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Neue Bildungsstandards: Länder einigen sich auf Lernziele für Abiturienten
DPADeutschlands Abiturienten sollen künftig dieselben Fähigkeiten beherrschen - egal ob das Gymnasium an der Nordsee oder im Allgäu steht. Die Kultusminister haben jetzt Bildungsstandards für die Oberstufe vorgestellt. Von einem echten Zentralabitur wollen sie aber nichts hören.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/k...-a-862105.html
- #1 19.10.2012 11:23 von
das dieses Land sich mit dem Schulsystem nicht kaputt macht
liegt nur daran, dass die 30%, die diese Bedingungen überstehen, hammerhart sind. Und die anderen 70% schaun RTL2 und werden nicht gebraucht. Und 500 Bürokraten pro Bundesland sichern sich ihren Arbeitsplatz und versauen unsere Kinder mit jährlich neuen Experimenten auf deren Kosten!
- #2 19.10.2012 11:26 von
- #3 19.10.2012 11:30 von
Verständlich
Ist doch verständlich, dass die Kultusminister so lange benögt haben, um sich auf etwas Unverbindliches zu einigen:
es wäre eine Katastrophe, wenn tatsächlich verbindliche Beschlüsse gefasst worden wären. Schließlich ist Bildungspolitik für viele der Duodez- Fürsten das einzige Gebiet, auf dem sie sich föderal austoben können.
Ein Zuviel an Gemeinsamkeiten würde eines Tages einen Bundenbildungsminister entstehen lassen, die Pendants in den Ländern wären überflüssig... - #4 19.10.2012 11:33 von
Blendwerk
die Nordländer mit Bayern und Sachsen rühmen sich, ein gemeinsames Abitur schreiben zu wollen - sagen aber nicht, dass es eigentlich nur eine einzige Aufgabe sein wird (in Englisch zum Beispiel sehr umstrittene Form der Mediation); und auch nur für die Schüler, die auf erhöhtem Niveau schreiben, also nicht mal die Masse der Schüler!
Von Vergleichbarkeit und gar von gemeinsam ist da wohl eher nicht zu sprechen. Man hat den Eindruck, eine mögliche Vergleichbarkeit soll mit allen Mitteln verhindert werden. - #5 19.10.2012 11:36 von
Weiterhin Billigabitur zu befürchten
Da die Vornoten sehr stark bewertet werden, wird es dabei bleiben, dass die einen ein Billigabitur erhalten, die anderen müssen sich wesentlich mehr anstrengen. In Sachen Abitur droht uns eine Inflation von Studenten, die manches sind, aber nicht studierfähig. Hauptsache Masse statt Klasse - so das bildungspolitische Credo in weiten Teilen Deutschlands. Das trifft im übrigen für sämtliche Schulabschlüsse zu.
- #6 19.10.2012 11:37 von
Das ist ja sowas von innovativ!!! Noch ein paar Jahre und man ist bei dem guten alten DDR Schulsystem. Im ganzen Land der gleiche Schulstoff und Lehrmittel usw. Man konnte tatsächlich innerhalb des Schuljahres von Nord nach Süd ziehen und war in der neuen Schule im Lernstoff fast auf der gleichen Seite des gleichen Lehrbuchs. Alle haben bis zur 10 ten Klasse den "Real"Schulabschluss gemacht, wer es drauf hatte ging dann aufs Gymnasium und alle anderen haben eine Ausbildung gemacht....
- #7 19.10.2012 11:38 von
Es ist ...
Es ist wieder typisch. Sprachen kommen zuerst. Dass Mathematik dabei ist, ist wenigstens positiv zu bewerten. Naturwissenschaftlich-technische Bildung (und dazu zählen Physik und Chemie) ist aber das, was Wirtschaft und Gesellschaft für eine zukünftige Entwicklung brauchen. Kein Wunder, wenn es sonst irgendwann wieder heißt, dass Deutschland mehr Hochqualifizierte aus anderen Ländern "importieren" muss. Die USA machen es vor. An den technischen Unis sstudieren fast nur noch menschen aus asiatischen Ländern (die irgendwann wieder in ihre Heimat zurückkehren). Und in Silicon Valley arbeiten auch fast nur noch Chinesen. Und der Durchschnittsamerikaner heult, weil er keine Arbeitsplätze findet. Politiker behaupten dann, dass sie sich für mehr Arbeitsplätze einsetzen wollen. Dabei wird aber offensichtlich die fehlende Ausbildung ignoriert. Man beschränkt sich im Bildungswesen vorrangig auf Sprachen, Kultur, Sport, Geschichte usw. In Deutschland wird dieses amerikanische Prinzip immer mehr kopiert. Man muss sich nicht mehr wundern. Aber offensichtlich haben unsere "Bildungsexperten" auch ein Problem mit naturwissenschaftlicher Ausbildung. Und ihre Zukunftsvorstellungen (wir wollen mal nicht Visionen sagen) sind stark reduziert.
- #8 19.10.2012 11:45 von
Diejenigen, die....
... nach Zentralismus im Bildungswesen schreien, sind diejenigen, die den geringst möglichen Level an Anforderungen befürworten würden.
Bremer Verhältnisse überall...
Süddeutsche (und sächsische) Bildungsanforderungen sind ein unschätzbarer Standortvorteil.
Mal ehrlich: Wen würden Sie bei gleichem Abiturdurchschnitt einstellen? Einen Bremer oder einen Landshuter? - #9 19.10.2012 11:49 von
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