Zitat von
Strichnid
Doch kann man. Erstens muss man nicht diesen Blödsinn glauben, dass die Energiewende nur mit Großkraftwerken vor der Nordseeküste zu bewältigen sei. Im Gegenteil: Dezentralisierung ist der Schlüssel zur Energiewende. Und da braucht man nicht stärkere Leitungen, sondern intelligentere Netze. An Großkraftwerken und Großleitungen haben ausschließlich die bisherigen Großkonzerne ein Interesse, und in diesem handelt Rösler.
Zweitens können Gleichstromleitungen auch unter der Erde verlegt werden. Ist zwar teurer, aber eben dadurch auch ein 1a Konjunkturprogramm, was wir derzeit ohnehin brauchen. Einfach mal bei den Reichen Steuern abschöpfen wie zu Kohls Zeiten, und schon wäre das finanziert. Die reinen Ressourcen dafür sind nicht unbedingt höher als für Überlandleitungen.
Drittens höre ich immer, die Energie müsse unbedingt von der Küste in den Schwarzwald transportiert werden. Aber niemand scheint über die Alternative nachzudenken, die Menschen schon immer dazu gebracht hat, sich in der Nähe der Ressourcenquellen anzusiedeln: Migration. Warum nicht die energieintensiven Branchen umziehen dorthin, wo der Wind weht? Das ist langfristig billiger, und würde im Norden Arbeitsplätze sichern.
Ich finde, die Regierung geht an die Aufgabe Energiewende mit viel zu viel Scheuklappen heran, und ist - wieder einmal - nur dem Lobbyismus verpflichtet.