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Neue Studie: Viele Niedriglöhner arbeiten 50 Stunden plus
DPASie bekommen weniger Geld als andere Arbeitnehmer - und müssen länger schuften, um ihre Existenz zu sichern. Jeder vierte Geringverdiener arbeitet laut einer Studie wöchentlich 50 Stunden oder mehr. Viele riskieren dabei ihre Gesundheit.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...834351,00.html
- #1 22.05.2012 06:21 von
..........
das tun auch sehr viele "Hochlöhner",
- #2 22.05.2012 06:26 von
- #3 22.05.2012 06:30 von
xxxx
Sicher ist das skandalös, aber was nutzt all daswütende Gerede, wenn man immer die Parteien wählt, die dafür Verantwortung tragen. Wenn nicht ein Umdenken beim Wählen stattfindet, dann wird sich auch nichts ändern. Es gibt zwei demokratische Parteien, die eine Veränderung bewirken können. Die eine verachtet man und die ander nimmt man nicht ernst. Ich will diese Veränderung, denn jeder hat es verdient von seiner Arbeit zu leben.
- #4 22.05.2012 06:32 von
Du bist Deutschland (?)
Jeder weiß es - schon seit Jahren. Wahr haben wollen es allenfalls die Betroffenen. Denn den anderen könnte ein Bekenntnis ja den Lebensstandard gefährden. Und so wird auch diese Meldung wieder verpuffen. Und die Folge wird vermutlich in erster Linie Wahlverdrossenheit sein. Denn, wie u.a. der Chef-Volkswirt der Deutschen Bank gerade in den Tagesthemen zum Besten gab: Deutschland profitiert von der Agenda 2010. Und diejenigen, die davon eben nicht profitieren sind wohl einfach nicht Deutschland.
- #5 22.05.2012 06:33 vonSind die 9,26 € jetzt der mittlere Stundenlohn oder die zwei Drittel des mittleren Stundenlohns? Ich vermute letzteres, bin aber nicht ganz sicher.Als Geringverdiener gelten Arbeitnehmer, die weniger als zwei Drittel des mittleren Stundenlohns erhalten. 2010 lag die Schwelle bei 9,26 Euro brutto.
- #6 22.05.2012 06:38 von
Hmmmmm,
"So lange Arbeitszeiten wie bei den Niedriglöhnern gibt es ansonsten nur am oberen Ende der Einkommensskala, also bei Gutverdienern in Vollzeit".
Ich kenne einige Leute im Medien- und Verlagsbereich und da ist es ähnlich. Und die verdienen, trotz Studiums, miserabel. Ein Bekannter, der Freiberuflicher bei einem TV-Sender ist, kommt auf eher 60 Wochenstunden und übernachtet regelmäßig im Büro. Von den vielen unbezahlten oder völlig unterbezahlten Praktikanten und Volontären mit 60-Stundenwochen in dem Bereich gar nicht zu sprechen. Und den X Scheinselbständigen.
Das ist eine Misere, die kaum jemals erwähnt wird. Dass da Leute mit Studium und sehr guter Ausbildung oft genauso schlecht verdienen und ebenso lange arbeiten müssen, wie die meist schlecht ausgebildeten "Niedriglohnarbeiter" (also eigentlich selbst welche sind), findet in den Medien kaum Erwähnung. Warum eigentlich nicht? Zuviel persönliche Betroffenheit? - #7 22.05.2012 06:43 von
Beispiele gefällig?
Meine Tochter, Realschulabschluß, ausgebildete Land- und Baumaschinenmechanikerin, Lehrzeit 3 1/2 Jahre, IHK-Abschluß, Schweißerschein, Staplerschein, Hydraulikschein ...
Vollzeit 45 Stunden, Stundenlohn 6 Euro brutto (seit 1.1.12, davor 5,75 Euro), Wochenendbereitschaft 5 Euro (pro Tag!), Urlaubstage werden nur mit 8 Stunden vergütet, Feiertage werden NICHT bezahlt.
Ach ja, für die "Allesbesserwisser", sie könnte sicher irgendwo 500 km weg im Westen oder in Holland einen Job finden. Aber ob es dass dann wirklich bringt? Übrigens, LKW-Führerschein gehört seit Jahren nicht mehr zur Ausbildung, ist aber eigentlich notwendig. Kosten dafür kann Sie niemals selbst aufbringen (derzeit ca. 4000 Euro), gefördert werden solche Qualis weden von der Kammer zuch vom Amt. Dafür müßte sie schon arbeitslos sein ... aber vielleicht gibts da auch nur eine Umschulung zum Floristen oder einen neuen Job für 5 Euro.
Sie könnte natürlich versuchen, noch einen zweiten Job zu bekommen, wenn andere auch über 50 Stunden arbeiten.... Da wären ja locker noch 120 Euro brutto mehr drinn! - #8 22.05.2012 06:43 von
Die Kraftfahrer
"dürfen" ja in der Woche bis über 60 Stunden arbeiten. Davon wird in Deutschland bei Bruttolöhnen von 1400.- € gern Gebrauch femacht. Von dem Durchschnitt von 45 Wochenstunden träumt der Berufskraftfahrer nur.
- #9 22.05.2012 06:48 von
Viel arbeiten ist woanders ganz normal
Wo ist das Problem, wenn sogenannte Niedriglöhner mehr als 50 Stunden arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen? Wir sollten von unserem hohen Ross herunterkommen. Viele Staaten in Europa sind pleite, die Umverteilungsmentalität im eigenen Lande und der EU stößt an ihre Grenzen. Überall in der Welt wird oft mehr als 50 Stunden gearbeitet. Schauen Sie sich die Kollegen in Indien, in China, oder in Weissrussland an. Da sind 14 Stunden normal. Und auch dort gibt es nach unseren Massstäben NIedriglöhner: Hochqualifizierte Fachkräfte mit Uni-Abschluss und einem Lohnniveau wie hier HartziV Empfänger.
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