Neue Mars-Mission: Nasa will Roten Planeten anbohren

JPL / NASAIn vier Jahren will die Nasa die nächste Sonde auf dem Mars absetzen: "InSight" soll das Innere des roten Planeten erkunden und unter anderem klären, ob der Mars einen flüssigen Kern hat. Auch ein in Deutschland gebautes Instrument wird mit an Bord sein.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...851143,00.html
  1. #1

    Falsche Priorität

    Für mich ist die verstärkte Forschung des Mars völlig unverständlich: JDW, janz wei draussen, wie der Berliner sagen würde, umkreist den Jupiter ein Mond aus Eis, in dessen inneren ein gewaltiger Ozean aus flüssigem Wasser (und evtl. Leben) sein könnte. Anstatt sich endlich aufzumachen und in das äussere Sonnensystem vorzudringen, wird ein so gut wie abgegraster Himmelskörper noch auf die kleinsten Details hin untersucht. Dieses Vorgehen ist für mich völlig unverständlich, auch wenn das oben präsentierte Projekt sicherlich auch interessante Ergebnisse liefern wird.
  2. #2

    Vielleicht ....

    Zitat von JuliusGrief Beitrag anzeigen
    JDW umkreist den Jupiter ein Mond aus Eis, in dessen inneren ein gewaltiger Ozean aus flüssigem Wasser (und evtl. Leben) sein könnte.
    Vielleicht lässt sich das in der Wüste von Nevada nicht so einfach nachbilden.
  3. #3

    Rohstoffe

    Zitat von JuliusGrief Beitrag anzeigen
    Anstatt sich endlich aufzumachen und in das äussere Sonnensystem vorzudringen, wird ein so gut wie abgegraster Himmelskörper noch auf die kleinsten Details hin untersucht. Dieses Vorgehen ist für mich völlig unverständlich, auch wenn das oben präsentierte Projekt sicherlich auch interessante Ergebnisse liefern wird.
    Mein Tipp für den "Mars-Hype": Rohstoffe! Nachdem bei uns langsam die seltenen Erden und Ähnliches knapp wird...
  4. #4

    "Die Erkundung des Mars hat für die Nasa höchste Priorität"

    Für die Menschheit dürfte die Erkundung des Mars wohl die geringst mögliche Priorität haben. Das Geld, das nun weltweit (selbst in Indien) für zukünftige Marsmissionen rausgepfeffert wird, könnte so unglaublich viel sinnvoller in medizinische Forschung und soziale Projekte investiert werden...
  5. #5

    Zitat von level Beitrag anzeigen
    Vielleicht lässt sich das in der Wüste von Nevada nicht so einfach nachbilden.
    Dann nehmen sie halt die Pinguinanlage im Zoo von Orlando bei Nacht. ;-)
  6. #6

    Mars Mission der Nasa

    Bei einem so teuren Projekt von Sage und Schreibe
    1,2 Milliarden Dollar war es unmöglich einen Seismografen
    mitzunehmen, die es auf unserer Erde zu tausenden gibt?
    Ich erinnere mich in diesem Fall an die Geschichte aus dem
    Mittelalter, als man in Nürnberg ein Gebäude errichtete und
    dabei aber vergas es mit Fenstern auszustatten .Um deren
    Dummheit voll zu demonstrieren, versuchte man anschließlich,
    das Tageslicht per Eimer in das Gebäude zu tragen .
    Worin erkennt man den wahren Fortschritt?
  7. #7

    Zitat von JuliusGrief Beitrag anzeigen
    Anstatt sich endlich aufzumachen und in das äussere Sonnensystem vorzudringen, wird ein so gut wie abgegraster Himmelskörper noch auf die kleinsten Details hin untersucht.
    Es wird sich ja ins äußere Sonnensystem aufgemacht. CASSINI ist gerade dort und untersucht den Saturnmond Titan, der nicht nur einen internen Ozean, sondern auch Seen an der Oberfläche hat.
    Und JUICE wurde gerade ausgewählt als Mission zu den von Ihnen gewünschten Jupitermonden, wenngleich noch nicht als Landemission. Das kommt aber sicherlich auch irgendwann. Es geht aber auch nicht alles gleichzeitig. Zumal das Jupitersystem sehr schwierig ist: wenig Sonnenlicht, viel Elektronikzerstörende Strahlung, weit weg = teure Nutzlast.

    Von "abgegrast" kann beim Mars keinerlei Rede sein: der Planet hat in etwa die Landoberfläche der Erde, und von Landegeräten besucht wurde bislang eine Fläche, die ein Spaziergänger an einem Tag erkundet hätte (Geologen brauchen etwas länger, da sie gründlicher gucken ;-) )
    Außerdem wird InSight geophysikalische Experimente durchführen und das tiefe Innere des Mars erkunden, über das nur sehr wenig bekannt ist.
  8. #8

    Zitat von rolandjulius Beitrag anzeigen
    Bei einem so teuren Projekt von Sage und Schreibe
    1,2 Milliarden Dollar war es unmöglich einen Seismografen
    mitzunehmen, die es auf unserer Erde zu tausenden gibt?
    Ich weiß jetzt nicht so recht, von welcher Mission sie sprechen...
    InSight kann es nicht sein, denn da ist, wie im Artikel zu lesen, ein Seismograph dabei, und die wird nicht annhähernd 1.2 Milliarden Dollar kosten. Curiosity kann es auch nicht sein, denn die wird nach abschluß mehr gekostet haben.
    Also wovon sprechen Sie?

    Abgesehen davon, daß die Standardseismographen, die es auf der Erde gibt, für einen Einsatz im Weltraum wenig geeignet sind, da sie zu groß, zu schwer und zu schwierig aufzustellen sind (vertikale!).
  9. #9

    Zitat von chris_7599 Beitrag anzeigen
    Mein Tipp für den "Mars-Hype": Rohstoffe! Nachdem bei uns langsam die seltenen Erden und Ähnliches knapp wird...
    Und wie sollen die bitte zur Erde gelangen? In diesem Jahrhundert sicherlich nicht mehr. Wenn es überhaupt so weit kommt, wird es in ca. 20 bis 25 Jahren zur ersten bemannten Mars-Mission kommen. Diese wird eine One-Way-Angelegenheit sein, sprich die Astronauten werden nie mehr zurück zur Erde kommen. Wie sollten Sie auch? Um einen Planeten zu verlassen, der fast die selbe Gravitation, wie die Erde aufweist, müsste man dort vor Ort die selben Startrampen etc. sowie die komplette Raketentechnik vorrätig haben.

    Und ob man auf dem Mars jemals Rohstoffe findet, die wir hier so "dringend" benötigen, mag durchaus bezweifelt werden. Ich würde zuerst mal auf dem Mond suchen. Der war zumindest mal ein teil der Erde...