CorbisHeute im Netzwelt-Ticker: Eine Studie sieht Deutschland im europäischen Vergleich nur auf Platz zehn, wenn es um Computerkenntnisse geht; YouTube ermöglicht das Verfremden von Gesichtern in Videos; in Washington können sich Wähler via Facebook registrieren.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...845288,00.html
Es gibt Leute die auf eine Frage "Haben Sie schon einmal ein Programm selbst geschrieben?" Mit "Ja" antworten nur weil sie im Informatikunterricht mal eine HTML-Seite erstellt haben.
Gezielt nach Programmen wie Excel zu fragen ist auch aberwitzig und sinnfrei. Was ist mit LibreOffice oder anderen Tabellenkalkulationsprogrammen?
Benutzer die ehrlich antworten und kein Windows benutzen, und sich somit dort nicht auskennen, verfügen aber über andere Kenntnisse. Wie wird das mit 6(!) Fragen abgehandelt?
Fazit: absolut unrepräsentativ. Personen die nichts können aber dennoch davon überzeugt sind und Personen welche eben andere Tätigkeiten ausführen als abgefragt verzerren das Bild viel zu stark.
"Die gängige Vorstellung von Repräsentativität lässt sich wohl am besten folgendermaßen beschreiben: Die Auswahl einer Teilgesamtheit ist so vorzunehmen, dass „aus dem Ergebnis der Teilerhebung möglichst exakt und sicher auf die Verhältnisse der Gesamtmasse geschlossen werden kann.“ Dies ist dann der Fall, „wenn sie [die Teilerhebung] in der Verteilung aller interessierenden Merkmale der Gesamtmasse entspricht, d. h. ein zwar verkleinertes, aber sonst wirklichkeitsgetreues Abbild der Gesamtheit darstellt"
Repräsentativität
Die Represäntativität scheint hier sehr schwach bzw. gar nicht vorhanden zu sein.
Manipulativ - das sind die Umfragen mit Sicherheit.
Repräsentativ - eher selten.
sondern auch offensichtlich im politischen Basisbereich: Seit wann bitte gehören Island und Norwegen zur EU? Vielleicht brauchen die Damen und Herren bei Bitkom mal etwas Nachhilfe?
es gibt in diesem Lande keinen Fachkräftemangel, dieser ist durch keine Zahlen belegt. Dennoch wird dieser regelmäßig in den Medien postuliert, damit billige Fachkräfte aus dem Ausland eingeführt werden können und weiterhin Druck auf die Tarife aufrecht erhalten wird.
Zudem: Wer braucht unbedingt tiefgehende Computerkenntnisse, wenn er keinen Nutzen davon hat ? Oder wissen Sie genau, wie Sie die Zylinderkopfdichtung am Auto auswechseln können, auch wenn Sie das Auto jeden Tag fahren ? Braucht man das dringend?
Durchzählen von Fähigkeiten:
IT Crowd Jen Interview - YouTube
Ich denke eher das die Stundenpläne oder Listen für den Ablauf von Geburtsagsfeiern gemeint sind, diese ganzen "Checklisten" die sich mit Works "auch leicht selber" erstellen lassen.
Also, ich hoffe eher das die Bitkom bei solchen Umfragen - www - und Computer auseinander hält.
Aber die fehlenden Fragen nach Scripting oder Programmiersprachen Kenntnissen, die lassen einfach eher an "Checklisten" denken.
Was allerdings nicht so ganz Hunderprozentig mit dieser Theorie übereinstimmt, ist der Hinweis auf die Fachkräfte, könnten auch welche aus Handwerk und Industrie sein, denn da wird seit den frühen 80er progammiert, und Computer, allerdings keine PC, finden sich bestimmt in gößerer Anzahl im Einsatz wie auf Schreibtischen.
Die Anzahl derer die sie bedienen, nimmt aber ab.
Die Bitkom hätte sich vielleicht vorher zwischen "Excel Kenntnisse" und "Programmierfähigkeit" entscheiden sollen: Wer ersteres kann wird sich mit letzerem schwer tun; und wer programmieren kann wird Excel spätestens ab Autonew() in die Tonne treten.
Und ich habe mich schon gefragt, was dass denn für Fragen bei der Sozialerhebung des Studentenwerks waren. "Haben Sie schon mal ein Programm installiert?" Natürlich. usw.
Ich frage mich ja, ob und ggf. inwiefern diese Daten in die ziteierte Studie miteingeflossen sind?