Neue Studie: Viele Niedriglöhner arbeiten 50 Stunden plus

DPASie bekommen weniger Geld als andere Arbeitnehmer - und müssen länger schuften, um ihre Existenz zu sichern. Jeder vierte Geringverdiener arbeitet laut einer Studie wöchentlich 50 Stunden oder mehr. Viele riskieren dabei ihre Gesundheit.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...834351,00.html
  1. #10

    Ach

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie bekommen weniger Geld als andere Arbeitnehmer - und müssen länger schuften, um ihre Existenz zu sichern. Jeder vierte Geringverdiener arbeitet laut einer Studie wöchentlich 50 Stunden oder mehr. Viele riskieren dabei ihre Gesundheit.

    Jeder vierte Geringverdiener arbeitet 50 Wochenstunden oder mehr - SPIEGEL ONLINE
    Die sollen sich mal nicht so anstellen. Irgendwie muss die Wirtschaft doch wachsen. Die ganzen Manager und Unternehmensführer arbeiten bestimmt 80 Stunden. Go, Leistungsgesellschaft, go.
  2. #11

    Finanzieren den Lebensstil der Mittelschicht

    Der Niedriglohnsektor macht Produkte und Dienstleistungen erschwinglich. Das was man in der Mittelschicht verkonsumiert , wurde im Niedriglohnsektor erarbeitet . Gäbe es reele Löhne wäre wohl das Konsumverhalten anders. Es nützt nichts nur auf die Top-Verdiener zu schauen: Der Lebensstil der Mittelschicht lässt sich nur über die prekären Jobs erhalten.

    Als von manchem als "Minderleister" betitelt ermöglichen sie die Voraussetzungen dazu. Das perfide: Die Politik spielt die beiden Schichten gegeneinander aus und stabilisiert damit das Ungleichheit.
  3. #12

    Niedriglöhner

    wenn ich etwas "löhnen muss", muss ich doch Geld bezahlen. Sind "Niedriglöhner" nicht also Menschen, die niedrige Löhne an ihre Angestellten bezahlen? Arbeitet der Dativ-Nörgler nicht mehr für Spiegel?
  4. #13

    Niedriglohnjobs in qualifizierten Berufen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie bekommen weniger Geld als andere Arbeitnehmer - und müssen länger schuften, um ihre Existenz zu sichern. Jeder vierte Geringverdiener arbeitet laut einer Studie wöchentlich 50 Stunden oder mehr. Viele riskieren dabei ihre Gesundheit.

    Jeder vierte Geringverdiener arbeitet 50 Wochenstunden oder mehr - SPIEGEL ONLINE
    Bei Kraftfahrern, Wachdiensten und anderen Tätigkeiten, die Jobs ausüben, die bei Versagen zu erheblichen Gefährdungen von Menschen führen können, sind durch falsche Förderung des Staates Billiglohnjobs entstanden. Besonders bei LKW Fahrern hat sich durch die Lobbyarbeit deutscher Speditionen und die Verlagerung derartiger Arbeitsplätze in das osteuropäische Ausland seit 20 Jahren eine stitige Reallohnsenkung entwickelt.
    Nur gut, dass die EU durch entsprechende Gesetze diese Arbeitsplätze aufgewertet hat. Inzwischen kostet eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer über 7000,- €. Diese Kosten sowie strenge Kontrollen mit digitalen Fahrtenschreibern, regelmäßige Qualifikationen und ärztliche Untersuchungen haben schon jetzt zu einem Fahrermangel geführt. Dazu kommen noch die familienfeindlichen Arbeitsbedingungen und die chaotischen Verhältnisse auf Autohöfen, besonders im Ausland, die dieses Berufsbild unattraktiv machen.
    Bereits heute werden Kraftfahrer knapp und es ist nur eine Frage von wenigen Jahren, dass es entweder zu einer Verlagerung der Frachten auf die Bahn oder zu einer spürbaren Anhebung der Fahrergehälter und Spesen kommen wird. Seit 1994 wurden umweltpolitisch notwendige Kostensteigerungen und die Kraftstoffpreis (incl. Steuer) erhöhungen nur auf den Rücken der Kraftfahrer abgegolten.
    Der derzeitige Tariflohn eines Kraftfahrers beträgt in Sachsen 7,05 €.
    Die Einkommen der sich selbst ausgebeutenden Subunternehmer mit eigenen LKW sind nach Abzug aller Abgaben noch niedriger.
    Weder die Gewerkschaft Verdi noch die Politik haben in den vergangenen Jahren etwas dagegen unternommen. Außer das über das Deminimis Förderprogramm, der Lobby der Konzernspeditionen Millionen an staatlichen Zuwendungen für Ausbildung und anderes zugeschanzt werden. Der Kraftfahrer bleibt im wahrsten Sinne des Wortes "auf der Strecke".
  5. #14

    Wo ist sie hin die liebe Sozialemarktwirtschaft, wenn ein Übervollzeitarbeiter Mühe hat seine Familie zu versorgen?
  6. #15

    Immer wieder erstaunlich, Mit welcher Bereitwilligkeit

    .
    sich die Leute versklaven lassen. Für ein Einkommen, daß bei max 40 h die Woche, nicht mindestens 30% über HATZ IV liegt, würde ich mir morgens den Wecker nicht stellen.


    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie bekommen weniger Geld als andere Arbeitnehmer - und müssen länger schuften, um ihre Existenz zu sichern. Jeder vierte Geringverdiener arbeitet laut einer Studie wöchentlich 50 Stunden oder mehr. Viele riskieren dabei ihre Gesundheit.

    Jeder vierte Geringverdiener arbeitet 50 Wochenstunden oder mehr - SPIEGEL ONLINE
  7. #16

    und was machen die Gewerkschaften?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie bekommen weniger Geld als andere Arbeitnehmer - und müssen länger schuften, um ihre Existenz zu sichern. Jeder vierte Geringverdiener arbeitet laut einer Studie wöchentlich 50 Stunden oder mehr. Viele riskieren dabei ihre Gesundheit.

    Jeder vierte Geringverdiener arbeitet 50 Wochenstunden oder mehr - SPIEGEL ONLINE
    Fast NICHTS !
    Den von den Mitgliedern hochbezahlte Gewerkschaftsboss Sommer sieht man nur auf den VIP Partys von Merkel oder am 1 Mai um dicke Sprüche los zulassen.
    Alles nur Luft und Wind !
    Die jahrelange Stillhalterei Gewerkschaft und Politik hat eine Schieflage gebracht, die unerträglich ist. Deutschland hinkt fast 30 Prozent hinter der europäischen Lohnentwicklung hinterher.
    Unsere Vollbeschäftigung beruht darauf, dass wir ein Billigland sind, wo die Arbeitnehmer ausgebeutet werden.

    Zudem kommt der deutsche Michel, der nur nickt, wenn es um weitere Kürzungen geht.
    In Frankreich wäre das nicht möglich.
    Hier geht das Volk massiv auf die Strasse.
    Dort will man wieder die Rente mit 60 einführen und hier in Deutschland soll sie noch höher gesetzt werden wie 67 Jahre.

    Ich begreife es einfach nicht, wie die deutsche Bevölkerung diese Umverteilung von unten nach oben jahrelang nur zuschaut!
  8. #17

    Hochlöhner (idR Führungspersonen) und Selbständige wären froh, lediglich 50 Stunden in der Woche zu arbeiten.
  9. #18

    Ich arbeite 40 Stunden die Woche und keine Minute länger (ausser wenn ich durch einen eigenen Fehler Zeit verliere und diese nacharbeiten muss/will).

    Ansonsten am ende des Tages, nach 8 Stunden bin ich weg! Wem es nicht passt kann mich ja entlassen, ist mir auch egal!

    Ich werde mich für niemanden mehr müde machen, da die Arbeit sowieso nicht geschätzt wird und immer so getan wird als ob die Arbeitnehmer dankbar sein müssen dass sie überhaupt eine Arbeit haben. Diese Mentalität hat sich in den letzen 10 Jahren entwickelt und zwar soweit dass die Arbeitnehmer selbst dran glauben.

    Aber gut, laut Alterspyramide 2050, wenn gute "junge" Arbeitskraft fehlen wird, werden die ganzen Arbeitgeber sich wieder umstellen müssen und die Arbeitnehmer umwerben damit sie in ihre Firma arbeiten kommen.
  10. #19

    Hmh.........

    Zitat von cheechago Beitrag anzeigen
    Der Niedriglohnsektor macht Produkte und Dienstleistungen erschwinglich. Das was man in der Mittelschicht verkonsumiert , wurde im Niedriglohnsektor erarbeitet . Gäbe es reele Löhne wäre wohl das Konsumverhalten anders. Es nützt nichts nur auf die Top-Verdiener zu schauen: Der Lebensstil der Mittelschicht lässt sich nur über die prekären Jobs erhalten.

    Als von manchem als "Minderleister" betitelt ermöglichen sie die Voraussetzungen dazu. Das perfide: Die Politik spielt die beiden Schichten gegeneinander aus und stabilisiert damit das Ungleichheit.

    Mit andern Worten, sie befürworten diese Ausbeutung. Na supi...