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Neue Regeln fürs Medizinstudium: Hausarzt werden ohne Zwang

bvmdDeutsche Medizinstudenten jubeln: Der Bundesrat hat gegen Pläne einiger Länder gestimmt, angehende Ärzte für mehrere Monate in eine Hausarztpraxis zu schicken. Die Wahlfreiheit im Praktischen Jahr bleibt damit erhalten. Um sechs Wochen bei einem Hausarzt kommen Studenten aber nicht herum.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...832687,00.html
  1. #1

    Abstruser Unsinn!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutsche Medizinstudenten jubeln: Der Bundesrat hat gegen Pläne einiger Länder gestimmt, angehende Ärzte für mehrere Monate in eine Hausarztpraxis zu schicken. Die Wahlfreiheit im Praktischen Jahr bleibt damit erhalten. Um sechs Wochen bei einem Hausarzt kommen Studenten aber nicht herum.

    Medizinstudium: Bundesrat stimmt gegen Zwangsquartal in Hausarztpraxis - SPIEGEL ONLINE
    Kein "normaler" Arzt wird Allgemeinmediziner und damit vorprogrammiert auch Hausarzt. Jeder strebt zunächst einmal einen "echten" Facharzt-Titel wie Chirurg, Internist oder Hautarzt an. NUR wenn man diese Facharztweiterbildung nicht bekommt, stückelt man eben und wird Allgemeinmediziner. Daneben gibt es noch die hausärztlich tätigen Internisten, die es nicht schafften, eine reguläre internistische Praxis zu bekommen.

    Nichts gegen die Hausärzte, die einen wirklichen Kampf an der Front mit Psychos, alten Menschen, eingebildeten Kranken, Krankschreibungen etc. etc. führen müssen, diese haben unser aller Mitgefühl und auch entsprechende Bezahlung verdient. Freiwillig wird diese Tätigkeit jedenfalls ernsthaft kein Ärzt nach Abschluss seines Studiums in Erwägung ziehen!
  2. #2

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Kein "normaler" Arzt wird Allgemeinmediziner und damit vorprogrammiert auch Hausarzt. Jeder strebt zunächst einmal einen "echten" Facharzt-Titel wie Chirurg, Internist oder Hautarzt an. NUR wenn man diese Facharztweiterbildung nicht bekommt, stückelt man eben und wird Allgemeinmediziner. Daneben gibt es noch die hausärztlich tätigen Internisten, die es nicht schafften, eine reguläre internistische Praxis zu bekommen.

    Nichts gegen die Hausärzte, die einen wirklichen Kampf an der Front mit Psychos, alten Menschen, eingebildeten Kranken, Krankschreibungen etc. etc. führen müssen, diese haben unser aller Mitgefühl und auch entsprechende Bezahlung verdient. Freiwillig wird diese Tätigkeit jedenfalls ernsthaft kein Ärzt nach Abschluss seines Studiums in Erwägung ziehen!
    Ich halte Ihren Beitrag für ein ganz überhebliches Machwerk, eigentlich eine Beleidigung. Dass junge Menschen nach Ruhm und Ehre streben halte ich für normal, aber dieser Zahn wird ihnen während ihrer Ausbildung im KH durch diverse Ärzte und Professoren gezogen.

    Die Ansprüche der jungen Ärzte haben sich eben sehr verändert und wer selbst schon Kinder hat, möchte auch nicht auf die Vorteile des Stadtlebens verzichten. Aber die Darstellung, dass man als leicht debiler Arzt auf dem Land gut aufgehoben ist, geht an der Wirklichkeit vorbei.

    Was den Mediziner auf dem Land am meisten nervt ist wohl der ausufernde Papierkram, den man sich als Berufsbild nicht gewünscht hat.

    MfG. Rainer
  3. #3

    Allgemeinmedizin ist wichtig!

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Kein "normaler" Arzt wird Allgemeinmediziner und damit vorprogrammiert auch Hausarzt. Jeder strebt zunächst einmal einen "echten" Facharzt-Titel wie Chirurg, Internist oder Hautarzt an. NUR wenn man diese Facharztweiterbildung nicht bekommt, stückelt man eben und wird Allgemeinmediziner. Daneben gibt es noch die hausärztlich tätigen Internisten, die es nicht schafften, eine reguläre internistische Praxis zu bekommen.

    Nichts gegen die Hausärzte, die einen wirklichen Kampf an der Front mit Psychos, alten Menschen, eingebildeten Kranken, Krankschreibungen etc. etc. führen müssen, diese haben unser aller Mitgefühl und auch entsprechende Bezahlung verdient. Freiwillig wird diese Tätigkeit jedenfalls ernsthaft kein Ärzt nach Abschluss seines Studiums in Erwägung ziehen!
    Ich muss meinem Vorredner Recht geben, hier spricht offenbar Arroganz und Unwissenheit zugleich.

    Selbstverständlich ist der Facharzt für Allgemeinmedizin genauso ein "echter" Facharzttitel wie alle anderen Fachrichtungen. Und glücklicherweise sind die meisten Allgemeinmediziner dies freiwillig geworden. Der Facharzt für Allgemeinmedizin ist auch nicht weniger aufwändig oder schwierig als andere Fachrichtungen. Im Gegenteil, während es bei vielen Fachrichtungen möglich ist, die komplette Weiterbildungszeit in ein und derselben Klinik abzuleisten, müssen sich angehende Allgemeinmediziner häufiger um neue Weiterbildungsstellen bemühen. Es gibt auch kein so umfassendes Gebiet wie die Allgemeinmedizin. Und es ist eminent wichtig, da der Hausarzt in aller Regel der erste Ansprechpartner für den Patienten ist.
  4. #4

    Richtigstellung!

    Zitat von Rainer Helmbrecht Beitrag anzeigen
    Ich halte Ihren Beitrag für ein ganz überhebliches Machwerk, eigentlich eine Beleidigung. Dass junge Menschen nach Ruhm und Ehre streben halte ich für normal, aber dieser Zahn wird ihnen während ihrer Ausbildung im KH durch diverse Ärzte und Professoren gezogen.

    Die Ansprüche der jungen Ärzte haben sich eben sehr verändert und wer selbst schon Kinder hat, möchte auch nicht auf die Vorteile des Stadtlebens verzichten. Aber die Darstellung, dass man als leicht debiler Arzt auf dem Land gut aufgehoben ist, geht an der Wirklichkeit vorbei.

    Was den Mediziner auf dem Land am meisten nervt ist wohl der ausufernde Papierkram, den man sich als Berufsbild nicht gewünscht hat.

    MfG. Rainer
    Auch als Facharzt kann man auf de Land tätig sein, wie ich dies seit mittlerweile über 10 Jahre praktiziere. Die Frage, die sich hier jedoch ernsthaft stellt, ist doch jedenfalls in Zeiten eines zunehmenden Ärztemangels, in denen junge Ärzte sich ihre Weiterbildungsstellen quasi aussuchen könne, wie dies vor 10 oder 20 Jahren noch nicht der Fall war, wieviele dieser Ärzte dann tätsächlich Allgemein- und Hausärzte werden wollen. Ich kenne zig Ärzte, auch in der eigenen Familie und kann ganz sicherlich behaupten, dass keiner freiwillig Allgemeinarzt wurde, sondern leidiglich diese Facharztqualifikation wählte, da ein ordentlich Facharzt nicht geschafft wurde. Diese Situation stellt sich jedoch heute praktisch nicht mehr, da nahezu jedes Krankenhaus händeringend "deutschen" Nachwuchs sucht und die Facharztabschlüsse dabei immer Internist, Chirurg oder Hautarzt sein werden. Dass man sich dann im Laufe seines Lebens dennoch für eine hausärztliche Tätigkeit auf dem Land entscheidet ist dabei ein ganz anderes Thema.

    Wie sämtliche politische Themen zur Gesundheitsversorgung ist dieses Thema auch wieder allenfalls nur populistisch und dient dazu die eigentlichen und akutellen Themen eines korrupten und geradezu kriminellen Gesundheitssystems zum Schaden des "normalen" Patienten zu verschleiern und die Bevölkerung volkszuverdummen!
  5. #5

    Meine Güte,

    ich würde auch gerne Medizin studieren, und mir ist egal, ob ich da ein Quartal Praktikum bei einem Hausarzt machen muss oder nicht. Warum kümmert man sich nicht mal um die wichtigen Dinge, wie zum Beispiel um die Frechheit von NCs von 1,0 an manchen Universitäten? Alle Welt jammert über Ärztemangel, aber mehr ausbilden will man trotzdem nicht...
  6. #6

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Ich kenne zig Ärzte, auch in der eigenen Familie und kann ganz sicherlich behaupten, dass keiner freiwillig Allgemeinarzt wurde, sondern leidiglich diese Facharztqualifikation wählte, da ein ordentlich Facharzt nicht geschafft wurde.
    Ein Facharzt wurde nicht ordentlich geschafft?

    Aus dem sogn. prakt. Ärzten wurde irgendwann mal schnell ein Facharzt für Allgemeinmedizin, aufgrund der jahrelangen Berufserfahrung. Früher war dazu überhaupt keine Klinikzeit erforderlich.

    Ist längst geändert, aber auf keinem Praxisschild stehen die Jahre der klinischen Ausbildung. Und da gibt es durchaus Unterschiede ;)

    Wenn Sie hier schreiben, dass nur derjenige Allgemeinmediziner wird, der es nicht durch eine andere Facharztausbildung geschafft hat, dann brauchen wir über eine Werbung/Anwerbung für Mediziner, die sich als Landärzte verdienen, gar nicht mehr diskutieren.
    So kann man sich selbst ins Knie schießen :)

    Die Termine auf Facharzttermine auf dem Land sind oft mit endlosen Wartezeiten verbunden, bei den Hausärzten gibt es sofort Termine :)
  7. #7

    Schwachsinn!!!

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Kein "normaler" Arzt wird Allgemeinmediziner und damit vorprogrammiert auch Hausarzt. Jeder strebt zunächst einmal einen "echten" Facharzt-Titel wie Chirurg, Internist oder Hautarzt an. NUR wenn man diese Facharztweiterbildung nicht bekommt, stückelt man eben und wird Allgemeinmediziner. Daneben gibt es noch die hausärztlich tätigen Internisten, die es nicht schafften, eine reguläre internistische Praxis zu bekommen.

    Nichts gegen die Hausärzte, die einen wirklichen Kampf an der Front mit Psychos, alten Menschen, eingebildeten Kranken, Krankschreibungen etc. etc. führen müssen, diese haben unser aller Mitgefühl und auch entsprechende Bezahlung verdient. Freiwillig wird diese Tätigkeit jedenfalls ernsthaft kein Ärzt nach Abschluss seines Studiums in Erwägung ziehen!

    Allgemeinmedizin ist die Königsdisziplin des kompetenten Weglassens.

    Beispiel:
    Josef Jammerlappen oder Walburga Weinerlich kommen erstmalig mit Schmerzen beim Pipi machen zum Hausarzt. Der untersucht kurz die ableitenden Harnwege, stixt den Urin, stellt die Verdachtsdiagnose "Harnwegsinfekt", verschreibt Ciprofloxacin und bestellt die Leute nach einer Woche wieder ein.

    Der Urologe (eiogentlich hoch spezialisierter operativer Facharzt)hingegen spiegelt die Blase, macht evtl. noch ein Rö., auf jeden Fall aber noch eine Sono, stixt den Urin, diagnostiziert eine Harnwegsinfeekt, ... und verschreibt Ciprofloxacin.
    Kosten beim Facharzt: 3 bis 5x so hoch.

    Effekt: absolut identisch
  8. #8

    @myxx

    So geht es Vielen. Jedes Jahr überschwemmen tausende junge Deutsche ausländische Universitäten und zahlen teils horrende Studiengebühren, um in Deutschland Arzt sein zu können.
    @doc 123
    Was für ein Fahcarzt bist du? Habe noch nie Fachärzte so über Allgemeinmediziner sprechen hören. Das sind die wahren Frontschweine der Medizin. Da kann man nur den Hut ziehen, was die drauf haben.
  9. #9

    Unwissenheit und Überheblichkeit

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Kein "normaler" Arzt wird Allgemeinmediziner und damit vorprogrammiert auch Hausarzt. Jeder strebt zunächst einmal einen "echten" Facharzt-Titel wie Chirurg, Internist oder Hautarzt an. NUR wenn man diese Facharztweiterbildung nicht bekommt, stückelt man eben und wird Allgemeinmediziner. Daneben gibt es noch die hausärztlich tätigen Internisten, die es nicht schafften, eine reguläre internistische Praxis zu bekommen.
    Sie zeigen hier nur blankes Unwissen. Der Allgemeinmediziner IST ein Facharzt. Die Weiterbildung lässt sich mitnichten durch irgendwelche "Stückeleien" erreichen. Wann haben Sie das letzte mal einen Blick in die Weiterbildungsordnung Ihrer zuständigen Kammer geworfen?
    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Nichts gegen die Hausärzte, die einen wirklichen Kampf an der Front mit Psychos, alten Menschen, eingebildeten Kranken, Krankschreibungen etc. etc. führen müssen, diese haben unser aller Mitgefühl und auch entsprechende Bezahlung verdient. Freiwillig wird diese Tätigkeit jedenfalls ernsthaft kein Ärzt nach Abschluss seines Studiums in Erwägung ziehen!
    Es gibt Ärzte wie Sie, die nicht den Patienten behandeln, sondern ein Körperteil; die die Behandlung des Patienten bzw. deren Auswahl nicht an der Hilfsbedürftigkeit ausrichten, sondern daran, wieviel mit ihm zu verdienen ist - allenfalls noch daran, wie viel Reputation man mit der Behandlung erwerben kann.

    Und dann gibt es die echten Mediziner. Die haben nicht nur eine andere Berufsauffassung, weil sie zwar Geld verdienen wollen, aber das nicht das die Arbeit allein bestimmende Kriterium ist. Die kehren noch den "Dreck" auf, den solche Ärzte in Form von verpfuschten Fällen oder "Psychos" hinterlassen, weil Sie vor lauter Dollarzeichen nicht mehr mitbekommen, was der Patient wirklich hat. Das sind die Ärzte, die ihren Job mit Verantwortung machen.

    Etwas, was in Ihren Augen nur Mitleid verdient.

    Leider kann keine Ausbildungsordnung der Welt verhindern, dass Menschen mit so einer Einstellung Arzt werden!

    Aus diesem Grund finde ich es auch gut, dass die Ausbildungsordnung so nicht durchgekommen ist. Was ich aber gut fände: dass nicht mehr der Notendurchschnitt das über alle Maßen bestimmende Kriterium für das Medizinstudium ist. Hier reicht ein Abitur der Güte, dass annehmen lässt, dass jemand das Studium packt. Hier sollten vielmehr andere Kriterien auch noch eine Rolle spielen: emotionale und soziale Kompetenz und die Fähigkeit zu vernetztem Denken zum Beispiel.

    Wenn man gute Ärzte haben will, ist es ineffizient, den 1er Kandidaten, der den Job nur wegen der Kohle machen will, kritiklos zu nehmen während bspw. die Krankenschwester mit gutem 2er Abi in die Röhre guckt.


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