Schlaue Handys und soziale Netzwerke verändern unser Einkaufsverhalten: Kunden werden allwissend, die ganze Welt wird zur Werbetafel - und zum Warenregal. Ein Tag im Leben eines Konsumenten im Jahr 2020.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...749162,00.html
Also diese Zukunftsvision ist ja unglaublich. Endlich! All die SAchen, die heute schon funktionieren werden in 2020 noch besser funktionieren. Super! Eine Prognose wie vom BWLer gezimmert. Ohne jede echte Innovation. Ohne Phantasie oder Fantasie wie das jetzt heisst.
Ja die Werbung wird immer weite vordringen wenn es so weiter geht wie bisher. Vielleicht kollabiert aber auch die Wirtschaft nach der nächsten Finanzkrise. Oder Helmut Kohl wird Kaiser von Deutschland.
Brave new World ist schon längst Geschichte und die Überwachungsphantasien ala 1984 sind auch schon da. Nur nicht so offensichtlich wie in 1984 beschrieben.
Wir führen längst Kriege gegen Eurasien oder wie auch immer der Gegner denn in 1984 heisst. Und wir nutzen längst Neusprech. Nur nicht so plump wie in 1984. Und längst nicht so statisch.
Wir brauchen auch keine genetischen Experimente um Brave New World zu erreichen. Das geht auch einfach mit TV.
Diese Zukunft ist schon längst Realität, SPON ein Teil davon und alles bleibt anders.
Das war schon immer so.
All das Beschriebene gibt es doch schon heute. Der Artikel ist so visionär wie eine lineare Funktion. So wird es kommen wenn all die uninspirierten Idioten auch in 9 Jahren noch den Fortschritt bestimmen. Zum Glück haben sie das noch nie. Davon abgesehen wird es bestimmt anders. Wahrscheinlich ist es egal ob die Frühstücksflocken interaktive Banner haben wenn wir keine Frühstücksflocken haben. Aber vielleicht kollabiert auch erst 2030 alles. Ich für meinen Teil wünsche mir 2050 dann bin ich bestimmt schon Radieschendünger (es sei denn die Erben haben sich nicht an die Regeln gehalten).
Ja die Vision istso visionär wie ein Furunkel am Arsch. Aber warum muss für 9 Jahre in der Zukunft gleich die Apokalypse an die Wand gemalt werden. Wir werden auch in Zukunft graduelle technologische Weiterentwicklungen geben. Ganz egal ob nun hier alle zum Islam konvertieren oder nicht.
Selbst in dem abstrusen Szenario, dass alle zu Al-Kaida überlaufen wollen doch alle Essen. Also wird es ohne Technologie nicht gehen. Am Ende werden wir dann doch da landen wo wir schon sind. Also ganz so wie der Artikel das beschreibt. 2020 ist wie 2011 nur eben für mehr Leute.
Einzige mögliche Alternative: Uns gehen die Rohstoffe aus um all die Gadgets zu bauen. Dann sieht die Zukunft anders aus.
Touchscreen, Banner, Überwachung, Unternehmen, die mit meinen Daten handeln, manipulierte Werbung. Alles schon existent. Da ist ja Gattaca visionärer.
Es gab da mal einen Science-Fiction oder besser einen Future-Fiction in dem die Gesellschaft so aufgebaut war, dadd alle konsumieren mussten. Nur Reiche konnten sich vom Konsum freikaufen. Vielleicht läuft es ja darauf hinaus. Wobei ich grosse Hoffnungen habe, dass uns vorher die Ressourcen ausgehen.
Bedingt durch die Nuklearkatastrophe von 2011 wurden bis 2020 alle Reaktoren weltweit abgeschaltet. Der dadurch entstehende Strommangel konnte durch keine alternativen Energien ersetzt werden. Ausserdem hat sich der Erdöl bereits 2012 so verteuert dass nur ganz wenige es sich leisten konnten ein Auto zu besitzen. Angefangen hat alles mit den Unruhen in Saudi Arabien. Dies hat damals auch den Kollaps des US-Dollars zur Folge, und folglich den Verfall aller Währungen weltweit. Die große Depression die 2012 richtig eingesetzt hat, ist noch nicht vorbei. Zwar wurde die Weltwährung eingeführt, aber die Welt ist nicht mehr wie wir sie konnten.
Dadurch dass viele kleine Städte von der Energieversorgung abgeschnitten wurden, sind Menschen entweder ans Land oder in die großen Städte umgezogen. In allen großen Städten herrschen strenge Kontrollen, außerhalb herrscht Anarchie und chaotische Zustände. Da die Regierungen nicht in der Lage waren die Kontrolle zu behalten, treiben jetzt vereinzelte Banden ihr Unwesen. Ganz wichtig sind außerdem die religiösen Führer wie der Papst in Westen, und Imam in mittlerem Osten, wo sich alle islamischen Nationen vereeint haben.
Klingt alles gar nicht mal so unrealistisch, bis auf die m.E. überschätzte Langzeitwirkung von Facebook. Klingt auch alles ganz nett, unter der Prämisse, dass man den Überblick behält und die Möglichkeit, sich der Vernetzung da zu entziehen, wo man's nicht will.
Ich persönlich befinde mich oft in Situationen, wo ich über irgendwas nachdenke und gern stante pede eine Information hätte - was für eine Firma stellt diesen Joghurt her, sind irgendwelche Freunde von mir grad in einer zeitnah erreichbaren Kneipe, gibt's diesen Laptop irgendwo in dieser Stadt günstiger. Solche Infos hätte ich gern überall und sofort.
Im Urlaub in etwas ärmeren Ländern trifft man immer auf Touts. Taxi? Come to my shop? Give money? Sowas brauche ich persönlich dann nicht auch noch in digital. Und meine Kneipenabende gehen meine Arbeitskollegen mal gar nix an. Ansonsten kann die Zukunft wegen mir ruhig kommen.
Nur meine Meinung, soll kein Leitfaden für irgendwen sein.
Wir müssen uns endlich von diesen verschwenderischen Konsumterror trennen, wir können und dürfen auf dieser Art nicht weitermachen, wir verschwenden nur die Ernegie und Rohstoffressourcen.
Es kommt auf eine Nachhaltigkeit an, es müssen langlebige Produkte in einer guten Qualität hergestellt werden, der billige Schrott darf nicht mehr produziert werden, wir können es uns nicht mehr erlauben.
HR
erst mal zum letzteren:
das Problem ist die Qualität der auf herkömmliche Weise gewonnenen Informationen; sie sind oft ungenau, unvollständig und es erfordert nicht unerheblichen Aufwand sie zu gewinnen - sogar dann, wenn man der jeweiligen Landessprache mächtig ist. Sprich: je fremder die Umgebung und je weniger Zeit man hat, umso nützlicher ist ein internetfähiges mobiles Gerät mit Ortungsfunktion.
einer der einleuchtendsten Vorteile der Benutzung von fb liegt sicherlich in der Wirkungsweise, für die fb ursprünglich gedacht war und gebaut wurde: indem es Möglichkeiten in die Hand gibt, flüchtige oder verflüchtigte Bekanntschaften beliebig und zeitnah zu intensivieren.
Bsp.: Ein Freund schleppt sie zu einer Party, dort unterhalten sie sich mit einer jungen Dame, die aber plötzlich verschwunden ist. Mithilfe von fb (oder einem vergleichbaren Werkzeug) können sie bereits am selben Wochenende mit ein paar Mausklicks zu dieser Dame einen Kontakt knüpfen, ohne gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. Ohne fb würden sie sie wahrscheinlich nie wiedersehen. Ihr Leben würde womöglichen einen gänzlich anderen Verlauf nehmen.
Oder sie haben alte Freunde aus den Augen verloren, die inzwischen in Alaska wohnen? Plötzlich ein sehr lösbares Problem.
Ein überaus angenehmer Seiteneffekt: da sich über soziale Netzwerke sämtlicher privater Gossip abwickeln lässt, klingelt das Handy viel seltener, nämlich nur dann, wenn es tatsächlich wichtig ist.