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Neue Bildungsstandards: Das sollen deutsche Abiturienten können

dapdEin Zentralabitur wollen sie nicht, doch wenigstens auf gemeinsame Standards haben sich die Länder geeinigt. Darin wird vorgeschrieben, was Gymnasiasten am Ende ihrer Schulzeit in Deutsch, Mathe, Englisch und Französisch können sollen. Aber werden die Abschlüsse so wirklich vergleichbar?

http://www.spiegel.de/schulspiegel/b...-a-862342.html
  1. #1

    Bremen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Zentralabitur wollen sie nicht, doch wenigstens auf gemeinsame Standards haben sich die Länder geeinigt. Darin wird vorgeschrieben, was Gymnasiasten am Ende ihrer Schulzeit in Deutsch, Mathe, Englisch und Französisch können sollen. Aber werden die Abschlüsse so wirklich vergleichbar?

    Bildungsstandards: Was Abiturienten in Deutschland können sollen - SPIEGEL ONLINE
    Schlechte Nachricht für Bremen, wer soll bei dem Standard dort noch die Abiprüfung schaffen?
  2. #2

    Sprechen

    Sprechen, zuhören, schreiben und lesen. Diese Kernkompetenzen waren früher mal die Mindestvoraussetzungen für einen Hauptschulabschluß. Jetzt ist man damit Hochschulreif. Glückwunsch!
  3. #3

    Nix is fix!

    ... würde der Österreicher sagen, wenn er läse, dass Schüler lernen sollen, "die Einsicht in die Vorläufigkeit ihrer Verstehensentwürfe zur kontinuierlichen Überarbeitung ihrer Hypothesen zu nutzen". Und es wäre verständlicher.
  4. #4

    Allgemeinplätze

    Schöner könnte man den zu erwerbenden Fähigkeiten doch kaum mit Allgemeinplätzen ausschmücken. In den Anforderungen steht doch Alles und Nichts drin.
  5. #5

    Was traut der Staat mir denn als G8 Schüler zu?
    Ich muss in Französisch anforderungen erfüllen auch wenn ich mein Latinum gemacht habe?
    Aber eine Vergleichsklausur traut man mir nicht zu?
    Die letzte Vergleichsklausur, die ich geschrieben habe war letztes Jahr in der 10. Klasse. Diese Klausur hatte einen Erwartungshorizont, der unter dem Niveau der normalen Klausuren lag und gleichzeitig Augabenstellungen die Interpretierbar waren, sodass Schüler nur zufällig das erwartete in gänze schrieben. Für eine Inhaltsangabe, gab es bereits 50% der Punkte, für Interpretation nur 10%.
    In Mathe wurden die Aufgaben sehr einfach, das vorgehen musste jedoch in einem Aufsatz erklärt werden. Auch hier gab es unklare Angaben.
    Deshalb traut der Staat mir nichts zu, weil er nicht die richtigen Fragen stellt.
  6. #6

    Drei Sprachen, aber wieder nur ein MINT-Fach?

    Warum werden Sprachen derart hofiert, Mathematik, vorallem aber Physik, Chemie, Informatik, Technik etc. so unter den Tisch fallen gelassen?

    Es sollte nicht 3:1 (toll für Mädchen, schlecht für Jungen), sondern 2:2 stehen.
    Deutsche und Englisch, sowie Mathe und Physik.
    Würde den Mädels auch mal gut tun, sich in Phyik-Leistung durchbeißen zu müssen.
  7. #7

    Zitat von noalk Beitrag anzeigen
    ... würde der Österreicher sagen, wenn er läse, dass Schüler lernen sollen, "die Einsicht in die Vorläufigkeit ihrer Verstehensentwürfe zur kontinuierlichen Überarbeitung ihrer Hypothesen zu nutzen". Und es wäre verständlicher.
    Aber wie soll man sonst 264 Seiten damit füllen, "Sprechen und Zuhören, Schreiben und Lesen" als Kernkompentenzen zu definieren?

    Wäre ja noch schöner, einen verständlichen und praktikablen Leitfaden herauszugeben, den könnte ja jemand wirklich verstehen und umsetzen oder vielleicht wegen Banalität in Frage stellen.
  8. #8

    Bilder in Fenstern und Äpfeln

    "Sprechen, zuhören, schreiben und lesen..." - viele, die heute studieren, können nicht einmal mehr das: weder am Anfang noch am Ende ihres Studiums. Die Zahl der Analphabeten in Deutschland steigt parallel dazu seit 20 Jahren kontinuierlich an...
  9. #9

    Bremen - aber

    Zitat von earl grey Beitrag anzeigen
    Schlechte Nachricht für Bremen, wer soll bei dem Standard dort noch die Abiprüfung schaffen?
    @ earl grey

    Sie vergessen, dass Standards eine Sache sind, Korrekturen und Bewertung aber eine andere. Ich bin sicher, dass Bremen auch unter solchen Bedingungen notenmäßig gut abschneidet. Bereits beim bisherigen hiesigen Zentralabitur wird auf der Ebene der einzelnen Schule korrigiert und bewertet - und zwar zunächst von dem Lehrer, der in der betreffenden Lerngruppe auch unterrichtet hat. Ein Austausch der Klausuren zwischen den Schulen findet nicht statt, so dass schon auf Landesebene die formale Gleichbehandlung nicht gegeben ist, wie inoffizielle interschulische Vergleiche in Kollegenkreisen zeigen. Daran werden auch abstrakt formulierte Standards nichts ändern. Sonst würde die Abiturientenquote in HB vermutlich schnell halbiert.


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