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Neue Nasa-Strategie: Obama schickt Raumfahrer ans Reißbrett zurück
Barack Obama verordnet der Nasa eine Radikalkur: Bei einem Besuch im Kennedy Space Center hat der US-Präsident das vorzeitige Aus für das neue Raumfahrtprogramm "Constellation" besiegelt. Flüge ins All will er künftig Privatfirmen überlassen - der Frust in der Behörde ist groß.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...689330,00.html
- #1 16.04.2010 11:07 von
Nasa
Diese Behörde aus der Hochphase des Kalten Krieges ist ja inzwischen wohl wirklich zu aufgebläht. Intelligentes Abspecken scheint mir da doch notwendig. Nur das mit der Privatisierung der Raumfahrt geht mir dann doch zu weit. Wohin das führen kann sieht man ja z.B. am desaströsen Zustand der Britischen Eisenbahn. Und wenn unsere DB in absehbarer Zeit an die Börse geht... ;(
- #2 16.04.2010 11:14 von
NASA ist eben nur eine alte Behörde
1969 - die NASA killt Apollo und Saturn V
1986 & 2003 - die NASA wendet sich vom Space Shuttle bzw. seiner Weiterentwicklung ab.
2016 - die NASA wollte die ISS schliesen
Die Ares I wurde als Todes-Rüttelrakete konzipiert. Die Ares V war selbst mit 6 Triebwerken zu schwach für Cosntellation. Und der Mondlander Altair sollte per Größe von 3-4 Telefonzellen 4 Astronauten auf Monate eine Mondheimat bescheren.
Die NASA hatte 1969 ihren großen Triumph bei Apollo 11 - und sie die verfiel schnell danach. Es ist nun mal eine Behörde und kein Wirtschaftsunternehmen. Effektivität und Langfristigkeit sind da prinzipiell fehl am Platz.
Und wenn nun Boeing statt NASA Menschen isn All befördern soll dann macht das auch Sinn. Ebenso wäre langfristig in der EU Airbus geeignet als ESA für solche Aufgaben.
Wie die Planung 'bis 2015' zeigt ist selbst die Hoffnung auf 'Saturn V' reloaded nur mit viel Zeitrahmen per NASA überhaupt (noch) machbar. Wobei schon für die Saturn V in den 60er Jahren eine wiederverwendbare 1. Stufe und damit Kostensenkungen deutlich unter Ares V (2008) in der Vorplanung waren. Das zeigt wie weit weg die NASA heute von den nötigen Aufgaben einer zukünftigen bemannten Raumfahrt ist.
B. Obama hat nun ein Programm präsentiert was den technischen Möglichkeiten der NASA entspricht - mehr ist da nicht drin bei dieser Behörde. - #3 16.04.2010 11:39 von
- #4 16.04.2010 11:58 von HAL9000
Scrap the Stick!
Das Constellation Programm war von Anfang an eine einzige Katastrophe, im wesentlichen auf sog PORK BARREL Geschäften aufgebaut. Unter einem PORK BARREL Geschäft verstehen die Amerikaner Projekte, durch politischen Einfluß zustande kommen.
Siehe http://www.spacedaily.com/reports/Sc...Stick_Now.html
Obama macht genau das Richtige: SpaceX, so sie denn Ihr Zeug ans fliegen bekommen, nutzen die bewehrten Konzepte der 60er (Flüssigtreibstoffe, Kerosin/Sauerstoff für die ersten Stufen, gebündelte Triebwerke). Schon der Shuttle war eine fatale abkehr von diesen Erfolgsrezepten.
Wenn die Falcon9 sicher fliegt, dann hat die USA wieder einen zuverlässigen Träger und damit Zugang zum Weltraum.
Die Nasa sollte sich mit den Grundlagen einer zukünftigen Technik nach der Falcon9 beschäftigen.
Und zu guter letzt, all das betrifft nur die bemannte Raumfahrt. Das Constellation-Programm war für die im Artikel gelisteten Faktoren "Luftfahrt, Ölerkundung, Fernsehen, Mobilfunk - und nicht zuletzt die US-Rüstungsindustrie" völlig unbedeutend. Letztlich, wegen seiner Mängel, sogar eher belastend. - #5 16.04.2010 12:05 von HAL9000
Nasa
Ich stimme dem Behörden bashing nicht zu. Auf Dauer ist die NASA unverzichtbar, da gerde sie (im Gegensatz zu kommerziellen Unternehmen) wirklich langfristig denken kann. Und Obama gibt ihr diese Chance zurück.
Denn ausser Fake-Business ("Weltraumtourismus") gibts kommerziell im Weltraum noch lange nichts zu holen - zumindest nix was den Einsatz von Menschen rechtfertigen würde.
Heute fördern Unternehmen kommerziell Öl in 3000m Wassertiefe ohne das je ein Mensch dort unten was verschraubt hätte. Warum solle in den vergleichweise netten Umwelt des Weltraumes plötzlich ein Mensch nötig werden? Kostet nur Geld! - #6 16.04.2010 12:06 von
Nasa als Führung...
Vielleicht wäre es am geschicktesten die Infrastruktur und das Gelände das die Nasa beherbergt dafür zu nutzen auch externe Firmen anzusiedeln.
Diese könnten auf gewissen Gebieten autark, und da wo sich Synergien ergeben untereinander zusammen bzw. auch mit / für die Nasa arbeiten und Einrichtungen wie Montagehallen, Energie/Treibstoff- etc. Versorgungen oder Launchpads gemeinsam nutzen.
Cape Canaveral sozusagen als Silicon Valley der amerikanischen Weltraumfahrt - wobei die Nasa den Part übernimmt der für die Firmen unwirtschaftlich ist (wie Konzepte zu Mond-/Marslandungen etc..), und hierfür soviel "Grundlagen" - Forschungsgelder erhält wie es der Haushalt eben zulässt. Zudem könnte die Nasa eine gewisse Oberaufsicht über laufende Entwicklungen halten, damit nicht Gelder durch z.B. simultane Entwicklungen sinnlos verbraten werden. - #7 16.04.2010 12:27 von
Was soll's
Den Amis gehen doch ohnehin die Ingenieure aus.
Und der Feind ist nicht mehr der schlaue Russe, sondern der fanatische Moslem. Dem kommt man nicht mit Weltraumtechnik bei, sondern mit einer klugen Politik im Nahen Osten.
Allerdings ist das bei Obama auch eine klare Fehlanzeige. - #8 16.04.2010 12:39 von Sanierer
Strategie? Wo denn?
Unter dem Amirock is garnix, da is nix und da war nix - zumindest kein Geld mehr :-)
Oho, die Raumfahrt in ihrer größten Krise? Aber halt, da gibt es doch diesen Millirdär, der schon 100km hoch fliegen kann... Lachplatten, wo man nur hinschaut. Da ist der Mars dann schon wieder außerhalb der Reichweite bis da dann was kommt.
Aber wir haben ja noch die 6 Leute in Russland in der Mars-Simulation - Big Brother Mars(R) kommt sicher bald ins Fernsehen... ;-)
Und ehrlich gesagt, Raketen sind doch auch hoffnungslos antiquierte Technik. Käme man nicht auch smarter ins All? Ich denke schon... - #9 16.04.2010 13:17 von
Puttkammer anno 1999
http://www.heise.de/bin/tp/issue/r4/...378&mode=print
"Nein, wir weinen der Saturn V keine Träne nach ... " - und ein Lob auf das Space Shuttle.
Dann kam 2003 - Colombia und die NASA hat ihre Grundüberzeugung = keine (neuen) Großraketen praktisch übergestülpt bekommen. Kein Wunder dass die Ares V so lasch entwickelt wurde während die kleines Ares I mit Milliarden unterfüttert wurde.
Und Ares I repräsentiert natürlich auch den Verzicht auf Raum-Touris. Das sollte alles weiterhin ein exklusiver Club bleiben.
J.v.Puttkammer hat diese Strategie mit gezogen und nun hat die NASA Probleme. Ihre Ares I / Orion ist sinnlos ohne ISS und Mondlandungen waren eh erst frühesten 2024 wieder vorgesehen.
Eine ISS II hingegen würde große Träger und Designs wie Skylab erfordern. Dazu ist aber die NASA lustlos gewesen.
B. Obama hat mit seinem Programm den gordischen Knoten im Hirn der NASA-Denker durchschnitten. Und nun können die mal (wieder) auf Ziel hin arbeiten.
Die NASA bekommt jährlich $19 Mrd. und muß damit auch haushalten. Es ist auch Unsinn zu erawrten hier mal schnell +$10 Mrd. aufzustocken denn solche Beträge könnte nie wirtschaftlich mit dem Basispersonal bearbeitet werden.
Jetzt gibts ein reduziertes Ziel und bis 2015 /2025 dürften jährlich $2-3 Mrd. reichen um Ergebnisse zu erhalten.
B. Obama ist politisch so schlau nicht selbst die vemannte US-Raumfahrt zu beerdigen. Entweder Industrie plus NASA bringen wasw tragbares hin oder 2020 endet zusammen mit der ISS dann die bemannte Raumfahrt ... weltweit ?
Wie der Fall Apollo / Saturn Ib-V zeigt zerstört man gewaltige Investitionen wenn man Programme einfach kappt. Hätte die NASA Beides im technologischen Standby = ohne Flüge erhalten wäre Constellation längst teils im Gange.
Die Saturn 1B war ein robustes System und die Apollo benötigte nur Umbau von Reinsauerstoff auf Atmosphärendruck.
Aber die Entscheider der NASA wollte jede interne Konkurrenz zum Shuttle wegbeisen. Wie sie auch bei Ares I die Alternativen Atlas V und Delta IV früh wegdrückten.
Machtspiele auf Kosten der US-Steuerzahler sind aber nicht dauerhaft umsetzbar.
Und der hochnäsige Umgang der NASA mit Russen bis Europäern gerade wg. Constallation war die letzten Jahre überdeutlich.
Das Interesse an bemannte Raumfahrt ist weltweit bescheiden vorhanden. Mir schafft ein bemannter Marsflug auch mehr Spass als neue Airbus A400M Miltärflieger.
Und Weltraum-Touristen - warum nicht ? Ein kleines exklusives Touri-Erlebnis für die oberen zehntausend auf Erden.
B. Obama macht eben nicht die NASA nach welche 1969 ff. einfach Apollo und Saturn in die ewige Verdammnis jagdte.
Daher ist seine Entscheidung um Lichtjahre den dumpfen Beamten der NASA voraus.
Bleibt noch die Hoffnung auf eine Präsidentin Sarah Palin.
Wobei jene eine bemannte Landemission zu Venus (nur Männer erlaubt) genehmigen wird die den Treibhauseffekt endgültig hautnah widerlegen sollen.
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