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Neue Soli-Debatte: Aufstand West

dapdMit einem Brandappell geißeln mehrere Bürgermeister aus dem Ruhrgebiet den Solidarpakt Ost. Der Geldtransfer sei ein "perverses System". Ostdeutsche Landeschefs wehren sich. Auch sie haben gute Argumente. Über allem steht die Frage: Ist das System überhaupt noch zeitgemäß?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...822480,00.html
  1. #60

    Zitat von loki21 Beitrag anzeigen
    Weil man vor 20 Jahren die Industrie hier im Osten hat kaputt gehen lassen. Mitteldeutschland war bis 45 einer der bedeutensten Industriestandorte Deutschlands. Die ersten BMWs kamen nicht aus Bayern, sondern aus Eisenach. Audi war in Chemniz ansässig, Carl-Zeiß in Jena und nicht in Oberkochen. Junkers in Dessau einer der größten Flugzeughersteller hat bis 45 die größten dt. Flugzeuge hergestellt. Der Waffenhersteller Walther kommt aus Zella-Mehlis, jetzt Ulm.

    Den Fehler mit dem Tourismus und der Wellness hatte man in den 90ern schon mal gemacht. Nicht umsonst gibt es in Thüringen und Sachsen .....
    Ja und? Wenn es den neuen Bundesländern in der Bundesrepublik nicht gefällt, sollen sie aus der BRD austreten und sich Polen anschließen oder selber sehen wie sie klarkommen. Ich hab jedenfalls keine Lust, dass mein Geld weiterhin in den stinkenden alten Osten gepumpt wird.
    Übrigens schon als die Mauer noch stand hat der Osten das Westgeld gern genommen: In Form von Krediten, in Form von "Eintrittsgeld" und in allerlei anderer Form. Zwanzig Jahre Hintern abputzen sind einfach genug. Ich hab keine Lust mehr den Leuten, die mich an der Grenze wie Abfall behandelt haben ihre Rente zu vergolden, seht zu wo ihr bleibt! Der Soli gehört nach Bremen, Berlin und meinetwegen auch in den Ruhrpott.
  2. #61

    Zitat von loki21 Beitrag anzeigen
    Weil man vor 20 Jahren die Industrie hier im Osten hat kaputt gehen lassen. Mitteldeutschland war bis 45 einer der bedeutensten Industriestandorte Deutschlands. Die ersten BMWs kamen nicht aus Bayern, sondern aus Eisenach. Audi war in Chemniz ansässig, Carl-Zeiß in Jena und nicht in Oberkochen. Junkers in Dessau einer der größten Flugzeughersteller hat bis 45 die größten dt. Flugzeuge hergestellt. Der Waffenhersteller Walther kommt aus Zella-Mehlis, jetzt Ulm.

    Den Fehler mit ......
    Wenn im Osten alles so toll war, warum ist der Osten denn nicht da geblieben wo er war?
    Westdeutsche ohne Verwandte oder Angehörige im Osten sind nicht für die Wiedervereinigung sich auf die Strasse gegangen.
    Schon damals wurde im Westen der Spruch "wir sind ein Volk" anders verstanden als ist Osten.

    Tatsache ist, das es viele Ostländer gibt die sich Umweltschutz auf die Fahne geschrieben haben anstatt Wirtschaft.
    Folge wird sein man stellt sich auf dauernde Subventionen aus dem Westen ein. DAS kann es aber nicht sein
  3. #62

    Ach je...

    Zitat von loki21 Beitrag anzeigen
    Weil man vor 20 Jahren die Industrie hier im Osten hat kaputt gehen lassen. Mitteldeutschland war bis 45 einer der bedeutensten Industriestandorte Deutschlands. Die ersten BMWs kamen nicht aus Bayern, sondern aus Eisenach. Audi war in Chemniz ansässig, Carl-Zeiß in Jena und nicht in Oberkochen. Junkers in Dessau einer der größten Flugzeughersteller hat bis 45 die größten dt. Flugzeuge hergestellt. Der Waffenhersteller Walther kommt aus Zella-Mehlis, jetzt Ulm.
    Nichts hat man kaputtgehen lassen. Das hatte die DDR schon lange selbst erledigt. Die DDR war doch schon lange pleite und lebte vom Westen. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
    Audi war in Chemnitz, ja. Aber die waren clever genug um in den Westen abzuwandern und nicht die gesamte Technologie den Russen zu überlassen. Aber schon interessant: Audi ging, NSU blieb.
    Wenn ich das alles schon höre. Die DDR war alles andere als technologisch fortschrittlich. Wer in den 90er-Jahren noch Plastikautos mit Zweitaktmotor baut kann kaum als innovativ gelten.
    Und, es sind nicht die Westdeutschen, die ihre angeblich griechischen Verhältnisse sanieren wollen, sondern der Osten.
    Der Osten machts wie Griechenland: Wozu selbst was bewegen, wenn die Kohle aus dem Westen doch fliesst?
    In der Konsequenz wird im Osten die Kohle verpulvert, man muss sie ja nicht selbst erwirtschaften.
  4. #63

    Jein.

    Zitat von rheinläufer Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich ist diese Solidarität mit dem Osten in Ordnung.
    Schon. Aber um es mit Polt zu sagen: Genügt es nicht, wenn ich denen im Osten den Daumen drücke? Muss eine Solidarität immer ein Geld kosten? ;)
    Zitat von rheinläufer Beitrag anzeigen
    Nicht zuletzt hatte dieser Teil Deutschlands die größere Last der Nazihinterlassenschaften zu tragen.
    Sorry? Habe ich Filmfälschungen von den bombardierten Städten Nürnberg, Augsburg, Würzburg, Schweinfurt, etc. gesehen?...
    Zitat von rheinläufer Beitrag anzeigen
    Aber nach 20 Jahren kann man das sicher zurückführen. Mittlerweile sollte der Osten auf eigenen Beinen stehen können. Kann er es jetzt nicht, kann er es nie.
    Richtig. Andernfalls gibt es eben konsequenten Rückbau. Die Natur freut sich, wenn Deutschlands Lunge grüner wird.

    Zitat von rheinläufer Beitrag anzeigen
    Die Bürgermeister im Ruhrpott und Frau Kraft sollten aber NICHTS von diesen Geldern sehen. Sie sollten selbst in der Lage sein, ihre Städte neu zu strukturieren. Und Frau Kraft sucht nur Geld, das sie wieder herausschmeissen kann. (Ich hoffe sehr, diese Dame wird nicht mehr gewählt!)

    Überhaupt: Der Soli ist wieder einzustellen. Ich habe die schlimme Befürchtung, dass er beibehalten werden soll mit neuer Verwendung. Hier könnte die FDP mal punkten.
    Korrekt. Gerade aus bayerischer Sicht gesprochen: Es gibt in Bayern inzwischen wahre Problemzonen und strukturschwache Regierungsbezirke (Oberfranken, Niederbayern, etc.)

    Es mag den Münchnern toll gehen, aber das interessiert die 10 Millionen restlichen Bayern nur bedingt. Warum also Geld nach Ost oder NRW schicken, wenn's im eigenen Land echt dringend gebraucht wird?
  5. #64

    Das ist doch egal..

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Sie sind ja witzig! Die "großen Vermögen" gehören doch überwiegend auchmden Wessis!
    .. wem die großen Vermögen gehören.
    Hören SIE doch endlich mal auf in der OST-WEST Schublade zu denken.

    Reiche müssen viel höher besteuert werden und man muß auch darüber nachdenken sterbende Dörfer und dünnbesiedelte Landstriche in Ost und West nicht weiterhin mit jeder Infrastruktur zu bedenken.
    Im Osten werden in halbleere Harzdörfer noch Gasleitungen reingelegt, wie krank ist das bitte ?
  6. #65

    Und dann war da noch -

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit einem Brandappell geißeln mehrere Bürgermeister aus dem Ruhrgebiet den Solidarpakt Ost. Der Geldtransfer sei ein "perverses System". Ostdeutsche Landeschefs wehren sich. Auch sie haben gute Argumente. Über allem steht die Frage: Ist das System überhaupt noch zeitgemäß?

    Neue Soli-Debatte: Aufstand West - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Soli und Solidarpakt werden uns noch eine Weile begleiten und auch die Diskussion der Verwendung. In diesem Sinne möchte ich einen Vorschlag zu einer anderen Steuer mit Ewigkeitscharakter machen:
    - ich bin dafür dass die Sektsteuer endlich wieder wie ursprünglich vorgesehen in den Marineaufbau investiert wird. Meinetwegen auch der Soli.
    ;-)
  7. #66

    Zitat von denkdochmalmit Beitrag anzeigen
    .. darum geht es!
    Warum besteuert man nicht einfach massiv die großen Vermögen und erhöht endlich die Erbschaftssteuer auf 80-90% .
    Dann wären ALLE Finanzsorgen mit einem mal vorbei..

    Aber man soeilt lieber die Kleinen gegeneinander aus und hält damit die Reichen aus dem Fokus des Pöbels...

    Das hat noch immer funktioniert !
    Weil es auch und vor allem sog. "Kleine" gibt, die was zu vererben haben. Dann wird in Zukunft Ommas Häuschen, wenn sie den Löffel abgibt, also erstmal zu 90% versteuert und den Rest können die Erben dann verkaufen. Das reicht dann noch für ein anständiges Mittagessen. Außerdem sehe ich den Punkt überhaupt nicht: Geld das vererbt wird, wurde schon mal versteuert, warum soll man dem Staat nochmal was abgeben? Nur damit es allen so mies geht wie Sie sich fühlen? Sehr sinnig...
  8. #67

    Das war längst fällig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit einem Brandappell geißeln mehrere Bürgermeister aus dem Ruhrgebiet den Solidarpakt Ost. Der Geldtransfer sei ein "perverses System". Ostdeutsche Landeschefs wehren sich. Auch sie haben gute Argumente. Über allem steht die Frage: Ist das System überhaupt noch zeitgemäß?

    Neue Soli-Debatte: Aufstand West - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Das hat jeder der oft unterwegs durch Deutschland fährt , manche Bahnhöfe im Ruhrgebiet sehen schrecklich aus , ´Stadteile heruntergefallen , aber die Politik sieht das nicht solange es läuft lass es laufen , dabei gibt es soviele im Westen die selber ein Soli brauchen .
    Ich hoffe es bleibt nicht nur bei einer Debatte , es kann nicht sein dass Familien in Westen sich verschulden und das Soli bleibt bestehen , das ist nicht normal.
  9. #68

    Die (langzeitlich betrachtet) Milliardentransfers von West nach Ost weisen erschreckende parallelen zur Entwicklungshilfe auf, die ebenfalls seit Jahrzehnten in Afrika versenkt wird : Bringt auch so gut wie nichts, und in den Empfängerländern hat man sich wunderbar auf den Geldfluß eingestellt.

    Auch die Unterstellung, die verfehlte Wirtschaftspolitk im Westen sei das eigentliche Hauptproblem ist eine Frechheit. Wenn man heute nicht Riesenkredite aufnehmen müßte um den Soli zahlen zu können, würde es dem Westen weit besser gehen, egal ob man in der Vergangenheit Fehler gemacht hat oder nicht.

    Außerdem : Die DDR war 40 Jahre lang ein einziger, großer wirtschaftlicher Fehler, und für die darf der ehemalige Klassenfeind nun vermutlich ebenfalls 40 Jahre blechen.
    Und zu der Theorie "Die im Osten zahlen ja auch den Soli" :

    1. Ja, die paar Leute, die dort "richtige" Arbeit haben, und nicht HartzIV beziehen oder in irgendwelchen ABM-Maßnahmen hängen. Und die Anzahl der anfangs erwähnten ist leider überschaubar. Des weiteren sind die Löhne im Osten bekanntlich allgemein niedriger als im Westen, weswegen der Soli-Abzug auch entsprechend niedriger ausfällt. Somit kann man ganz allgemein sagen, das der Soli-Anteil Ost deutlich geringer ausfällt als der Soli-Anteil West. Deshalb sollten sich die Ostdeutschen mit ihrer "Wir zahlen ja auch !"-Mentalität besser zurückhalten.

    2. Da der Ostler weiß, das "sein" Soli auch wieder im Osten landet, ist die Einstellungen zum Soli natürlich eine ganz andere. Der Arbeitnehmer im Ruhpott hätte sicher auch weit mehr Verständniss für den Soli, wenn er wüßte, das dieser seiner Region zugute kommt.
  10. #69

    Stellen Sie sich vor man hätte den Osten die Rosskuren verschrieben, die man jetzt wie selbstverständlich den anderen europäischen Schulden-Ländern zumutet, dann sähe Ihre heute Welt gaaaaaanz anders aus, oder? Aber so haben Sie das volle Wohlfühlpaket bekommen, inkl. Renten, Pensionen, Krankenversicherung, neue Straßen, Kommunikationstechnik etc. pp.

    Warum, weil im Osten die Wahlen gewonnen wurden….[/QUOTE]

    "Rosskur", "Wohlfühlpaket" ... Das Schlimme daran ist: Sie meinen das wirklich ernst, oder? Der Osten hat diese "Rosskur" viel härter erfahren und durchlaufen als sie glauben, geschweige denn - offenichtlich - wissen. "Renten, Penisonen, Krankenversicherung" ... in all die Dinge haben auch "die Ostdeutschen" eingezahlt ... Und wo die Unternehmen ihren Sitz haben, die die Straßen sanierten, die Telekommunikationstechnik aufbauten, damit viel Geld verdient haben ... tja ... wo das wohl alles hingegangen ist?








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