ARD Degeto/ BBCEin Superheld gerät aus der Bahn: In der neuen Staffel der exzellenten TV-Serie "Sherlock" legen die Macher noch mal zu bei Tempo, Witz und Sex. Die übermenschlichen Fähigkeiten des Detektivs sind kaum noch kontrollierbar. Und dann verliebt er sich auch noch.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,833450,00.html
Abgesehen davon, daß Schweinsteigers Fehlschuß für mich eine sehr minore Tragödie darstellt :) - ja, klar, unvergleichlich, wie Vincent Price mit dem von Dir beschriebenen Timbre auch spielen konnte, das Melancholisch-Bedrohliche manchmal diesen fast quäkenden Unterton hat, wenn's unter der Noblesse schon mehr als nur leicht *demented* zugeht und die "Mad? You call me mad?"-Stimmung durchschlägt. Wer sich diese Stimme entgehen läßt, weiß nur die Hälfte von diesem Schauspieler, und ja, Schoenfelder blieb da sehr auf der distinguierten Seite. Um aber bei der Usher/Corman-Zeit zu bleiben, es gab auch (wenige) Fälle, wo die deutsche Synchro besser war, etwa bei Mario Bavas "La Maschera del Demonio / Mask of Satan" mit Barbara Steele. Die englische Fassung ist Schrott, ein ziemlich lieblos wirkender Overdub.
Jedenfalls, Sherlock & Irene Adler, die obsessive Faszination der beiden füreinander, so brilliantly done. Alles an dieser Folge funkelte nur so. Man kann jede einzelne Minute nehmen und verfolgen, was alles darin untergebracht ist, so wie man staunend einen Ballon verfolgt, der immer höher fliegt.
Lara Pulver fand ich perfekt als Irene, dieser *gleam* in ihren Augen…