Zitat von
eikfier
...mal angenommen, ein Sülzkotelett ist Ihnen eine ausgesprochen widerliche Mahlzeit und es sagt Ihnen aber eine Amtsperson, daß Sie - sobald der letzte Happen gegessen ist - von der nebenan schon mit laufendem Motor bereitstehenden Dampfwalze plattgemacht würden...würden Sie nun dadurch zum Sülzkotelett-Freak werden oder es doch eher nur als Mittel zur Fernhaltung der Dampfwalze empfinden?
Nur soviel zum Thema:"...daß die Sache mit dem Leben doch nicht so schlecht ist"!
Wenn Sie mit vielen Menschen über dieses Thema sprechen, spüren Sie bald heraus, daß wir Menschen eigentlich den Tod als Unvermeidliches schon akzeptieren können, aber Probleme mit dem Sterbevorgang oder der Sterbemechanik haben und uns daher fast alle einen schnellen Tod ("am besten tot umfallen!") erhoffen, der durch aufwendige Transplantationen doch nur zeitlich nach vorne geschoben wird.
Erkundigen Sie sich doch mal bei wiederholt Transplantierten, z.B. dem sympathischen Niki Lauda, der ja öffentlich darüber spricht.
Mit jeder neuen Niere steigt doch bestimmt seine Angst vor dem nun immer wahrscheinlicher werdenden Tod, vermute ich stark und was hätte er nun tatsächlich verloren, wenn er schon bei seinem Rennunfall gestorben oder gar nicht erst geboren wäre? - Null Komma Nix!
Fazit: jeder stirbt für sich allein und soll - soweit es überhaupt möglich ist - für sich selbst individuell entscheiden dürfen, aber wozu braucht es da Organisationen, die andere behelligen?
Für die zwar verständliche Individualentscheidung eines Anderen, mir fremden Menschen, bin ich aber nicht bereit mich mit immensen organisatorischen Aufwand stören zu lassen ! - (mit Steinmeier und Frau, das geht völlig in Ordnung!)