Forum


 

Neue Präsidentenmaschine: Sarkozy gönnt sich eine "Air Force Un"

Ein Staatschef im Luftloch: Während Nicoals Sarkozy den Franzosen einen harten Sparkurs verordnet, erhält er selbst eine luxuriöse Präsidentenmaschine. Das Vorbild des Airbus A330 - Barack Obamas "Air Force One".

http://www.spiegel.de/politik/auslan...704299,00.html
  1. #40

    Französische Allüren oder la comédie française

    Verschwendung liegt den Emporkömmlingen Frankreichs im Blut. Und hier bitte ich zu unterscheiden: Der französische Bürger, der französische Adel und das schwerreiche Grossbürgertum verabscheuen es zutiefst, mit ihrem Geld anzugeben. Das höchste der Gefühle für einen Multimillionär ist ein Citroën C 6 ( Kaufpreis 60.000 Euro), ein Appartement in Paris und eine Villa in Deauville oder an der Côte d'Azur. Er kleidet sich geschmackvoll aber dezent und verachtet die sogenanten Arrivisten. Zu diesen Verächtern zählen der französische Grossbürger und der gemeine Citoyen. Diese ganze Mischpoke rund um den Emporkömmling Sarkozy mit samt dessen Entourage ist in ihren Augen abstossend und degutant. Ausser der von Hause aus schwerreichen Carla Bruni, die eher zur Jeunesse doré der Rive gauche gezählt werden muss, ist das ganze Umfeld des Präsidenten ein Horde von Emporkömmlingen, die bis auf einige Ausnahmen nicht die Kaderschmieden durchlaufen und die Weihen der Grands Ecoles bekommen haben. Um so unverschämter bereichern sich die kleinen hochgekommenen Winkeladvokaten in ihren Ämtern. Alleine 7000 Dienstwohnungen wurden auf Staatskosten besetzt und renoviert. Zigarren, Maîtressen, teure Klamotten, handgemachte Schuhe, teurer Schmuck, Abendgardarobe, 50 Köche pro Ministerium, hunderttausende von Flaschen des teuersten Weines in allen Kellern der Ministerien bis hinauf zum Senat usw. zahlt der Steuerzahler diesem Lumpenpack. Natürlich gehört dazu auch ein standesgemässer Flieger. Nur, das hat nicht mit dem UMP - Mann Sarkozy angefangen, das fing 1981 mit dem Sozialisten François Mitterand an. Die Skandale von damals werden heute noch justiziabel abgearbeitet. Wir Franzosen wissen, was wir von diesen Leuten zu halten haben und sind durchaus in der Lage, mit den Herrschaften fertig zu werden. Die deutschen Politiker sind ebenfalls Meister der Geldverschwendung mit ihren unnützen Flügen, ihren beiden Regierungssitzen und ihren unzähligen Panzerkalaschen. Doch es hat alles etwas weniger Klasse. Ich muss immer lachen, wenn ich so einen Oberlehrer und Parteihansel sich in seine Panzerkarre zwängen sehe, er wirkt so furchtbar deplatziert und spiessig. Nicht die Spur eines Bauf wie z.B Sarkozy, eher ein Tocard wie z.B. Schröder. Vive la difference!

    Monsieur Rainer
    F-06410 Biot
    Département Alpes-Maritimes
  2. #41

    Sehr richtig!

    Zitat von prophet46 Beitrag anzeigen
    Nicht zu vergessen der exklusiv genutzte Regierungsflughafen-Anbau am künftigen Berliner Flughafen. Soll schlappe 250 Millionen kosten. So kommen dann endlich die nach Bonn fliegenden Beamten nicht mehr in Kontakt mit dem quengeligen Volk.
    Sehr richtig! Die Journallie haben sie ja ganz gut an die Leine gelegt, aber der Pöbel geht ihnen doch sichtlich auf die Nerven. Zu recht! Quengelnde Blagen, aufdringlich parfümierte Mütter und schwitzende Väter. Und alles ist mit gigantischen Gepäckladungen unterwegs.

    Nein nein, das Fliegen mit Linienflugzeugen ist eine wahre Zumutung für unsere Spitzenbeamten. Es wurde wirklich allerhöchste Zeit, dass die Flugbereitschaft adäquat aufgestockt wurde und dass das VIP-Sonderterminal am Bundesairport Schönefeld bald zur Verfügung steht. Diesen Stress und diesen unschönen Anblick kann unseren Spitzenbeamten nun wirklich nicht länger zugemutet werden. Und ihren Ehepartnern und Angehörigen auch nicht.
  3. #42

    Paris

    vielleicht war es der Hoteldirektor ?
  4. #43

    Wer das Größere hat ....

    Zitat von Pinarello Beitrag anzeigen
    Bei Sarkozy wundert mich jetzt nur noch, warum er für sich und seinen ganzen Hofstaat nicht gleich einen A 380 gekauft hat, da könnte er Obama beim nächsten Gipfeltreffen ganz ganz klein aussehen lassen,
    Ist das Flugzeug zu groß und der Flughafen zu klein, ist Umsteigen angesagt. Das größere Flugzeug ist nicht immer ein Segen, wenn man Orte anvisiert, deren Landebahn zu kurz ist. Zum Prahlen auf den Flughäfen der Hauptstädte kann ein Flugzeug jedoch nie groß genug sein. Da wird Sarkozy mit Entsetzen bald festellen, dass der neue A340 der Bundeskanzlerin vier Triebwerke hat statt nur 2 wie die französische Präsidentenmaschine. Allerdings wird er entgegenhalten können, dass sein Flugzeug nur für Carla und ihn ist.
  5. #44

    andauernd

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    dass Angela Merkel zwei Airbus A340 bekommt, da muss für ihn wenigstens ein Airbus A330 drin sein. Wenn er allerdings mit dem nach Brasilien fliegt, kommt er eh nicht wieder zurück, siehe Air France.
    ...ja, aber, wenn SIE damit nach Südafrika fliegt, kommt SIE doch andauernd und ausgeruhter wieder zurück... ;-)


TOP



TOP