewählt haben.

    Für die verantwortlichen Politgauner hat es sich auf alle Fälle gelohnt, keiner muß sich vor Altersarmut fürchten, der Großteil der Bürger ihrer Länder jedoch mit Sicherheit.
  6. #15

    *

    Es wird ziemlich schwer, sich an die „Babypogesichter“ zu gewöhnen. Ein Gutes hat die Koalition aber dennoch – sie produziert nicht viel Papier; eine halbe Seite bedarf es, die Ziele darzulegen. Eine Sache, die sie einführen wollen (es geht um das schwedisches Schulsystem) hat sich als so contraproduktiv herausgestellt, dass diejenigen, die es ausprobierten, den Briten davon abgeraten haben, es zu kopieren.
  7. #16

    Sie sind ein unverbesserlicher Realist !

    Zitat von Hugh Theo Beitrag anzeigen
    Das haben Sie treffend formuliert.
    Das Problem liegt nur darin, dass Sarkozy es nicht will, Merkel es nicht kann und Cameron ganz andere Sorgen hat.

    Űberhaupt ....
    Natürlich haben Sie recht: Sarkozy wird solange krähen, bis aus dem gallischen Hahn ein Suppenhuhn wird, Merkel wird sich weiter orientierungs-und mutlos durch die Korridore schnepfen und Cameron wird es nicht wagen, die City an die Kette zu legen, denn sie erwirtschaftet 30 % des BIP von Grossbritanien. Leider ist das die Realität und ich bleibe ein Zyniker. Wissen Sie, was ein Zyniker ist: Ein enttäuschter Idealist !
  8. #17

    Wichtiger Stärkung der Realwirtschaft

    Zitat von Mischa Beitrag anzeigen
    Nein, wenn Sie weiterhin essen wollen, gibt es nichts Wichtigeres als die Finanzmärkte zu beruhigen.
    Seit wann können Sie Zocker-Milliarden essen.
    Wichtiger ist wohl die Stärkung der Realwirtschaft. Und da passiert genau das Gegenteil. Glauben Sie etwa, dass die lohngekürzten Griechen, Spanier und Portugiesen demnächst großartig als Konsumenten auftreten. Besser wäre es gewesen diese Länder Bankrott gehen zu lassen, so dass die zockenden Banken ihre Kredite abschreiben müssen. Die Banken haben sich doch schon genug bereichert - auf Kosten der Realwirtschaft, uns Steuerzahlern und der Griechen, Spanier und Portugiesen...
  9. #18

    Falsch, einen Tumor muß man entfernen, solange es noch geht!

    Zitat von Mischa Beitrag anzeigen
    Nein, wenn Sie weiterhin essen wollen, gibt es nichts Wichtigeres als die Finanzmärkte zu beruhigen.
    Völlig falsch, die sogenannten Finanzmärkte sind nichts weiter als ein wucherndes Geschwür, daß inzwischen nicht mehr beherrschbar ist und in Bälde wohl die gesamte Weltwirtschaft in den Abgrund reißen wird.

    Ein Tumor in einem Körper wird ab einem bestimmten Zeitpunkt zu groß, um ihn noch rausschneiden, sprich heilen zu können, dann ist der Untergang des gesamten Organismus nur noch eine Frage der Zeit, genauso sieht es derzeit mit der Weltwirtschaft aus.
  10. #19

    All hands on deck! Activate battle station!

    Zitat von Pinarello Beitrag anzeigen
    Aber mal im Ernst, Großbritannien ist nicht nur am Ende, sondern völlig am Ende, von der Finanzmafia ausgesaugt, ausgeplündert und ausgeworfen, wenn die USA ihre schützenden Hände über ihren treuen Schwanz nehmen, ist Great Britain endgültig im Abfalleimer der Geschichte.
    Wo soll denn dieses Dystopia sein? Wenn ich aus dem Fenster sehe, zeigt sich mir nur ein etwas kühler Nachmittag im Mai. Gegenüber versucht jemand einzuparken und ein Hund spielt mit einer Plastiktüte.
    Später muss ich in die Innenstadt. Vielleicht ist es ja dort zu entdecken, dieses ausgesaugte, ausgeplünderte und ausgeworfene Elendsland, das der treue Schwanz der USA sein soll.

    Eines jedoch kann ich Ihnen mit Gewissheit gestätigen. Ihr farbenfroher Beitrag ist nicht ohne Unterhaltungswert.


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