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Neuer Algorithmus: Google sucht dich

Google hat seine Internetsuche komplett überarbeitet. Die Suche wird vollständig personalisiert und soll so Nutzer noch fester an den Konzern binden. Gleichzeitig wird die Suchseite zur Werbefläche für das eigene Social Network Google+ - ein Frontalangriff auf den Konkurrenten Facebook.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...808170,00.html
  1. #20

    Soziale Netzwerke I

    Zitat von falter00 Beitrag anzeigen
    Google wird damit baden gehen, weil völlig am User vorbeigedacht wird. Wieso glaubt eigentlich alle Welt, dass der User sich im Netz nur immer um seine eigene Interessen schert,
    Ausschließlich scheren sich User sicher nicht um eigene Interessen, aber primär. Insofern halte ich diese algorhitmische Ausrichtung auf eigene Interessen und Vorlieben schon für keine schlechte Sache. Zumal man am unteren Rand der Google-Suchergebnisse unter "Details zur Personalisierung" ein Suchergebnis "ohne Anpassungen" anklicken kann.
    Social Networks bieten insofern so etwas wie die Möglichkeit zur Schaffung eigener Millieus wie überall sonst auch. Nur dass sie a) viel bessere, weil leichtere, indirektere und niedrigschwellige weltweit zugängliche Möglichkeiten zur Verbindung mit solchen Milieus bieten und b) auch ebenso viel bessere Möglichkeiten zur Verbindung mit Millieus, die nicht eigenen Neigungen und Vorlieben entsprechen.
    will er nicht vielmehr überrascht werden?
    Vielmehr nicht, sonden allenfalls AUCH. Der Möglichkeiten zur Überraschung gibt es ja insbesondere im Internet sehr viele. Ich komm ehrlich gesagt kaum hinterher hinter den ganzen täglichen Überraschungen, die das Internet täglich bietet. Zumal man für solche Überraschungen viel mehr tun muß als nur soziale Netzwerke zu nutzen. Die Kritiker der Sozialen Netzwerke tun ja gerade so und erwecken den unsinnigen Eindruck, als ob man nichts anderes mehr im Internet tun könnte, wenn man Soziale Netzwerke nutzt. Man kann natürlich auch neben Sozialen Netzwerken weiterhin in den großen bunten Weiten des Internets stöbern. Das Internet verlangt als interaktivstes aller bisherigen Medien vor allem eigene Aktivitäten bei seiner Aneignung und sind solche Überraschungen auch ganz eine Frage der eigenene Aktivität im Internet.
    Es stellt sich außerdem die Frage, womit wollen denn User überrascht werden? Ja auch mit Sachen, die sie in irgend einer Weise interessant finden. Wozu man sich wohl auch von der Vorstellung verabschieden muß, dass sich Internetnutzer nur für eine oder wenige bestimmte Sachen und Menschen interessieren würden - und von der Vorstellung, dass Netzwerke und Algorhitmen nur einen ganz engen Interessenkreis bedienen würden. Das halte ich für eine Mär von Leuten, die einen Beruf daraus gemacht haben, vor ganz schlimmen Problemen zu warnen, die es garnicht gibt.
  2. #21

    Soziale Netzwerke II

    Sei es durch Inhalte oder auch durch gut gemachte Werbung. Wer immer nur im eigenen Universum wühlt, neigt doch eher zu Persönlichkeitsstörungen....
    Ja, nur dass gerade das Internet eben genau das Gegenteil von diesem eigenen Universum ist.

    dieser ganze Social Network Quatsch wird völlig überbewertet.
    ... und man auch vom Social Network als einem ausschließlich eigenen Universum eine völlig falsche Vorstellung hat. Es liegt schliesslich auch in Social Networks wie überall sonst im Internet und anderen Medien ganz in der Hand ihrer Nutzer, welchen Profilen sie folgen. Also z.B. auch Profilen, die nicht unbedingt immer eigene Meinungen vertreten und eigenen Sphären und Affinitäten entsprechen. Ich glaube ungeachtet meiner etwas unschlüssigen Bewertung dieser Verknüpfung der Google-Suche mit Google+, dass Profilen in Sozialen Netzwerken nicht unbedingt nach Meinungssübereinstimmung gefolgt wird, sondern nach Relevanz. Welche Profile sind inhaltlich, geistig, menschlich, informationsmäßig für einen User relevant - das können durchaus auch Leute und Anbieter sein, deren Positionen, Lebensweisen usw. man nicht grundsätzlich teilt, aber trotzdem interessant oder wichtig findet.
    Internetnutzer sind ja auch in Sozialen Netzwerken in der Regel genauso ganz Herr ihrer Sinne wie überall sonst auch. Wieso sollten sie also nicht auch in Sozialen Netzwerken ganz allein selbst bestimmen können, welche (ggf. auch von eigenen Neigungen abweichenden) Profile sie verfolgen und welche nicht.








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