Neue Militärtechnik: So kämpft der*Soldat von morgen

Minikameras am Helm, Tarnkappen-Drohnen am Himmel, Hilfs-Skelette namens "Hulc": Eliteeinheiten begreifen sich auch technologisch als Speerspitze der Streitkräfte. Sie sind oft die ersten, die von*Hightech-Entwicklungen profitieren - und neue Waffen wie die "Kotzstrahlenkanone" einsetzen sollen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...776027,00.html
  1. #10

    Sehr richtig, aber...

    Zitat von ch@rybdis Beitrag anzeigen
    ... die Tatsache, dass durch das Militär seit jeher Entwicklungen vorangetrieben wurden, die irgendwann auch einmal ihren Nutzen außerhalb von Konflikten gefunden haben.

    Schade finde ich nur, dass durch ein deutsches Nachrichtenmagazin ausschließlich über us-amerikanische Entwicklungen berichtet wird oder seitenweise Spezialeinheiten der USA oder aus GB porträtiert werden, die heimische Bundeswehr aber lediglich mit einem "über das KSK ist nur wenig bekannt" (s. Artikel vergangene Woche über militärische Spezialeinheiten) abgehakt wird und ansonsten nur vermeintliche "Misserfolge" der Bundeswehr, deren angebliche Disziplinlosigkeit oder wohlmögliche "Verdummung" im Zusammenhang mit der Aussetzung der Wehrpflicht Eingang in die Berichterstattung von SPON findet.

    Wann fängt in Deutschland endlich das an, was sowohl in den USA als auch in GB an der Tagesordnung ist: ein auch durch die Medien geförderter Respekt bzw. Dank gegenüber unseren Soldaten, die im Ausland (und nicht nur in AFG!) über Monate hinweg ihre Gesundheit und ihr Leben auf's Spiel setzen, um die freiheitlich demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland zu verteidigen, durch die Medien wie SPON im Rahmen der Pressefreiheit erst möglich gemacht werden?
    ....wie sollten die Medien denn Ihrer Meinung nach berichten? Hierfür wäre für einen großen Teil eine begriffliche Kehrtwendung nötig. Ich war (bis vor kurzem) über 40 Jahre in der internationalen IT-Technik u.a. als Entwickler tätig und kann die Fähigkeit der Streitkräfte zu Innovationen (neue Ideen bis zur konkreten Konzeptentwicklung) beurteilen. Und hier liegt die Bundeswehr vor den schwedischen Militärs einsam an der Spitze. Teilweise, mehr als neidvoll anerkannt, mit einem Vorsprung bis zu 5 Jahren. Das liegt u.a. an der Möglichkeit, in Deutschland technische Offiziere für einen langen Zeitraum in die Industrie und an Hochschulen zu beurlauben. Und jetzt erzählen Sie mal, wie die deutsche Journaille von ihrem Vorurteil "Breit fahren und schmal denken" herunterkommen will? Abgesehen davon, müsste sie anerkennen, dass der Anteil an akademischen Abschlüssen nirgendwo so hoch wie bei den deutschen Offizieren ist.
  2. #11

    Nein

    Zitat von leser_81 Beitrag anzeigen
    Vieles dieser Technologien insb. im Bereich der Infanterieausrüstung sind technische Spielereien.
    Nicht alles aber vieles. Da schleppen Bundeswehr Soldaten .....
    Kurz gesagt: Nein. Die GPS Empfänger sind auch nicht grösser, als sie zivilen Varianten, die Optiken bei den Gewehren halten wesentlich mehr aus, als sie schreiben. Informieren sie sich bitte. Stichwort Infanterist der Zukunft - Erweitertes System
  3. #12

    Zitat

    Rambo: "...und ich dachte der Verstand wäre die stärkste Waffe".
    Marshall Murdock: "Tja, die Zeiten ändern sich eben"
    Rambo: "Ja, für manche Leute...."
  4. #13

    .

    "I'm not going to fire a $2 million missile at a $10 empty tent and hit a camel in the butt." (G.W.Bush)

    Man fragt sich angesichts der Lage in Afghanistan und im Irak, ob die teuren Hightech-Waffen überhaupt nützen und ihren Preis rechtfertigen.
    Aber die Industrie will verdienen und das Militär will was zum spielen.
  5. #14

    Ähh...

    Zitat von Mac_Beth Beitrag anzeigen
    Wir leben in Deutschland, das sagt doch schon alles.
    Das ganze Land befindet sich immernoch in der Therapiephase für das Kriegstrauma. Auf Militär und Krieg einzudreschen ist nach wie vor im Trend.

    Ich verstehe auch nicht warum die Welt so ein Problem damit hat unsere moralische Überlegenheit anzuerkennen! Wiedermal liegen alle falsch, bis auf den deutschen Michel.

    Ops...da war doch mal was...!
    ..ein sehr positiver Trend wie man allerdings bemerken muss. Das Militär braucht keinen guten Ruf. Wodurch sollte es den erwerben. Das Töten von Menschen fordert keine Dankbarkeit heraus. Wer Soldatentum glorifiziert begeht einen großen Fehler.
  6. #15

    Soso ...

    "Das ist wichtig, wenn wir in einer Umgebung mit gemischter Bevölkerung operieren", erklärte Sanders. "Jemand könnte etwas tragen, das aussieht wie ein Baby, in Wirklichkeit aber eine Waffe ist." Oder auch umgekehrt, was die Socom-Frau freilich nicht eigens betonte."

    ... der Säugling im Stiele einer Panzerfaust. Ist vielleicht mal was anderes als immer zahnlos und rosig.
  7. #16

    gedankenloses Pauschalisieren und Verharmlosen von Kriegsfolgen

    Zitat von Mac_Beth Beitrag anzeigen
    Wir leben in Deutschland, das sagt doch schon alles.
    Das ganze Land befindet sich immernoch in der Therapiephase für das Kriegstrauma. Auf Militär und Krieg einzudreschen ist nach wie vor im Trend..
    Und dieser deutsche Trend ist im Prinzip richtig!

    Haben die USA (bis auf ein paar durchgedrehte Vietnam- und neuerdings Irak-Veteranen) überhaupt noch präsenten Bezug zu traumatischen Kriegserfahrungen der eigenen Bevölkerung? Fehlanzeige. Die Reps (und nicht nur die) sehen Krieg doch allzu häufig nur noch durch die Überlegenheits-Brille, als "Kinderspiel" der Westernhelden. Ländern wie Deutschland, Japan, Vietnam sollten aus ihren traumatischen Erfahrungen heraus noch sehr viel lauter darauf dringen: Nie wieder (vermeidbarer) Krieg!! Von UNO-legitimierten Waffengängen zur akuten Verhinderung eines Völkermords mal abgesehen (Screbrenica, Kosov, Dafur, Südsudan, Libyen, usw.) Der Irak- und Afghanistan-Krieg waren in der heutigen Dimension vermeidbar. - Von der Flugverbotszone im Nordirak zum Schutz der Kurden mal abgesehen, die durch George Bush Sen. verhängt wurde, um dort einem Völkermord vorzubeugen.
  8. #17

    So verharmlost der Spiegel von heute

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Minikameras am Helm, Tarnkappen-Drohnen am Himmel, Hilfs-Skelette namens "Hulc": Eliteeinheiten begreifen sich auch technologisch als .....
    Ui. Toll. Bitte unbedingt mehr von diesen neuen hochteschnischen Tötungstechnologien.
  9. #18

    Tragische Entwicklung

    Die Fortentwicklung der Militärtechnik und die aufrüstung der Elite Einheiten ist doch nicht dazu da um Kriege zu führen.Hier wird doch wieder geplant, wie man Völker mit Technik unterdrücken kann. Man stelle sich vor totalitäre Regime haben einen Überwachungsapparat,dazu noch Elite Einheiten die jeden einfachen Soldaten töten können. Internet und Telefonate werden überwacht, in Aufständischen Gebieten fliegen Drohnen umher die wo möglich bespitzeln und Demokratie bewegungen gleich im Keim ersticken.

    Wenn das Volk nicht mehr den Weg über eine Revolution gehen kann, dann ist die Demokratie am Ende! Denn dann können sich System etablieren, die Schritt für Schritt undemokratischer werden. Regierungsgegner können mit der richtigen Überwachungstechnik schon ausgesondert und isoliert werden. Am Ende werden ihnen verbrechnen vorgeworfen und sie werden eingesperrt.

    Zum Glück werfen wir dafür das Geld aus dem Fenster. Wo man sich doch auch mit Steinen gegenseitig tot werfen kann. Mit dem Geld könnte man ja auch nicht wichtigere Sachen machen!
  10. #19

    Logikst

    Zitat von Mac_Beth Beitrag anzeigen
    Wir leben in Deutschland, das sagt doch schon alles.
    Das ganze Land befindet sich immernoch in der Therapiephase für das Kriegstrauma. Auf Militär und Krieg einzudreschen.......
    Aha, wenn ich den letzten und sehr seltsamen Satz von Ihnen richtig interpretiere, dann soll das heißen, dass wir Deutschen deshalb voll die Faschos sind, weil wir uns nicht wie Faschos verhalten wollen, die Deutschland über allem sehen.

    Verstehen Sie sich wenigstens selbst?
    PS: Waffen töten Zivilisten. Waffen töten fast nie die Verursacher der Kriege. Kriege dienen fast immer den finanziellen Interessen einiger weniger. Sollte sich nach so vielen Jahrtausenden Menschheitsgeschichte langsam rumgesprochen haben