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Neue Studie zu Radarkontrollen: Blitzer verhindern keine Unfälle

DPAVerhindern Radarfallen wirklich Unfälle - oder sind sie eine moderne Form von Wegelagerei? Eine Studie hat jetzt erstmals den Nutzen der Blitzer untersucht. Der Autor kommt zu einem eindeutigen Ergebnis.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...816859,00.html
  1. #60

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Verhindern Radarfallen wirklich Unfälle - oder sind sie eine moderne Form von Wegelagerei? Eine Studie hat jetzt erstmals den Nutzen der Blitzer untersucht. Der Autor kommt zu einem eindeutigen Ergebnis.

    Neue Studie zu Radarkontrollen: Blitzer verhindern keine Unfälle - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto
    Das Chizophrene an der Diskussion ist, dass der Verkehr während der Rush hour's in Ballungsgebieten, schon seit Jahren mit "Punkte-relevanten" Geschwindigkeiten, in ganzer Breite läuft. Wer da die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten fährt wird umgehend als gemeingefährliches "Albino" ausgemacht und unmissverständlich aufgefordert, sich anzupassen. Die Ordnungskräfte wissen das längst und würden dort zu diesen Zeiten auch nicht blitzen.
  2. #61

    Titel hat Urlaub

    Zitat von ebberger Beitrag anzeigen
    Vor einiger Zeit wurde ein Angehöriger des Bielefelder Ordnungsamtes vor laufender Kamera befragt, ob Deutschlands ertragreichste Blitzanlage am Bielefelder Berg an der A2 denn dafür gesorgt habe, dass die Unfallzahlen zurückgehen.

    Nach einem kurzen Schlucken kam die Antwort: Nein, aber das durchschnittliche Geschwindigkeitsniveau sei gesunken.

    Noch Fragen?
    Ich hab das Vergnügen, jede Woche diese Stelle zu passieren (und die neuen vor und nach Braunschweig auch). Das Problem an der Stelle ist dass einige Autofahrer einen nicht erklärbaren Reflex vor Blitzern haben. Am Anfang der 100er-Strecke wird noch >120 gefahren, so dass man als STVO-konformer Fahrer in der mittleren Spur fahren muss. Vor dem Blitzer wird dann links auf 80 abgebremst (trotz 100er Strecke), so dass man (damit man nicht als Rechtsüberholer verdächtigt wird) theoretisch in der Mitte grundlos auch auf 80 abbremsen müsste. Danach, bei der Abfahrt (wegen der die 100 sind) wird wieder mit 120 gefahren - Unfallschwerpunkt hin oder her. Wenn man ganz normal einfach mit (gut) 100km/h (so wie es sinnvoll & erlaubt ist) fahren will hat man da keine Chance.
    Ähnliche Effekte hab ich schon mal beim nächsten Blitzer (A2, ungefähr bei Zweidorfer Holz) gesehen: Die Strecke davor und danach ist Tempo 120 - nur an der Brücke beim Blitzer reguliert die automatische Anzeige auf 100 runter, da alle dort in die Eisen gehen, anstatt vorher auf die Schilder zu achten und sich einfach an das Limit halten.
  3. #62

    Willkommen im Polizeistaat

    Zitat von Despair Beitrag anzeigen
    Und da die wenigsten Autofahrer abschätzen können,was angemessen wäre (dazu gehört nämlich nicht nur der Blick auf den eigenen Terminkalender oder die Abwesenheit von einem realistischen GEschwindigkeitsgefühl in irgendwelchen Großkarossen), bedarf es strikter allgemeiner Regeln an die sich alle zu halten haben. Und wenn das mit dem Blitzen so nicht funktioniert, dann bedarfes eben mehr Polizisten, mehr Videoverfolgungen und vor allem auch drastischerer Strafen (gekoppelt an das Einkommen, durchgesetzte Fahrverbote gerade auch bei Berufsfahrern, zwangsweiser Pflegedienst bei durch Unfällen Schwerverletzten usw.).
    So ein Blödsinn, Aufklärung über die Folgen von unangepasster Raserei ist erfolgversprechend, Strafen haben viel weniger prophylaktischen Wert als Einsicht. Und weshalb sollten Strafen für Bagatell-Ordnungswidrigkeiten an das Einkommen gekoppelt werden?
    Wichtig ist es, den Autofahrern schon früh eben jenes Gefühl für angepasste Geschwindigkeit zu vermitteln, Begleitetes Fahren ab 17, evtl. schon wie in den USA Führerschein ab 16. Mein Sohn hat gerade mit 21 die Rennlizenz gemacht, ich fühle mich in seinem Auto sowohl im Stadtverkehr, wie auch auf der Nordschleife sicher. Sicherer jedenfalls als kürzlich bei einer 40-jährigen Bekannten, die mit ihrem 15 Jahre alten Polio langsam, aber unsicher durch die Lande gurkte.

    Glücklicherweise haben moderne - internetbasierte - Navigationssysteme auch eine relativ rasch aktualisierte Datenbank mit stationären und mobilen "Unfallschwerpunkten".

    Die Forderung nach Zwangsarbeit für Autofahrer, die vielleicht einmal im Sekundenversagen ein paar km/h zu schnell waren, absurd.
    Mehr Polizei? Ich bitte Sie, wir haben doch schon viel zu viel Polizei, die Beamten sollten sich nicht auf Geschwindigkeitskontrollen fokussieren sondern lieber effizient Autobrandstiftungen in Berlin und anderen Grossstädten aufklären.
  4. #63

    ....

    Zitat von quark@mailinator.com Beitrag anzeigen
    Jemand mit 500000 km Fahrerfahrung in einem neuen Mittelklassewagen fährt ggf. mit 10 km/h über der zugelassenen Geschwindigkeit sicherer als ein Fahranfänger in einer alten Rostlaube knapp unterhalb. Geblitzt wird aber dennoch der eigentlich sicherere Fahrer. Diese Gleichmacherei bei der Höchstgeschwindigkeit ist genau der Grund, warum es zu so vielen Verstößen kommt. Wer sich sicherer fühlt fährt halt auch schneller. Genauso, aber das ist ein anderes Thema, müßte die Bestrafung in Abhängigkeit zu Vermögen und Einkommen relativ sein. Kann nicht sein, daß ein armer Mensch jedesmal fast bankrot geht und reiche Typen machen können was sie wollen (OK, gibt auch die Punkte, aber nicht bei paar km/h zuviel).

    Die Kriterien und die Höhe der Strafen sind also nicht äquivalent zur kriminellen Energie des Täters. Immer wenn das passiert fühlen die Leute sich falsch behandelt, werden trotzig und suchen Wege das System zu umgehen - Verweigerung statt Kooperation. Man sollte sehen, daß man Qualifikation von Fahrer und Auto in die zulässige Höchstgeschwindigkeit mit reinbekommt. Zunächst erscheint das lächerlich, aber wenn eine Elektronik Fahrer warnen kann, wenn sie müde werden, kann sie vielleicht auch andere Parameter messen und anzeigen. Keine Ahnung, aber so wie's ist ist es nicht fair.
    dem stimme ich zu. letztens habe ich einen bericht gesehen über eine fahrschule für autofahrer die sich nicht mehr sicher im stv fühlen, weil sie zu lange nicht gefahren sind. mit einem wort zusammengefasst: UNVERANTWORTLICH

    eine dame konnte auf der autobahn nur 90 fahren und das auch nur von einer ausfahrt zur nächsten.

    sowas ist gefährlich. nicht wenn jemand der 30.000 km im jahr fährt in de 120 er zone 140 fährt.
  5. #64

    Zitat von Tadaa79 Beitrag anzeigen
    Ich denke nicht. Es gibt Limits. Die Einhaltung zu Überwachen ist legitim. Eines weitere Grund bedarf es nicht.

    Ja, ich wurde auch schon geblitzt, aber da war ich selbst schuld. Hätte ich mich an das vorgegebene Limit gehalten, wäre nichts passiert.
    Die entscheidende Frage ist eher, ist das Limit sinnvoll? Und da hege ich oft grosse Zweifel!
  6. #65

    Sollten sie das denn? Die Unfälle verhindern sollten doch die Geschwindigkeitsbegrenzungen und ich nehme an, das tun sie auch.

    Ich gebe zu kein guter Fahrer zu sein und bin froh, dass ich nicht überall von hinter mir drängelnden Gerne-Fahrern genötigt werden darf, das Maximaltempo rauszuholen. Bestimmt empfinden mich viele als Verkehrshindernis aber mit den vielerorts geltenden Beschränkungen fühle ich mich sicherer.
  7. #66

    Wer es noch nicht weiß...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Verhindern Radarfallen wirklich Unfälle - oder sind sie eine moderne Form von Wegelagerei? Eine Studie hat jetzt erstmals den Nutzen der Blitzer untersucht. Der Autor kommt zu einem eindeutigen Ergebnis.

    Neue Studie zu Radarkontrollen: Blitzer verhindern keine Unfälle - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto
    ...so läuft das Blitzen in GB - und ich finde es vorbildlich! Zunächst wird deutlich vor Blitzanlagen gewarnt. Zweitens sind die "Starenkästen" nicht etwa hinterhältig versteckt, sondern gut sichtbar, auch weil auffällig lackiert. Darüber hinaus warnen blinkende LED-Schilder (z.B. 30 mph!), dass man die Geschwindigkeit überschritten hat - kein Blitz! Da könnte D wirklich was lernen! Denn: es wirkt.
  8. #67

    .

    Eventuell liegt das Problem auch einfach nur darin, das man einen absoluten Großteil der Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht ernst nehmen kann. Da gilt auf einer Strecke von 1 km die Geschwindigkeit von 80 km/h.Und Warum? Weil irgendwo auf diesem 1 km an die 30 Meter Leitplanke schief sind.
    Oder irgendwo hat man vergessen die Baustellenschilder mit zunehmen, folglich gilt auch nach Abschluss der Baustelle für weitere 4 Wochen 30 km/h und das obwohl der Rest in Ordnung war.
    Schön das dort auch ein Blitzer stand.
  9. #68

    Schaut mal nach England

    Zitat von gurkensalat32 Beitrag anzeigen
    Seh ich genau so. Und deshalb gibt es nur eine vernünftige Konsequenz.Rauf mit den Bußgeldern. Schweden ist da wieder mal ein gutes Vorbild....
    Na klar, immer rauf mit den Strafen, der Staat wird's schon richten, so denken ja auch die Schweden.

    In England und den USA ist das anders: dort MÜSSEN Kontrollen angezeigt werden, wenn sie stattfinden. Das ist die viel bessere Methode - denn dann wird wirklich nur dort geblitzt, wo es gilt einen Unfall zu verhindern. Weil die Polizei gar nicht so viele Geräte hat. Und in den USA ist in den meisten Staaten sogar die persönliche Kontrolle Pflicht (hat andere Gründe, ist aber so).

    Es gibt jedes Jahr in München einen Bericht über die Positionen der Radarfallen und die tatsächlichen Unfallschwerpunkte. Einfaches Resultat: nicht deckungsgleich. Was zu beweisen war. Aber solange es da die Interessenverquickung zwischen Judikative und Exekutive gibt, wird sich nichts ändern. Das muss aus Berlin kommen.
  10. #69

    Zitat von Nonvaio01 Beitrag anzeigen
    blitzgeraete tarnt und versteckt aufstellt geht es nur ums Geld machen, nicht darum der Verkehr zu verlangsamen, denn sonst wuerden die sehr offensichtlich aufgestellt so das jeder sofort bremst.
    ... und 50m weiter wieder losprescht und der Polizei den Stinkefinger zeigt. Welchen Sinn für die Verkehrssicherheit soll das haben?


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