Die Mormonen konnten
Mitte des 19. Jahrhunderts ihre Praxis der Monogamie zu Gunsten der Vielehe aufgeben,
Die von Joseph Smith als göttliche Offenbarung beschriebene Anweisung, mehrere Ehefrauen zu nehmen, sonst würde er getötet, befolgten zu Beginn nur die Ältesten. Später befolgten auch einfache Mitglieder der Kirche diese neue Anweisung.
Bei den Mormonen ist es ausdrücklich vorgesehen, dass Got oder seine Engel von Zeit zu Zeit vorbeischauen und nur den Ältesten neue Anweisungen offenbaren.
Diese Praxis war mit der Verfassung der USA nicht kompatibel und führte nach vielen Wirren letztlich zur Ermordung des Kirchengründers. Abe Lincoln erließ schließlich ein Gesetz gegen die Vielehe, spätere Verschärfungen führten dann dazu, dass Mormonen in Polygamie kein politisches Amt merh ausüben durften.
Kurz danach galt dieses Verbot auch für alle Menschen, die einer Religion angehörten, die die Vielehe akzeptierte.
Da brachen dann die Mormonen mit der göttlichen Anweisung, die Vielehe zu praktizieren und verboten sie 1890 komplett.
Man muss dazu sagen, dass religiöse Regeln, die das gesellschaftliche Leben einer Kirche über die Verfassung stellen, damals erstmalig per Gesetz verboten wurden.
Ein Meilenstein. Heute allerdings kommt es doch wieder öfters vor, dass Politiker mit Gott gesprochen haben wollen, und sich daher auf göttliche Autorität berufen. Evangelikale
Präsidenten sollte die US-Gesellschaft vermeiden.