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Netzwerk-Marke: Facebook schützt sich die Marke "Face"

2005 gestellt, nun erteilt: Der Internet-Riese Facebook kommt mit seinem Schutzantrag für die Wortmarke "Face" beim US-Patentamt ein Stück weiter. Das ist in den USA normal -*ungewöhnlich wirken Facebooks Methoden beim Streit mit vermeintlichen Plagiatoren wie der Parodieseite "Lamebook".

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...731138,00.html
  1. #1

    grotesk

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    2005 gestellt, nun erteilt: Der Internet-Riese Facebook kommt mit seinem Schutzantrag für die Wortmarke "Face" beim US-Patentamt ein Stück weiter. Das ist in den USA normal -*ungewöhnlich wirken Facebooks Methoden beim Streit mit vermeintlichen Plagiatoren wie der Parodieseite "Lamebook".

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...731138,00.html
    *** ich verstehe nicht warum aufgeklärte user sich immer noch mit der datenkrake facebook abgeben. ein unding auch, dass ein anbieter wie teachbook jetzt von facebook juristisch belangt wird. hier geht es nicht mehr um geistiges eigentum sondern um allmachtsphantasien. angesichts des wohl offensichtlichen ideenklaus des gründers muten solche aktionen geradezu grotesk an...
  2. #2

    Wie schön. Dann kann Facebook demnächst ja alle Firmen, die ein Produkt mit dem Namensbestandteil "Face" anbieten, schön verklagen. So wie es Apple schon mit "Pod" gemacht hat, und die Telekom mit der Farbe Magenta.

    Wie hirnverbrannt ist dieses Markenrecht eigentlich?
  3. #3

    So so...

    Wenn die auch gegen den Begriff book vorgehen, wie sieht es denn mit dem Macbook aus? Und mit E-Book Readern?
    Ich find es affig das man in USA so allgemeine Begriffe schützen lassen kann.
  4. #4

    Absurd

    Man stelle sich vor, jemand hätte ein Patent auf das Rad. Dann müsste jeder, der etwas herstellt, was Räder hat, Lizenzgebühren zahlen. Absurd. Patent- und Urheberrecht beruht einzig und allein auf profitorientiertem Egoismus. Dieser Schmarren gehört schon lange abgeschafft, denn es blockiert nur den Fortschritt. Kann sich Apple mit seinem dummen "i"-Produktnamen eigentlich den Buchstaben "i" schützen lassen? Und wie wäre es, wenn der Internetanbieter 1 und 1 sich die Zahl 1 schützen lässt? Müssen wir dann alle Lizenzgebühren zahlen, wenn wir irgendwo diese Zahl verwenden? Solche Leuten mit ihren Totalmacht-Allüren sollte man den Hahn abdrehen und sie enteignen.
  5. #5

    Zitat von abfallverwertung Beitrag anzeigen
    Man stelle sich vor, jemand hätte ein Patent auf das Rad. Dann müsste jeder, der etwas herstellt, was Räder hat, Lizenzgebühren zahlen.
    Ich hoffe, Sie sitzen: http://svc014.wic052p.server-web.com...2001100012.pdf
  6. #6

    jaja

    Zitat von abfallverwertung Beitrag anzeigen
    Man stelle sich vor, jemand hätte ein Patent auf das Rad. Dann müsste jeder, der etwas herstellt, was Räder hat, Lizenzgebühren zahlen. Absurd. Patent- und Urheberrecht beruht einzig und allein auf profitorientiertem Egoismus.
    Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Marken- und Patentrecht in einen Topf zu werfen beispielsweise. Stellen Sie sich vor, Sie haben 5 Jahre lang mit hohem Personalaufwand geforscht um Ihr Rad zu erfinden und kaum rollt es, nutzen Firmen weltweit Ihre Forschungsergebnisse ohne dass Sie einen Cent vom Profit sehen.

    Natürlich gibt es Bereiche wie die pharmazeutische Industrie oder Bioengineering, wo das Gemeinwohl überzuordnen wäre bzw. die Schöpfungshöhe ohendies fragwürdig ist, siehe Monsanto.
    Markenschutz auf Wörter des allgemeinen Sprachgebrauchs ist natürlich eher zum Lachen, da gebe ich Ihnen recht.
  7. #7

    Copyright ist egoistisches, asoziales Denken

    Zitat von alpenfrankie Beitrag anzeigen
    Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Marken- und Patentrecht in einen Topf zu werfen beispielsweise. Stellen Sie sich vor, Sie haben 5 Jahre lang mit hohem Personalaufwand ......
    Ob Marken- oder Patentrecht ist völlig schnuppe. Es aus Sicht der Vorteile für die kulturelle und technologische Evolution generell vollkommen unsinnig, etwas "schützen" zu lassen, damit andere es nicht nutzen dürfen. Es entspringt vielmehr einem individuellen Egoismus und er Haltung des Nicht-Teilen-Wollens - sprich: asoziales Verhalten, schädlich für eine Gruppe.

    Und was nützt es, wenn jemand eine Erfindung macht, diese nicht teilt und selbst aber zu unfähig ist, das Beste daraus zu machen? Ich sehe das so: Wer etwas entwickelt, der sollte auch so schlau sein, sich für die Produktion vorzubereiten. Hier entscheidet die Qualität eines Produkts und die Reaktionsfähigkeit am Markt, bzw. die damit verbundenen Dienstleistungen. Wenn jemand anders es besser macht ist doch gut! Es wäre wesentlich sinnvoller, mit Copyleft als mit Copyright zu arbeiten. Die gesamte Technologie-Branche würde wesentlich schneller Fortschritte machen, weil man damit nämlich alle aktuellen Forschungsergebnisse einfließen lassen könnte und der Wettbewerb sich dann über die Qualität der Dienstleistungen rund um das Produkt drehen würde.
  8. #8

    wem

    gehört denn die Marke "Book"? man kann nur noch mit dem Kopf schütteln bei diesem Irrsinn...
  9. #9

    Titelzwang nervt

    Zitat von alpenfrankie Beitrag anzeigen
    Marken- und Patentrecht in einen Topf zu werfen beispielsweise. Stellen Sie sich vor, Sie haben 5 Jahre lang mit hohem Personalaufwand geforscht um Ihr Rad zu erfinden und kaum rollt es, nutzen Firmen weltweit Ihre Forschungsergebnisse ohne dass Sie einen Cent vom Profit sehen.
    Zum Patentrecht: Klar, wer mit hohem Aufwand forscht, möchte nicht dass Trittbrettfahrer daran verdienen. Nur sind heutzutage Patente eigentlich nur noch eine Waffe um unliebsame Konkurrenten fertig zu machen. Es fehlt, neben einem weitreichenden Verbot von Trivialpatenten bzw. extrem weit gefassten Patenten, auch eine Pflicht zur "Lizenzierung zum fairen Preis".
    Einem kleinen Erfinder nutzen Patente sowieso nichts. Wenn er es wagt, gegen einen Konzern welcher seine Erfindung kopiert vor Gericht zu ziehen ist er schnell pleite(siehe Andreas Pavel und sein Ur-'Walkman').
    Zum Thema Schädlichkeit von Patenten für die Innovation sollte man sich einfach mal die Geschichte von Telefunken anschauen. Anfang des 20. Jahrhunderts, als Funk noch was neues war, hielten in Deutschland zwei Firmen unbedingt nötige Patente für diese Technologie, AEG und Siemens. Man stritt sich um die Patente und Deutschland geriet ins Hintertreffen bei dieser Technologie. Erst der Kaiser hat dann "ein Machtwort gesprochen" und ide konkurenten dazu verdonnewrt, eine gemeinsame Firma, eben Telefunken, zu gründen, damit sein Militär nicht völlig benachteilig ist in sachen Drahtlose Nachrichtenübermittlung.

    Aber das Markenrecht bzw. dessen Auswüchse sind noch wesentlich schlimmer als das Patentrecht .... ob sich Apple nun das i schützen lassen kann oder nicht ist eine gute Frage, aber als das iPhone herauskam, gabs auch gleich einen Markenstreit, denn Cisco hatte die Rechte an einer Marke namens iPhone.... das entsprechende Produkt kennt zwar keiner, aber egal solange man Geld verdienen kann...








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