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Neue Verkehrssünder-Regelung: Knackpunkt sind die Altpunkte
DDPDie Flensburger Verkehrssünder-Datei wird reformiert, an diesem Dienstag präsentiert Minister Ramsauer die mit Spannung erwarteten Details. Fest steht, dass der Führerschein künftig schon bei acht Punkten weg sein soll. Die wichtigste Frage bleibt aber wohl offen: Was passiert mit den Altpunkten?
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...817902,00.html
- #50 27.02.2012 23:44 von
Ich finde das ganze eigentlich ne gute Sache, macht das ganze einiges übersichtlicher. Ich persönlich habe keine Punkte, daher kann es mir eigentlich egal sein, aber ich mag Denkaufgaben.
Zur Umrechnung:
I. Logisch: Wir haben 18 Zahlen die wir auf 8 reduzieren müssen (Ich nehme die 0 mit rein)
Das heißt zweimal müssen wir drei Zahlen zur gleichen umrechnen, ansonsten immer zwei zu einer.
9 ist die Hälfte muss also zu 4 werden. 0 bleibt natürlich 0.
Die Mitte bietet sich für 3 natürlich an also zur 9 noch die 8 und die 10.
Damit bleiben uns 3 Gruppen über 10 und 4 Gruppen unter 8.
Untere Hälfte: 1 kann man getrost zur 0 machen.
Der Rest in 2er Gruppen.
Obere Hälfte: Hier muss die zweite Dreiergruppe untergebracht werden. Dafür würde ich die 7 vorschlagen.
II. Rechnerisch: Wie vorher schon von jemand anderem vorgeschlagen, durch 2,25 teilen und runden. Dabei schenkt man demjenigen mit 17 halt ein bisschen und lässt ihn bei 7. Ändert sowieso nichts bei einem Verstoß ist er/sie bei beiden Systemen raus.
Ich würde einiges darauf wetten das sich diese Lösung durchsetzen wird. Ist praktikabel und so fair es geht. Die alten Punkte sollten 2,5 Jahre nach dem Stichtag verfallen. Ohne großartiges rumrechnen welcher Verstoß jetzt 5 und welcher 2,5 wert ist. Schrittweise abbauen wäre wahrscheinlich auch zuviel Aufwand.
Noch fairer wäre es natürlich alle Vergehen der Vergangenheit zu überprüfen und direkt umzurechnen. Aber 1. zu viel Arbeit und 2. gäbe es Klagen von denjenigen die danach mehr als 8 haben. - #51 27.02.2012 23:53 von
Reform = Verbrechen
Je härter die Strafen, desto weniger Tote, Schwerverletzte, Verletzte, Sachschäden, Leid und Ärger gibt es. So einfach ist das. Und da es um Menschenleben und Gesundheit geht, beides von höchstem Verfassungsrang, haben wir für die "Angemessenheit" der Strafe noch noch sehr viel Spielraum nach oben. Man darf aber auch nicht einseitig nur immer die paar Toten sehen; es stimmt schon, nur 4000 Tote, das ist wenig pro Kilometer gesehen. Aber es gibt im Jahr sage und schreibe 2.000.000 Unfälle, und hinter jedem steckt Leid oder zumindest großer Ärger und viel Aufwand.
Bei 2.000.000 Unfällen kann man nicht mehr sagen: tja, einzelne Leute fahren halt schlecht. Bei einer Massenerscheinung ist der Staat in der Verantwortung. Und er nimmt diese Verantwortung nicht wahr, denn jeder kann täglich und stündlich Verkehrsverstöße beobachten und so gut wie nie (prozentual gesehen) schreitet jemand ein. Anders als in der Schweiz z.B., da können plötzlich alle ordentlich fahren. Der Staat ist hier der Verbrecher!
Und der Reformer ist der Schwerstverbrecher! Dank Herrn Ramsauer werden zukünftig mehr Menschen sterben und bedeutend mehr Menschen zu Krüppeln werden, vielen Dank für diese "freie Fahrt für potentielle Straftäter" unter dem Deckmantel der Vereinfachung.
Denn der Punkterechner des Spiegel zeigt sehr gut das Neue:
* die kleinen Verstöße (z.B. 70 statt 50 innerorts) kosteten bisher 1/18 Führerschein, jetzt 1/8 Führerschein
* die großen Verstöße (100 statt 50 innerorts) kosteten bisher 1/4 Führerschein, jetzt nur noch 1/8 Führerschein
Das perfide ist: Punkt 1, die Scheinverschärfung bei den Bagatelldelikten wurde eigens eingeführt, damit das Ganze nicht sofort als Rabatt für Raser erkennbar ist. Nur: wer wird schon 8x erwischt, bevor wieder etwas wieder verjährt ist ???
Es ist überhaupt keine "Vereinfachung" bei den Punkten selbst notwendig, der Spiegel Punkterechner
Punkte in Flensburg - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
zeigt ja sehr deutlich, wie extrem einfach die Berechnung ist. Allenfalls bei den Verjährungen könnte man eine Winzigkeit vereinfachen; allerdings meine ich, dass
Punkte in Flensburg - Punkte Löschung und Punkte Abbau
auch ohne Gehirnschrittmacher sehr gut verständlich ist. - #52 27.02.2012 23:55 von
- #53 28.02.2012 00:47 von
Vorsatz muss nachgewiesen werden. Bei vorsätzlicher Übertretung von Verkehrsregeln (der Bagatellbereich unter Umständen ausgenommen)handelt es sich um eine Straftat, mit entsprechenden Konsequenzen für das Führungszeugnis. Daher kann der Staat erst mal immer nur von Fahrlässigkeit ausgehen, außer er kann anderes beweisen.
Bisher reflektiert sich das auch darin, dass Punkte wegen Vorsatz-Taten erst nach 5 Jahren verjähren. - #54 28.02.2012 02:42 von
- #55 28.02.2012 02:51 von
.
Sie sollen das nicht verstehen. Sie sollen einfach die Geschwindigkeit nicht überschreiten die angezeigt wird. Ist das so schwer?
Sollen wir in Zukuft unter jedes Geschwindigkeitsbegrenzungsschild eine Erklärung hängen?
Halten Sie sich an die Verkehrsregeln und niemand will etwas von Ihnen.
Ist ganz einfach. :) - #56 28.02.2012 02:58 von
- #57 28.02.2012 04:26 von
Wunderland
Da lebe ich in einer ca.250.000 EW Stadt in Asien ohne Ampel, ohne Verkehrsschilder (fast) ohne Geschwindigkeitsbeschraenkungen.
Und es funktioniert- nur rechts vor links-. Kommt es zum Stossverkehr flitzt ein Verkehrspolizist auf die Mitte der Kreuzung und regelt diesen.
( Gibt da ein Videoclip ueber einen musikalischen Polizisten, der auf der Kreuzung tanzt.)
Einmal jaehrlich muss man zum hiesigen TUEV! Motorhaube auf, die Motornummer verglichen und schon hat man wieder ein Jahr mehr.
Die Fuehrerscheinbesitzer muessen alle 2 Jahre ran und mit 60. gibt es keine Fahrerlaubnis mehr. Parkuhren, was ist das? Politessen, ja die regeln manchmal auch den Kreuzungsverkehr.
Ich glaub, hier gibt es nicht einmal ein Verkehrsministerium. - #58 28.02.2012 07:14 von
- #59 28.02.2012 07:20 von
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