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Neue Soli-Debatte: Aufstand West

dapdMit einem Brandappell geißeln mehrere Bürgermeister aus dem Ruhrgebiet den Solidarpakt Ost. Der Geldtransfer sei ein "perverses System". Ostdeutsche Landeschefs wehren sich. Auch sie haben gute Argumente. Über allem steht die Frage: Ist das System überhaupt noch zeitgemäß?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...822480,00.html
  1. #10

    Verfügungsmasse sinnvoll einsetzen

    Natürlich ist es weiterhin Sinnvoll den Soli beizubehalten! Nur muss neu Festgelgt werden, wo für das Geld zukünftig eingesetzt werden soll. Sich das zu überlegen, wäre doch eine schöne Aufgabe für unseren Bundespräsidrnten.
  2. #11

    Diese Selbstverständlichkeit

    Zitat von Impuls2a Beitrag anzeigen
    als zweite Chance-nicht als Lebensphilosophie.
    Ich bin vor 22 Jahren nach Leipzig gezogen und mehr und mehr schockiert, mit welcher grundsaetzlichen Verhaltensweise die Ueberweisung aus dem Westen inzwischen zur Mentalitaet und Lebensphilosophie geworden ist: "Die wollten uns, sollen die dafuer auch zahlen". Der Osten rutscht mehr und mehr ab in die linke und alte SED-Ecke: Gefoerdert durch Mittel des Westens.
    erinnert einem doch schwer an die zig Milliadenhilfen, welche die südeuropäischen EU-Mitglieder jedes jahr locker einstreichen.
    Trotzdem lebten die Jahrzehnte noch munter über ihre Verhältnisse und jetzt es wieder: Ihr wollt uns doch, also nochmals zahlen.
  3. #12

    Soli-Debatte

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit einem Brandappell geißeln mehrere Bürgermeister aus dem Ruhrgebiet den Solidarpakt Ost. Der Geldtransfer sei ein "perverses System". Ostdeutsche Landeschefs wehren sich. Auch sie haben gute Argumente. Über allem steht die Frage: Ist das System überhaupt noch zeitgemäß?

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    Warum muss der Osten eigentlich zwingend mit Industrie zugepflastert werden? Vielleicht sollte man einfach nur mal andere Schwerpunkte setzen. Tourismus, Wellness, vielleicht auch Seniorenresidenzen. Man muss sich halt was einfallen lassen...
  4. #13

    Zitat von ginakatze Beitrag anzeigen
    Wenn ich mir Sachsen anschaue, dort sind im Abstand von je 50 km 3Spaßbäder gebaut worden, und die Gemeinden wissen heute nicht mehr mit welchem Geld sie diese unterhalten sollen.
    Kurz nach der Wende war das Autofahren im Osten eine reine Katastrophe - da war Löcher-Hopping angesagt.
    Heute fahre ich dagegen sehr gerne in den Osten - selten liegt das Auto so ruhig und satt auf der Straße; hier im Westen erinnerts dagagen mehr an Ostdeutschland im Jahre 1991 oder so.
  5. #14

    Abschied von einer Wahnvorstellung

    Wir sollten uns (national wie international) endlich von der Wahnvorstellung verabschieden, dass überall gleiche Lebensverhältnisse geschaffen werden können. Das ist schlicht nicht der Fall und diese fixe Idee sorgt nur dafür, dass unnötig Geld (durch Umverteilung) vernichtet wird.
    Wir müssen uns damit abfinden, dass es im Beitrittsgebiet blühende Landschaften geben kann. Und zwar in der Form, dass weite Gebiete schlicht menschenleer sein werden und sich die Natur diese Gebiete zurück erobert.

    Wir sind eine zahlenmäßig schrumpfende Bevölkerung und die Wertschöpfung findet nun mal im Wesentlichen in den alten Bundesländern statt. Sehr viele Arbeitskräfte haben das erkannt und sind bereits dort hin gezogen. Es bleiben oftmals die zurücke die nicht qualifiziert genug sind, zu alt sind oder nicht flexibel genug sind. Und natürlich die, die durch staatliche Jobs dort gehalten werden.
    Es ist also eigentlich nur die Frage von einer Generation, bis im Osten in weiten gebieten die Lichter ausgehen (wie übrigens auch in weiten Teilen strukturschwacher Gebeite im Westen). Denn die jungen Frauen die dort heute weg gezogen sind, weil es dort für sie keine Jobs gibt bekommen ihre Kinder morgen im "Westen".

    Anstatt das Geld für unnötige Infrastrukturprojekte und künstliche (und erfolglose) Gleichmacherein auszugeben sollte man es in aktive Umsiedlungsmaßnahmen stecken und der verbleibende Bevölkerung da eine Lebensmöglichkeit schaffen, wo dies eine Zukunft hat.
  6. #15

    Ost gegen West: Die Einigkeit ist noch weit entfernt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit einem Brandappell geißeln mehrere Bürgermeister aus dem Ruhrgebiet den Solidarpakt Ost. Der Geldtransfer sei ein "perverses System". Ostdeutsche Landeschefs wehren sich. Auch sie haben gute Argumente. Über allem steht die Frage: Ist das System überhaupt noch zeitgemäß?

    Neue Soli-Debatte: Aufstand West - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ring frei für Runde zwei. Mal wieder die alte Leier, Ost gegen West. Als wenn denn nur die Wessis zahlen würden. Ossis zahlen den Soli genauso. Aber das wollen die aus dem Abendland nicht hören. Und solange es Ost-West-Lohn-Tarife gibt, die Kosten aber seit mehr als 10 Jahren die selben sind, ist wohl ein derartiger Transfer gerechtfertigt. Bevor hier jedoch ein "Besser-Wessi" anmerkt, hier im Osten würde es billiger sein, sei angemerkt, daß ich 7 Jahre in Hessen gelebt habe und so einen guten Vergleich schon in den 90ern hatte. Das Tanken war in Frankfurt sogar billiger als in meiner Heimat in der Provinz inThüringen. All meine Autos habe ich im "Westen" gekauft, da sie dort günstiger zu haben waren. Waren des täglichen Bedarfs sind in Ost wie West gleich. Mieten und Grundstückspreise waren lange Zeit ein signifikanter Unterschied. Aber auch das ist mittlerweile Geschichte. Unterschiede ergeben sich nun hüben wie drüben aus der Lage der Immobilie ob in einem Dorf in der Provinz od. aber in einer gefragten Stadt. Wer´s nicht glaubt kann sich ja gern mal in Jena, Leipzig und Dresden umschaun.
  7. #16

    Unser Dorf soll schöner qwerden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit einem Brandappell geißeln mehrere Bürgermeister aus dem Ruhrgebiet den Solidarpakt Ost. Der Geldtransfer sei ein "perverses System". Ostdeutsche Landeschefs wehren sich. Auch sie haben gute Argumente. Über allem steht die Frage: Ist das System überhaupt noch zeitgemäß?

    Neue Soli-Debatte: Aufstand West - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Die Argumentation im Artikel für die Beibehaltung des Solis mag soweit korrekt sein - geht aber doch etwas fehl. Schaut man sich die meisten Städt im Osten an, stehen sie vordergründig gar märchenhaft dar. Vom feinsten heruasgeputzt, renoviert und teilweise mit schickem Kopfsteinpflaster versehen. Viele Städte im Ruhrgebiet hingegen wirken runtergekommen und trostlos. Da darf doch die Frage erlaubt sein, warum sich die Ostdeutschen Länder solch kräftige Renovierungen haben leisten können, wenn sie doch nur 1/3 der Kosten selber tragen können. Müssen dort keine Kindergärten offen gehalten werden oder Schwimmbäder bewirtschaftet?

    So schön die OStdeutschen Städte heute aussehen (zum Teil natürlich wegen der erhaltenen historischen Bauwerke), so muss doch auch die Frage erlaubt sein, ob der Soli wirklich für die richtigen Zwecke verwendet wurde - und nicht für für "unser Dorf soll schöner werden!"
  8. #17

    Die Welt sieht ganz anders aus als sie scheint …

    Ich befürchte diese Debatte geht am Ende völlig am Ziel vorbei und befördert eine Auseinandersetzung die uns allen nicht hilft und nur ablenkt. Bedenkt man, dass von einem Brutto von 2.000 Euro oder einem Brutto/Brutto (also mit Arbeitgeberanteilen) am Ende nur rund 73% oder rund 700 Euro übrig bleiben, dann kann man sich diese Diskussion schenken, weil immer mehr Menschen zu Hartzern werden. Leider ist die Berechnung kein Witz wenn man alle Steuern und indirekten Konsumsteuern und Steuern auf Steuern (vgl. Umsatzsteuer auf Mineralölsteuer), zusätzliche Zwangsbelastungen, Praxisgebühr und GEZ mit einrechnet.

    Wir nähern uns wieder dem biblischen „Zehnt“, diesmal allerdings unter umgekehrten Zeichen, dass was des Menschen und nicht des Kaisers ist. Fein pervers gelle! Das nennt sich dann sozial und die dicksten Happen bekommen derzeit Konzerne und Banken. So erhalten wir den Sozialstaat wenigstens für die upper 10% aufrecht.

    Für den Blick in die Zukunft und damit insbesondere die Kinder und Ungeborenen schon mal begreifen wofür sie am Ende schaffen dürfen, bzw. die aufgebauten Hypotheken schleppen, hier eine (virtuelle) Rede der Kanzlerin die dies etwas deutlicher macht:
    Galeeren-Merkel zeigt künftigen Zinssklaven die Peitsche … Mehr Spott fällt mir dazu nicht ein und nochmals der Hinweis, dass es rein gar keinen Sinn macht hier noch Ost gegen West ausspielen zu wollen, der Menschen werden beidseits bis auf die Knochen ausgezogen … für wen?
  9. #18

    was für ein Quatsch...

    wenn sie 80-90% erbschaftsbesteuern ist in der 2. Generation nach Ihrer großartigen Idee nix mehr da...
    Und LIE und CH freuen sich über viele Privatpersonen und Unternehmen, die dann kommen...
    Ihr Vorschlag kommt einer Vertreibung gleich. Und dann, wenn alle weg sind, sehnt man sich zurück: Dass jemand kommt und investiert, konsumiert...

    Die Soli-Debatte ist auch nicht "kleine gegeneinander ausspielen"
    Ich glaub, sie haben da was nicht so ganz verstanden...

    Zitat von denkdochmalmit Beitrag anzeigen
    .. darum geht es!
    Warum besteuert man nicht einfach massiv die großen Vermögen und erhöht endlich die Erbschaftssteuer auf 80-90% .
    Dann wären ALLE Finanzsorgen mit einem mal vorbei..

    Aber man soeilt lieber die Kleinen gegeneinander aus und hält damit die Reichen aus dem Fokus des Pöbels...

    Das hat noch immer funktioniert !
  10. #19

    Man sollte überhaupt mal sehen, wie man diese ganzen Verstrickungen um fließende Mittel mittelfristig beendet.
    Hahn für den Soli zudrehen, Länderfinanzausgleich beenden. Wenn eine Region besser dasteht als eine andere, dann ist das halt so. Angesichts der demographischen Entwicklung muss nicht mehr jede Siedlung unterhalten werden und auch Berlin darf nicht als Moloch Unsummen verbrennen.


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