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Neue Soli-Debatte: Aufstand West

dapdMit einem Brandappell geißeln mehrere Bürgermeister aus dem Ruhrgebiet den Solidarpakt Ost. Der Geldtransfer sei ein "perverses System". Ostdeutsche Landeschefs wehren sich. Auch sie haben gute Argumente. Über allem steht die Frage: Ist das System überhaupt noch zeitgemäß?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...822480,00.html
  1. #160

    Titelbild - Was bitte soll...

    ...dieses einzig verfügbare Titelbild?

    Dann bitte wenigstens ein Fotoband! Als ob NRW noch immer schmuddelig wäre von der Kohle, der Kohle die u.a. viele Großstädte in Deutschland ihren heutigen Wohlstand erst ERMÖGLICHT hat!

    SPON Redaktion: Schwach, sehr sehr schwach. PR gesteuert, möchte man meinen. Schade.
  2. #161

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Geldtransfer sei ein "perverses System".
    Allerdings. Wohin der ganze Umverteilungs-Schwachsinn führt, kann man z.B. in Griechenland bewundern.
    Ein schlechtes System wird noch schlechter, wenn man Geld reinpumpt.
  3. #162

    Einfach

    Wenn Gelsenkirchen oder Dortmund aermer als Jena oder Dresden sind, waere es doch selbst in der deutschen Umverteilungslogik Unsinn wenn erstere letzteren helfen wuerden. Oder?
  4. #163

    Zitat von vax10 Beitrag anzeigen
    Als die Bayern noch im Nehmerland in der Hängematte lagen und die Niedersachsen gezahlt haben, ja, da war die Welt noch in Ordnung.
    Niedersachsen war seit jeher Nehmerland. ;)
  5. #164

    Zitat von fuzzi-vom-dienst Beitrag anzeigen
    Immer wieder müssen wir im Westn uns den ach so tollen Marshal-Plan vorhalten lassen. Westdeutschland, damals etwa 50 Mio. Ew., hat Pi mal Schnauze davon etwa 2 Mrd. USD bekommen. Der Osten hat etwa 15 Mio. Ew. Kaufwertbereinigt ist bis heute bereits das TAUSENDFACHE in den Osten geflossen, was der Westen aus ERP-Geldern bekommen hatte.
    ...
    Und wenn uns immer wieder der Marshal-Plan unter die Nase gerieben wird, hier mal ein Zitat aus WIKIPEDIA:
    ...
    Wir haben bis jetzt etwa ZWEITAUSEND Mrd. € in den Osten mit 15 Mio. Ew. gepumpt, der Marshal-Plan galt für ganz Westeuropa mit damals vielleicht 200 Mio. Ew.! Und weiter:

    "Zum Anschub dieses Aufschwungs trug der Marshallplan in nicht unbedeutendem, aber auch nicht besonders starkem Maße bei. Die Hilfsgelder machten weniger als drei Prozent des Nationaleinkommens der 16 unterstützten Länder aus."
    Die Antwort darauf:

    Zitat von rheinläufer Beitrag anzeigen
    Sagen Sie bitte, haben Sie vor Ihrem Beitrag nachgedacht oder lassen Sie nur Ihren Emotionen freien Lauf?

    Vielleicht sollten Sie sich einmal die Frage beantworten, ob Sie hätten mit einem Bewohner der sowjetischen Besatzungszone tauschen wollen. Während der Westen einmal für den Krieg bezahlt hat, musste es der Osten doppelt tun (keine Freiheit, keine gute Wirtschaftsentwicklung über 40 Jahre).
    Sagen Sie bitte, haben Sie vor Ihrem Beitrag nachgedacht oder lassen Sie nur Ihren Emotionen freien Lauf?

    Vielleicht sollten Sie sich einmal die Frage beantworten, wohin die ganzen Fördergelder versickert sind. Es war doch wohl einiges mehr als der Marshall-Plan und hätte wohl doch sinnvoll für einen Aufbau der Wirtschaft verwandt werden können, oder?

    Im übrigen: Ich entschuldige mich in aller Form dafür, nicht im fernen Osten Deutschlands geboren und aufgewachsen zu sein.

    Zitat von rheinläufer Beitrag anzeigen
    Da wird es sicher zu verkraften sein, ein paar EURO des Wohlstandsgeldes abzugeben.
    Ich gebe mir jetzt ganz große Mühe, Ihre Aussage nicht so zu interpretieren, dass Sie sich ausgesprochen wohl dabei fühlen, bis ans Ende Ihrer Tage zu schmarotzen.
  6. #165

    Zitat von Mathe-Freak Beitrag anzeigen
    Firmen die von der Konkurrenz aufgekauft und geplündert wurden. Die Wessi Überheblichkeit kann man getrost stecken lassen, es gab jede Menge Know How. In einigen Bereichen war der Osten sogar führend (können Sie selber mal googeln).
    Oh bitte...erhellen Sie uns! War es der Automobilbau? Die Chemieindustrie? Maschinenbau? Computerschibbs? Rundfunktechnik?

    Jede Menge KnowHow gabs im organisieren, im überwachen der Bevölkerung und im Grenzbefestigungsbau...
  7. #166

    Den Solidaritätsbeitrag zahlen alle

    und Steuereinnahmen sind nicht zweckgebunden. Die Solidaritätszuschlag dient schon lange nicht mehr als Hilfe für Aufbau Ost. Da musste nach 1990 eine Menge getan werden, aber schon seit zehn Jahren wird keine weitere Hilfe benötigt und das Geld wird schon lange anderweitig verwendet. Die Grünen haben sogar schon den Vorschlag gemacht, den Soli in einen "Öko-Soli" umzubenennen.

    Man sollte sich nicht in Neiddebatten verlieren, sondern endlich mal die Steuern senken, weil unsere Politiker so schlecht damit umgehen. Der Pleitehaushalt der Frau Kraft hatte noch enormes Sparpotential, aber stattdessen schimpfen die lieber auf den Solidaritätsbeitrag und auf die FDP.
  8. #167

    Gehalt geringer, Kosten aber auch

    Zitat von joerg_b Beitrag anzeigen
    Solche Diskussionen sind für mich unverständlich. Ich kann es auch nicht nachvollziehen, warum solche Debatten überhaupt in der Öffentlichkeit anklang finden.
    Nur einmal kurz zur Information: Es existieren in Sachsen(wo ich her komme) Kommunen die Gemeindeehen durchführen müssen um überhaupt zahlungsfähig zu bleiben. Das bedeutet wir besitzen rießige Kommunen aus dem einfachen Grund, Verwaltungsstrukturen zu minimieren.
    Solche Behauptungen wie der Osten weiß nicht wohin mit dem Geld, können nur Leute behaupten, die noch nie einen Fuß in den Osten gesetzt haben.
    Ich möchte mich auch gleich auf diesem Weg bei den Nachrichtenagenturen bedanken, die natürlich die ganze Diskussion visuell unterstützen indem sie nur die schönsten Bilder von Dresden zeigen. Sei es der Zwinger oder die Frauenkirsche. Wer einmal außerhalb der Altstadt gewesen ist, wird meine Anmerkung verstehen.
    Wo bleiben die Bilder von Chemnitz, Leipzig, Zwickau usw...?
    Ich persönlich hätte keine Probleme mit einer gerechteren Verteilung der Mittel innerhalb Deutschlands. Nur sei eins dazu gesagt, auch in den alten Bundesländern würden die Städte mehr profitieren als der ländliche Raum. Also denkt bitte nicht das es die Lösung aller Probleme wäre.
    Und weil wir gerade dabei sind: Die Behauptung "Das der Solidarpakt, nach mehr als 20 Jahren nicht mehr gerecht sei" könnte man doch der Behauptung "Das nach 20Jahren immer noch rießige Unterschiede im Verdienst existieren" gegenüber stellen.
    Ich bin Dipl.-Ing und gehe für einen Verdienst arbeiten wo manch ein Kollege in den alten Bundesländern nicht mal den Fuß aus dem Bett nehmen würde.
    Also immer schön sachlich bleiben und den Ball flach halten.

    trotz langer Ausführung werden immer wieder nur Halbwahrheiten verbreitet: Das Gehalt könnte je nach Firma geringer sein,- aber dafür sind auch viele Kosten geringer. Denken Sie nur an die erheblich geringere Miete.
    Den ostdeutschen Regierungen muss vorgeworfen werden, daß viel Geld in Konsum und Spaßprojekten versickerte, anstatt mit Hilfe dieser Transfergelder Industriepolitik zu betreiben. Aber industriepolitisch erfahrene 'Wessi's' in den Behörden wollte man ja möglichst bald wieder weg haben.
  9. #168

    Ich weiß ja nicht, wer von den Anwesenden das "Vergnügen" hat im Ruhrpott leben zu dürfen. Ich bin so einer und sehe fast täglich alle möglichen Ecken dieser Region. Nebenbei war ich kurz nach der Wiedervereinigung in diversen größeren Ost-Städten.
    Eines kann ich mit Bestimmtheit sagen. Im Ruhrgebiet sieht's allmählich so aus, wie es dort einmal ausschaute. Nämlich marode, dreckig und verkommen!
  10. #169

    Zitat von Mathe-Freak Beitrag anzeigen
    Firmen die von der Konkurrenz aufgekauft und geplündert wurden. Die Wessi Überheblichkeit kann man getrost stecken lassen, es gab jede Menge Know How. In einigen Bereichen war der Osten sogar führend (können Sie selber mal googeln).

    Das Ende vom Lied ist, den Westunternehmen hat es genutzt, sie sind gewachsen und versorgen jetzt die Ossis. Für die neue Generation ist das alles im allen ziemlich egal, dann arbeitet man eben in Bayern, ist auch mehr los. Nur sollte man einen Gang runterschalten, ist sonst irgendwie peinlich nach 20 Jahren.
    Ohne Beleidigungen geht es bei Ihnen nicht? Oder verstehe ich Sie auch da falsch?

    Und in welchen Bereichen konkret war die DDR führend? In den Branchen, in denen ich es beurteilen kann, war es eher nicht so. Zum Beispiel Fahrräder von Diamant. Die waren nicht schlecht, aber auch nicht toll. Die guten Rahmen von Diamant gabs nur für Privilegierte. Das gemeine Volk musste mit unterdurchschnittlicher Qualität oder gleich mit Mifa Vorlieb nehmen. Das Material für die Leistungssportler wurde in England bei Reynolds eingekauft und auf Diamant umettiketiert. Von führend kann keine Rede sein. Heute gehört Diamand Trek und inder ehemaligen Karl-Marx-Stadt werden vom ehemaligen VEB Räder montiert, die mit den alten Rädern von Diamant nichts mehr zu tun haben. Was ist daran schlimm? Im Gegenteil: Man sollte sich freuen. DDR-Diamant-Räder hatten auf dem Weltmarkt keine Chance.

    Wenn sie Beispiele für Ihre These haben, ich erweitere sehr gerne meinen Horizont und bin auch bereit, meine Meinung zu ändern. Ein Beispiel für ein DDR-Produkt in einer Qualität, die weltweit den Maßstab setzt, hat mir noch keiner gezeigt. Das waren immer russische Produkte wie Kameras und Uhren und so weiter. Auch die Vita-Cola schmeckt mir erst seit der Wende wirklich gut.

    Abschließend könnte man noch fragen, was Sie eigentlich selbst gegen die Entwicklung, die sie anprangern, getan haben? Aber das ist dann wohl wieder peinliche Wessi-Arroganz.








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