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Neue Studie: Viele Niedriglöhner arbeiten 50 Stunden plus
DPASie bekommen weniger Geld als andere Arbeitnehmer - und müssen länger schuften, um ihre Existenz zu sichern. Jeder vierte Geringverdiener arbeitet laut einer Studie wöchentlich 50 Stunden oder mehr. Viele riskieren dabei ihre Gesundheit.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...834351,00.html
- #100 22.05.2012 09:27 von
Die sind doch selbst schuld!
"Die sind doch selbst schuld!" wurde uns über Jahre eingetrichtert. Die haben nicht gut gelernt und bekommen dafür nun die Quittung. Heute werden auch bestens ausgebildete Studenten oder Fachkräfte in solchen Verhältnissen beschäftigt.
Nun gut - durch Spaltung der Gesellschaft und des Arbeitsmarktes lässt sich das evtl. noch 1-3 Jahre aufrecht erhalten, aber spätestens dann kommt es zum Knall, weil die Alten ausscheiden und die Neueintritte vermehrt in diesen Verhältnissen sein werden. Somit ist zu erwarten, dass der Anteil dieser Arbeitsverhältnisse rasant ansteigt. Dann kommt es zum Knall - die Saat aber wurde von denjenigen gelegt, die immer vor den anderen Parteien warnen. Sie warnen aber nicht, weil sie es besser können oder etwas verändern wollen, sondern weil sie an der Macht bleiben wollen!
Populistische Rattenfänger (das ist meine Meinung) sind nicht nur in den Extremlagern zu finden - obwohl uns das die Medien immer wieder Glauben machen wollen! - #101 22.05.2012 09:31 von
Neues Denken erforderlich
Sie wollen dass Menschen um der Arbeit willen arbeiten. Warum eigentlich?
Es gibt ein gigantisches Überangebot an Waren und Dienstleistungen, dass es eigentlich keinen Sinn macht, diese Überproduktion noch weiter zu steigern.
Während sich zumindest "Höchstperformer" und "Geringverdiener" um ihre Gesundheit arbeiten und noch andere gar keine Arbeit haben, stagniert der Absatz an Gütern und Dienstleistungen.
Ist ja auch kein Wunder. Die einen, die mit des Geld, kaufen nichts, weil sie sowieso schon alles dreifach haben und die anderen haben unbefriedigte Bedürfnisse, aber kein Geld.
So kann das nicht (mehr) funktionieren. Neue Denkansätze zum Leben und Arbeiten scheinen mir dringend erforderlich. - #102 22.05.2012 09:33 von
Das dieses nicht so ist sieht man doch schon heute
Wir haben weniger ein Arbeitsplatzproblem als vielmehr ein Lohnniveauproblem
Und daran ändert auch nahezu Vollbeschäftigung nichts, da dann nicht dank Arbeitskraftmangel die Löhne steigen, sondern eben die Arbeitsplätze verlagert werden.
Und gerade im unausgebildeten Sektor werden menschen immer für Hungerlöhne arbeiten da diese nicht wissen/gelernt haben sich zu wehren - #103 22.05.2012 09:33 von
Genau sowas wollten wir lesen.
Jeder der hier lebt und ggf. das Territorium verteidigen muß, hat auch Anspruch auf die Erträge. Die Erträge sind so hoch, dass niemand Nidriglöhne beziehen müßte, die verteilung ist nur unausgeglichen.
Wenn die Arbeiten kein Geld wert sind, dann sollten diese nicht erledigt werden. Wir brauchen ein BGE. - #104 22.05.2012 09:37 von
nein eine polemische Übertreibung. Wobei Sie hier im Forum auch ernst
gemeinte 20€ finden, sicher nicht von dem Seeheimer Kreis nahestehenden Foristen. Der reale Kern ist, daß die Forderung nach 10-12€ die politisch durchsetzbaren 6€ verhindert. Das ist zwar unlogisch, wer einen Mindest(!)Lohn von 10€ fordert logisch nicht gegen einen Mindestlohn von 6€ sein kann. Die Aussage "nicht unter 6" ist in der Forderung "nicht unter 10" eingeschlossen. Aber in Wirklichkeit nützen natürlich Aufstockerlöhne den Leuten, die diese für ihre politische Propaganda brauchen. Sie wären ja schön blöd, an einem breiten Konsenz mitzuarbeiten. Und 5€ kriegen Sie auch mit der FDP durch, wenn es drauf ankommt. - #105 22.05.2012 09:37 von
Ein Mindestlohn führt jedoch auch dazu das sich Preise schlicht erhöhen
Ganz so einfach ist es daher nicht
Macht Zeitarbeit teurer als normale Arbeit
und erhöht Sozialabgaben bei Niedrigstlöhnen-die bei etwas höheren Löhnen dann absinken und erst dann wieder linear ansteigen.
Und schon lohnt sich Dumpinglohn nicht mehr richtig - #106 22.05.2012 09:38 von
- #107 22.05.2012 09:39 von
Richtig, wird übrigens auch im Artikel erwähnt. Aber Hochlöhner verdienen (wie der Name schon nahe legt) zum einen auch entsprechend und sind zum anderen auch aus meist persönlicher Motivation "mit ihrer Arbeit verheiratet", während der Niedrigöhner weder an seiner Arbeit hängt noch freiwillig soviel arbeitet.
Zumindest bei vielen Fernsehsender, aber auch einigen Zeitungen ist das Produkt ein derartiger, volksverblödender Müll, das man allgemein wenig Mitleid für evtl. Nöte dort Arbeitender aufbringt.Zitat von theresarain
RTL, Sat 1, BILD, etc. - sorry, Leute die da freiwillig Arbeiten und ansatzweise mit dem Endprodukt zu tun haben tun mir nicht wirklich leid. Insbesondere bei Praktikanten zwingt diese ja niemand, sich dort für lau totzuackern.
Vieleicht sollte man den Leuten auch schon zu Studienbeginn ganz klar sagen was sie erwarten wird, wenn sie unbedingt "irgendwas mit Medien" machen wollen.
Dazu kommt noch, das besagte Leute in der Medienwelt ja vermutlich oftmals zumindest ihrer Tätigkeit an sich gerne nachgehen (Stichwort Selbstverwirklichung&Co.), auch da sieht's bei Niedriglöhnern anders aus.
Wenn also schon eine "Arme Schweine" Reportage, dann wenigstens bei denen, die auf ganzer Linie übel dran sind, und nicht bei denen, die sich das mehr oder weniger freiwillig antun. - #108 22.05.2012 09:40 von
Es werden keine Arbeitskräfte fehlen. Es fehlen maximal Pflegekräfte um die Leute zu pflegen, die sich bis 70 nicht totgearbeitet haben.
Weniger junge Leute bedeuten auch weniger Konsum.
Außerdem stehen wir in Mitteleuropa ja ziemlich alleine da, überall verdoppelt sich die Bevölkerung jedes Jahr (gefühle Zahlenangabe), da wird ein paar Leuten immer was einfallen um die Schleusen zu öffnen. - #109 22.05.2012 09:41 von
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