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Neue Ideen zur Euro-Rettung: Sahra Wagenknechts erzliberales Manifest

dapdGriechenland steht vor der Pleite, die spanische Bankenrettung verpufft: Höchste Zeit, sich nach neuen Ideen in der Euro-Krise umzuschauen. Den interessantesten Plan hat ausgerechnet die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...845862,00.html
  1. #1

    optional

    Hätte ich nicht gedacht, aber das klingt alles nicht schlecht. Erfolgversprechender als das momentane Durchwursteln, was nur ein Schrecken ohne Ende bedeutet. Und die Bankster wären auch gestoppt. Ich werde doch als ehemaliger FDP-Wähler das nächste mal nicht die Linke wählen.
  2. #2

    ok, machen wir das!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Griechenland steht vor der Pleite, di
    klingt zwar wirklich erzliberal, aber wir leben nun mal in einer marktwirtschaft und da ist die pleite die logische folge der spekulation. damit hat die frau tatsächlich dem marxismus abgeschworen. lassen wirs auf uns zukommen. fest steht auf jedenfall eins: die wirtschaftsliberalen von der schwarz-geld-koalizion können dagegen nun wirklich nix haben. die folgen wären nicht mal wirklich schlimm...außer dass ein paar milliardäre eine unbestimmte summe virtuellen geldes verlieren, der kleinsparer aber nicht. aber der kleinsparer hat sich ja auch nicht ins investmentbanking verstrickt.

    ich find's in ordnung.
  3. #3

    zu wenig

    Was spricht eigentlich dagegen Banken und Versicherungen komplett zu verstaatlichen und Großindustrie ab einer bestimmten Größen zum Teil? Das wäre mal revolution- und visionär!

    Wagenknechts Idee ist kaum etwas anderes als zurück zu Start zu gehen, wo dann die Misere von vorne anfängt.

    Banken und Versicherungen sind Dienstleister, die müssen keine Milliardengewinne einfahren, und das eh nur auf Kosten der Bürger, denen das Geld ja auf unterschiedlichste Weise aus der Tasche gezogen werden muss, da es nirgends wächst.

    Und der proportional mit dem wirtschaftlichen Wachstum mitwachsende politische Machtanspruch von Konzernen ab einer bestimmten Größe lässt immer mehr daran zweifeln, ob diese nicht längst die Politik lenken, obwohl das umgekehrt sein sollte.
  4. #4

    Gute Ideen!

    Frau Wagenknecht ist Volkswirtin und ich habe einige ihre ökonomischen Schriften gelesen. Diese bieten meist eine bestechend inharänte Logik. Ihre Schrift zur Euro-Krise habe ich noch nicht gelesen, wenn die Zusammenfassung des SPON-Autors aber stimmt, dann sind Frau Wagenknechts Ideen mit das beste, was derzeit geboten wird. Sicher, einigen Maßnahmen muss man evtl. noch die Spitze ein wenig nehmen, ansonsten sind die Vorschläge aber sehr vernünftig. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende (an dem auch noch die falschen verdienen).
    Chapeau, Frau Wagenknecht!
  5. #5

    grundsätzlich...

    gefällt mir der Ansatz, lieber Banken als Staaten pleite gehen zu lassen um dann das gesamte Geldsystem vernünftig neu aufzubauen.
    Das hat was !
    Mich macht allein der Gedanke schon krank, dass manche Menschen real hungern müssen, damit andere ihre *irrealen* Zinsen kassieren können.

    Manche Details sind bestimmt diskussionswürdig, aber der Ansatz stimmt.
  6. #6

    Erzliberal? Nun ja

    Einzug aller Privatvermögen von über 1 Mio. Euro, Verstaatlichung aller Banken mit Ausnahme derer, die der öffentlichen Hand sehr wenig Geld geliehen haben (und auch nicht den Banken, die das in höherem Umfang taten). De-facto-Abschottung der nunmehr sozialistischen Europäischen Union von den Staaten mit Marktwirtschaft. Da muss man aber schon sehr weit in die Geschichte des Liberalismus zurück gehen um dieses Adjektiv auszuwerfen, wenn das überhaupt möglich sein sollte.
  7. #7

    Wer unter Marktwirtschaft versteht, dass zockenden Banken Milliarden hinterher geschmissen werden, liegt irgendwie falsch.
    "Muss sein, um "Die Märkte" zu beruhigen"
    Auf jeden Fall wäre ich als Markt(teilnehmer) auch sehr beruhigt, wenn ich risikofrei weiter zocken kann. Denn wenn es schief geht gibts sich ja wieder den erlösenden Euroregen aus dem REttungsschirm.
    Ich habe gelesen, dass niederländische Banken teilweise schon Millionenkredite für Immobilien ohne Eigenkapitalbeitrag geben. Auch die wissen: Wenns kracht, macht sich der Rettungsschirm auf!

    Frau Wagenknecht hat im grossen und ganzen Recht! Immerhin haben die Linken die Euroverschwnedung und Zockerbankenrettung stets hart kritisiert, während SPD Möchteger-Kanzlerdarsteller jetzt auf den Kritikzug aufsopringen, kurz nachdem sie dem Fortgang des Elends selber zugestimmt haben.
  8. #8

    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    klingt zwar wirklich erzliberal, aber wir leben nun mal in einer marktwirtschaft und da ist die pleite die logische folge der spekulation. damit hat die frau tatsächlich dem marxismus abgeschworen...
    Hä? Wasisilos? Weil sie im Kapitalismus die Mechanismen des Kapitalismus dazu nutzen will, erst einmal etwas Stabilität zu schaffen, ist sie doch noch lange keine Kapitalistin. Wenn sie vom Volk grünes Licht dafür bekäme, würde sie wohl noch viel weiter gehen - die Kapitalisten enteignen, damit die nicht wieder von vorne anfangen könnten. Darauf warten die doch schließlich.
  9. #9

    halbherzig

    Das Problem sind nicht die Banken, sondern die politischen Systeme. Da regelmäßig Wahlen anstehen und die Parteien um Machterhalt bzw.Machterwerb ringen werden sie wieder über Schulden ihre politischen Vorstellungen realisieren wollen. Dem Volk die Wahrheit zu sagen trauen sie sich nicht, ihm Mäßigung und Entsagung zuzumuten, stehtaußerhalb ihrer Vorstellungskraft. Deshalb gibt es nur eine Lösung: schafft die Wahlen ab, beruft die Volksvertreter durch das Los, reglementiert zeitlich ihre politischen Funktionen und kommt damit einer politischen Vorstellung nach, für die Aristoteles, der Grieche, vor 2500 Jahren geworben hat. Wenn Griechenland als die Wiege der Demokratie gepriesen wird ,dann orientiere man sich an den damaligen Modalitäten. Vielleicht liegt darin die Lösung des Problems








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