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Neue Studie: Viele Niedriglöhner arbeiten 50 Stunden plus
DPASie bekommen weniger Geld als andere Arbeitnehmer - und müssen länger schuften, um ihre Existenz zu sichern. Jeder vierte Geringverdiener arbeitet laut einer Studie wöchentlich 50 Stunden oder mehr. Viele riskieren dabei ihre Gesundheit.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...834351,00.html
- #130 22.05.2012 11:10 von
- #131 22.05.2012 11:10 von
Ausbildung
Und hätten sie eine bessere Ausbildung könnten sie die wenigen buchhalterischen Aufgaben oder Aktualisierung der HP in wenigen Kleinunternehmens in wenigen Monatsstunden erledigen.
Mit etwas Strukturierung ihres Unternehmens erkenne ich dann den halben Arbeitsumfang.
Würden sie ihre Leute besser bezahlen, würden diese sich eher mit ihrem Laden identifizieren und viele ihrer Aufgaben übernehmen können.
Und abschliessend sei mir die Frage gestattet, ob denn neben dem Schild,
"Hunde verboten" auch eines mit "H4 und Aufstocker bleiben draussen" hängt. - #132 22.05.2012 11:18 von
Ihre Analyse ist richtig, aber die Schlussfolgerung ist falsch. Richtig ist: Die Industrie mit ihrem hohen Produktivitätsfortschritt zahlt ständig steigende Löhne, im Dienstleistungsgewerbe ist kaum Produktivitätsfortschritt und die Löhne stagnieren. Andererseits fordert die Industrie auch immer höhere Qualifikationen, das Dienstleistungsgewerbe eben nicht. Da das Angebot an relativ unqualifizierter Arbeit recht hoch ist, können die Löhne da auch kaum steigen.
Die richtige Schlussfolgerung ist also: Qualifiziert so viele Menschen so gut wie möglich, dann werden auch die verbleibenden, nicht qualifizierten (oder nicht qualifizierbaren) in Zukunft höhere Löhne verlangen können.
Gesetzlicher Mindestlohn dagegen arbeitet gegen die Märkte und wird zu weiteren Verzerrungen führen: Arbeit wird ins Ausland verlagert (wo möglich), der Mindestlohn wird umgangen, Scheinselbständigkeiten werden zunehmen und was es an Möglichkeiten noch so gibt, die Leute sind da recht findig, wenn es um das Umgehen einer gesetzlichen Vorschrift geht. - #133 22.05.2012 11:19 von
- #134 22.05.2012 11:23 von
- #135 22.05.2012 11:25 von
- #136 22.05.2012 11:25 von
dann jetzt mal eine Geschichte aus dem wahren Leben...
nach 2 Jahren Arbeitslosigkeit hatte ich einen Job gefunden.Als CNC-Dreher für 10,50
6 Monate davon wurde die Hälfte des Lohnes von der Arge übernommen.
nach 9 Monaten war ich wieder arbeitslos,da der Chef zuviele Leute eingestellt hatte.Also wieder ALG2.
Bei der Arge hatte ich 150€ Schulden gemacht,um anfangs die Zugfahrkarte und ein zweites Fahrrad zu kaufen.Das Geld durfte ich dann,als ich wieder im ALG2-Bezug war,wieder zurückzahlen.
In der Internet-jobbörse waren zu 95% Jobangebote von Zeitarbeitsfirmen.
Dabei habe ich mehrmals die Erfahrung gemacht,daß mehrere ZA-Firmen den gleichen Arbeitsplatz angeboten haben.(Daher die Mär von den vielen freien Stellen?Durchaus möglich)
Probearbeiten ohne Bezahlung ist absolut üblich geworden.(früher gab es da mal 3Mon Probezeit MIT Bezahlung)
Hintenrum hat dann eine ZA-Firma mit meinem Fallmanager gekungelt,daß ich für diese ZA-Firma gratis probearbeiten sollte...
Anfang dieses Jahres hat sich meine Lebensgefährtin selbstständig gemacht,also fand ich es am besten,dort mitzumachen.Also zum Amt,ob die denn vielleicht die ersten Monate einen Lohnzuschuss zahlen würden...O-Ton;"Dann würden wir ja Ihre Selbstständigkeit finanzieren,das geht natürlich nicht."
Aber auf der anderen Seite jahrelange Aufstocker-Jobs finanzieren,das geht natürlich.
Noch eins...daß unterbezahlte Menschen am meisten arbeiten ist klar,die haben am meisten Angst vor Hartz4.Bekommt man doch täglich auf RTL und in der bild präsentiert,was das für Asis sind.
Meiner Meinung nach gehört das Wort asozial neu definiert,Ausserdem sollte das Aufstocken ersatzlos gestrichen werden.Wer für 4,50 arbeitet,der soll auch davon leben müssen.Dann haben sich die Billigjobs ganz schnell erledigt. - #137 22.05.2012 11:25 von
sie wollen es so...
die deutschen niedriglöhner wollen es mglw. ganz genauso haben.
denn, wenn nicht würden sie:
sich gewerkschaftlich organisieren
sich beim sozialverband anmelden
für ihre rechte kämpfen
leider sind sie nicht so helle und lassen denken.
deutsche erfolge in europa rechnen sie sich zu, auch wenn sie weniger in der tasche haben. immer noch besser wie in griechenland, denken viele.
aber nicht so gut wie es sein könnte.
die wenigen die geld haben (und damit lt verfassung die verantwortung),
bestimmen den kurs in deutschland
und´s stimmvieh macht´s mit.
selbst schuld... - #138 22.05.2012 11:28 von
Mit der Einstellung
wird bestaetigt,dass Hartz 4 doch bequem ist.Wenn die Portugiesen diese Einstellung haetten,wuerde bei einem Lohn von 475.- ,niemand aufstehen,aber da es kein Hartz 4 gibt,muss man.Zeitarbeitsargenturen zahlen noch weniger.Thailaender,die von nicht portugiesischen Firmen in das Land geholt werden(die EU gelder kassieren),zahlen diesen fuer 10 Stunden Arbeit 22.50!So etwas nennt sich Globalisierung.
- #139 22.05.2012 11:28 von
Das Streikverhalten der Franzosen beruht auf einem Recht, das auch hierzulande gilt. Außerdem habe ich mit keiner Silbe geschrieben, dass man sich nicht in anderen Länder umgucken dürfe, wie dort das Leben gestaltet wird. Wir dürfen gerne unseren Verstand benutzen und von anderen lernen. Warum auch nicht? Man sollte seine Argumentation jedoch nicht ausschließlich darauf stützen, indem man einen fremden Istzustand beschreibt, ohne diesen auf die eigenen Wertevorstellungen und Gedanken hin zu reflektieren, die zudem, wie im beschriebenen Fall, seit Jahrzehnten etabliert sind und ein Verständnis einer halbwegs fortschrittlichen Gesellschaft aufzeigen, die das Fundament unseres Zusammenlebens bilden. Es gibt Gesetze und soziale Errungenschaften, wie bspw. diejenigen, die die Abschaffung der Kinderarbeit oder eine maximale Arbeitsdauer regeln oder beschreiben, die unbedingt - also ohne Bedingungen - erfüllt werden sollten, ohne sie jedes Mal auf ihre Rechtmäßigkeit hin überprüfen zu müssen - vgl. auch das Grundgesetz.
Gruß
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