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Neu im Job: Fünf Fallgruben für Berufsstarter

Wer eine neue Stelle antritt, will alles richtig machen. Und weder zu blass wirken noch gleich anecken. In den ersten Tagen und Wochen kann man aber flott zum Gespött der Kollegen werden. Felix Schäfer kennt fünf Tipps, worauf Einsteiger achten sollten.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...797767,00.html
  1. #1

    Willkommen im Schubladendenken...

    Dabei hilft der einfache, imaginäre "Kaffee- oder Tee-Fragebogen", den man für sich im Kopf anfertigt: Loriot oder Mario Barth? "Bild" oder "Zeit"? Fahrrad oder SUV?
    Typisch deutsch: Gleich am ersten Tag Kollegen mit der Checkliste durchgehen und jeden in die passende Schublade stecken. So hat dann alles seine Ordnung...
  2. #2

    tja

    Zitat von kfp Beitrag anzeigen
    Typisch deutsch: Gleich am ersten Tag Kollegen mit der Checkliste durchgehen und jeden in die passende Schublade stecken. So hat dann alles seine Ordnung...
    Man kann das nun bedauern oder nicht: Meistens funktioniert es.
  3. #3

    ...

    Zitat von angst+money Beitrag anzeigen
    Man kann das nun bedauern oder nicht: Meistens funktioniert es.
    Klar funktioniert es. (Und die paar, die in ihre Schublade nicht so recht reinpassen, werden solange immer wieder reingestopft, bis sie wohle oder übel eben doch passend gemacht wurden.) Aber nicht alles, was irgendwie funktioniert, funktioniert gut.

    Das ist schon eine ziemlich arme Gesellschaft, die Menschen nicht auch mal vielseitigere Facetten zugesteht (und sie ihnen im Zweifelsfall eben einfach abtrainiert). Zum Glück durfte ich meine berufliche Laufbahn im Ausland beginnen, da lief das wesentlich unverkrampfter...
  4. #4

    unverkrampfte Schubladen im Ausland

    Zitat von kfp Beitrag anzeigen
    ...Und die paar, die in ihre Schublade nicht so recht reinpassen, werden solange immer wieder reingestopft, bis sie wohle oder übel eben doch passend gemacht wurden...

    ... Zum Glück durfte ich meine berufliche Laufbahn im Ausland beginnen, da lief das wesentlich unverkrampfter...
    dann kann man nur hoffen, dass Sie nicht aus dem Auslandsparadies vertrieben worden sind. Welch schlimme Vorstellung bis zum Renteneintritt in einer engstarrigen, kalten und egonmanischen deutschen Arbeit.. ähhhmmmm Schubladenwelt ausharren zu müssen. Unerträglich!
    Ja so ein Land ohne vergleichbare Sozialabfederungsnetzwerke ist echt ein erstrebenswertes Ziel. :-)
  5. #5

    Tolles Argument...

    Zitat von bostonshaker Beitrag anzeigen
    dann kann man nur hoffen, dass Sie nicht aus dem Auslandsparadies vertrieben worden sind. Welch schlimme Vorstellung bis zum Renteneintritt in einer engstarrigen, kalten und egonmanischen deutschen Arbeit.. ähhhmmmm Schubladenwelt ausharren zu müssen. Unerträglich!
    Ja so ein Land ohne vergleichbare Sozialabfederungsnetzwerke ist echt ein erstrebenswertes Ziel. :-)
    Ich verstehe, nur weil D Hartz IV und ein Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübert ragungsgesetz hat, das allen seinen Bürgern eine gewisse Absicherung gegen Obdachlosigkeit, Nahrungsmittelvergiftungen usw. gewähren soll, braucht man sich dort um einen menschlicheren Umgang miteinander nicht mehr zu scheren...
  6. #6

    D-bashing ist cool ...

    Klingt ja schrecklich was Sie da schreiben. Bitte nennen sie mir Region und Branche, damit ich nicht versehentlich da reinrutsche.
    Also ich habe durchweg gute Erfahrungen gemacht. Und den Punkten im Artikel kann ich recht gut zustimmen. (Nur ist das überflüssig, den es sind Regeln die der gesunde Menschenverstand und der Anstand gebieten).
    Wo ist denn Ihr gelobtes Ausland ? Ich kenne etwas die Schweiz, Belgien und Schweden. Dort geht es überall wesentlich "steifer" zu und vor allem auch mit deutlich mehr Distanz gegenüber "Fremden", als ich es je in D erlebt habe.

    Ja, die Welt ist viellschichtig. Aber wenn ich mit jemanden ins pers. Gespräch kommen möchte, von dem ich weiss (Schublade), das er in einer Punk-Band spielt, dann sollte ich ihn einfach nicht immer wieder versuchen in Gespräche über klassische Musik zu verwickeln (in diese Schublade passt er nicht.) Genauso wenig sinnvoll für eine Gesprächsanbahn um pers. in Kontakt zu kommen, eine eingefleischten Radfahrer (der das nicht aus "Armut" sondern aus Überzeugung tut.) von den Vorzügen von SUVs zu überzeugen. Beides kann nicht nur nicht zielführened sein, der Gegenüber kann ich auch schnell angegriffen und beleidigt fühlen. Und dann steckt man selbst schnell in einer Schublade, in die man eingetlich nicht wollte (Besserwissendern Stänkerfritze).


    Zitat von kfp Beitrag anzeigen
    Ich verstehe, nur weil D Hartz IV und ein Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübert ragungsgesetz hat, das allen seinen Bürgern eine gewisse Absicherung gegen Obdachlosigkeit, Nahrungsmittelvergiftungen usw. gewähren soll, braucht man sich dort um einen menschlicheren Umgang miteinander nicht mehr zu scheren...
  7. #7

    Nichts nützliches oder neues

    Der Artikel wäre mir als Berufseinsteiger jetzt nicht nützlich muss ich sagen.
    Wichtiger als das genannte wäre doch, dass man sich einbringt ins Team, die Menschen SO kennenlernt und akzeptiert wie sie sind (ohne Schubladendenke) und ein offenes Ohr für Anliegen hat, die evtl. in einem Meeting angesprochen werden können, wo sich die Stammmitarbeiter nicht trauen, sie anzusprechen.
  8. #8

    ...

    Zitat von henryb_de Beitrag anzeigen
    Klingt ja schrecklich was Sie da schreiben. Bitte nennen sie mir Region und Branche, damit ich nicht versehentlich da reinrutsche.
    Und schon wieder will jemand gleich wissen, welche Schublade dafür zuständig ist. Erstens war es ausgelöst durch den Artikel, indem der Schubladencheck explizit vorgeschlagen war - keine Ahnung, aus welcher Branche und Region der Autor seine Kenntnisse bezogen hat. Meine Erfahrungen mit Schubladendenke sind mir besonders im Südwesten begegnet (Aachen bis Mannheim und was da so dazwischenliegt), während ich anderswo (hauptsächlich "mittlerer" Süden bis Südosten) deutlich bessere Erfahrungen machen durfte - ob das aber nun an der Region oder an zufälligen Zusammenstellungen von entsprechenden Personengruppen liegt, ist mir dann wieder zuviel Schubladendenke...

    Also ich habe durchweg gute Erfahrungen gemacht. Und den Punkten im Artikel kann ich recht gut zustimmen. (Nur ist das überflüssig, den es sind Regeln die der gesunde Menschenverstand und der Anstand gebieten).
    Schön für Sie. Wie gesagt, ich habe auch sehr gute Erfahrungen gemacht, aber eben auch, weil solche extrem beschränkenden und verarmenden Punkte wie der "Schubladencheck" in meinem Umfeld meistens unbekannt waren (im Ausland praktisch immer, und manchmal, leider nur zu selten, glücklicherweise sogar in D).

    Wo ist denn Ihr gelobtes Ausland ?
    Und wieder die Schubladen: Einerseits muss ein Land entweder "gelobt" oder "abgrundtief schlecht" sein, das Konzept, dass D manche Dinge ganz gut hinbekommt, sich aber bei anderen Dingen durchaus auch mal Beispiele an anderen ändern nehmen könnte, passt da nicht ins Konzept. Und so, wie Sie fragen, kann ich mir schon sicher sein, dass jedes Land, das ich jetzt aufzähle, Sie bei Ihrer Schubladenklassifikation meiner Aussagen führen wird, oft mit einer Entwertung verbunden. ("Ach, eine von denen... Ok, nicht meine Schublade, also einfach Schublade zu und Ruhe ist.")

    Ich kenne etwas die Schweiz, Belgien und Schweden. Dort geht es überall wesentlich "steifer" zu und vor allem auch mit deutlich mehr Distanz gegenüber "Fremden", als ich es je in D erlebt habe.
    Ok, ich kenne "etwas" Brasilien, die USA, England und Frankreich (angeheiratete Familie, mehrmonatige bis -jährige Arbeit dort), daneben gibt oder gab es in meinem engeren Umkreis noch ein paar andere Nationalitäten (Spanier/Portugiesen/Polen/Kroaten/Chinesen), die allerdings wohl kaum repräsentativer für ihre jeweiliges Land sind als ich es für Deutschland wäre... Von denen und in diesen Ländern hätte ich aber nur verständnisloses Kopfschütteln geerntet, wenn ich erzählt hätte, wie hier vorgeschlagen, man solle neue Kollegen erstmal mit einer Schwarz-Weiß-Checkliste überprüfen, ob man sich mit denen nun über Punkbands oder klassische Musik unterhalten muss...

    Und was die Distanz gegenüber Fremden in D angeht, bezweifele ich, dass Sie das als Deutscher wirklich beurteilen können. Ich selbst war auch sehr oft überrascht, was ich von Deutschkurs-Kollegen von Familienmitgliedern, Ex-Kollegen, die ein paar Jahre in D forschen, Deutsch-Türken, die wegen ständiger Außenseiterstellung in D nach England "geflohen" waren, u.ä., hören durfte. Oder sogar im Ausland, z.B. ein Brasilianer, der im Süden seines Landes (mit vielen dt. Einwanderern) einige Monate auf einer dt. geprägten Schule gelehrt wurde, was Konformität, Gruppenzwang und Facettenarmut ist...
  9. #9

    ...

    Zitat von henryb_de Beitrag anzeigen
    Ja, die Welt ist viellschichtig. Aber wenn ich mit jemanden ins pers. Gespräch kommen möchte, von dem ich weiss (Schublade), das er in einer Punk-Band spielt, dann sollte ich ihn einfach nicht immer wieder versuchen in Gespräche über klassische Musik zu verwickeln (in diese Schublade passt er nicht.)
    Warum nicht? Nur weil ich mal im Blasorchester mitgespielt habe, bin ich ja auch noch lange kein ewiger Humtata-Polka-Fan! (Muss ich in D tatsächlich immer wieder betonen, während ich in den USA in diversesten Gruppierungen gespielt habe und dort einfach nur zählte, dass man Interesse daran zeigte und dafür sorgte, dass man auf dem entsprechenden Niveau mithielt.)

    Genauso wenig sinnvoll für eine Gesprächsanbahn um pers. in Kontakt zu kommen, eine eingefleischten Radfahrer (der das nicht aus "Armut" sondern aus Überzeugung tut.) von den Vorzügen von SUVs zu überzeugen.
    Wenn er merkt, dass man Fahrräder in SUVs reinstecken kann und damit seinen Tourradius deutlich erweitert, findet er das vielleicht ganz cool? (Aber ich vergaß, Fahrrad ist ja auch die Ökoschublade, und SUV Anti-Öko, das geht nun wirklich nicht zusammen. Wie erklären Sie aber dann, dass selbst manche Leute, die in einer Autofahrer-Stadt wie Houston für die Ölindustrie arbeiten, täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen?)

    Beides kann nicht nur nicht zielführened sein, der Gegenüber kann ich auch schnell angegriffen und beleidigt fühlen. Und dann steckt man selbst schnell in einer Schublade, in die man eingetlich nicht wollte (Besserwissendern Stänkerfritze).
    Besserwissender Stänkerfritze, weil Sie über das falsche Thema reden? Wie reden Sie denn über Themen? Indem Sie über alles themenfremde ablästern? ("Fahrrad-Ökos sind bestimmt auch alle Veganer" vs. "Echt unmöglich, diese Umweltsäue, die sich diese dicken SUVs zulegen"? "Immer diese engebildeten Klassikfans" vs. "wer sich so einen Krach anhört, muss ja total aggressiv werden"?)


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