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Neue "Sherlock"-Staffel in der ARD: Holmes und die nackte Haut

ARD Degeto/ BBCEin Superheld gerät aus der Bahn: In der neuen Staffel der exzellenten TV-Serie "Sherlock" legen die Macher noch mal zu bei Tempo, Witz und Sex. Die übermenschlichen Fähigkeiten des Detektivs sind kaum noch kontrollierbar. Und dann verliebt er sich auch noch.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,833450,00.html
  1. #60

    Zitat von jasper797 Beitrag anzeigen
    Mir geht dieses Synchro-Bashing auch auf den Keks. Hat was von elitärem Gehabe
    Ja, das wird gerne unterstellt. In Wirklichkeit haben O-Ton-Liebhaber einfach irgendwann gemerkt, daß es - besonders bei hochwertigen Produktionen - ein Unterschied wie Tag und Nacht ist.
  2. #61

    Zitat von christian simons Beitrag anzeigen

    Oder nehmen wir Vincent Price. Sein Markenzeichen war ein melancholisch-bedrohliches Timbre, das jede Kulisse in eine neue Variante des Hauses Usher verwandelte. Schönfelder konnte dem nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. Durch ihn wurde der morbide Vincent Price zu einem indignierten David Niven verunstaltet. Und das ist bei aller Liebe für den verdienstvollen Mimen Schönfelder eine Tragödie; vergleichbar mit Schweinsteigers verschossenem Elfmeter. ;-)
    Abgesehen davon, daß Schweinsteigers Fehlschuß für mich eine sehr minore Tragödie darstellt :) - ja, klar, unvergleichlich, wie Vincent Price mit dem von Dir beschriebenen Timbre auch spielen konnte, das Melancholisch-Bedrohliche manchmal diesen fast quäkenden Unterton hat, wenn's unter der Noblesse schon mehr als nur leicht *demented* zugeht und die "Mad? You call me mad?"-Stimmung durchschlägt. Wer sich diese Stimme entgehen läßt, weiß nur die Hälfte von diesem Schauspieler, und ja, Schoenfelder blieb da sehr auf der distinguierten Seite. Um aber bei der Usher/Corman-Zeit zu bleiben, es gab auch (wenige) Fälle, wo die deutsche Synchro besser war, etwa bei Mario Bavas "La Maschera del Demonio / Mask of Satan" mit Barbara Steele. Die englische Fassung ist Schrott, ein ziemlich lieblos wirkender Overdub.

    Jedenfalls, Sherlock & Irene Adler, die obsessive Faszination der beiden füreinander, so brilliantly done. Alles an dieser Folge funkelte nur so. Man kann jede einzelne Minute nehmen und verfolgen, was alles darin untergebracht ist, so wie man staunend einen Ballon verfolgt, der immer höher fliegt.
    Lara Pulver fand ich perfekt als Irene, dieser *gleam* in ihren Augen…


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