Neue Pläne: Yahoo-Chefin legt sich mit Aktionären an
REUTERSDie neue Yahoo-Chefin Marissa Mayer setzt erste eigene Akzente und nimmt die Strategie ihrer Vorgänger auseinander. Die Erlöse aus einem milliardenschweren Verkauf will sie offenbar in das Unternehmen stecken und nicht an Aktionäre auszahlen. Diese reagierten verärgert.
Da sieht man es mal wieder. Intelligente Anleger gibt es kaum noch. Überall muss der schnelle Profit her.
Yahoo hat langfristig nur eine Überlebenschance, wenn sie ihr Marktmodell radikal ändern und dazu brauchen sie Geld. Wer das nicht einsieht, sollte sein Geld besser gleich abziehen, anstatt über Jahre diesen scheintoten Riesen auszupressen.
Was macht eigentlich Yahoo heutzutage ? Außer das die vor gefühlten hundert Jahren mal eine recht bekannte Internet-Suchmaschine hatten fällt mir zu dem Laden absolut nichts ein.
Die Anleger sollten auf Frau Mayer hören und ihr das Vertrauen schenken. Yahoo braucht diese Finanzspritze, um den nächsten Innovationsschritt zu machen.
Dass man einen Konzern nicht gleich abschreiben sollte, wenn es einmal nicht läuft, ist in der Vergangenheit immer wieder gezeigt worden (Man denke an die kurzzeitige Renaissance von Puma-Produkten). Auch Nokia beweist das gerade mit dem neuen Pureview-Handy.
So eine Vorstandsvorsitzende würde auch manchem europäischen Konzern weiterhelfen. Eine Frauenquote braucht man dafür nicht, sondern nur eine gute Beobachtungsgabe, um Talente zu sichten. Ich bin mir sicher, dass Mayer Yahoo wieder auf Kurs bringen wird.