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Neue Schule in Osnabrück: Mehr Religion wagen
DPAGlaubensfragen auch jenseits des Religionsunterrichts: Eine neue kirchliche Grundschule in Osnabrück will christliche, muslimische und jüdische Kinder in ihrer religiösen Identität stärken und das Miteinander fördern. Kritiker fürchten jedoch, das könne gründlich schiefgehen.
Drei-Religionen-Schule in Osnabrück startet - SPIEGEL ONLINE
- #1 09.09.2012 09:11 von
schulen die die welt nicht braucht
- #2 09.09.2012 09:12 von
Erst durch die Betonung der verschiedenen Religionen entstehen die Grenzen, die diese Schule vorgeblich einreißen möchte. Dem Miteinander am förderlichsten wäre, die (privatsache) Religion vollständig aus der Schule zu verbannen.
Denn wo nichts trennendes ist, braucht auch nichts überwunden zu werden. - #3 09.09.2012 09:22 von
Religionsfreiheit
Eins hätt ich noch gern erfahren: Erlaubt die Religionsfreiheit hier auch Freiheit von jeglicher Religion? In welche Klasse geht Xuan?
- #4 09.09.2012 09:23 von
wenn das nicht gut gemacht wird, wird es (mal wieder) schnell dazu führen, daß sich christliche kinder minderwertig fühlen. dies vor allem, wenn sie protestantisch sind. warum? weil die anderen alle möglichen religiös bedingten einschränkungen "haben": koscheres essen, kein schweinefleisch, ramadan, später dann auch für moslems keinen alkohol. oh, und beschneidung nicht zu vergessen. niemand weiß mehr, daß es kein defizit, sondern ein spezifikum des christentums ist, keine solchen äußeren gebote befolgen zu müssen. man lese den streit zwischen petrus und paulus über beschneidung in der apostelgeschichte nach und den kommentar von paulus im brief an die galater. zur freiheit hat uns christus befreit, und nicht dazu, daß wir meinen, uns fehle da was, was die anderen "haben".
- #5 09.09.2012 09:23 von
Nachdem hinreichend erwiesen ist, dass die Zurückdrängung der Religion ins Private zum Scheitern verurteilt ist und höchstens zu Fundamentalismus führt, jetzt ein vielversprechender Versuch, Religion nicht weiter zu verdrängen, sondern in die gesellschaftliche Realität einzubauen.
Kinder sind von Geburt an religiös, warum soll eine Schule das verleugnen und bekämpfen?
DAS wäre Indoktrination! - #6 09.09.2012 09:25 von
Wir sind gerne priviligiert!
1. Der Ansatz religiöse Identität zu stärken und das Miteinander zu fördern ist zu begrüßen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Kinder sich in den Pausen auch über "ihren" Religionsunterricht austauschen. Und die religiösen Feste werden sich ganz anders im Bewusstsein verankern.
2. Es handelt sich um eine kirchlich-private Initiative. Schon die Zahl von 22 Schülern liegt unter dem Landesschnitt. Das wird verstärkt durch den Religionsunterricht in drei Gruppen. Auch dürfte es sich um interessierte und aufgeklärte Elternhäuser handeln. Das ist ein weiteres Privileg.
3. Grundsätzlich sind Schulen in privater Trägerschaft preiswerter für den Staat. Und vielleicht handelt es sich bei den zahlreichen Neugründungen auch um Notwehrmaßnahmen angesichts der Verbilligung der Staatsschulen auch durch sogenannte Vereinheitlichung.
4. An alle Fundamentalatheisten: Jetzt schnell posten, dass Religion doof ist. - #7 09.09.2012 09:30 von
- #8 09.09.2012 09:35 von
"religiöse Identität stärken"
Was soll das überhaupt bedeuten? Wenn man Kindern, die noch gar nicht kritisch denken können und kaum Wissen über die Welt haben, auch noch von vornherein eintrichtert, dass sie einer Religion gehören und das als ihre Identität annehmen sollen, dann werden sie das auch tun. Das Ergebnis sind Menschen, die ihr Leben lang Behauptungen von Leuten folgen, die gar nicht wissen können, was sie zu Wissen vorgeben.
Wozu solche Glaubensschulen führen, können wir überall auf der Welt sehen: Unfähigkeit, die Realität zu verstehen, sexuelle Verwirrung und Neurosen, schleichender Machtgewinn von Extremisten, Leichtgläubigkeit und Unterwürfigkeit unter Verführer.
Bestenfalls lernen die religiös gemachten Kinder, dass es da draußen Ungläubige gibt, vor denen man sich hüten muss und die man bekämpfen sollte, denen man nicht zuhören darf und die man wegen ihres kritischen Denkens verspotten und verleumden darf. Indoktrinierung von Kindern spaltet und fesselt die Gesellschaft. - #9 09.09.2012 09:36 von
Ich bin eine 11 jährige Schülerin und glaube nicht an Gott und soo.... Ich finde nicht das man alle Religionenfeste feiern soll!!! ?????????????????????
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