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Neue Polit-Serien im TV: Frau Vize macht sich lächerlich

HBOPolitik ist eine öde Sache? Nicht unbedingt. Das beweisen mehrere neue US-Fernsehserien, die allesamt sehenswert sind. Vor allem "Veep" überzeugt. Die bissige und witzige Sitcom über eine kaltgestellte Vizepräsidentin zeigt, wie peinlich es an der Spitze zugehen kann.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,847723,00.html
  1. #1

    Also ich hab sowohl die Piloten von Veep, The Newsroom und Political Animals (in der Reihenfolge) geschaut und nur Newsroom konnte mich zum dranbleiben bewegen.

    Veep fand ich komplett unlustig (genau wie bei Parks & Rec) und bei PA die Charakter zu anstengend.
  2. #2

    Gods Own President

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Politik ist eine öde Sache? Nicht unbedingt. Das beweisen mehrere neue US-Fernsehserien, die allesamt sehenswert sind. Vor allem "Veep" überzeugt. Die bissige und witzige Sitcom über eine kaltgestellte Vizepräsidentin zeigt, wie peinlich es an der Spitze zugehen kann.

    Newsroom, Veep, Political Animals: Polit-Serien dominieren US-TV - SPIEGEL ONLINE
    Ich wünschte mir, Sorin würde den jetzigen Wahlkampf, mit Tea-Party und Mormonen-Clan-Chef aufs Korn nehmen.

    Titelvorschlag: Gods Own President and the new Temple of Washington.
  3. #3

    First Family

    Es kommt auch noch "First Family", eine Art Mischung aus "West Wing" und "Cosby Show."
  4. #4

    Traurig wenn´s real ist

    "Mit mühsam verborgenem Triumphlächeln hält die Vizepräsidentin eine idiotische Ansprache zur Lage, bevor sie sich breitschultrig an die Stirnseite des Konferenztischs im Situation Room setzt."

    Hat Vizekanzler Westerwelle doch genau so gemacht.
  5. #5

    Tut er doch

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Ich wünschte mir, Sorin würde den jetzigen Wahlkampf, mit Tea-Party und Mormonen-Clan-Chef aufs Korn nehmen.

    Titelvorschlag: Gods Own President and the new Temple of Washington.
    Bis zu einem gewissen Grad wird das sehr scharfzuengig und aufmerksam in The Newsroom verarbeitet, gleich in einer der ersten Folgen. Da sich die Serie aber erst langsam an die Jetzt-Zeit herantastet, wird die Aufarbeitung der heutigen Zustaende jedoch erst noch kommen.
  6. #6

    Zitat von DJ Doena Beitrag anzeigen
    .....

    Veep fand ich komplett unlustig (genau wie bei Parks & Rec) ........
    Ja, schade und man hat gehofft, dass Julia Dreyfuss mit Christine den Seinfeld-Fluch überwunden hatte.
  7. #7

    Also ich halte Newsroom für Traumhaft gut bisher. Tea Party war doch auch schon ein Thema. Veep mag ich sehr, hat aber eigentlich weniger politischen Bezug. Aber der Cast ist klasse, mit einer wunderbaren Julia Louis-Dreyfuß und einem überragenden Tony Hale. Political Animals habe ich leider noch nicht gesehen. Ich glaube, dass der Humor von Veep nicht für alle was ist, weswegen viele gegenüber Veep wohl eine ablehnende Haltung einnehmen. The Newsroom ist bisher aber ganz große Klasse.
  8. #8

    Evangelikale Präsidenten und göttliche Autorität

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Ich wünschte mir, Sorin würde den jetzigen Wahlkampf, mit Tea-Party und Mormonen-Clan-Chef aufs Korn nehmen.

    Titelvorschlag: Gods Own President and the new Temple of Washington.
    Die Mormonen konnten Ende des 19. Jahrhunderts ihre Praxis der Monogamie zu Gunsten der Vielehe aufgeben,

    Die von Joseph Smith als göttliche Offenbarung beschriebene Anweisung, mehrere Ehefrauen zu nehmen, sonst würde er getötet, befolgten zu Beginn nur die Ältesten. Später befolgten auch einfache Mitglieder der Kirche diese neue Anweisung.

    Bei den Mormonen ist es ausdrücklich vorgesehen, dass Got oder seine Engel von Zeit zu Zeit vorbeischauen und nur den Ältesten neue Anweisungen offenbaren.

    Diese Praxis war mit der Verfassung der USA nicht kompatibel und führte nach vielen Wirren letztlich zur Ermordung des Kirchengründers. Abe Lincoln erließ schließlich ein Gesetz gegen die Vielehe, spätere Verschärfungen führten dann dazu, dass Mormonen in Polygamie kein politisches Amt merh ausüben durften.

    Kurz danach galt dieses Verbot auch für alle Menschen, die einer Religion angehörten, die die Vielehe akzeptierte.

    Da brachen dann die Mormonen mit der göttlichen Anweisung, die Vielehe zu praktizieren und verboten sie 1890 komplett.

    Man muss dazu sagen, dass religiöse Regeln, die das gesellschaftliche Leben einer Kirche über die Verfassung stellen, damals erstmalig per Gesetz verboten wurden.

    Ein Meilenstein. Heute allerdings kommt es doch wieder öfters vor, dass Politiker mit Gott gesprochen haben wollen, und sich daher auf göttliche Autorität berufen. Evangelikale Präsidenten sollte die US-Gesellschaft vermeiden.
  9. #9

    Korrektur, sorry

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Die Mormonen konnten Mitte des 19. Jahrhunderts ihre Praxis der Monogamie zu Gunsten der Vielehe aufgeben,

    Die von Joseph Smith als göttliche Offenbarung beschriebene Anweisung, mehrere Ehefrauen zu nehmen, sonst würde er getötet, befolgten zu Beginn nur die Ältesten. Später befolgten auch einfache Mitglieder der Kirche diese neue Anweisung.

    Bei den Mormonen ist es ausdrücklich vorgesehen, dass Got oder seine Engel von Zeit zu Zeit vorbeischauen und nur den Ältesten neue Anweisungen offenbaren.

    Diese Praxis war mit der Verfassung der USA nicht kompatibel und führte nach vielen Wirren letztlich zur Ermordung des Kirchengründers. Abe Lincoln erließ schließlich ein Gesetz gegen die Vielehe, spätere Verschärfungen führten dann dazu, dass Mormonen in Polygamie kein politisches Amt merh ausüben durften.

    Kurz danach galt dieses Verbot auch für alle Menschen, die einer Religion angehörten, die die Vielehe akzeptierte.

    Da brachen dann die Mormonen mit der göttlichen Anweisung, die Vielehe zu praktizieren und verboten sie 1890 komplett.

    Man muss dazu sagen, dass religiöse Regeln, die das gesellschaftliche Leben einer Kirche über die Verfassung stellen, damals erstmalig per Gesetz verboten wurden.

    Ein Meilenstein. Heute allerdings kommt es doch wieder öfters vor, dass Politiker mit Gott gesprochen haben wollen, und sich daher auf göttliche Autorität berufen. Evangelikale Präsidenten sollte die US-Gesellschaft vermeiden.








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