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Netzwelt-Ticker: Apple kann verschlüsselte iCloud-Daten einsehen

Wir verschlüsseln - so wirbt Apple für seinen Serverdienst iCloud. Allerdings behält sich der Konzern vor, die Kundendaten jederzeit zu entschlüsseln und weiterzugeben, wenn dies "angemessen" ist. Außerdem im Überblick: Yahoo entlässt 2000 Mitarbeiter.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...825687,00.html
  1. #1

    Das überrascht mich...

    [QUOTE=sysop;9954963]"Sie erklären sich damit einverstanden, dass Apple, ohne Ihnen gegenüber zu haften, auf Ihre Kontoinformationen und Ihre Inhalte zugreifen, diese nutzen, aufbewahren und/oder an Strafverfolgungsbehörden, andere Behörden und/oder sonstige Dritten weitergeben darf, wenn Apple der Meinung ist, dass dies vernünftigerweise erforderlich oder angemessen ist, wenn dies gesetzlich vorgeschrieben ist oder wenn Apple einen hinreichenden Grund zu der Annahme hat, dass ein solcher Zugriff, eine solche Nutzung, Offenlegung oder Aufbewahrung angemessenerweise notwendig ist, ...".

    ...nicht. Mich überrascht, dass sich Menschen damit einverstanden erklären.
    Faktisch bedeutet das, dass ich bei Apple einen Lagerraum miete, Apple hat einen Zweitschlüssel, kann den Raum jederzeit ohne Angabe von Gründen durchsuchen, alles, was dort aufbewahrt wird nutzen und weitergeben. Nicht nur an Strafverfolgungsbehörden - das ist ja schon heftig genug - nein, auch an sonstige Dritte. Also an Sie, vielleicht an Herrn Putin oder an Frau Merkel.
    LOL! Frechheit siegt! Oh, habe ich was gegen Apple gesagt? Sorry!
  2. #2

    Der Stasi in meiner Cloud ...

    Na was - jede dieser kleenen iMaschinchen hat den Apple-Stasi bereits eingebaut. Warum sollte es im iWölksken anders sein. Aber Apple entschlüsselt/nutzt die Daten ja nicht. Nie nicht. Nieundnimmernicht! Eehrlich! Versprochen. Ich gebe Ihnen und den Bürgerinnen und Bürgern Schleswigs-Holsteins mein Ehrenwort ... Echt! Es sei denn ... (s. Apples AGB); richtig verstanden wird jedes verschlüsselte Dokument "angemessen" entschlüsselt und auf strafbare Inhalte - nach welchem Strafrecht wohl? - gescannt. Das ist wohl bei keinem Wölkchen sehr viel anders. Die Apples geben das wengstens zu, jedenfalls für Lese- und Gelesenenverstehenskundige ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wir verschlüsseln - so wirbt Apple für seinen Serverdienst iCloud. Allerdings behält sich der Konzern vor, die Kundendaten jederzeit zu entschlüsseln und weiterzugeben, wenn dies "angemessen" ist. Außerdem im Überblick: Yahoo entlässt 2000 Mitarbeiter.

    Netzwelt-Ticker: Apple kann verschlüsselte iCloud-Daten einsehen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
  3. #3

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    Faktisch bedeutet das, dass ich bei Apple einen Lagerraum miete, Apple hat einen Zweitschlüssel, kann den Raum jederzeit ohne Angabe von Gründen durchsuchen, alles, was dort aufbewahrt wird nutzen und weitergeben. Nicht nur an Strafverfolgungsbehörden - das ist ja schon heftig genug - nein, auch an sonstige Dritte. Also an Sie, vielleicht an Herrn Putin oder an Frau Merkel.
    LOL! Frechheit siegt! Oh, habe ich was gegen Apple gesagt? Sorry!
    Wenig überraschend - ähnliche Passagen finden sie wahrscheinlich bei nahezu jedem Anbieter...

    Willkommen in der Klaut...
  4. #4

    Wer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wir verschlüsseln - so wirbt Apple für seinen Serverdienst iCloud. Allerdings behält sich der Konzern vor, die Kundendaten jederzeit zu entschlüsseln und weiterzugeben, wenn dies "angemessen" ist. Außerdem im Überblick: Yahoo entlässt 2000 Mitarbeiter.

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    so dämlich ist seine empfindlichsten Daten in Clouds abzulegen, ist selbst schuld.
  5. #5

    wenn Apple der Meinung ist ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Sie erklären sich damit einverstanden, dass Apple, ohne Ihnen gegenüber zu haften, auf Ihre Kontoinformationen und Ihre Inhalte zugreifen, diese nutzen, aufbewahren und/oder an Strafverfolgungsbehörden, andere Behörden und/oder sonstige Dritten weitergeben darf, wenn Apple der Meinung ist, dass dies vernünftigerweise erforderlich oder angemessen ist, wenn dies gesetzlich vorgeschrieben ist oder wenn Apple einen hinreichenden Grund zu der Annahme hat, dass ein solcher Zugriff, eine solche Nutzung, Offenlegung oder Aufbewahrung angemessenerweise notwendig ist."
    ein ziemlicher Blanko-Scheck ... auch wenn's vielleicht nicht unbedingt so deutlich bei anderen Anbietern ausgesprochen wird, ist die Einlagerung von sensiblen Daten in irgendeiner Cloud eh fahrlässig. Da man nie vorher so genau weiß, was vielleicht mal sensibel ist, laß ich die Finger von den Clouds ... neben solchen Blanko-Schecks gibt's ja auch noch die Risiken von gewöhnlichem Datendiebstahl, Pannen und Lecks.
  6. #6

    Wer großen Wert auf Sicherheit, gar Anonymität seiner Daten gegenüber staatlichen Autoritäten lege, der solle besser nicht das iCloud-Angebot nutzen, so das Fazit nach Befragung einer Reihe von mit der Materie vertrauten Experten.
    Tja, wer wirklich Wert auf die Sicherheit seiner Daten legt, sollte gar keinen Cloud-Dienst nutzen. Ähnliche Klauseln gibt es nämlich bei praktisch allen, vor allem US-Amerikanischen Anbietern solcher Dienste.
  7. #7

    Hehlerei?

    Tolle Geheimhaltung! Wir geben Ihre Daten an nur DREI Gruppen weiter: 1. Polizei, 2. Behörden, und 3. an alle Anderen -- aber auch nur dann, wenn wir Gründe dafür haben. Kann es auch sein, dass Geschäftsdaten so an die Konkurrenz verhökert werden?

    Übrigens -- Was ist das denn für eine Verschlüsselung? Das kann doch jeder mögliche Quatsch sein. Das braucht also auch GAR NICHTS zu bedeuten haben.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wir verschlüsseln - so wirbt Apple für seinen Serverdienst iCloud. Allerdings behält sich der Konzern vor, die Kundendaten jederzeit zu entschlüsseln und weiterzugeben, wenn dies "angemessen" ist. Außerdem im Überblick: Yahoo entlässt 2000 Mitarbeiter.

    Netzwelt-Ticker: Apple kann verschlüsselte iCloud-Daten einsehen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    "Angemessen" heißt übersetzt natürlich: immer, wenn es die NSA wünscht. Wie paranoid diese Organisation mittlerweile geworden ist, siehe u.a. hier:
    Netzwelt-Ticker: US-Geheimdienst NSA*baut riesiges Abhörzentrum - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    A propos Verschlüsselung und "Hintertürchen":
    Spekulationen um Backdoor in Skype | heise Security
    und
    Spitzel-Angriffe: Wo wir heimlich überwacht werden - IT + Telekommunikation - Technologie - Handelsblatt
    Sollte jeder wissen, der sowas verwendet...
  9. #9

    Kein Titel

    Zitat von schweineigel Beitrag anzeigen
    Tolle Geheimhaltung! Wir geben Ihre Daten an nur DREI Gruppen weiter: 1. Polizei, 2. Behörden, und 3. an alle Anderen -- aber auch nur dann, wenn wir Gründe dafür haben. Kann es auch sein, dass Geschäftsdaten so an die Konkurrenz verhökert werden?

    Übrigens -- Was ist das denn für eine Verschlüsselung? Das kann doch jeder mögliche Quatsch sein. Das braucht also auch GAR NICHTS zu bedeuten haben.
    Das richtig schlimme daran ist ja, dass die auch einfach die Daten "entschlüsseln" und dann nach eigenem Gutdünken (der auch ein kommerzieller Gedanke sein kan) weitergeben.

    Viel besser liest sich doch der Auszug aus den Datenschutzbestimmungen eines anderen Anbieters:

    "Wuala verschlüsselt alle Daten (Dateien und zugehörige Metadaten wie Dateiname, Beschreibung oder Kommentare), die Sie in Wuala speichern, bevor diese Ihren Computer verlassen. Nur Sie, und die Benutzer, mit denen Sie die Daten teilen, können die Daten wieder entschlüsseln. Auch LaCie kann die gespeicherten Daten nicht entschlüsseln, ausser die Daten werden veröffentlicht oder per geheimem Weblink geteilt und mit einem Webbrowser darauf zugegriffen. In letzterem Fall wird der Schlüssel temporär als Teil der URL an LaCie's Server übermittelt um die angeforderten Daten anzeigen zu können"


    So soll das laufen und nicht anders, dabei klar und deutlich nochmal auf die "Lücke durch Freigabe" hingewiesen.

    Dass der Cloud-Anbieter unter Umständen gezwungen ist Infos zum User-Account weiterzugeben ist aufgrund der Gesetzeslage in den meisten Ländern ja klar, aber auf Inhalte kann der Anbieter im oben genannten Beispiel schlicht nicht zugreifen, da auf dem Gerät bereits verschlüsselt wird.








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