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Neubau von Stromtrassen: Rösler will Naturschutz außer Kraft setzen

dapdBundeswirtschaftsminister Rösler will den Ausbau der deutschen Stromnetze gegen alle Widerstände durchsetzen. Laut "FAZ" plant er sogar, EU-Vorgaben für Natur- und Vogelschutz außer Kraft zu setzen. Außerdem sollen Ausbaugegner nur noch vor einer Gerichtsinstanz klagen dürfen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...838760,00.html
  1. #190

    Zitat von Strichnid Beitrag anzeigen
    Doch kann man. Erstens muss man nicht diesen Blödsinn glauben, dass die Energiewende nur mit Großkraftwerken vor der Nordseeküste zu bewältigen sei. Im Gegenteil: Dezentralisierung ist der Schlüssel zur Energiewende. Und da braucht man nicht stärkere Leitungen, sondern intelligentere Netze. An Großkraftwerken und Großleitungen haben ausschließlich die bisherigen Großkonzerne ein Interesse, und in diesem handelt Rösler.

    Zweitens können Gleichstromleitungen auch unter der Erde verlegt werden. Ist zwar teurer, aber eben dadurch auch ein 1a Konjunkturprogramm, was wir derzeit ohnehin brauchen. Einfach mal bei den Reichen Steuern abschöpfen wie zu Kohls Zeiten, und schon wäre das finanziert. Die reinen Ressourcen dafür sind nicht unbedingt höher als für Überlandleitungen.

    Drittens höre ich immer, die Energie müsse unbedingt von der Küste in den Schwarzwald transportiert werden. Aber niemand scheint über die Alternative nachzudenken, die Menschen schon immer dazu gebracht hat, sich in der Nähe der Ressourcenquellen anzusiedeln: Migration. Warum nicht die energieintensiven Branchen umziehen dorthin, wo der Wind weht? Das ist langfristig billiger, und würde im Norden Arbeitsplätze sichern.

    Ich finde, die Regierung geht an die Aufgabe Energiewende mit viel zu viel Scheuklappen heran, und ist - wieder einmal - nur dem Lobbyismus verpflichtet.
    Als Ing. für Kraftwerks- und Energietechnik muss ich Ihnen leider sagen, dass Sie hier völligen Murks zusammengeschrieben haben. Dezentrale Energieerzeugung ohne die Möglichkeit, den Strom dorthin zu transportieren, wo er momentan benötigt wird, löst kein Problem, wenn die dezentralen Erzeuger stochastische Einspeiser sind.

    Und die unterirdische Verlegung von Leitungen setzt genau so drastische Eingriffe in die Natur voraus wie Überlandleitungen. Einfach mal informieren. Über so einer unterirdischen Leitung wächst nix mehr.
  2. #191

    Zitat von hienstorfer Beitrag anzeigen
    Sorry, ich arbeite für ein Unternehmen, das gerade wegen Bauverzögerungen (Rechtsstreit) im Stromtrassenbereich (Windpark Nordsee) einen dreistelligen Millionenbetrag verloren hat.

    Es gab Entlassungen!
    Um welche Firma konkret handelt es sich's denn dabei und um welchen konkreten Rechtsstreit?
  3. #192

    Zitat von pförtner Beitrag anzeigen
    Würde nicht so viel Geld für Afghanistan verschwendet,könnten wir die Kabel auch unter die Erde verlegen und damit den Naturschutz sinnvoll fördern.
    380kV lassen sich nicht per Erdkabel übertragen, außer man baut einen Riesentunnel.
  4. #193

    Warum das Netz ausbauen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bundeswirtschaftsminister Rösler will den Ausbau der deutschen Stromnetze gegen alle Widerstände durchsetzen. Laut "FAZ" plant er sogar, EU-Vorgaben für Natur- und Vogelschutz außer Kraft zu setzen. Außerdem sollen Ausbaugegner nur noch vor einer Gerichtsinstanz klagen dürfen.

    Netzausbau: Rösler will Umweltschutz für Trassenbau aushebeln - SPIEGEL ONLINE
    Es kann ja auch die Industrie aus den Süden in den Norden verlagert werden z.b. nach MV und schon haben die Menschen dort etwas davon und nicht nur die Umweltverschandelung durch die massenhaften Windparks.
  5. #194

    Zitat von Merkelertrager Beitrag anzeigen
    Sind wir im Krieg ? Brauchen wir Stromtrassen-Notstandsgesetze ?
    Bei solchen Massnahmen zeigt sich, welches Verständnis die Amtsträger von Demokratie und den Bürgerrechten haben.
    Ich hoffe, das ist nur ein Gerücht, denn so viel Ungeschick ist auch für die CDU nicht typisch.
    wo lesen sie was von notstandsgesetzt?

    aber diesen prozeßhanselns die jahrelang klagen, muß auch einhalt geboten werden können.
    1 instanz ist doch ausreichend. dann die entscheidung des gerichts und fertig aus
  6. #195

    Hat Fipsi Fieber?!

    Viel beängstigender finde ich zweiteres Vorhaben, Klagemöglichkeiten auf eine Instanz zu beschränken zzgl. folgender Aussage: "Es reicht, wenn mit dem Bundesverwaltungsgericht eine einzige Gerichtsinstanz angerufen werden kann.", mit der Begründung, es würde zu lange dauern. Was soll das bedeuten? Die erste Maßnahe zur Abschaffung des Rechtsstaates?
  7. #196

    Ich gebe keinen Titel mehr an

    Zitat von si-ar Beitrag anzeigen
    Warum kann man in bewohnten Gebieten die Stromtrassen nicht unterirdisch verlegen? Klar kostet das etwas mehr, doch ist es wahrscheinlich günstiger als jahrlange Gerichtsverfahren.
    Das kostet nicht "etwas" mehr, sondern locker das Dreifache. Außerdem weiß ich nicht wie es dann mit Wartung und Instandhaltung aussieht. Im übrigen, die Juchtenkäfer-Fraktion findet garantiert irgendwas: Zerstörung von Mikroorganismen durch die Ausschachtungsarbeiten, Baumaschinen ohne Dieselruß-Filter, überproportionaler Methanausstoß durch Bauarbeiter-Fürze, etc. pp..
  8. #197

    So ist es

    Zitat von laller Beitrag anzeigen
    Alles Unsinn Ein Ausbau der Stromnetze kann nicht die physikalischen Problemen des elektrischen Stromes vermeiden.
    50Hz-Strom kann maximal 500km uebertragen werden und dann ist Schluss, egal ob mit ausgebautem Netz oder ohne .
    deshalb baut man auch HGÜ-Trassen, die dieses Problem nicht haben.
  9. #198

    Wer zahlt denn den Netzausbau?

    Zitat von pförtner Beitrag anzeigen
    Würde nicht so viel Geld für Afghanistan verschwendet,könnten wir die Kabel auch unter die Erde verlegen und damit den Naturschutz sinnvoll fördern.
    Ach, fehlt es für den Netzausbau an Steuern?

    Das Übertragungsnetz ist hierzulande (gottlob!) im Besitz von privatwirtschaftlich organisierten Unternehmen, und nicht im Besitz des Staates. Da der Netzbetrieb ein reguliertes Geschäft mit genehmigungspflichtigen Tarifen ist, würde eine unterirdische Verlegung der Kabel unmittelbar auf Ihre Stromrechnung durchschlagen.

    Wenn Sie das wollen, sagen Sie gerne jetzt und hier ja. Aber jammern Sie dann bitte nicht, wenn in drei bis fünf Jahre im SPON-Forum über dramatisch gestiegene Netznutzungsgebühren diskutiert wird.

    Wie überhaupt alle grünen Freunde der so genannten Energiewende in diesem Thread am besten ganz schweigen würden.
  10. #199

    Naja....

    Zitat von pförtner Beitrag anzeigen
    Es hilft nichts! Wir müssen die Fußwege mit beheitz - und begehbaren Solarspeichern bestücken ,dann haben wir Engie in Fülle und vernünftige Füß - und Radwege.
    der Ernergieeintrag durch die Sonne könnte sogar reichen.....was aber immer gern verschwiegen wird: Sonnenenergie entsteht durch Kernfusion und ist also Kernenergie pur!
    Erstaunlich also, daß dies noch nicht verboten wurde.....konsequenter Atomausstieg sieht anders aus! ;-)


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