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Neue Quoten: EU beschränkt Fischfang in der Ostsee

Reaktion auf die Überfischung: Die Europäische Union hat die Fangquoten für Hering, Sprotte und Lachs in der Ostsee gesenkt. Die Bestände sollen sich erholen. Prompt haben sich erste Fischer arbeitslos gemeldet.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...725598,00.html
  1. #1

    Erschreckend...

    ...an diesem Aertikel ist nur der Beisatz das "kuneftig die EU die Fangquoten auf wissenschaftlicher basis errechnen will, und nicht auf politischer...". Das dies lediglich "kuenftig" geschehen soll ist wirklich erschreckend. Duie EU hat warscheinlich das schelchteste Fischerei- und Ozean Management der Welt. uebrigens, die EU sollte auch die Quoten fuer EU fangschiffe in anderen Weltregionen regulieten wo sie eine Mitschuld an der Piraterie vor Somalia haben und an Armut und Arbeitslosigkeit in West- und Ostafrika!
    ich find es duerfte ueberhaupt keinen Internationalen Fischfang geben! Jedes Land muesste gezwungen sein nur in eignen Gewaessern zu fischen! Das wurde das management qualitativ verbessern und fuer jobs und vernuenftige Einnahemn sorgen, und das mMer und die Bestaende im Meer sichern.
  2. #2

    Man muß sich klar machen...

    Man muß sich klar machen, daß es hier nicht um die Arbeitsplätze der Fischer gehen KANN, sondern nur um die Fischbestände.

    Auch wenn manch einer das immer noch nicht wahr haben will: Wir sind dabei, diesen Planeten kahl zu fressen.

    Dummerweise bekommt der Verbraucher im Supermarkt davon nichts mit. Das Ei aus "Bodenhaltung" ist billiger als das aus Freilandhaltung, also wird es gekauft. Das Fleisch aus der Hochleistungsmast ist billiger als das z.B. von Eichenhof-Schlachtereien, also wird es gekauft. Der Fisch ist dank rücksichtsloser Fangquoten und -methoden billig, also wird er gekauft. Vielleicht steht auch noch "Aquakultur" dran, dann wird ja alles in Ordnung sein.

    (Tip: Auch Lachs in Aquakultur will gefüttert werden - i.d.R. mit wild gefangenem Fisch...)

    Mit den Hintergründen will sich niemand auseinandersetzen, weil es dann nicht mehr schmeckt, und man sich die bewußtere Ernährung nicht leisten kann oder will.

    Ich mag dafür nicht einmal irgendjemand verurteilen, man denkt halt an sich selbst zuerst. Traurig macht es mich doch.

    Die erneut reduzierten Fangquoten sind nur ein kleiner Anfang. Wir werden uns noch ganz schön umgucken in den kommenden Jahrzehnten.
  3. #3

    Arbeitsplätze

    Genau, es bringt überhaupt nichts, auf die Arbeitsplätze zu schauen.
    Wenn die Bestände durch Überfischung kleiner werden, wird man in Zukunft auch deutlich weniger Fische fangen können. Wenn man jetzt unbegrenzt Fische fangen lässt, nur damit die Fischer jetzt Arbeit haben, wird es irgendwann keine Fische oder Fischer mehr geben.
  4. #4

    .

    So sehr ich die Notlage der Fischer vestehen kann: Aber wird weiter so gefischt wie bisher, ist einfach irgendwann nichts mehr da - und DANN sind alle Fischer auf einmal arbeitslos.
    Der Bestand muss sich erholen, erst dann geht auch wieder mehr.
  5. #5

    Fischarten

    Sie schreiben:
    "Dagegen dürfen die Fischer 2011 mehr Dorsch fangen. In der östlichen Ostsee beträgt das Plus 15 Prozent, in der westlichen Ostsee sechs Prozent."

    weiter unten:

    "Um beliebte Speisefisch-Bestände wie den Kabeljau steht es nach Angaben der EU-Kommission schlecht."

    Was ist der Unterschied zwischen Dorsch und Kabeljau? Und warum dürfen 15 % mehr Dorsch (Gadus morhua) gefangen werden, wenn es für den Kabeljau (Gadus morhua) schlecht aussieht?
  6. #6

    wsd

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Reaktion auf die Überfischung: Die Europäische Union hat die Fangquoten für Hering, Sprotte und Lachs in der Ostsee gesenkt. Die Bestände sollen sich erholen. Prompt haben sich erste Fischer arbeitslos gemeldet. http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...725598,00.html
    Prompt haben sich erste Fischer arbeitslos gemeldet......
    Diese nun arbeitslosen Fischer wären bald sowieso arbeitslos geworden weils keinen Fisch mehr gibt den diese hätten fangen können.
    Das kurzdenken kann der Mensch in vollkommenheit
    Was in 10 oder 20 Jahren unsere Kinder an Fisch essen ist uninteresant.
    Hauptsache jetzt sind die Netze noch halbwegs voll.
    Dabei landet von jedem Fisch den wir essen mehr als 80 % vom Fang in der Abfalltonne weil verdorben, als Beifang im Meer, als Katzenfutter, als Futter für Fischfarmen, etc.

    Erst wenn die Luft verpestet, das Wasser verseucht, der letzte Baum gerodet, der letzte Fisch gefangen ist wird die Menschheit verstehen das man Geld nicht fressen kann
    Das wusste schon ein alter Häuptling vor mehr als 100 Jahren.
    Wie recht er doch hat. Aber wie schnell dies eintrifft konnte nicht mal er erahnen.
  7. #7

    Ungenaue Nomenklatur

    Zitat von 72%Edelcacao Beitrag anzeigen
    Was ist der Unterschied zwischen Dorsch und Kabeljau? Und warum dürfen 15 % mehr Dorsch (Gadus morhua) gefangen werden, wenn es für den Kabeljau (Gadus morhua) schlecht aussieht?
    Wittling und Schellfisch sind auch Dorsche...
  8. #8

    Gefräßigkeit

    Wenn ich sehe, was hier in Hamburg in den portugiesischen Fischrestaurants täglich auf die Teller kommt, dann frage ich mich, wie Fischbestände zu retten sein sollen.

    Ökologisch logisch ist, dass man isst, was in der Umgebung wächst und vorkommt, und zwar in entsprechender Menge. Zwar haben wir Agrarfabriken, die unseren täglichen Fleischhunger auf unterstem Niveau billig befriedigen - um den Preis von antibiotika- und hormonverseuchtem Grundwasser, kippenden Gewässern wegen der Überdüngung etc. etc.

    Aber warum muss Lieschen Müller aus Pinneberg jedes Wochenende händevoll Gambas aus Aquakulturen in Indonesien futtern, bis sie ihr zu den Ohren rauskommen? Warum nicht öfter mal eine Forelle?

    Wieso müssen Fischer in Westafrika arbeitslos werden und hungern oder Importfutter in Plastikfolie verzehren, ggf. Almosenempfänger von Welternährungsorganisationen werden, die auf diese Art ganz en passant genmanipulierte Getreide loswerden bzw. deren Anbau erzwingen können? Aber wir weinen, wenn ein paar Fischer, die mit ihren hochmodernen Kuttern viel zu viel einkassieren, beruflich umsatteln sollen?

    Küstenvölker haben immer gefischt, und das sollen sie auch weiter tun dürfen, solange ihre Methoden und ihr Arbeitseifer in Verhältnis zu ihrem eigenen Bedarf stehen und nicht die Versorgung aller Lieschen Müllers in ganz Europa zum Ziel haben. Ist schon klar, dass das kein Fischbestand aushält.
  9. #9

    Arbeitslosigkeit oder leergefischte Meere?

    Während das Leerfischen der Meere nur durch die strengeren Fangquoten verhindert werden kann, so gibt es gegen die drohende Arbeitslosigkeit von 30 Kutterbesatzungen und manch einem Einzelfischer durchaus Abhilfe. Die Dimensionen sollten jedem klar sein: Eine Überfischung führt zu Artenarmut und zum Verschwinden weiterer Tierarten. Oft sind diese Vorgänge irreversibel. Das zu verhindern hat eindeutig Priorität, ist zwingend erforderlich. Während sich das Leben in der Ostsee für Jahrhunderte nicht erholen würde, könnten sich die betroffenen Fischer durchaus anpassen. Diese Fähigkeit hat der Menschen von Natur aus.








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